Fantastic Four – Reis für den Silver Surfer

von Shinzon

Ist „Fantastic Four – Rise of the Silver Surfer“ ein Science Fiction Film oder eine hoffnungslose Romanze über missglückte Hochzeiten? Wahrscheinlich beides, denn die Hochzeit von Mr. Fantastic (Ioan Gruffudd) und Susan Storm (Jessica Alba) wird von einer Katastrophe globalen Ausmaßes gestört. Zusammen mit ihren Team-Kollegen dem „Ding“ (Michael Chiklis) und der „menschlichen Fackel“ (Chris Evans) stellen sie sich dem Verursacher der Ereignisse, dem Silver Surfer (Laurence Fishburne), entgegen.

Silver Surfer

Dieser Alien reist ohne Atemluft, Nahrung oder sonstiges Gepäck einem Kometen gleich durch den Weltraum und bohrt Löcher in Planeten. Seine unerschöpfliche Energie erhält er dabei von einem silbernen Surfbrett, welches er seinem Meister verdankt. Mit diesem hat er einen Pakt geschlossen, damit seine Heimatwelt verschont wird. Ein wahrer Pakt mit dem Teufel.

Der Leibhaftige mit dem äußerst kreativen Namen „Galactus“ kommt wieder einmal als intergalaktischer Dämon daher, der sich von der Energie lebendiger Planeten ernährt. Ähnliches hatten wir zuletzt in „Oblivion“, auch wenn der Tet etwas mechanischer daher kommt als Galactus und seine Methoden leicht variieren. Letzten Endes wollen aber beide die Erde wie eine reife Pampelmuse auszutschen.

Zu allem Überfluss taucht noch ein weiterer Feind aus dem ersten „Fantastic Four“-Film auf und klaut dem Silver Surfer sein Surfbrett. Der Schurke mit dem noch kreativeren Namen Dr. Doom (Julian McMahon) ist nicht nur überflüssig, sondern dermaßen eindimensional, dass es weh tut. Dabei gefährdet er in seiner Kurzsichtigkeit den Planeten, den er zu beherrschen trachtet.

Dooms Logo ähnelt Zirkel & Winkelmaß

Dooms Logo ähnelt Zirkel & Winkelmaß

Natürlich gelingt es den Fanta Vier, ihn zu schlagen, während der Silver Surfer, der gar nicht so böse ist, seinen Pakt mit Galactus bricht und sich opfert, um seinen Meister zu zerstören. Auch dieses Selbstopfer taucht später in „Oblivion“ wieder auf. Allerdings scheint eine Atombombe doch etwas realistischer als das abstruse Finale von „Fantastic Four – Rise of the Silver Surfer“.

An freimaurerischer Symbolik mangelt es den „Fantastic Four“-Filmen natürlich wie immer nicht.

Fackel Obelisk

Der Film beginnt in Ägypten mit der Ankunft des himmlischen Boten. Der Ritualcharakter könnte nicht offensichtlicher sein.

Gizeh Arrival

Ein weiteres Angriffsziel des Silver Surfers ist London, wo er ein gigantisches Loch in den Boden der Themse reißt. In die Löcher greift später der galaktische Dämon, womit hier eine Art Höllentor dargestellt wird. Da kommt einem zwangsläufig der Egoshooter „Hellgate London“ in den Sinn.

London Hellgate_1

London Hellgate_2

Der Knaller an Symbolik ist jedoch das Hauptquartier der Fantastischen Vier. Dieses befindet sich in der 33 (!) Etage.

33 Floor

Fazit: Der zweite „Fantastic Four“-Film ist noch absurder als sein Vorgänger. Selbst wenn man über die physikalischen Unmöglichkeiten hinwegsieht, bleibt er zutiefst schwachsinnig. Interessant ist hier wieder einmal nur die Hintergrundgeschichte und die wurde in „Rise of the Silver Surfer“ weder zum ersten noch zum letzten Mal erzählt.

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