Der Pakt mit dem Teufel

von Shinzon

Bereits in der Bibel (Matthäus 4:1-11) ist davon die Rede, wie Jesus vom Teufel ein Pakt angeboten wurde, welcher unter der Bezeichnung „die drei großen Versuchungen“ bekannt ist. Satan „zeigte ihm alle Königreiche der Welt und ihre Herrlichkeit und er sagte zu ihm: „Alle diese Dinge will ich dir geben, wenn du niederfällst und mir einen Akt der Anbetung erweist.““ Allerdings ging Jesus nicht darauf ein und erwiderte: „Geh weg, Satan!“

Die drei großen Versuchungen

Heutzutage behaupten immer wieder diverse Stars, sie hätten einen Pakt mit dem Teufel geschlossen. Vor allem Gangster-Rapper und Metal-Ikonen besingen regelmäßig, wie sie ihre Seele an den Leibhaftigen verkauft haben. Doch wie ernst sind solche Aussagen gemeint? Haben sie sich wirklich mit Satan eingelassen, sofern es diesen überhaupt gibt?

Lassen wir die Fantasy einmal außen vor. Am wahrscheinlichsten ist, dass die Betreffenden damit die Knebelverträge meinen, die sie mit der Musik- bzw. Filmindustrie eingegangen sind. Sie verkaufen sprichwörtlich ihre Seele für Ruhm und Reichtum. Denn nur wer sich den Wünschen eines großen Labels bzw. Hollywoodstudios unterordnet, wird entsprechend beworben und ausgezeichnet. Zwar gibt es durchaus auch einen Independentbereich, in dem man selbst an seiner Karriere arbeiten kann, aber den großen Durchbruch und Millioneneinnahmen erzielt man in diesem Sektor kaum.

In der Politik verhält es sich ähnlich. Parteien, deren Spitzenpolitiker Lobbyarbeit für Banken und Konzerne betreiben, können mit entsprechend großzügigen Spenden rechnen und werden in den Massenmedien gefördert. Natürlich kann man sich als Politiker auch für die Menschen einsetzen, aber dafür wird man zur Zielscheibe für Schmutzkampagnen und, sofern man zu einflussreich wird, unter Umständen sogar das Ziel von Attentaten.

Ob man nun die Politik oder die Entertainment-Industrie betrachtet, der Teufel scheint in beiden Fällen eine Parabel auf Banken und Konzerne zu sein. Allerdings greift dies zu kurz, denn Banken und Konzerne sind eng mit Geheimbünden, allen voran Freimaurerlogen, verzahnt. Bezieht sich der Pakt mit dem Teufel also doch eher auf den Beitritt in eine Loge? Immerhin können in einem Geheimbund Kontakte geknüpft werden, die der Karriere förderlich sind. Wer dabei ist, kann anhand der entsprechenden Symbole und Gesten leicht entlarvt werden.

Egal ob ein Autor einen Verlag, eine Band ein Label oder ein Politiker Zustimmung sucht – die Mitgliedschaft in einer Freimaurerloge, einer Studentenverbindung oder einem Think Tank wie dem Council on foreign Relations können wahre Wunder wirken. Wobei Doppelmitgliedschaften natürlich umso hilfreicher sind. So sind viele Teilnehmer der Bilderberg-Konferenzen gleichzeitig auch Freimaurer.

Satan selbst spielt dagegen eher eine untergeordnete Rolle. Allerdings ist der Schritt von der Hochgradfreimaurerei, Skull & Bones oder dem Bohemian Club zum Satanismus nur klein. Es könnte also durchaus sein, dass zumindest der harte Kern von Satanisten tatsächlich glaubt, einen Pakt mit dem Teufel geschlossen zu haben. Die Frage ist nun, ob diese Personen einfach nur einen Dachschaden haben oder tatsächlich höherdimensionale Wesen ihre Finger im Spiel haben? Wie auch immer die Antwort lautet, wäre selbst in letzterem Fall die Bezeichnung „Teufel“ eher metaphorisch gemeint.

Pakt mit dem Teufel

Da wir den Teufel nun mehr oder weniger ausgemacht haben, kommen wir zur Seele, die an ihn verkauft wird. Natürlich kann man nicht wirklich seine Seele verkaufen. Man kann sie aber sehr wohl verderben und damit der eigenen spirituellen Entwicklung schaden. Im Bereich Entertainment verliert man zudem die Kontrolle über seine Kunst. Musikern werden fertige Texte in den Mund gelegt und kaum ein Film ist frei von Pyramiden oder Schachbrettmustern. Die sprichwörtliche Seele geht hier tatsächlich verloren und weicht immer gleichen Mustern, die vorgegeben werden.

Auf den ersten Blick mag es lohnend erscheinen, sich für Ruhm und Reichtum unterzuordnen. Bei genauerer Betrachtung stehen dabei jedoch ausschließlich materielle Dinge im Vordergrund und diese können einem schnell wieder entzogen werden, wenn man ab einem bestimmten Punkt letztendlich doch Gewissensbisse bekommt. Der Weg des geringsten Widerstands zum Erfolg ist keineswegs der beste Weg. Harte, ehrliche Arbeit ist dagegen auch Arbeit am eigenen Bewusstsein und man bleibt sich selbst dabei treu.

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