Islamisten gründen Gottesstaat in Syrien und Irak

Ausgerechnet anlässlich der Friedensverhandlungen zwischen der syrischen Exil-Opposition und der Regierung in Damaskus zog das ARD am 22. Januar wieder alle Register der Kriegspropaganda. Entgegen jeder Objektivität, die man gerade von einem öffentlich-rechtlichen Sender erwarten sollte, befürwortete das ARD einen Kriegseinsatz zum Sturz der gewählten Regierung Syriens.

Dabei kamen die Tagesthemen allerdings nicht umhin, auch die 20.000 Al Kaida-Kämpfer zu erwähnen, die eine der stärksten Rebellenfraktionen darstellen. Ein Sturz Assads würde zwangsläufig zu einem Sieg der Al Kaida, Al Nusra sowie anderer Islamistengruppen führen. Diese bekämpfen sich bereits teilweise untereinander, womit Syrien nach einem Sturz Assads restlos im Chaos versinken würde. Und als wäre das noch nicht genug, haben einige Islamisten an der Grenze zwischen Syrien und dem Irak unlängst einen Gottesstaat unter der Bezeichnung ISIS ausgerufen.

Interessant dabei ist, dass islamistische Gotteskrieger den Namen einer ägyptischen Göttin wählen. Zwar steht ISIS offiziell für „Islamischer Staat im Irak und Syrien“, doch hätte man es auch „Islamischer Staat in Syrien und dem Irak“ (ISSI) nennen können. Angesichts dessen, dass hinter ISIS gänzlich andere Interessengruppen stehen (Saudi Arabien, Katar, US-Geheimdienste), ist die Abkürzung gewiss nicht zufällig so gewählt worden.

Während immer mehr syrische Flüchtlinge, die nach Europa kommen, über die Gräueltaten der islamistischen Terrorkämpfer berichten, zeigen uns die westlichen Massenmedien angebliche Gräueltaten der Assad-Truppen. Die Quelle für die neusten Behauptungen über Massenfolterungen stammen dabei aus Katar – einem Land mit einem weitaus fragwürdigeren Verhältnis zu Menschenrechten, welches obendrein der Al Nusra Giftgas geliefert hat. Wer dieser Quelle glaubt, setzt sich den Hut auch mit dem Hammer auf.

Doch zurück zu den syrischen Flüchtlingen. Kaum in Europa angekommen, müssen diese feststellen, dass das Geschwafel über Menschenrechten eben nur Geschwafel ist. In Bulgarien werden sie unter menschenverachtenden Bedingungen in Baracken gepfercht, die nur ein nicht funktionsfähiges Klo für 100 Personen haben. Verlassen die Flüchtlinge das Lager, um z.B. einzukaufen, werden sie von Neonazis attackiert, wobei sich die rechtsextreme Ataka-Partei besondern hervortut.

Kein Wunder also, dass die meisten Flüchtlinge versuchen, weiter nach Deutschland zu kommen. Doch auch hier gibt es Neonazis und rassistische Vorurteile in breiten Teilen der Bevölkerung. Einige vermuten sogar, die Syrer wären Teil einer islamistischen Weltverschwörung, die den Islam nach Europa tragen wolle. Dabei ignorieren sie völlig, dass es sich um ganz normale Menschen handelt, die allein aus Angst um ihr Leben und das ihrer Familien aus ihrer Heimat geflohen sind. Sie wollen Europa nicht islamisieren, wie rechte Verschwörungstheoretiker behaupten, sondern Asyl vor Islamisten. Und das auch nur so lange, bis der Krieg in ihrer Heimat beendet ist.

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