Billy Meier und die Kontaktlerszene – Besuch von den Plejaden

von Shinzon

Eine Frage beschäftigt uns immer wieder: Warum kontaktieren die Aliens nur einzelne Menschen und halten den Rest der Menschheit in Unwissenheit? Es wäre doch ein Leichtes, sich allen Menschen zu zeigen. Warum sind offenbar nur eine Handvoll Individuen auserkoren, die Welt zu erleuchten und die Menschheit in ein neues Zeitalter zu führen? Um diese Fragen zu beantworten betrachten wir im Folgenden einige dieser Kontaktler etwas genauer.

Der bekannteste Fall ist der Schweizer Kontaktler Eduard Albert Meier, besser bekannt als Billy Meier.

Billy Meier

Billy Meier

Laut seinen eigenen Angaben wurde er 1937 in Bülach (Züricher Land) geboren und hatte eine schwere Kindheit. Ihm wird nachgesagt, ein Außenseiter und Querulant gewesen zu sein. Er galt als schwer erziehbar und beendete mehrere Aufenthalte in Erziehungsheimen durch Ausreißen. Die Schuld schrieb Meier schnell den Außerirdischen zu, die ihn bereits im Alter von 5 Jahren zum ersten Mal besucht haben sollen.

Seine vorläufige Karriere gipfelte im Besuch einer Psychiatrie, aus der er ebenfalls ausbrach. Als Jugendlicher landete er schließlich im Gefängnis. Wieder auf freiem Fuß zog er ohne Schulabschluss, Ausbildung und Beruf planlos durch die Welt.

Mit 28 Jahren verlor er bei einem Busunfall 1965 in der Türkei seinen linken Arm, was seiner Psyche offenbar einen weiteren Schlag versetzte. Seine Frau, die er einige Monate später in Griechenland kennen lernte, musste er entführen, um sie 1966 heiraten zu können. Mit ihr bekam er 3 Kinder. 1969 kehrte Meier in die Schweiz zurück, wo er 6 Jahre später die F.I.G.U. (Freie Interessengemeinschaft für Grenz- und Geisteswissenschaften und Ufologiestudien) gründete.

Die angeblichen Kontakte zu den außerirdischen Besuchern von den Plejaden bescherten ihm bald einige Zuhörer und im Frühjahr 1977 zog der nun zum Guru avancierte Billy Meier mit seinen Anhängern auf einen Bauernhof in Hinterschmidrütli. Den Hof benannte Meier nach der Enkelin eines Besuchers, mit der er angeblich ebenfalls Kontakt hatte, Semjase-Silver-Star-Center.

In den folgenden Jahren entging er angeblich 13 Mordanschlägen der bösen Gizeh-Intelligenz, die alle mit untauglichen Mitteln ausgeführt wurden. Im November 1982 traf ihn dann wieder ein ganz irdisches, reales Schicksal, als er in der Badewanne ausrutschte und mit dem Kopf hart aufschlug. Durch diesen Unfall wurden einige Hirnareale zerstört und seine Gedächtnisleistung dadurch angeblich auf 27,2 % gesenkt. Es mag vielleicht gehässig klingen, aber dies könnte einiges erklären.

Analysieren wir Billy Meiers Lebenslauf, kommen wir zu dem Schluss, dass wir es mit einem geistig gestörten Außenseiter zu tun haben, der unter einem Schuldkomplex leidet. Seine Geschichten über die Besucher von den Plejaden überschreiten dabei die Grenzen zum Absurden.

Billy Meier Adventures

Die Bewohner seines Hofes sind offenbar leichtgläubige Menschen, die ihrem Guru blind glauben, wie man es von jeder anderen Sekte kennt. Immer wenn seine Anhänger Billy Meier zu einer Begegnung mit den Plejadern begleiten dürfen, müssen sie irgendwo im Wald warten und werden dann Zeugen von inszenierten Licht- und Klangspielen.

Außer Billy Meier durfte noch niemand einen direkten Kontakt zu den Besuchern herstellen. Die Frage nach dem Warum erübrigt sich. Meier ist ein einwandfreier Fake. Ein Mensch, der mit der Welt nicht klar kommt und sich deshalb eine Geschichte ausdenkt, mit der er andere gnadenlos abzockt.

Seine Fotos von so genannten „Strahlschiffen“ entpuppten sich allesamt als plumpe Fälschungen, was vor einiger Zeit sogar eine US-Firma, die Meiers Material vertrieben hatte, einräumen musste. Weiter enthüllt wurde seine Fälscherkarriere ausgerechnet von seiner Ex-Frau Kalliope Meier, die in einem Interview mit Hans-Werner Peiniger von der GEP e.V. über das Leben auf dem Hof berichtete.

Billy Meier Fake UFO

Die vermeintliche Außerirdische „Asket“ stellte schließlich noch als die Sängerin Michelle DellaFave heraus, die in den 1970ern in der „Dean Martin Show“ auftrat. Der UFO-Guru hatte sie dreist vom TV-Bildschirm abfotografiert.

Michelle DellaFave

Billy Meier ist auf seinem Gebiet aber nicht der Einzige, obwohl er dies immer wieder behauptet. Immer mehr vermeintliche „Contactees“ suchen mit ihren Geschichten den Kontakt zum ganz großen Geld. Ein etwas aktuelleres Beispiel ist der Peruaner Sixto Paz, der vom 18.-20. Juli 2008 ein offizielles Treffen zwischen Weltöffentlichkeit und außerirdischen Besuchern in Spanien arrangieren wollte.

Sixto Paz

Sixto Paz

Zahlreiche Journalisten wurden dazu eingeladen und auch die deutsche Initiative für Exopolitik wollte vor Ort sein. Zwar kam es nicht zu letzterer Teilnahme, da die spanischen Behörden ihre Erlaubnis verweigerten, zusätzliche Campingplätze einzurichten, aber viel verpasst haben die deutschen Exopolitiker wohl kaum.

Die erwartete Sensation blieb erwartungsgemäß aus. Kein Wunder, wenn man sich genauer mit Sixto Paz befasst. Als ehemaliger Bankangestellter steht er zwar im Gegensatz zu Billy Meier mit beiden Beinen im Leben, aber seine Kontaktberichte stehen denen Meiers in Sachen Phantasterei in nichts nach.

Angeblich hat Paz bereits seit 1974 Kontakt mit einem Alien namens Oxalc vom Jupitermond Ganymed. Warum nicht gleich mit Fred vom Jupiter? Oder Alf vom Melmarc? Das wäre mindestens genauso glaubwürdig – nämlich gar nicht!

Dass andere Spezies in diesem Sonnensystem Außenposten haben oder Bergbau betreiben, wäre ja noch halbwegs glaubwürdig. Aber dass eine Spezies auf einem toten Mond heimisch sein soll, ist Nonsens. Wer sich von Paz übers Ohr hauen lassen will, muss seinen Urlaub einfach nur nach Peru verlegen, dort bietet er UFO-Pilgerreisen für 200 Dollar (inkl. Übernachtung) an. Sichtungserlebnisse nicht garantiert!

Alles in Allem kann man Sixto Paz also getrost in die Billy Meier-Ecke stellen, ebenso wie viele andere vermeintliche Kontaktler, die die bizarrsten Geschichten zu erzählen wissen. Es ist zwar nicht auszuschließen, dass es auch echte Kontaktler gibt. Es gibt Fälle von einmaligen Kontakten, die durchaus glaubwürdig sind. Die bekanntesten Contactees entpuppen sich jedoch meist schnell als Betrüger und Sektierer.

Damit stehen sie in krassem Gegensatz zu Abductees. Entführte stehen echte Traumata durch und können oft auch handfeste Beweise für das Geschehene vorlegen. Dennoch bleiben sie lieber anonym und unter Ihresgleichen. Bekannte Contactees hingegen zeichnen sich durch ein unstillbares Geltungsbedürfnis aus und haben dabei absolut nichts in der Hand. Sie tischen Phantasien auf, untermauert durch gefälschte Fotos und Filme, um damit Geld zu verdienen.

Entführungen sind etwas sehr Reales und stellen zumindest einigen Besuchern kein gutes Zeugnis aus. Kontakte stehen jedoch meist in krassem Kontrast dazu. Sie zeichnen ein geradezu göttliches Bild von den Besuchern, die uns angeblich retten wollen.

Letztendlich bleibt das Themenfeld der Alienkontakte sehr schwierig zu beurteilen. Zu viele Billy Meiers haben dem Ruf der seriösen UFO-Forschung schwer geschadet und schüren damit Vorurteile gegen Menschen, die tatsächlich eine Begegnung der dritten, vierten oder gar fünften Art hatten. Dabei bilden insbesondere UFO-Sekten eine ernstzunehmende Gefahr. Wer sich mit UFO’s befasst, muss hier ganz klare Grenzen ziehen. In diesem Sinne, behaltet Eure Brieftaschen im Auge!

Quellen:

Weitere Infos über Billy Meier.

GEP Interview mit Kalliope Meier.

Die Wahrheit über „Asket“.

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