Zwischen Verniedlichung und Horror – Wie sieht Hellywood die Djinn?

Eine der bekanntesten Produktionen mit einer Djinn in der Hauptrolle ist Serie „Bezaubernde Jeannie“, welche von 1965-1970 gedreht wurde. Die Titelrolle spielte Barbara Eden. Es folgten noch eine 16-teilige Zeichentrickserie 1973 sowie zwei TV-Filme 1985 („Die Rückkehr der bezaubernden Jeannie“) und 1991 („Jeannie sucht ihren Meister“).

Die Darstellung der Djinn folgt dem klassischen Bild aus „Aladin und die Wunderlampe“, mit dem unterschied, dass die Djinn weiblich ist. Sie erfüllt ihrem Erlöser sämtliche Wünsche, putzt, kocht und backt für ihn. Diese Darstellung ist nicht nur verniedlichend, sondern obendrein sexistisch.

Bezaubernde Jeannie

Ein wenig seltsam ist darüber hinaus, dass die Djinn ausgerechnet von einem Astronauten gefunden wird. Soll dies etwa ein diskreter Hinweis darauf sein, dass Djinn in Wirklichkeit außerirdische bzw. extradimensionale Wesen sind?

Gleichsam verharmlosend, wenn auch ungleich raubeiniger, ist der Film „Aladin“ von 1986 mit Bud Spencer in der Hauptrolle.

Ähnlich beknackt kommt „Kazaam – Der Geist aus der Flasche“ von 1996 daher.

Mit wesentlich offeneren Karten spielt Wes Craven’s „Wishmaster“ von 1997. Der dämonische Djinn, der durch einen Unfall aus seinem Gefängnis (einem Rubin) befreit wird, erfüllt zwar Wünsche, ist bei deren Auslegung jedoch ziemlich kreativ. Zudem kostet jeder Wunsch die Seele des Betreffenden, was einem Pakt mit dem Teufel gleich kommt.

Was noch unangenehmer auffällt, ist seine reptiloide Gestalt. Diese kann er jedoch hinter einer menschlichen Maske verbergen – er ist ein typischer Formwandler.

Wishmaster

Es folgten noch drei Fortsetzungen: „Wishmaster 2 – Das Böse stirbt nie“ (1999), „Wishmaster 3 – Der Höllenstein“ (2001) und „Wishmaster 4: Die Prophezeiung erfüllt sich“ (2002). Diese waren jedoch allesamt ziemlich abgedroschen und weit weniger gut besetzt. Zudem wirkten die Djinn weniger reptilienhaft, sondern mehr wie klassische Dämonen aus der Hölle.

Wishmaster 2

In „Long Time Dead“ von 2002 bekommen es ein paar Jugendliche ebenfalls mit einem dämonischen Djinn zu tun, nachdem sie mit einem selbst gebastelten Quija-Board herumexperimentiert haben. Der Djinn kann wie ein klassischer Dämon von Menschen Besitz ergreifen, wobei sich die Besessenheit durch Reptilienaugen bemerkbar macht. David Icke lässt grüßen.

Long Time Dead

Reichlich böse und sinnlos kommt „Djinn – Dämonen der Wüste“ von 2010 daher. Wünsche erfüllen diese Djinn nicht, außer man wünscht sich einen hässlichen Tod.

In „Red Sands“, der ein Jahr eher erschien, werden ebenfalls Soldaten in die Wüste geschickt und mit Djinn konfrontiert. Das Ergebnis ist nicht viel besser.

Ihren neusten Auftritt hatten die „Jinn“ im gleichnamigen Film von 2014.

Ansonsten gibt es noch eine Reihe von Serienauftritten der Djinn. Es sollte nicht verwundern, dass es sich überwiegend um hochgradig okkulte Serien wie „Twilight Zone“, „Charmed“ und „Supernatural“ handelt.

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