Anschlag in der Türkei war politisch gewollt

Wie wir bereits von Anfang an vermutet hatten, war der Anschlag vom 11. Mai 2013 in der türkischen Grenzstadt Reyhanli, bei dem laut offiziellen Angaben 51 Menschen starben, eine Inszenierung. Da wir uns jedoch um Seriösität bemühen, wollten wir nicht bloß kühne Behauptungen aufstellen und entschlossen uns stattdessen abwarten, was sich an interessanten Hintergrundinformationen ergibt.

Nun berichtete die Junge Welt am 25. Mai 2013, dass einer Hackergruppe namens „RedHack“ brisante Dokumente von einem Militärangehörigen zugespielt wurden, deren Echtheit von der türkischen Regierung bestätigt wurde. Die Papiere enthüllen, dass der militärische Geheimdienst die Attentäter beobachtet hatte, aber nicht eingriff, um den Anschlag zu verhindern.

Redhack

Weiterhin waren die Attentäter auch keine Angehörigen von Assads Geheimdienst oder Marxisten, wie zunächst behauptet wurde. Sie sollen im Gegenteil der islamistischen Al-Nusra-Front angehören, welche einen nicht unerheblichen Teil der vermeintlichen „Freiheitskämpfer“ gegen die Assad-Regierung ausmacht.

Nur so nebenbei: Die Al-Nusra-Front wird von USA als Terrororganisation geführt, was diese jedoch nicht davon abhält, die syrischen Rebellen kräftig mit Geld und Waffen zu unterstützen. Ebenso fällt auf, dass man wieder einmal bekannte Terroristen einfach so gewähren ließ und wider besseres Wissens die Falschen beschuldigte.

Zum einen wäre da die syrische Regierung unter Bashar al Assad. Welch finstere Pläne hinter dieser Anschuldigung stecken, machte der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan unmissverständlich klar, als er eine NATO-Flugverbotszone für Syrien forderte. Wohin das führt, konnte man bereits im Falle Libyens sehen.

Offensichtlich hegt Erdogan dabei Sympathien für die syrischen Islamisten, die in den von ihnen besetzten Gebieten bereits fleißig die Sharia anwenden. Assad ist hingegen das erklärte Feindbild, obwohl er die Türkei zu keiner Zeit bedroht hat. Um seinerseits die gewählte syrische Regierung zu bedrohen, schreckt Erdogan indessen nicht einmal vor offensichtlichen Lügen zurück. Denn was hätte Assad von dem Anschlag? Nichts, außer der NATO im Land und eine Kugel im Kopf, wie zuvor bereits Gaddafi.

Für alle, die noch logisch denken können, sollte dies von Anfang an klar gewesen sein. Eine Überraschung sind die aktuellen Enthüllungen daher wohl kaum, zumal Erdogan keinen einzigen stichhaltigen Beweis für die Schuld des syrischen Geheimdienstes in der Hand hatte. Allerdings störte dies die meisten westlichen Medien nicht, seine Behauptungen als Fakten hinzustellen.

Es ist eine regelrechte Frechheit, dass die syrische Regierung so leichtfertig beschuldigt und dabei stets als „Regime“ bezeichnet wird. Warum fordert eigentlich niemand den Rücktritt Erdogans? Dieser herrscht mindestens ebenso autoritär über sein Land, welches in Sachen Pressefreiheit ganz weit hinten auf der Liste steht.

Hinzu kommen Erdogans Anschuldigungen gegen angebliche „Marxisten“ sowie die kemalistische Partei CHP in Bezug auf die Anschläge von Reyhanli. Diese konstruierten Verbindungen zur politischen Opposition hatten den einzigen Zweck, diese zu schwächen und das eigene autoritäre Regime zu stärken. Jemand wie Erdogan, der das türkische Volk und insbesondere die freie Presse derart unterdrückt, sollte als NATO-Bündnispartner doch eigentlich ein absolutes No Go sein! (Der letzte Satz war natürlich ironisch gemeint!)

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