Landru und die neue Weltordnung

von Shinzon

In der „Star Trek“-Episode „Landru und die Ewigkeit“ („Return of the Archons“), stößt die Enterprise auf eine Welt, die auf den ersten Blick friedlich scheint. Nachdem Lt. Sulu an Bord zurückgekehrt ist, kennt er nichts mehr außer Harmonie. Er wirkt fast so, als stünde er unter Drogen.

Kirk beschließt, der Sache auf den Grund zu gehen. Auf dem Planeten angekommen, beginnt dort die „Rote Stunde“, was sich als Ritual der Zerstörung entpuppt.

Landru Fest

Kirk und sein Landeteam fallen natürlich auf, weil sie dem „Fest“ fernbleiben. Zudem stellt sich heraus, dass ihre Gastgeber zu einer Widerstandszelle gehören. Das Gebäude wird auf den Hinweis eines Denunzianten hin von zwei Kapuzengestalten aufgesucht, die kurzerhand einen der Widerständler töten.

Landru Druiden_1

Landru Druiden_2

Kirk und seiner Crew gelingt mit dem zweiten Widerständler die Flucht in einen konspirativen Keller. Allerdings spürt der Herrscher des Planeten, Landru, sie dort auf. Einer nach dem anderen wird mitgenommen und einer Hirnwäsche unterzogen. Die Mitglieder des Landeteams werden damit in die Gemeinschaft absorbiert, die fast gänzlich aus Mind Control-Opfern besteht.

Landru Hirnwäsche

Landru Mind Control

Nach der Hirnwäsche beginnen die Männer von der Enterprise, Freimaurerhandgesten zu machen. Es scheint klar zu sein, wessen Geistes Kind diese Art von Weltordnung ist.

Landru Pyramidenhand

Landru Hand aufs Herz

Kirk und Spock tun allerdings nur so, da sie in letzter Sekunde Hilfe vom dritten Widerstandsmitglied bekommen haben und so der Hirnwäsche entgangen sind. Sie bestehen darauf, Landru persönlich gegenüberzutreten. Im Machtzentrum der Diktatur angekommen erscheint ihnen jedoch wieder nur das Hologramm, welchem sie bereits zuvor im Keller begegnet sind.

Landru Hologramm

Spock zählt eins und eins zusammen, was in diesem Fall bedeutet, dass Landru ein Computer ist. Der echte Landru ist schon seit 6.000 Jahren tot und seitdem läuft seine Schöpfung Amok. Als der Zentralcomputer die Waffen von Kirk und Spock unbrauchbar macht, spielt der Captain sein Talent zur Zerstörung von Computern aus. Er verstrickt die Maschine in logische Widersprüche, bis sie den Geist aufgibt.

Landru Computer

Der Computer war nämlich eigentlich dazu gedacht, das Gute zu bewahren und das Böse zu bekämpfen. Nur wurde er durch seine Allmacht selbst zum Bösen und musste sich daher letztendlich selbst vernichten. Ob sein Schöpfer je positive Absichten hatte, bleibt Spekulation. Die Autoren haben jedenfalls einen sehr zweifelhaften Namen gewählt, denn Henri Désiré Landru (1869-1922) war ein französischer Serienmörder, der während des 1. Weltkriegs 11 Menschen (davon 10 Frauen) gemeuchelt hat.

Henri Désiré Landru

Henri Désiré Landru

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