Das Rätsel der fliegenden Sphären

Mysteriöse Lichtbälle und metallische Kugeln füllen den Himmeln und den Erdorbit. Was steckt hinter dem Phänomen der Orbs? Handelt es sich um plasmabasierte Lebensformen oder außerirdische Sonden? Oder sind gar beide Antworten zutreffend? Und sind diese Phänomene für Kornkreise verantwortlich?

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Die Philip Corso-Täuschung

1947 soll bei Roswell ein außerirdisches Raumschiff abgestürzt sein, einige Zeugen sprachen sogar von zwei. Nun liegt es nahe, dass das US-Militär die geborgene Technologie für sich ausbeutete. Ehemalige Area 51-Mitarbeiter wie Robert Lazar bestätigten dies.

Was Philip Corso (1915-1998) jedoch behauptete, geht um einiges weiter. Mikrochips, Glasfaserkabel, Kevlar und Nachtsichtgeräte sollen ihm zufolge auf Alientechnologie basieren. Dumm nur, dass die Entwicklung dieser Technologien und Werkstoffe sehr gut dokumentiert ist und Aliens dabei keine Rolle spielen. Die ersten Nachtsichtgeräte gab es sogar schon vor 1947 in Nazideutschland, also vor dem Roswell-Absturz.

Es mag zwar möglich sein, dass einige Technologien wie Mikrochips mittels außerirdischer Hilfe optimiert wurden, doch geht es in Area 51 eher um Technologien wie Antigravitation, freie Energie und hochmoderne Waffentechnologien. Darüber schwieg Philip Corso jedoch. Stattdessen schmälerte er den menschlichen Erfindungsgeist.

Zwar ist Corsos Militärkarriere belegt, doch schmückte er diese stark aus. Es handelte sich bei ihm wohl um einen bezahlten militärischen Desinformanten, der echte Zeugen wie Robert Lazar lächerlich machte, indem er leicht widerlegbare Behauptungen aufstellte. Das erklärt auch, warum er im Gegensatz zu Lazar nie bedrängt wurde. Hinzu kommt, dass sich Corso als Verantwortlicher für die technologische Revolution feierte, was für ein ziemliches großes Geltungsbedürfnis spricht.

Die virtuelle Spielwiese der Nephilim

In der Welt der PC-Spiele sind die Nephilim ebenso präsent wie in der Film- und Musikindustrie. Beginnen wir mit den okkulten Beispielen.

Die „Darksiders“-Reihe hält sich dabei nicht unbedingt an die Bibel, da die Nephilim in Gestalt der vier apokalyptischen Reiter daherkommen und obendrein aus einer Verbindung zwischen Engeln mit Dämonen hervorgegangen sind.

Darksiders Nephilim Reiter

In „Devil may cry“ verhält es sich ähnlich. Auch hier sind die Nephilim Mischwesen zwischen Engeln und Dämonen. Da die meisten Dämonen aber gefallene Engel sind und für Gottes Engel eigentlich kein Bedarf nach einer Paarung mit ihren gefallenen Brüdern besteht, macht das Ganze wenig Sinn. Dass gefallene Engel Menschenfrauen begehren scheint da schon weitaus logischer.

Devil may cry Nephilim

In der „Diabolo“-Reihe tauchen die Nephilim ebenfalls auf, werden aber Nephalem genannt. Der Name dieser Computerspiele verrät indes deren diabolischen Inhalt.

Diabolo Nephalem

In „Tomb Raider: The Angel of Darkness” muss sich sogar Lara Croft mit einem Nephilim rumschlagen.

Tomb Rider Nephilim

Kommen wir zum Schluss noch zu den Science Fiction spielen, die sich an die Prä-Astronautik orientieren. Auch in dieser Kategorie gibt es ein paar fulminante Fehlgriffe. So sind die Nephilim in „Wing Commander: Prophecy“ eine insektoide Spezies, was so ziemlich am weitesten von der Realität entfernt sein dürfte.

Wing Commander Nephilim Cruiser

Musik für Nephilim

Die Fields of the Nephilim sind nicht die einzige Band, die dem Riesengeschlecht huldigt. Insbesondere in der Black- und Death Metal-Szene gibt es einige, denen sehr an den Söhnen der gefallenen Engel gelegen ist.

Behemoth besingen z.B. „The Nephilim Rising“. Die Single stammt von einem Album mit dem passenden Namen „Demigod“ (deutsch „Halbgott“). Auf dem Cover ist eine geflügelte Kreatur abgebildet, die wohl einen Nephilim darstellen soll. Musikalisch klingen Behemoth wie grunzende Dämonen.

Behemoth - Demigod Nephilim

Ähnlich abartig klingen die Singles „Nephilim“ von Pantokrator sowie „Nephilim“ von Incised. In einem Schweinestall wird weniger gegrunzt. Direkt ruhig ist dagegen „Nephilim“ von Katatonia, wobei hier wieder ein Engelswesen das Cover ziert.

Katatonia Fallen Angel

So viel zu den Metal-Bands. Gänzlich andere Töne schlägt dagegen die japanische Band Abingdon Boys School mit ihrer „Nephilim“-Single an. Ihr Riesenskelett ist allerdings gephotoshopt.

Abingdon Nephilim Skeleton

Abingdon Nephilim School

Zum Schluss wären da noch AFI mit “The Nephilim”. Auf dem Albumcover wartet aber nur ein Friedhofsengel aus Stein.

AFI Friedhofsengel

Fields of the Nephilim

Die bekannteste Band, die Bezug auf die Nephilim nimmt, trägt diese gleich im Namen. Die Fields of the Nephilim wurden 1983 in Stevenage (Hertfordshire, GB) gegründet und orientierten sich beim Outfit zunächst an den Sisters of Mercy, was ihnen den Ruf einer Kopie einbrachte. Im Gegensatz zu den Sisters integrierten die Fields of the Nephilim allerdings schon früh offen okkulte Elemente wie Chaosmagie, Hermetik, Schamanismus und natürlich die Nephilimlegende in ihre musikalischen Werke.

Carl McKotz

1991 trennte sich der Sänger Carl McCoy, dessen auffälliges Outfit eine Mischung aus Italowestern und Endzeitszenario darstellt, vom Rest der Band. Während sich die verbliebenen Fields of the Nephilim mit ihrem neuen Sänger Andy Delany schnell ihrem neuen Projekt Rubicon zuwendeten, gründete McCoy sein Soloprojekt The Nefilim.

Ende der 1990er sollte es zu einer Wiedervereinigung der ursprünglichen Band kommen, doch letztendlich rauften sich nur Carl McCoy und Bassist Tony Pettitt zusammen, um 2000 die Single „One more Nightmare“ herauszubringen. Nachdem das Label, bei dem die Band unter Vertrag stand, 2002 das Demo-Album „The Fallen“ ohne McCoys Einverständnis auf den Markt brachte, trennte dieser sich vom Label. 2005 rief McCoy schließlich die Fields of the Nephilim mit neuer Besetzung erneut ins Leben und brachte das Album „Mourning Sun“ heraus.

So viel zur Bandgeschichte der Fields of the Nephilim, die inzwischen wieder regelmäßig auf Tour gehen und dabei auch häufig auf Festivals zu Gast sind. Interessant sind vor allem die Symbole der Band und seit einigen Jahren benutzen sie ein besonders einschlägiges, welches u.a. auf ihrem Live-Album „Ceremonies“ zu finden ist. Welch treffender Titel, denn ihre Konzerte sind nichts anderes als okkulte Zeremonien im Schatten des allsehendes Auges.

Nephilim Ceremonies

Bei den Fields of the Nephilim zeigt sich wieder einmal, dass dies nicht das Auge Gottes ist. Immerhin sind sie keine christliche Band. Im Gegenteil zitieren sie den Öfteren Aleister Crowley und widmen sich der Chaosmagie. Obgleich einige ihrer Lieder musikalisch sehr gelungen sind, strotzen die Texte nur so vor entsprechendem Gedankengut. Aufgrund der Fülle an okkulten Inhalten beschränken wir uns an dieser Stelle jedoch auf einige Höhepunkte, die Bezug auf die Nephilim sowie antike Geschichte nehmen.

Auf einem ihrer frühsten Alben, „Burn the Fields“ von 1985, findet sich gleich ein entsprechender Titel. So heißt es in „Back in Gehenna“:

“From Gehenna to here
A release of sin
It’s become our lair
We! The Nephilim”

“Von der Gehenna nach hier
Eine Freisetzung von Sünde
Es ist unsere Zuflucht geworden
Wir! Die Nephilim“

Gehenna ist nebenbei bemerkt die jüdische Bezeichnung für Hölle. Also genau der Richtige Zufluchtsort für Nephilim, denen namentlich gleich das komplette Album „The Nephilim“ von 1988 gewidmet ist.

1990 erschien dann das Album „Elizium“, was offensichtlich eine andere Schreibweise von Elysium ist.

Elizium

Auf diesem Album beschäftigen sich gleich zwei Lieder mit dem antiken Reich der Sumerer. Zum einen wäre dies „Sumerland“ und zum anderen „Wail of Sumer“. In Letzterem schließt sich dabei der Kreis zu Elysium, denn gleich zu Beginn es heißt:

“You can see the earth
We’re high here”

“Du kannst die Erde sehen
Wir sind hier hoch oben”

Die Anunna werden dabei zwar nicht namentlich erwähnt, doch scheinbar folgt die Band den gängigen Theorien der Prä-Astronautik über den Ursprung der Nephilim.

Die Nephilim – Als die Riesen über die Erde herrschten

von Shinzon

Bei den Nephilim handelte es sich um ein Geschlecht von Riesen, wobei „Nephilim“ sich vom hebräischen Wort „naphil“ für „Riesen“ ableitet. Die Nephilim werden im ersten Buch Mose als auch in apokryphen Schriften wie dem Buch Henoch, dem Jubiläen- und dem Gigantenbuch erwähnt.

Der Legende nach wurden die Nephilim von Gottwesen bzw. gefallenen Engeln (was aufs selbe hinausläuft) gezeugt, als diese sich mit Menschenfrauen einließen. Um aus der Bibel zu zitieren: „(…) Da sahen die Gottessöhne, das die Töchter der Menschen schön waren und sie nahmen sich von allen jene zu Frauen, die ihnen gefielen. (…) In jenen Tagen waren die Riesen auf der Erde und auch später noch, solange die Gottessöhne zu den Töchtern der Menschen kamen und diese ihnen Kinder gebaren.“(x)

Derartige Geschichten kannten auch die Griechen und zahlreiche andere Kulturen. So waren unter anderem Zeus und Poseidon sehr umtriebig, was das weibliche Geschlecht der Menschheit angeht. Die Parallelen zum Buch Mose sind dabei offensichtlich. Wer muss z.B. bei folgendem Zitat nicht an Herkules oder Perseus denken: (x)„Das sind die Helden, die von jeher berühmte Männer gewesen sind.“

Nach prä-astronautischer Lesart handelte es sich um Mensch-Alien-Hybriden, was nach wissenschaftlichen Maßstäben die wahrscheinlichste Deutung ist. Unklar ist allerdings, welche Spezies sich in diesem Falle mit der Menschheit gekreuzt haben könnte. Wenn die Zeugung auf natürlichem Wege geschah, muss diese Spezies auf jeden Fall mit uns Erdlingen kompatibel sein, womit die Reptiloiden schon mal ausscheiden.

Verfolgt man die Legenden weiter, entwickelten sich die Nephilim zu einer wahren Plage, die ökologisch katastrophal war und die Menschheit tyrannisierte. Schlussendlich soll die Sintflut von Gott geschickt worden sein, um das Riesengeschlecht auszurotten.

Nun ist die Sintflut an sich wissenschaftlich nachgewiesen und wird von niemandem mehr ernsthaft bestritten. Als sich die letzte Eiszeit vor ca. 12.500 Jahren dem Ende neigte, stieg der Meeresspiegel durch das Abschmelzen der Eisschilde stark an und verschob die Küstenlinien weit ins Landesinnere. Die britischen Inseln gehörten vor der Flut z.B. zum europäischen Festland. Wenn man es genau nimmt, ging das Wasser entgegen der Bibel nie zurück und die Sintflut hält bis heute an.

Die Frage ist nun, ob die Eiszeit ganz natürlich endete, sie von einer Naturkatastrophe wie einem Sonnensturm frühzeitig beendet wurde oder die Eisschilde gar künstlich zum Schmelzen gebracht wurden? Die Wissenschaft favorisiert natürlich die ersten beiden Möglichkeiten, aber mit letzter Gewissheit lässt kein endgültiges Urteil fällen. Nur Gott dürfte wohl ausscheiden.

Fraglich ist ebenfalls, ob die Riesen mit der Sintflut wirklich alle ausstarben. Legenden wie jene von David und Goliath sprechen nämlich dafür, dass einige Exemplare überlebten. Sogar einer der ersten Könige nach der Sintflut, Nimrod, wurde als gewaltiger Herrscher beschrieben. Damit dürfte die Sintflut wohl kein Strafgericht gegen die Riesen gewesen sein.

Mit Sicherheit können wir nur sagen, dass es in der jüngeren Geschichte keine Riesen mehr gab bzw. gibt, wenn man einmal von hormonell bedingten Wachstumsstörungen absieht. Menschen, die aufgrund dessen eine Größe von bis zu 2,40 m erreichen, fallen zwar durchaus auf, sind allerdings nicht mit den Nephilim vergleichbar, die bis zu 7einhalb Meter erreichen konnten. Wenn heutzutage noch riesenhafte Humanoide gesichtet werden, dann meist in Zusammenhang mit UFOs. Doch das ist ein anderes Kapitel.

Ebenfalls außerirdisch wird es bei den Pharaonen und anderen Herrschaftsgeschlechtern, welche mit verlängertem Schädel dargestellt wurden. In der Tat wurden solche Totenschädel rund um den Globus gefunden, wobei es sich bei den meisten jedoch um künstlich deformierte Menschenschädel handelt. Doch es gibt auch eine Handvoll solcher Schädel, deren Strukturen nicht menschlich sind. So stimmt z.B. die Anzahl der Fontanellen bei den betreffenden Schädeln nicht.

Strange Skulls

Doch handelt es sich bei diesen möglichen Hybridwesen um Nephilim? Wohl eher nicht, denn sie zeichnen sich keineswegs durch Riesenwuchs aus. Offenbar gibt es mehrere Spezies, die sich mit den Menschen gekreuzt haben, was auch zu den anatomischen Eigenheiten der asiatischen Völker geführt haben soll. Die Behauptungen, dass die adeligen Blutlinien Europas von den Nephilim abstammen, dürften damit hinfällig sein. Zwar ist nicht auszuschließen, dass die Pharaonen und andere Dynastien aus Kreuzungen mit Außerirdischen hervorgegangen sind, jedoch handelte es sich gewiss nicht um Nephilim.

Bleibt am Ende noch die Frage nach den Beweisen für ein Riesenvolk. Im Internet kursieren dazu immer wieder angebliche Fotos von Ausgrabungen, bei denen Riesenskelette gefunden worden sein sollen. Doch zu unserem Bedauern müssen wir mitteilen, dass nicht ein einziges dieser Fotos echt ist. Es handelt sich um Photoshopmontagen, die dreist von einem Wettbewerb der Webseite Worth1000 kopiert worden sind. Das Logo von Worth1000 wurde dabei kurzerhand abgeschnitten oder wegretuschiert.

Fake Nephilim

Bedeutet dies nun, dass der Mythos Nephilim widerlegt ist? Keineswegs! Denn es gibt zahlreiche Zeugenaussagen über Ausgrabungen und zufälligen Entdeckungen von Riesenskeletten. Die Zeugen sprechen allerdings auch davon, dass die Beweise stets von staatlichen Stellen beiseite geschafft wurden. Echte Fotos haben es schlicht deshalb nicht an die Öffentlichkeit geschafft, weil die konfisziert wurden. Das macht es natürlich nicht gerade leicht, entsprechende Beweise zu erbringen.

Was bleibt, sind Riesendarstellungen der Antike, wie auf folgender sumerischer Steintafel. Angeblich soll es sich um die selbsterhöhende Darstellung eines Herrschers handeln. Doch ist dem wirklich so oder hält sich die Darstellung näher an der Realität, als die Mainstream-Archäologie wahr haben möchte?

Sumerischer Riese

Es gibt allerdings noch mehr Spuren, die nicht so einfach wegerklärt werden können. Angefangen bei Megalithbauten, die für normale Menschen schlichtweg überdimensioniert sind, wobei man mit einberechnen muss, dass die Menschen noch vor 1.000 Jahren und erst recht vor 10.000 Jahren wesentlich kleiner waren als heute.

Megalitfestung

Weiterhin gibt es zahlreiche Artefakte, die nicht auf menschliche Größe zugeschnitten sind. Darunter Gesichtsmasken, bei denen die Augenschlitze viel zu weit auseinander stehen, als dass ein Mensch sie tragen könnte. Oder Äxte, die fünfmal so groß sind, wie ein normales Menschenwerkzeug. Die Mainstream-Archäologie hat für solche Funde eine Standardantwort: Es soll sich um rituelle Gegenstände handeln. Beweise für diese Behauptung gibt es selbstverständlich keine. Es kann halt nur nicht sein, was nicht sein darf.

Inzwischen liegen sogar Knochenfragmente im Original vor, die nur von Riesen stammen können. Offenbar waren diese Fragmente den verantwortlichen Behörden nicht sensationell genug oder sie haben geschlafen, dass sie sie nicht eingesammelt haben. Auf jeden Fall gibt es solche Beweise durchaus und da man diese nicht mehr mit lächerlichen Behauptungen wegerklären kann, greift die Mainstream-Archäologie zu ihrer zweiten Standardmethode: Ignorieren.

Zum Glück gibt es aber mutige Menschen wie Klaus Dona, dessen Vorträge äußerst empfehlenswert sind. (Anm.: Der folgende Vortrag ist größtenteils seriös, aber die Geschichte über die Samati-Höhle in Tibet halten wir für unglaubwürdig, zumal Dona in diesem einen Fall kein Beweismaterial vorlegen kann.)

Hellywoods gefallene Engel

von Shinzon

In der Filmindustrie genießen gefallene Engel ein hohes Ansehen. Es ist geradezu verblüffend, wie sie in ein positives Licht gerückt werden.

Als erstes fällt einem da „Stadt der Engel“ aus dem Jahr 1998 ein. Die unwissenden Zuschauer mögen darin nur einen romantischen Liebesfilm sehen, doch die biblischen Muster sind offensichtlich. Der stets in Schwarz gekleidete Engel Seth (Nicolas Cage) findet Gefallen an einer Menschentochter (Meg Ryan). Da ihm als Engel eine Beziehung zu einer Sterblichen verboten ist, lässt er sich aus dem Himmel verstoßen. Damit auch der letzte Zuschauer kapiert, dass Seth ein gefallener Engel ist, stürzt er sich am Ende von einem Hochhaus, wodurch er menschlich und somit sterblich wird.

Hier wird die Geschichte aus dem ersten Buch Mose 1:1 nacherzählt. Da fragt man sich direkt, warum kein zweiter Teil gedreht wurde, in dem Seth Riesensöhne zeugt? Andererseits ist eine Liebesschnulze mit einem gefallenen Engel in der Hauptrolle bereits zu viel.

Neben der hochgradig okkulten Handlung, die wohl nicht zufällig in Los Angeles spielt, fällt dabei auch der Name des Engels auf. Seth ist nämlich der Name des ägyptischen Gottes für Chaos und Verderben. Er ist der Satan des alten Ägyptens und Mörder des Osiris. Abgerundet wird das Ganze durch den Drehort Los Angeles (zu Deutsch „Die Engel“), der „Stadt der Engel“ eben.

Einen ähnlichen Weg schlägt die deutsch-französische Produktion „Der Himmel über Berlin“ von 1987 ein. In diesem Werk entwickelt der Engel Damiel (Bruno Ganz) ein Interesse an der menschlichen Erfahrungswelt und entschließt sich zu einem Leben als Mensch. Fleischliche Genüsse inklusive.

Der Himmel über Berlin

Der Erzengel „Michael“ offenbart im gleichnamigen Film von 1996 ein ähnliches Interesse an irdischen Vergnügungen. Zwar kehrt er am Ende in den Himmel zurück, doch während seiner Zeit unter den Menschen zeichnet er sich durch extrem schlechte Angewohnheiten aus. Er raucht, säuft, hurt rum und prügelt sich. Verkörpert wird dieser gefallene Engel auf Zeit vom Scientologen John Travolta.

Michael Travolta

Im Bereich der Komödien stechen die gefallenen Engel Bartleby (Ben Affleck) und Loki (Matt Damon) aus „Dogma“ allerdings zweifellos am auffälligsten hervor. Dieser Film von 1999 ist eine reine Verballhornung des Christentums. Zuweilen recht lustig, in vielen Punkten aber einfach nur überflüssig.

Dogma Fallen Angel

Kommen wir nun zu den wirklich krassen Fällen. In „Constantine“ aus dem Jahr 2005 wird uns der Engel Gabriel (Tilda Swinton) als gefallener Engel präsentiert. Doch Gabriel gehört eigentlich gar nicht zu den gefallenen Engeln, sondern zu den Erzengeln Gottes. Um diese Umkehrung zu verdeutlichen, tritt Gabriel im Film in weiblicher Gestalt mit rabenschwarzen Flügeln auf. Der aufmerksame Zuschauer erkennt also recht früh, dass sie zu den Gefallenen gehört.

Constantine Gabriel

Nur für die Unwissenden scheint Gabriel anfangs noch auf der Seite Gottes zu stehen und so muss erst Constantine (Keanu Reeves) Schritt für Schritt herausfinden, dass sie Gott hintergeht und Satans Sohn Mammon zur Herrschaft über die Erde verhelfen will. Der Grund für ihren Frevel ist ihr Hass auf die Menschheit, die sie für unwürdig hält, ins Reich Gottes aufzusteigen. Gott peilt indes wieder mal gar nichts und so muss Luzifer (Peter Stormare) das Gleichgewicht wieder herstellen.

Gabriel hatte übrigens schon 1995 in „God’s Army – Die letzte Schlacht“ ein ziemlich mieses Karma. In diesem drastischen Schocker versucht Gabriel (Christopher Walken) mit der Seele eines Massenmörders aus dem Koreakrieg den Himmel zu erobern. Doch wie soll die Seele eines fiesen Menschen gegen einen angeblich allmächtigen Gott helfen können? Es scheint, der Engel lässt da etwas voreilig in seine Trompete blasen.

Gods Army Himmelsposaune

Am Ende paktiert schließlich ein Ex-Priesteranwärter (Elias Koteas) mit Luzifer (Viggo Mortensen), um Gabriel zu besiegen. Offenbar haben die Macher von „Constantine“ hier kräftig abgekupfert. Und als wäre das noch nicht überflüssig genug, folgten bis 2005 zudem vier weitere Teile von „God’s Army“, allerdings ohne Christopher Walken.

Gods Army Gabriel

Wer diese Darstellungen schon fragwürdig findet, der sollte erst einmal die Trilogie „Gefallene Engel“ abwarten. In dieser Filmreihe wird der adoptierte Waisenjunge Aaron Corbett (Paul Wesley) mit Erreichen der Volljährigkeit damit konfrontiert, dass er ein Nephilim ist. Er kann fortan mit Tieren sprechen und bekommt ungewollten Kontakt zu gefallenen Engeln.

Für die Gefallenen ist Aaron der lang ersehnte Messias, der sie erlösen soll. Die Engel Gottes werden dagegen als sadistische Meuchelmörder dargestellt, die ihre gefallenen Brüder und Schwestern auf möglichst blutrünstige Art niedermetzeln. Eine völlige Umkehr der Werte!

Hinzu kommt noch etwas Liebesschmalz, wobei man sich allerdings fragen muss, ob Unzucht mit gefallenen Engeln nicht unter Sodomie fällt? Immerhin sind Engel auch nur Geflügel. 😉

Gefallene Engel & Menschentöchter

Das Zielpublikum dieser Trilogie sind natürlich Teenager. Die Heranwachsenden werden durch solche Filme darauf konditioniert, mit den gefallenen Engeln mitzufiebern, einen Nephilim als Messias zu akzeptieren und die eigentlich positiven Engel zu hassen. Wem diese satanistische Propaganda immer noch nicht offensichtlich genug ist, für den gibt es den Film „Legion“ aus dem Jahr 2010, der sich an ein etwas älteres Publikum richtet.

Bereits der Titel lässt nichts Gutes erahnen, denn Legion war der Name eines Dämons bzw. einer Dämonengruppe, der Jesus bei Gadara begegnete. Um das Bild abzurunden, ist auf dem Kinoplakat ein gefallener Engel mit schwarzen Flügeln und Waffen in den Händen zu sehen.

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Bei diesem Gefallenen handelt es sich um den Erzengel Michael (Paul Bettany), der ausgerechnet in Los Angeles niedergeht. Dort stutzt er sich erst einmal die Flügel und plündert ein Waffenlager. Danach macht er sich auf den Weg zu einem Schnellimbiss mit dem passenden Namen „Paradise Falls“, wo er das ungeborene Kind der schwangeren Charlie (Adrianne Palicki) retten will. Dieses soll nämlich der zukünftige Erlöser der Menschheit sein und befindet sich aus diesem Grund in höchster Gefahr.

Legion Paradise Falls

Michaels Auftrag ist allerdings nicht göttlich, sondern genau das Gegenteil. Gott will nämlich die Menschheit wegen ihrer Frevel ausrotten. Allerdings nicht nur die Sünder, sondern auch die Unschuldigen, inklusive aller Kinder und Ungeborenen. Um diesen Genozid umzusetzen, schickt Gott eine Armee von Dämonen auf die Erde, welche mit größtmöglicher Grausamkeit gegen die Menschheit zu Felde rückt. Offensichtlich verwechselt Hollywood hier Gott mit Satan, aber dahinter steckt System.

Während Gott nun als der Böse dargestellt wird, setzt sich ein gefallener Engel für die Menschheit ein. Ein solch kruder Plot kommt natürlich nicht ohne Widersprüche aus. Es stellt sich z.B. die Frage, warum Gott Dämonen ausschickt, um den zukünftigen Messias zu töten? Okay, er hat auch schon tatenlos zugesehen, wie Jesus ans Kreuz genagelt wird, aber in „Legion“ legt er selber Hand an seinen Sohn, während dieser noch im Mutterleib herumschwimmt.

Es ergibt einfach keinen Sinn, dass Gott erst eine Jungfrau schwängert und dann den Befehl gibt, die Schwangere zu töten. Es sei denn, Charlie wurde gar nicht von Gott geschwängert, sondern von Satan. In dem Falle wäre das Kind nicht der Erlöser, sondern der Antichrist.

Am Ende gelingt es Michael jedenfalls, Gott davon überzeugen, von seinem geplanten Genozid abzulassen. Doch hätte ein allwissender Gott nicht von Anfang an wissen müssen, wie alles ausgeht? Oder wollte Gott nur Gabriel (der hier schon zum dritten Mal den Bösewicht gibt) prüfen, den er am Ende rügt, weil dieser seinen Genozidbefehl ohne zu zögern ausgeführt hat? In diesem Falle wäre Gott ein absoluter Arsch, weil er den Tod unschuldiger Menschen in Kauf genommen hat, um einen seiner Erzengel auf die Probe zu stellen.

Legion Gabriel

„Legion“ ist wahrlich einer er schwachsinnigsten Filme aller Zeiten, sofern man sich überhaupt die Mühe gibt, einen vernünftigen Sinn darin zu finden. Ein Sinn ergibt sich nur aus Sicht der Satanisten, die mit diesem Werk Gott diffamieren und die gefallenen Engel zu Erlösern der Menschheit erklären. Der Film ist eine Beleidigung für alle Juden, Christen und Moslems.

Nun könnte uns Atheisten das alles herzlich egal sein, doch der Film ist mehr als nur grober Schund. Er ist Propaganda für den Glauben einer psychopathischen Elite, die als gefährlich eingestuft werden muss. Und diese Irren geben sich bei der Missionierung erheblich mehr mühe als die Katholiken oder die Zeugen Jehovas.

Werbung mit gefallenen Engeln

Engel können nicht nur fallen, sondern auch tief sinken. Indem sie sich nämlich zu Werbezwecken vor die Kamera treten.

In einem Axe-Werbespot fallen die Engel gleich in Scharen vom Himmel und zerschmeißen ihren Heiligenschein, um einen Typen anzubaggern, der sich gerade eingedieselt hat. Neu ist an dieser Interpretation ist, dass hier weibliche Engel Gefallen an Menschensöhnen finden.