Marschbefehl für Hollywood – Die US Armee führt Regie

Die Einflussnahme des Pentagon auf die Film- und PC-Spielindustrie ist ein offensichtlicher Fakt. Es geht knallhart um Kriegspropganda.

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Nibiru bei den Schlafwandlern

Warum ein Album mit dem Titel „Nibiru“ ausgerechnet am 23.(!) 11.(!) 2012 erscheint, muss wohl nicht mehr näher erläutert werden. Die Tracklist liest sich wie ein Ode an den Weltuntergang und beinhaltet Titel wie „Two Worlds collide“ (passend zu „Nibiru“), „The Arrival“, „Judgement Day“, „Heaven will burn“ und „Game over“. Die nehmen Sitchin und den Maya-Kalender wohl etwas zu ernst.

Nur so nebenbei: Die abgebildete Skyline gehört zu Pjöng Jang, der Hauptstadt von Nordkorea. Man darf raten, warum die von einem Pyramidenbau dominiert wird.

Nibiru in Hollywoodfilmen

Der wohl bekannteste Film, der die Nibiru-Thematik aufgreift, ist „Das fünfte Element“. In diesem Streifen nähert sich alle 5.000 Jahre ein planetengroßes Objekt vollkommener Boshaftigkeit der Erde. Die moderne Menschheit erfährt zum ersten mal bei einer Ausgrabung in einem ägyptischen Tempel davon, womit hier auch die Prä-Astronautik bedient wäre. Das Geheimnis, wie man dieser Gefahr begegnet, wird indessen von einer uralten, geheimen Bruderschaft von Priestern gehütet.

In „Captain Future“ erwartet man die Ankunft von Nibiru erst 2225. Interessanter Weise ist „Der schwarze Planet“ ein Fake, der einem machthungrigen Irren dazu dienen soll, die Erde zu übernehmen.

Auch in Melancholia rast ein bisher unentdeckter Planet auf die Erde zu. Wieder mal die übliche Panikmache vor einem Ereignis, welches nie stattfinden wird.

Nibiru und die Annunaki – Oder wie man sumerische Mythen falsch auslegt

von Shinzon

Wenn es um die Anunnaki und Nibiru geht, ist der amerikanische Autor Zecharia Sitchin (*1920, †2010) eine Art Standardquelle. Nur leider war er weder ein Archäologe, noch kannte er sich mit sumerischer Keilschrift aus. Seine Bücher sind eher Science Fiction Romane als ein ernstzunehmender Beitrag zur Prä-Astronautik.

Am bekanntesten dürfte wohl „Der 12. Planet“ sein, wobei man der Fairness halber erwähnen muss, dass der Titel gegen den Willen Sitchins vom Verlag gewählt wurde. Auf die 12 kommt man nur, wenn man Sonne und Mond mitzählt. Es handelt sich also eigentlich um den 10. Planeten. Und da wären wir schon beim ersten großen Fehler Sitchins.

Das sumerische Rollensiegel, auf das Sitchin sich beruft, zeigt in der Tat 11 Planeten. Was davon ein Mond sein soll, ist schleierhaft. Aber es kommt noch besser, denn die eigentliche Frage lautet, ob auf dem Siegel überhaupt unser Sonnensystem dargestellt ist? Die Sumerer hatten nämlich zwei unterschiedliche Symbole für die Sonne und einen Stern. Die 11 Planeten sind um das Zeichen für einen Stern angeordnet. Es handelt sich daher um ein fremdes System mit 11 Planeten und nicht 10 oder 12.

Damit wäre der ganze Nibiru-Mythos bereits vom Tisch. Doch betrachten wir die Planet-X-These noch einmal genauer von einem wissenschaftlichen Standpunkt. Die Anhänger der Theorie vom 10. Planeten gehen davon aus, dass dieser von den Anunnaki bewohnt sei und alle paar Jahrtausende ins innere Sonnensystem eindringt, wobei es zu großen Katastrophen und Kontakten mit Außerirdischen kommt. Dies ist gleich aus mehreren Gründen unmöglich.

1. Ein Planet mit einem kometengleichen Orbit könnte kein höheres Leben hervorbringen. Bereits hinter der Marsbahn würde es ziemlich schnell kalt werden und in den Tiefen des Kuiper-Gürtels wäre die Sonne so fern, dass sie faktisch keine Energie mehr liefert.

2. Die Planetenbahnen aller 8 Planeten sind seit Jahrmillionen stabil. Sie können mathematisch so genau nach berechnet werden, dass man heute davon ausgehen kann, dass Uranus und Neptun einst viel näher an der Sonne standen und sogar ihre Plätze getauscht haben.

Was würde nun geschehen, wenn ein Planet X regelmäßig ins innere Sonnensystem vordringen würde? Ganz logisch: Sein Gravitationsfeld würde die Planeten aus ihren gewohnten Bahnen werfen und das blanke Chaos anrichten. Nehmen wir nun einmal an, Planet X würde alle 6.000 Jahre an der Erde vorbeirauschen, dann hätte sich das Sonnensystem seit seinem letzten Besuch noch nicht erholt. Und würde er sich in diesem Moment wieder der Erde nähern, hätten wir das schon längst zu spüren bekommen.

3. Mal davon abgesehen, dass die gesamte Himmelsmechanik der Nibiru-These widerspricht und uns ein solches Objekt derart mit Kometen eindecken würde, dass sich auf der Erde niemals höheres Leben hätte entwickeln können, läuft die Zeit für ihre Anhänger allmählich ab. Denn Nibirus Ankunft wird am 21. 12. 2012 erwartet.

Eigentlich müsste Nibiru also schon längst hell leuchtend am Himmel zu sehen sein. Für dieses Problem haben die Weltuntergangsapostel aber eine geniale Lösung. Es wird kurzerhand behauptet, Nibiru sei nur von der Südhalbkugel der Erde aus zu sehen. Für die Bewohner der südlichen Hemisphäre gilt natürlich, dass Nibiru nur im Norden zu sehen ist. Für alle, die nun immer noch an der Echtheit Nibirus zweifeln, präsentiert man noch ein paar Sonnenaufnahmen mit Bildartefakten oder Lichtbrechungseffekten. Zuweilen ist dabei jedoch nicht nur ein Lichtpunkt neben der Sonne zu sehen, sondern gleich vier.

Es ist geradezu unfassbar, welch ein Dummenfang hier betrieben wird. In dieselbe Kategorie fällt übrigens „Hercolubus oder roter Planet“. Es ist der alte Nibiru-Mythos mit neuem Namen. In zahlreichen Youtube-Videos wird dabei ein kostenloses Buch beworben, für das man natürlich erst einmal seine Adresse angeben muss. Entweder ist das eine Betrugsmasche oder eine neue UFO-Sekte mit dem melodischen Namen „Alcione-Gesellschaft“. Die Videos erinnern jedenfalls stark an die üblichen Ashtar-Botschaften von Friede-Freude-Eierkuchen.

Übrigens, einen Planeten X vermutet die NASA tatsächlich. Es soll sich um einen Gasriesen handeln, der jenseits des Kuiper-Gürtels seine Bahnen zieht. Natürlich ohne dabei ins innere Sonnensystem vorzudringen und bisher ist es auch nur eine Vermutung.

NASA über Planet X – Quelle 1

NASA über Planet X – Quelle 2

Von Kleinplaneten wimmelt es dagegen tatsächlich am Rande unseres Sonnensystems und einige sind sogar größer als Pluto, was zu dessen Herabstufung führte. Sedna, Eris und Quaoar gehören zu den bekanntesten Zwergplaneten, deren Anzahl stetig wächst. Eine Gefahr stellt jedoch keines dieser Objekte dar und höheres Leben dürfte aus auf diesen Eismurmeln ebenfalls nicht geben.

Kommen wir nun zu den Anunnaki. Oder sollte es nicht eher „Anunna“ heißen? Das ist nämlich die korrekte Bezeichnung der sumerischen Götter. Der Name bedeutet frei übersetzt „herrschaftliches Blut“ und verweist auf die Abstammung vom „großen weisen Fürsten“ (NUN). Dieser Fürst war Enki, der sumerische Gott der Weisheit, der erstaunliche Parallelen zu Prometheus und Luzifer ausweist.

Die zusätzliche Silbe „Ki“ stammt aus dem Akkadischen und bedeutet so viel wie „Erde“ oder „Unterwelt“. Die Anunnaki waren also keine sumerischen Götter, die vom Himmel kamen, sondern akkadische Götter der Unterwelt. Einen prä-astronautischen Hintergrund der Anunna schließt das alles zwar nicht aus, dennoch begeht Sitchin hier einen folgeschweren Übersetzungs- und Verwechslungsfehler.

Frei erfunden ist schließlich die gesamte Story über die vermeintlichen „Anunnaki“. Diese kamen laut Sitchin zur Erde, um die hiesigen Goldreserven zu plündern und erschufen den Menschen als Sklavenrasse, die das Gold abbauen sollte. Das erinnert sehr an die Scientology-Streifen „Battlefield Earth“, der auf der 1980 erschienen Roman-Trilogie des Sektengründers L. Ron Hubbard basiert. In diesem landen übergroße Aliens (eine Anspielung auf die Nephilim) auf der Erde und versklaven die Menschen, um Gold abzubauen. Einem auserwählten Menschen (Adam) verhelfen sie dabei zu höherer Intelligenz (die Frucht vom Baum der Erkenntnis).

Offensichtlich hat Hubbard hier bei Sitchin sowie aus der Bibel abgeschrieben. Immerhin muss man Sitchin zugute halten, dass er keine totalitäre Sekte gegründet hat, aber er ist ebenso wie Hubbard ein Romanautor. Und dazu noch ein schlechter. Denn seine Anunnaki waren nicht etwa der Raffgier verfallen, sondern brauchten das Gold angeblich, weil sich die Atmosphäre ihres Planeten auflöste.

Wissenschaftlich gesehen ist das hanebüchener Unsinn! Zum einen wird nirgendwo erklärt, warum sich die Atmosphäre von Nibiru verflüchtigt hat. Zum anderen würde Gold diesen Prozess kaum aufhalten. Folgerichtig erläutert Sitchin auch nicht, wie das Ganze funktionieren soll. Er hätte genauso gut schreiben können, die Anunnaki seien auf der Suche nach Unobtanium gewesen. Nur kommt dieses weder auf der Erde noch sonst irgendwo vor.

Die Geschichte, die Sitchin seinen Lesern auftischt, ist schlichtweg an den Haaren herbeigezogen. Zudem wird dabei völlig ignoriert, wozu Gold seit Jahrtausenden tatsächlich verwendet wird. Nämlich als Statussymbol für die Reichen und Mächtigen! Wenn die Anunnaki es angeblich so dringend brauchten, warum ließen sie dann zu, dass sich irdische Könige mit purem Gold schmückten? Oder warum gibt es dann überhaupt noch Gold auf der Erde?

Die wahre Bedeutung des Goldes ist wesentlich einfacher zu entschlüsseln und hat mit Außerirdischen rein gar nichts zu tun. Aufgrund des gelblichen Glanzes wurde das Edelmetall schon immer mit der Sonne assoziiert und zudem ist es noch sehr selten. Sein hoher Wert in Kombination mit antiker Sonnenanbetung ist hier der passende Schlüssel.

Für eine technologisch entwickelte Zivilisation, wie es die Menschen heute sind, ist Gold außerdem noch ein guter elektrischer Leiter, der in der Mikroelektronik Verwendung findet. Diese Bedeutung, die Gold für eine außerirdische Spezies durchaus noch haben könnte, taucht bei Sitchin jedoch nicht auf.

Dies sind selbstverständlich nur die auffälligsten Ungereimtheiten und Fehlinterpretationen von Zecharia Sitchin. Jedoch zeigt sich schon an diesen Punkten, dass wir es bei Sitchins Werken keinesfalls mit Fakten, sondern mit Science Fiction zu tun haben. Von daher haben alle Prä-Astronautiker, die sich darauf berufen, schon von vorn herein ein Glaubwürdigkeitsproblem. Als prominentes Beispiel sei hier die „Ancient Aliens“-Reihe des History Channel genannt. Die Prä-Astronautik ist deswegen nicht gleich tot, aber sie hat durch derartige Fehlinformationen einen schwierigen Stand.

Pakt der Rache – Ein Geheimbund läuft Amok

von Shinzon

Als die Frau des High School Lehrers Will Gerard (Nicolas Cage) brutal zusammengeschlagen und vergewaltigt wird, bietet ein mysteriöser Mann, der sich als „Simon“ ausgibt (Guy Pearce), Rache an. Will geht darauf ein und kurz darauf ist der Täter tot. Doch die Rache hat ihren Preis und so wird Will später selbst mit einem Mord beauftragt.

Angeblich ist sein Ziel ein Kinderschänder und zunächst sieht alles danach aus, als handele es sich bei dem mysteriösen Verein um einen Club der Gerechten, die Selbstjustiz üben, weil der Staat bei der Strafverfolgung schläft. Dennoch schreckt Will vor dem Mord zurück, woraufhin er zunehmend bedroht wird. Als er sein Ziel Alan Marsh unabsichtlich bei einem Handgemenge von einer Brücke stößt, findet er schließlich heraus, dass dieser kein Kinderschänder, sondern ein investigativer Journalist war.

Schnell dämmert ihm, dass es dem Geheimbund nicht allein um Gerechtigkeit geht, sondern vor allem auch um Macht. Alan Marsh kam dem Killerorden auf die Spur und da Will Gerard nun ebenfalls sein Geheimnis kennt, muss auch er um sein Leben fürchten.

Wo Geheimbünde Jagd auf Menschen machen, ist natürlich die Pyramide mit dem Auge nicht weit. Diese taucht im Film eher beiläufig als Graffiti in der Schule auf. Die selbsternannten Herren allen menschlichen Schicksals lassen grüßen.

Das Finale des Streifens ist ebenfalls sehr interessant. Der Geheimorden gibt sich am Ende wieder ganz anständig und deckt Will Gerard. Der fiese Simon wird zu einem irren Einzeltäter erklärt, der außer Kontrolle war. So ähnlich hört es sich an, wenn die Freimaurer abfällig über die italienische P2-Loge reden, die angeblich auch nur einen bedauerlichen Einzelfall darstellt.

Der Kern der Geschichte gleicht jedoch eher dem Killerkommando aus „Wanted“. Auch in „Pakt der Rache“ wird für eine vermeintlich gute Sache gemordet, bis sich herausstellt, dass das ganze Morden selbst eine große Ungerechtigkeit ist.

Natürlich ist man als Zuschauer geneigt, der Selbstjustiz recht zu geben. Doch hier verbirgt sich das Prinzip „schaffe ein Problem und biete dann DEINE Lösung an“. Immerhin gehören dem Pakt auch Polizisten und andere relevante Personen an, die eigentlich auf legalem Wege etwas gegen Straftäter unternehmen könnten. Stattdessen bekommen Letztere Bewährung, was einige Betroffene dazu bringt, Selbstjustiz zu üben. Wenn sie dies tun, werden sie dadurch in den Geheimorden hineingezogen und erpresst.

Übrigens ist „Pakt der Rache“ nicht der erste Film über Selbstjustiz, in dem Nicolas Cage mitspielt. „Kick-Ass“ schlägt in dieselbe Kerbe, wobei dieser ungleich lustiger ist und auf das Element der Geheimbünde (nicht jedoch auf deren Symbole) verzichtet.

Zermatschende Kürbisse und die Theosophie

Die Smashing Pumpkins sind offensichtlich große Bewunderer der Theosophie und möglicherweise sogar Mitglieder der Theosophischen Gesellschaft. Der folgende Tour Pass trägt das Logo der Theosophen.

Im Booklet des Machina-Albums finden wir abermals die Ouroboros mit allsehendem Auge. Der Fisch oben dürfte für das Fische-Zeitalter stehen.

Das Booklet ist dermaßen angereichert mit esoterisch-okkulten Symbolen, dass einem regelrecht schwindelig wird. Nehmen wir z.B. diesen Engel, der das Licht bringt. Nun, es gibt nur einen gefallenen Engel, der als Lichtbringer bekannt ist und von den Theosophen verehrt wird. Und dann hat er auch noch die Pyramide im Zeptar.

Der Schlangenträger darf natürlich auch nicht fehlen.

Im Lichte Luzifers – Die Theosophische Gesellschaft

von Shinzon

Die Theosophische Gesellschaft wurde 1875 von der Okkultistin Helena Petrovna Blavatsky (*1831, †1891) in New York gegründet, nachdem der vorherige Miracle Club gescheitert war. Weitere Mitbegründer waren u.a. Henry Steel Olcott und William Quan Judge, die Blavatsky ein Jahr zuvor kennen lernte. Das Logo der Theosophen besteht aus einer Ouroboros, einem freimaurerischen Hexagramm, einem ägyptischen Anch und einer hinduistischen Swastika.

Hauptziel der Theosophen ist eine „universale Bruderschaft“, in der alle Menschen vereint sind. Was auf den ersten Blick wie ein nobles Ziel erscheint, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung jedoch als globale Tyrannei von Luzifer-Anbetern. Das klingt nach einem ungeheuerlichen Vorwurf, doch zum einen war Blavatsky selbst Herausgeberin eines esoterischen Magazins mit dem Titel „Lucifer“ und zum anderen wäre da noch die 1922 von der Theosophin Alice Bailey (*1880, †1949) gegründete „Lucifer Publishing Company“.

Die Luzifer-Verlagsgesellschaft wurde nach Protesten in Lucis Trust umbenannt, was jedoch nur eine abgekürzte Form darstellt. Um auf die Eine-Welt-Ideologie der Theosophen zurück zu kommen, sei erwähnt, dass der Lucis Trust eine beratende Funktion bei den Vereinten Nationen hat und von der UN als NGO (Nichtregierungsorganisation) anerkannt wird. Der Sitz der amerikanischen Niederlassung ist übrigens die Wall-Street Nr. 120, also zwischen all den kapitalistischen Räuberhöhlen.

Das Logo des Lucis Trust ist ebenfalls sehr interessant, denn es sieht dem Logo der Obama-Wahlkampfkampagne von 2008 zum verwechseln ähnlich. Es ist wohl nicht abwegig, dass eine Stiftung, die Einfluss auf die UN hat, auch Einfluss auf den amerikanischen Wahlkampf haben könnte. Zumal es in der amerikanischen Politik nur so von Freimaurern, Bonemen und Bilderbergern wimmelt. Allerdings ist da nur so eine Theorie.

Kommen wir nun zur esoterischen Agenda der Theosophen. Diese fußt vor allem auf fernöstlichen Lehren aus dem Hinduismus und Buddhismus, die Blavatsky auf ihren Reisen nach Indien und Tibet mit nach Europa und in die USA brachte. Selbstverständlich handelt es sich bei der theosophischen Esoterik um grobe Verzerrungen der hinduistisch-buddhistischen Originallehren, wobei letztere rein gar nichts mit Luzifer gemein haben. Man bekommt den Eindruck, dass Blavatsky fernöstliche Elemente wählte, weil sie exotisch wirkten und sie ihrem esoterischen Club einen spirituellen Anstrich verleihen wollte.

Leider kommen die Zerrbilder vedischer Lehren inzwischen so gut bei einigen Hindus an, dass die Theosophen ihren Hauptsitz von New York nach Indien verlegt haben. Schade, in New York waren sie in bester Gesellschaft des Lucis Trust und der Church of Satan.

Ebenfalls bedauerlich ist, dass die Irrlehre der Theosophie Themen wie Reinkarnation, Jenseits, Telepathie und Atlantisforschung aufgreift. Dies schadet einer ernsthaften wissenschaftlichen Erforschung dieser für sich genommen durchaus interessanten Gebiete. Allerdings kennt man derartigen Missbrauch auch bei den Nazis. So reiste Heinrich Himmler stets mit einer Ausgabe der Bhagavadgita im Handgepäck und war ebenfalls sehr an untergegangenen Hochkulturen wie Atlantis interessiert.

Es gibt allerdings noch mehr Parallelen zwischen Theosophen und Nazis. So vermutete Helena Blavatsky eine arische Urmenschenrasse, was später zur Gründung der Ariosophen führte. Die arische Rasse soll dem Glauben der Theosophen nach aus Atlantis stammen und im Zuge der Sintflut sei sie ins hochgelegene Tibet geflohen. Dieses Märchen veranlasste Heinrich Himmler zu einer Tibet-Expedition, die in der faschistoiden Gelbmützensekte des Dalai Lama ein nicht nur „rassisch“, sondern auch ideologisch verwandtes Volk sah.

Obgleich Blavatsky selbst jeglicher Rassismus fremd war, da sie für eine geeinte Menschheit eintrat, war sie mit ihren kruden Theorien in gewisser Weise doch eine Vordenkerin der Thule-Gesellschaft und damit des Naziregimes. Die wahren Arier waren übrigens ein persischer Volksstamm und hatten weder mit Atlantis noch mit Tibet etwas gemein.

Neben Guido von Lists (*1848, †1919) Ariosophen spaltete sich 1923 auch Rudolf Steiners (*1861, †1925) Anthroposophische Gesellschaft von den Theosophen ab. Allerdings wurde diese von den Nazis wohl als Konkurrenz betrachtet und 1935 verboten. Dabei finanzierte Steiner im Kampf gegen den Kriegsschuldvorwurf an Deutschland noch eine verschwörungstheoretische Schrift, in der u.a. den Juden und Theosophen (mit denen er sich verkracht hatte) die Schuld am Ersten Weltkrieg angelastet wurde.

Hinzu kommen diverse Äußerungen über das Judentum und die Rassenfrage, die Steiner in ein recht finsteres Licht rücken. Dies führte mitunter auch zu starker Kritik an den von ihm begründeten Waldorfschulen. Zudem stechen die Anthroposophen, die ihren Sitz im Goetheanum in Dornach (Schweiz) haben, durch fortwährende Kontakte zur Freimaurern und Okkultisten hervor.

Dies haben sie durchaus mit den Theosophen gemeinsam und man darf nicht vergessen, dass trotz der persönlichen Differenzen Steiners zu den Theosophen, beide Gesellschaften denselben Ursprung haben. Zudem gibt es von beiden Seiten personelle Überschneidungen mit der Freimaurerei.

Zwar ist die Theosophische Gesellschaft offiziell keine Freimaurerorganisation, doch sind die Parallelen offensichtlich. Helena Blavatsky erhielt sogar den höchsten Ehrengrad der Freimaurerei, was jedoch nicht von allen Logen anerkannt wird.

Der Einfluss der Theosophen erstreckt sich im Grunde genommen auf alles, was mit Esoterik zu tun hat. Diese ist inzwischen zu einer Art Ersatzreligion herangewachsen, die von diversen Sekten, in Hollywood-Filmen und von der Musikindustrie propagiert wird. Eine Band, die dabei besonders hervorsticht, sind die Smashing Pumpkins. Zu den Bewunderern sowie Mitgliedern der Theosophie zählen jedoch auch Berühmtheiten wie beispielsweise Lewis Carroll, Thomas Edison und Albert Einstein.

In Deutschland treibt die Theosophie mitunter Blüten wie MYSTICA TV. Diese Plattform vermischt nach Lust und Laune Spiritualität und Esoterik. Die Theosophen werden natürlich in ein besonders positives Licht gerückt. Helena Blavatsky wird von ihren Fans mitunter als Gelehrte, Friedensaktivistin und Kämpferin für die Einheit der Menschen verkauft. Luzifer taucht in den schillernden Beschreibungen dagegen nirgends auf.

Wild Germany – Deutsche Reichsregierung

Einfach herrlich, wie sich die Nazis selbst als Rassisten, Antisemiten und Geschichtsfälscher entlarven.

Die Bandbreite muss allerdings in Schutz genommen werden, da sie wohl kaum ihr Einverständnis dafür gegeben hat, dass ihre Lieder auf Naziveranstaltungen gespielt werden. Immerhin haben sie sich mehrfach und unmissverständlich gegen Rechtsextremismus gestellt und sind dafür sogar ausgezeichnet worden. Es handelt sich also um einen Missbrauch sowie Urheberrechtsverstoß, dass da ein Titel der Bandbreite gespielt wird. Allerdings spielen die Nazis auch Titel wie „Schrei nach Liebe“ von den Ärzten und deuten es in ihrem Sinne um.