Das Anch in der Pop-Okkultur

Vinnie Vincent von der Travestie-Band Kiss hatte sich immer ein Anch ins Gesicht geschminkt.

Kiss Vinnie Vincent

Obscenity

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Das Anch

von Shinzon

Das Anch (engl. Ankh, lat. Crux ansata) ist ein altägyptisches Symbol, welches sowohl für das körperliche Leben als auch für das Weiterleben im Jenseits stehen soll. Auf einigen antiken Darstellungen wird das Anch von diversen Gottheiten an den Pharao überreicht, womit es nach prä-astronautischer Lesart nichtirdischen Ursprungs sein könnte.

Anch

Heute ist das Anch vor allem in der Esoterik-Szene verbreitet, was sich auf die Benutzung durch die Theosophische Gesellschaft zurückführen lässt. Wie die meisten altägyptischen Symbole kommt es zuweilen aber auch in der Freimaurerei vor.

Anch Symbol

Phallische Set-Ausstattung – Obelisken in Filmen

Obelisken werden häufig im Hintergrund von Filmsets platziert. Zuweilen gehören sie zur Umgebung (z.B. beim Dreh in Washington D.C.), oft werden aber kleinere Modelle direkt ins Set integriert.

Im Film „Daybreakers“ mit Sam Neill tauchen die Obelisken gleich paarweise auf, zusammen mit säulenförmigen Zimmerlampen, womit Jachin und Boas gleich doppelt vorhanden sind.

"Daybreakers" (2009)

„Daybreakers“ (2009)

In „Der 200 Jahre Mann“, in dem abermals Sam Neill eine Hauptrolle hat, findet sich wieder ein Obeliskenpaar auf dem Kaminsims.

"Der 200 Jahre Mann" (1999)

„Der 200 Jahre Mann“ (1999)

Obelisken zur Asteroidenabwehr

In der „Star Trek“-Episode „Der Obelisk“ dient ein selbiger als Schutz vor Asteroiden. Falsch angewendet kann er aber auch das Gedächtnis löschen.

Interessant an dieser Episode ist die Anspielung auf Prä-Astronautik. Denn die Erbauer des Obelisken waren nicht nur Außerirdische, sie haben obendrein einen Indianerstamm von der Erde auf einen anderen Planeten umgesiedelt. Allerdings haben sich die Set-Designer nicht unbedingt am ägyptischen Vorbild orientiert, womit in diesem Punkt keine direkten Parallelen gezogen werden. Zudem entfalten die irdischen Obelisken nicht solche Kräfte.

Star Trek Obelisk

Der Obelisk – Phallus des Osiris

von Shinzon

Obelisken sind vor allem aus dem antiken Ägypten bekannt. Viele dieser vierseitigen Säulen mit Pyramidum an der Spitze sind reich mit Hieroglyphen verziert. Der Legende nach handelt es sich um Repräsentationen des Phallus von Osiris.

Karnak

Karnak

Bleiben wir noch kurz beim Mythos. Diesem zufolge wurde Osiris, der ägyptische Gott des Jenseits und der Wiedergeburt, von seinem Bruder Seth ermordet, in kleine Stücke gehackt und über’s Land verteilt. Seine Geliebte und Schwester Isis sammelte die Leichenteile ein und versuchte sie mit Magie wieder zusammen zu fügen. Allerdings fehlte ihr noch das beste Stück ihres Mannes. So erschuf sie einen goldenen Phallus, um damit Horus zu zeugen, der sich später an Seth rächen sollte.

Der Obelisk soll eine Versinnbildlichung dieses Mythos sein. Bei den heutigen Obelisken handelt es sich tatsächlich um phallische Symbole, die oft in der Nähe einer symbolisch dargestellten weiblichen Brust zu finden sind. Vor unseren Augen wird ein Fruchtbarkeitskult zelebriert, den die meisten nicht einmal erahnen.

Gotha

Gotha

Dabei ist schon geradezu bizarr, dass im Zentrum der katholischen Kirche, auf dem Peterplatz im Vatikan, ebenfalls ein heidnischer Phallus steht. Mit der Kuppel des Petersdoms finden wir auch die symbolische Andeutung einer weiblichen Brust direkt gegenüber. Dies sind bei weitem nicht die einzigen okkulten Symbole im Vatikan, sie zeigen aber bereits überdeutlich, wer in diesem Sündenpfuhl wirklich die Macht innehat.

Vatikan

Vatikan

Dieselbe Anordnung finden wir auch in Washington D.C. in Form des Washington Monument und der Kuppel des Capitols.

Washington D.C.

Washington D.C.

Bei diesem Beispiel fällt weiterhin der Teich vor dem Monument auf. Obelisken finden sich durchaus häufig in der Nähe von Wasserbecken, was zweierlei Bedeutungen hat. Zum einen verkörpert das Wasser abermals das Weibliche, womit der sich darin spiegelnde Obelisk bildlich in die Vagina eindringt. Zum anderen spiegelt sich im wahrsten Sinne des Wortes das Prinzip „Wie im Himmel, so auf Erden“ wieder.

Washington D.C.

Washington D.C.

Letzteres Prinzip findet sich in Washington D.C. gleich noch einmal in Form eines zweiten Obelisken, der in die Erde eingelassen ist. Die meisten Menschen wissen nichts von diesem Obelisken, da er im Gegensatz zum Washington Monument nicht weiter auffällt.

Der Washington-Phallus, dessen Grundsteinlegung am 4. Juli 1848 war, ist 555 Fuß hoch. Doch rechnet man die unterirdische Basis mit, sollen es exakt 666 Fuß sein. Symbolisch ist er zweifelsfrei den Freimaurern zuzurechnen, zumal die Loge, der George Washington angehörte, den Grundstein stiftete.

Die Freimaurer verbinden Obelisken zuweilen auch mit den Säulen Jachin und Boas, indem sie zwei davon nebeneinander aufstellen.

Gotha

Gotha

Dank der Freimaurerei sprießen die Obelisken seit einigen Jahrhunderten wie Pilze aus dem Boden. Doch welche Bedeutung hatten sie in der Antike? Waren sie wirklich nur Phallussymbole? Eine gewagte Theorie geht davon aus, dass ihre Platzierung durch die Ägypter etwas mit Geomantie zu tun hat. Diese Theorie besagt, dass es sich bei Obelisken um elektrische Leiter handelt.

Interessanterweise haben viele Strommasten unserer Zeit ebenfalls ein Grundgerüst in Form eines Obelisken. Dabei ist das Pyramidum an der Spitze zu beachten. Zuweilen läuft zwar eine Leitung darüber, aber in einigen Fällen ist es vollkommen überflüssig. Handelt es sich bei dieser Bauform vielleicht um ein Machtsymbol der von Freimaurern kontrollierten Stromkonzerne? Oder steckt eventuell sogar eine Anspielung auf die genannte Theorie über die antiken Obelisken dahinter?

Eine völlig andere Bedeutung hat der Obelisk im Islam. Auf der Pilgerfahrt nach Mekka steinigen die Muslime einen Obelisken, der für sie den Schaitan (Satan) repräsentiert. Eine interessante Tradition, die man durchaus übernehmen könnte…

Steinigung des Schaitan

Die Plejaden – Das Siebengestirn

von Shinzon

Die Plejaden (Messier-Katalog Nr. M45) sind ein offener Sternhaufen in einer Entfernung von rund 380 Lichtjahren zu unserem Sonnensystem. Er enthält mindestens 1.200 Sterne, wobei die sieben auffälligsten ihm den Namen Siebengestirn gaben. In einigen Kulturen werden gar nur sechs Sterne zu den Plejaden gerechnet. Vor der Erfindung des Teleskops waren schlichtweg nicht mehr Sterne erkennbar und bei der heutigen Lichtverschmutzung sieht man die Plejaden mit bloßem Auge nur noch als verschwommenen Fleck westlich vom Sternbild Orion.

Plejaden

Die Plejaden waren bereits in zahlreichen antiken Kulturen von zentraler Bedeutung. Sie sind u.a. auf der Himmelsscheibe von Nebra abgebildet.

Himmelsscheibe von Nebra

Bei den Sumerern galten die Plejaden als „Sterne des Enki“. Ihr heutiger Name bezieht sich auf die sieben Töchter des Titanen Atlas und seiner Frau Plejone aus der griechischen Mythologie. Die Namen der Töchter Alkyone, Asterope, Celaeno, Elektra, Maia, Merope und Taygete sind zugleich die Namen der hellsten Sterne der Plejaden. Der Sage nach wurden die sieben Frauen von Orion verfolgt, was sich aus der Anordnung am Nachthimmel ableitet.

In Japan heißen die Plejaden dagegen Subaru und es ist kein Zufall, dass das Logo des gleichnamigen Autoherstellers sechs Sterne des Sternhaufens zeigt.

subaru-logo

Dank diverser UFO-Sekten werden die Plejaden heutzutage immer mehr mit humanoiden Außerirdischen assoziiert, die angeblich von dort kommen sollen. Zu den Sekten, die diesen Unfug verbreiten, gehören allen voran Billy Meiers FIGU, die Alcione-Gesellschaft, die Galaktische Föderation des Lichts sowie eine Vielzahl von Channelmedien.

Sirius – Das Auge des großen Hundes

Sirius ist nach einem der beiden Hunde des Jägers Orion benannt und stellt zugleich das Auge des Sternbildes Canis Major dar. Daher auch der Name Hundsstern, wobei es sich eigentlich um ein Doppelsternsystem handelt. Die beiden Sterne sind etwa 8,6 Lichtjahre von der Erde entfernt.

Sirius A ist etwa doppelt so groß wie unsere Sonne und nur geschätzte 240 Mio. Jahre alt, was eigentlich zu jung ist, um bewohnte Planeten in der Umgebung hervorzubringen. Sein Begleiter Sirius B ist dagegen ein weißer Zwerg von der ungefähren Größe der Erde. Etwaiges Leben in seiner Umgebung dürfte schon vor langer Zeit erloschen sein. Es ist also nicht besonders realistisch, dass Sirius in vielen Mythologien sowie der Science Fiction als Heimat diverser Götter bzw. Außerirdischer herangezogen wird.

Von zentraler Bedeutung ist er aber dennoch in der Astrologie. Das folgende Logo bringt die entsprechende Symbolik dabei perfekt auf den Punkt.

Sirius Satellite Radio

Schöne Grüße von der Orion

1965 wurden sieben Folgen der ersten und einzigen deutschen Science Fiction-Serie „Raumpatrouille Orion“ produziert. Trotz 50% Einschaltquoten wurde sie jedoch nach weniger als einer Staffel abgesetzt.

Raumkreuzer Orion

Bekannt ist die „Raumpatrouille“ vor allem für ihre aus der Not heraus geborene Verwendung von Alltagsgegenständen in den Kulissen. Spitzer, Duschköpfe, Plastikbecher und Bügeleisen verleihen der Serie Kultstatus. Gleiches gilt für das unwissenschaftliche Technobabbel, bei dem schon mal aus einem Planeten eine Supernova wird.

Allerdings hat die Serie auch ihre dunkle Seite. 20 Jahre ja dem Fall des 3. Reichs wurde den Deutschen abermals eine totalitäre neue Weltordnung schmackhaft gemacht. Zitat: „Es gibt keine Nationalstaaten mehr, es gibt nur noch die Menschheit und ihre Kolonien im Weltraum.“ Das klingt doch sehr nach der Eine-Welt-Regierung, welche Freimaurer und Theosophen anstreben.

Das totalitär angehauchte Regime führt in der Serie einen Krieg gegen die so genannten Frogs. Ein dämlicherer Name ist den Machern wohl nicht für die extradimenionalen Invasoren eingefallen, die so eindimensional sind, wie die militärische Antwort von Seiten der Erdregierung. Mit dem Overkill hat Letztere dann noch eine Massenvernichtungswaffe in der Hand, die ganze Planeten zerstören kann. Und das mehr als 10 Jahre bevor Darth Vader mit seinem Todesstern um die Ecke kam.

Immerhin bemühte man sich, den kalten Krieg außen vor zu lassen und unterstelle Captain Cliff McLane der Obhut einer russischen Offizierin. Damit war man damals sogar „Star Trek“ voraus, wo Fähnrich Chekov erst zwei Jahre später die Brücke betrat

Welle:Erdball setzten der Serie auf ihrem Album „Chaos total“ ein musikalisches Denkmal.