Prometheus – Ridley Scotts Ausflug in die Präastronautik

von Shinzon

Nach dem 1997 erschienen vierten Teil der „Alien“-Reihe wurde es lange Zeit sehr still um das Franchise. Zwar folgten noch zwei Crossover mit der „Predator“-Reihe, die starken Bezug auf die Quadrilogie nahmen, doch auf einen weiteren reinen „Alien“-Film musste die Fangemeinschaft lange warten. Nun kommt mit „Prometheus“ nicht etwa eine Fortsetzung, sondern ein Prequel in die Kinos. Bei diesem führte kein Geringerer als der Schöpfer des Franchise, Ridley Scott höchstpersönlich, Regie.

„Prometheus“ beginnt mit der Schöpfung der Menschheit durch Außerirdische und zugleich mit einer verspielten Chance. Wenn man schon Bezug auf antike Legenden nimmt, dann hätte man auch gleich zeigen können, wie der sumerischen Legende nach die Anunna die Menschen als Sklavenrasse erschaffen haben. Im alten Testament, welches größtenteils auf sumerischen Schriften basiert, ist ebenfalls von einer Auskreuzung der Menschen mit den Engeln die Rede, durch welche das Riesengeschlecht der Nephilim entstanden ist.

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In „Prometheus“ geschieht nichts dergleichen. Stattdessen injiziert sich ein einzelner Außerirdischer eine schwarze Substanz. Sein Körper zerfällt und bröselt ins Meer, wodurch das irdische Ökosystem mit humanoider DNS kontaminiert wird. Es ist mehr als unwahrscheinlich, dass daraus die Menschheit hätte entstehen können.

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Abgesehen von der Absurdität dieser Darstellung des Prometheus hält sich Ridley Scott überhaupt nicht an die antiken Legenden. Prometheus wurde nämlich erst von Platon (427-347 v.Z.) zum Schöpfergott erhoben, davor war er lediglich der Überbringer des Feuers. Die filmische Gestalt erinnert daher eher an den sumerischen Gott Enki, aber mit diesem Namen hätten die meisten Kinogänger wohl nichts anfangen können.

Eine direkte Interaktion der Titanen mit den Menschen wird jedenfalls nicht gezeigt, obwohl es dafür sowohl im Film als auch in der Realität Hinweise gibt. Präastronautisch wird es etwa, als das Archäologenpaar Elizabeth Shaw (Noomi Rapace) und Charlie Holloway (Logan Marshall-Green) Höhlenmalereien auf der schottischen „Isle of Skye“ entdeckt, die einen direkten Kontakt der Außerirdischen zu den Frühmenschen offenbaren. Das ist zwar eine nette Idee, da es vergleichbare Höhlengemälde tatsächlich gibt, doch die dargestellte Interaktion passt nicht zum Verhalten der humanoiden Schöpferwesen. Das Zusammenspiel der Yautja mit den Maya in „Alien vs. Predator “ ist im Vergleich dazu weitaus schlüssiger und besser durchdacht.

Ridley Scott und seine Drehbuchautoren spielen lediglich mit Halbwissen und vermischen dieses mit ihrer eigenen Fiktion. Neben den Anleihen aus der Präastronautik gibt es so auch eine Anspielung auf den Entführungsfall von Betty und Barney Hill. Die Sternenkonstellation, welche in der Höhlenmalerei abgebildet ist, verweist nämlich auf das Doppelsternsystem Zeta Reticuli, genau wie die Karte, die Betty Hill unter Hypnose nachgezeichnet hat. Dumm nur, dass die beiden von den Grey entführt wurden und nicht von menschlichen Humanoiden. Ebenso sind in zahlreichen Höhlenmalereien kleine graue Wesen mit großen schwarzen Augen abgebildet.

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„Prometheus“ wirkt wie der krampfhafte Versuch, reale Vorlagen ins „Alien“-Universum einzuflechten. Der ursprüngliche Science Fiction Klassiker wird dadurch aufs schändlichste verzerrt, noch bevor die Reise überhaupt beginnt. Dabei ist es noch das geringste Problem, dass die Technik des Raumschiffes Prometheus aus dem Jahr 2089 wesentlich moderner ist, als jene der Nostromo im Jahr 2122. Immerhin liegen zwischen beiden Filmen exakt 33 (!) Jahre.

Zum technischen Inventar der Prometheus gehört der Androide David (Michael Fassbender), welcher als einziges Crewmitglied auf der zweijährigen Reise wach ist. Die Zeit vertreibt er sich damit, die Träume von Elizabeth Shaw zu durchleuchten oder Filmklassiker wie „Lawrence von Arabien“ zu studieren. In letzterer Szene sieht man David zwischen den zwei Säulen Jachin und Boas sitzen.

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Mit Freimaurersymbolik geht es gleich weiter. Nachdem die Crew der Prometheus erwacht ist, gibt es ein kurzes Missionsbriefing, welches über einen freimaurerischen Kubus läuft, auf welchem eine Pyramide, bestehend aus vier kleineren Pyramiden, abgebildet ist.

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Der Kubus ist eine Art Hologrammprojektor und die Vorführung beginnt mit einer Botschaft des Konzernchefs Peter Weyland (Guy Pearce). Dieser steht, genau wie sein künstlicher Sohn David, zwischen zwei Säulen.

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Im Film lernt man Peter Weyland nur als alten Knacker kennen, doch es gibt eine geschnittene Szene, in der er als junger Geschäftsmann gezeigt wird. Diese ist wesentlich aufschlussreicher als die hier dargebotene, denn darin spricht er von der Gottwerdung des Menschen. Weyland gibt einen kurzen Abriss über den technischen Fortschritt der Menschheit und geht schließlich zur Schaffung der künstlichen Intelligenz über, die durch David verkörpert wird. Der Mensch erhebt sich also zum Schöpfer, was zwar durchaus auch im späteren Filmverlauf thematisiert wird, aber nie so deutlich wird, wie in der fehlenden Szene.

Stattessen gibt es an dieser Stelle nur ein Grußwort und anschließend übernimmt Charlie Holloway, um der Prometheus-Crew einen Crashkurs in Sachen Präastronautik zu geben. Der Teufel steckt dabei wie immer im Detail, wenn man mal näher auf Holloways Hände achtet.

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Nach dieser kurzen Einführung landet die Prometheus auf LV-223. Interessanterweise ist dies nicht der Mond aus „Alien“, denn dieser hatte die Nummer LV-426. Damit sind etwaige Anknüpfungspunkte obsolet. Warum „Prometheus“ auf einem Nachbarmond im selben System spielt, weiß nur Ridley Scott. Vielleicht wollte er einfach irgendwo die bedeutsamen Zahlen 22 und 23 unterbringen und diese dann gleich noch mit einem Planeten kombinieren, der Saturn ähnelt.

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Die beiden Zahlen hat er allerdings auch an anderer Stelle versteckt. Interessant ist dabei, dass die 22 den Grad des Master Builders (Baumeisters) markiert, während die 23 für Zerstörung steht. Das Einreißen des Erschaffenen ist das Leitmotiv des gesamten Films und daher macht auch die Kombination 223 absolut Sinn.

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Wer sich derartiges ausdenkt, muss selbstverständlich ein Hochgradfreimaurer sein und so kommt die 33 ebenfalls nicht zu kurz.

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Die Zahlensymbolik wird sogar noch abgründiger, nachdem das erste Außenteam in die Schutzanzüge geschlüpft ist und die Ruinen auf LV-223 erforscht. In den Videoübertragungen sämtlicher Helmkameras ist nämlich die 666 eingeblendet. Manchmal mit drei Einsen oder drei Zweien hinter jeder 6, aber die Zahl des Teufels ist allgegenwärtig.

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David zeigt die 666 später sogar noch einmal als Handgeste.

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So ganz unpassend ist das nicht, denn der Planet entpuppt sich als eine Art Vorhölle. Es handelt sich nämlich nicht um die Heimatwelt der Schöpferwesen, sondern lediglich um einen Außenposten, auf dem für die Erde bestimmte Massenvernichtungswaffen lagern. Hier stellt sich natürlich die Frage, warum die Außerirdischen den Menschen der Antike gezeigt haben, wo ihre geheimen Waffendepots liegen? Das ist echt sagenhaft dämlich, zumal die Waffen offenbar für die Vernichtung der Menschheit gedacht waren.

Daraus ergibt sich gleich die zweite Frage, denn warum haben die Titanen die Menschen überhaupt erst erschaffen? Etwa als Laborratten für ihre biologischen Waffen? Um die Eroberung der Erde wird es den Titanen wohl kaum gegangen sein, denn diese hätten sie sich auch gleich nehmen können. Zudem würde ihnen die Erde kaum etwas nutzen, wenn sie von säureblütigen Parasiten verseucht ist. Es wäre weitaus interessanter gewesen, einen interstellaren Krieg zwischen den Titanen und den Yautja zu etablieren. Ein Vernichtungskrieg hätte dabei sogar den Einsatz biologischer Waffen schlüssiger wirken lassen.

Diese Waffen lagern in unterirdischen Höhlen, welche sich später als außerirdisches Raumschiff herausstellen. Direkt über dem Eingang prangt bereits ein gigantischer Totenschädel, der nichts Gutes erahnen lässt.

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Was die Inneneinrichtung angeht, hatten die Erbauer offenbar ebenfalls einen etwas düsteren Geschmack. Ein Raum wird etwa von einem Wandrelief geschmückt, welches einen gekreuzigten Xenomorph zeigt. Bei den ganzen satanischen Symbolen darf die Verhöhnung des Christus halt nicht fehlen.

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Doch zurück zu den biologischen Waffen, welche letztendlich zum Untergang der Schöpferrasse geführt zu haben. Die sind in Kanopen abgefüllt und erinnern doch sehr stark an das schwarze Öl aus „Akte X“. Es ist also keine gute Idee von Weyland, sie der irdischen Rüstungsindustrie zuführen zu wollen.

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Eine noch dämlichere Idee ist es jedoch, dass David den Archäologen Holloway absichtlich mit dem Black Goo infiziert und das auch noch direkt vor dessen Nase, indem er seinen Drink vergiftet. Offenbar eine Anspielung darauf, dass alles offensichtlich vor den Augen der Menschen platziert wird, aber die Mehrheit zu blind ist, um es zu bemerken.

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Die Verantwortlichen sind aber mindestens ebenso kurzsichtig. Insbesondere, wenn man es auf den Weyland-Konzern bezieht. Jeder halbwegs vernünftige Rüstungskonzern hätte eine der Kanopen mit auf die Erde gebracht und unter kontrollierten Bedingungen mit dem Inhalt herumexperimentiert, statt die gesamte Mission auf solch fahrlässige Weise zu gefährden.

Der Rest der Crew verhält sich allerdings nicht minder bescheuert. So erschrickt einer der entbehrlichen Nebencharaktere vor harmlosen Hologrammen, nur um kurz darauf eine gemeingefährliche Alienkreatur streicheln zu wollen. Das wurmartige Wesen, welches die Merkmale männlicher und weiblicher Geschlechtsteile in sich vereint, geht natürlich gleich zum Angriff über. Spätestens ab diesem Punkt zeichnet sich ab, dass die gesamte Mission in einer Katastrophe enden wird.

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Kein Wunder, wenn die komplette Crew der Prometheus aus Amateuren besteht, die keine noch so unpassende Gelegenheit auslassen, miteinander zu vögeln. Auf diese Weise steckt sich schlussendlich Elizabeth Shaw bei Holloway mit dem Black Goo an und wird sogleich schwanger. Interessant ist hierbei, dass die beiden Todgeweihten das Christenkreuz tragen. Holloway hat es als Tattoo auf dem rechten Oberarm und Shaw trägt es als Anhänger.

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Wirklich gläubig sind die zwei jedoch nicht, denn immerhin vertreten sie einen präastronautischen Standpunkt. Zudem hat Shaw ein Problem mit ihrer Unfruchtbarkeit, welches keineswegs durch die ungewollte Schwangerschaft mit einem todbringenden Alien gelöst wird. David nutzt den Moment ihrer Schwäche aus, um ihr die Kreuzkette abzunehmen, was hier eindeutig als Abkehr vom Christentum zu verstehen ist.

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Überhaupt spielt David eine sehr okkulte Rolle. Der Android bestimmt über Leben und Tod der Mannschaft und als er den alten Weyland, welcher heimlich mit auf die Reise gegangen ist, auf das außerirdische Raumschiff begleitet, hält er buchstäblich die Welt in seinen Händen.

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Schlussendlich spricht er sogar die Sprache der Schöpfer, was ihn jedoch nicht davor bewahrt, von einem ihrer Vertreter enthauptet zu werden. Im Gegensatz zu Weyland überlebt David diese Begegnung jedoch. Er stellt damit die Krone der Schöpfung dar, erschaffen von einer Spezies, die ihrerseits von einer uralten Rasse erschaffen wurde. Damit wäre der Höhepunkt des freimaurerischen Werkes erreicht.

Für die Fans der alten „Alien“-Filme ist dieser Plot natürlich auch ohne die okkulten Hintergründe enttäuschend. Ridley Scott verschenkt in „Prometheus“ so ziemlich jedes Potential. Dabei kann man durchaus noch damit leben, dass es neben den klassischen Aliens einige andere biologische Waffen gibt. Die Idee, dass der Navigator aus dem ersten „Alien“-Film nur einen Schutzanzug trägt und darunter ein Humanoid steckt, ist sogar brillant und die größte Überraschung, die der Film zu bieten hat.

Das Design fügt sich perfekt in die düsteren, organisch wirkenden Bilder des Originals und verwandelt die Kulissen in einen Alptraum des Schweizer Okkultisten H.R. Giger. Das Titanen-Raumschiff ist gar eine detailgetreue Nachbildung und wäre es auf LV-426 abgestürzt, hätte sich ein nahtloser Übergang zum ersten Film ergeben. Doch leider wird in den letzten fünf Minuten noch einmal alles richtig kaputt gemacht.

Mal abgesehen von einigen geänderten Details in der Navigationskammer des Raumschiffs sollte der Pilot doch eigentlich auf seinem Sessel sitzend sterben und dabei seinen Anzug tragen. Stattdessen überlebt er den Absturz auf dem falschen Planeten und jagt anschließend aus unerfindlichen Gründen Elizabeth Shaw hinterher. Offenbar ist es sein einziger Antrieb, jeden Menschen in seinem Umfeld töten zu wollen.

Durch dieses sinnfreie Verhalten stirbt der Hüne nicht mal an Bord seines eigenen Raumschiffs, sondern in der Rettungskapsel der Prometheus. Dort lauert noch das inzwischen erwachsene Ungeheuer, mit dem Shaw kurz zuvor schwanger war. Wie sie nach dem behelfsmäßigen Kaiserschnitt mit einem zugetackerten Bauch noch wie eine Spitzensportlerin über die Planetenoberfläche turnen kann, fragt man besser gar nicht.

Jedenfalls wird der Navigator von dem Krakenwesen oral vergewaltigt und gebiert danach einen spitzköpfigen Xenomorph, der überhaupt nichts von den klassischen Aliens hat. Shaw schnappt sich derweil Davids abgetrennten Kopf und kapert ein weiteres Alienraumschiff, um sich auf die Suche nach der Heimatwelt der Schöpfer zu machen. Was für ein enttäuschendes Ende!

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Es hätte so perfekt sein können, wenn das Alienraumschiff auf LV-426 abgestürzt wäre und durch den Aufprall ein Loch zum tiefer liegenden Schiffsdeck gerissen worden wäre. Dann hätte ein Facehugger herauskrabbeln und den Navigator infizieren können, welcher dann von einem Chestburster getötet worden wäre. Also alles genau so, wie es später die Crew der Nostromo vorfinden würde.

Fazit: Ridley Scott liefert mit „Prometheus“ ein Puzzleteil, welches absolut nicht zu dem bereits vorhandenen Puzzle passen will. Im Grunde geht es hier um die Erschaffung und Manipulation der Menschheit durch die Grey, was als Thema für sich durchaus interessant gewesen wäre. Leider wurde es gewaltsam in ein bereits bestehendes Franchise gepresst und mit einer gehörigen Portion Okkultismus garniert.

Punkten kann der Film lediglich mit seinen Spezialeffekten und dem Set-Design, welches wenigstens etwas „Alien“-Feeling aufkommen lässt. Dem gegenüber steht jedoch nicht nur der verkorkste Plot, sondern eine Reihe unsagbar dämlicher Charaktere, die sich absolut unprofessionell verhalten. Man mag diesen Film einfach nicht mit den anderen „Alien“-Filmen in Einklang bringen, am besten streicht man ihn ganz aus dem Kanon.

Prometheus-Trailer

Ach ja, die Logikfehler…

Und die Symbolik:

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4 Kommentare zu “Prometheus – Ridley Scotts Ausflug in die Präastronautik

  1. „n den letzten fünf Minuten wird jedoch alles kaputt gemacht. Ridley Scott scheint fast schon unter Amnesie zu leiden, dass er das Finale derart verpatzt. Er liefert ein Puzzleteil, welches absolut nicht zu dem bereits vorhandenen Puzzle passen will. Mal abgesehen von einigen geänderten Details in der Navigationskammer des Raumschiffs sollte der Pilot doch eigentlich auf seinem Sessel sitzend sterben und dabei seinen Anzug tragen. Außerdem fehlt das Loch in die Eikammer, durch welches die Nostromo später steigt.“

    Auf eine mögliche Auflösung bin ich neulich gestoßen:
    Ich habe irgendwo gelesen, dass der Space Jockey in Alien auf LV-426 gefunden wird, während dieser Film auf LV-223 spielt.
    Das würde dieses Detail plausibel machen.

  2. Neulich noch einen Verriss-Kommentar irgendwo im Internet entdeckt:

    “ Charaktere grenzdebil und unglaubwürdig (Captain packt nach 2 Jahren Flugzeit erstmal den Weihnachtsbaum aus und schläft mit dem Captain). Wissenschaftler sind hirnrissig ohne Ende. Der Oberboss versteckt sich ohne ersichtlichen Grund. Noomi Rapaces Bauchmuskeln werden zertrennt und notdürftig getackert, danach singt und springt sie wieder fröhlich. Aggro-Punkrock-Geologe, der die Höhlen kartografieren soll (und eh nur an Geld interessiert ist), verläuft sich, obwohl er Funkkontakt mit dem Schiff und deren Karten hat. Biologe hat Todesangst vor toten Aliens, liebkost aber eine kobra-artige Schleimschlange, die ihn dann tötet.
    Noomi Rapace erzählt niemandem, dass sie gerade ein Alien-Tentakel-Viech geboren hat und geht auch nicht auf Nummer sicher, dass es tot ist. Captain, der nicht fliegen kann, opfert sich nach einer kurzen Unterhaltung mit einer hysterischen Ziege mitsamt seinen Schergen für die Zukunft der Erde.
    Captain und Charlize Theron springen schnell mal in die Kiste, damit sie einem speckigen Redneck zeigen kann, dass sie kein Android ist, obwohl zwei Leute der Crew sich verlaufen haben.
    Der führende Wissenschaftler entdeckt eine Art Tentakel in seinem Auge, geht natürlich nicht zum Arzt. Wäre ja auch logisch. Das Wissenschaftler-Paar hat gerade die wichtigste Entdeckung der Weltgeschichte gemacht, hüpft aber lieber in die Kiste und redet über’s Kinderkriegen.
    Welcher Trillionär würde sein Leben in die Hände einer solche Ansammlung von Idioten geben?
    Außerdem lernen sich die meisten Crewmitglieder erst nach dem Aufwachen kennen. Klar, logo. Nicht, dass sie Monate lang zusammen trainieren oder sowas… wer braucht schon ein eingespieltes Team, das sich vertraut.

    Die „Engineers“ sind auch lustig.. lassen auf der Erde irgendwie ne Karte zu ihrem Massenvernichtungswaffen-Lager und wie man die bedient, zeigen sie mit einem hübschen Hologramm. Nett, aber bescheuert.

    Achja, bitte nicht zur Seite rennen, wenn ein Millionen-Tonnen-Raum-Croissant auf dich zurollt, einfach geradeaus, damit dein Tod genauso sinnlos ist, wie die 190 Minuten vorher.
    Dazu gab es noch sinnlose Religionsanspielungen (oh yeah, wie deep) und zum Glück auch schöne Bilder. Bis die Crew aus der Stasis erwacht, ist der Film echt gut. :)“

  3. Pingback: Übersicht: Blue Beam-Konditionierung | Zombiewood Productions

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