Die christliche Rechte und ihre Rekruten – Faschismus im Namen Christi

Christliche Fundamentalisten sind überall in den USA und Europa auf dem Vormarsch. Sie kämpfen für einen evangelikalen Gottesstaat und machten dafür u.a. schon Wahlkampf für Extremisten wie George W. Bush. Doch bereits an diesem Beispiel wird offensichtlich, welch finstere Abgründe sich hinter ihrer vermeintlichen moralischen Überlegenheit verbergen.

George W. Bush gibt sich nach außen gerne als Jünger Jesu, doch sowohl seine Mitgliedschaften bei Skull & Bones, dem Bohemian Club und den Freimaurern als auch die menschenverachtenden Taten während seiner Präsidentschaft sprechen eine deutlich andere Sprache. Dennoch halten die christlichen Fundis in ihrer Verblendung strikt an solchen Satanisten fest. Sie verehren diese okkulte Brut sogar wie Götzen, obwohl sie doch eigentlich Götzendienste ablehnen. Wie geht das? Die Antwort darauf lautet wohl: Grenzenlose Dummheit.

Die Ignoranz der christlichen Rechten geht aber noch viel weiter. So lehnen sie Sex vor der Ehe genauso ab, wie wissenschaftliche Beweise für die Evolution. Doch wenn Sex vor der Ehe verboten ist, wie konnten dann Adam und Eva Kinder zeugen, obwohl sie doch die ersten Menschen waren und es demnach keinen Priester gab, der sie hätte trauen können? Egal, denn wo und wann die Bibel wörtlich genommen wird, biegen sich die Fundamentalisten ohnehin nach ihren Bedürfnissen zurecht.

Daher ist es für sie auch okay, wenn man innerhalb der Ehe Sex ohne Liebe hat oder die Frau gar vom Ehemann vergewaltigt wird. Unmoralisch und strafbar ist in ihren Augen nur, wenn man Sex vor der Ehe hat, selbst wenn dies aus tiefster Zuneigung geschieht. Auf den Gedanken, dass Sex vollkommen natürlich und gut für das Immunsystem ist, kommen sie erst gar nicht. Sie riskieren lieber Peniskrebs, weil ihnen nach jahrelanger Enthaltsamkeit die Sacksahne ranzig wird.

Nun könnte man meinen, es sei ihr Pech, wenn sie auf ihren Spaß verzichten wollen. Verwerflicherweise wollen sie aber auch allen anderen Menschen vorschreiben, wie sie zu leben und wann sie mit wem zu kopulieren haben. Das Einzige, was Fundis dabei noch mehr hassen als vorehelichen Sex, ist Homosexualität.

Es ist ihnen dabei schlichtweg egal, dass Homosexualität keine ansteckende Krankheit ist und Menschen von Natur aus so sind (oder in ihren Worten „von Gott so geschaffen sind“). Jesus’ Philosophie von „leben und leben lassen“ scheint den Evangelikalen völlig fremd. Wenn in der Bibel geschrieben steht, dass Homosexualität schlecht ist, dann darf ein Fundamentalist nicht daran zweifeln. Andere Verbote, wie z.B. Tattoos oder der Konsum von Blutwurst, werden dagegen gerne mal ausgeblendet, obwohl sie im selben Kapitel stehen. (3. Buch Moses 18,22 und 19,26)

Noch schlimmer ist jedoch, dass in der Bibel zwar Homosexualität verdammt wird, aber dafür etwas Positives über Inzest geschrieben steht. Kaum hatte Gott die Städte Sodom und Gomorrha vernichtet, weil dort jeder mit jedem rumgehurt hat, trieben es Lots Töchter auf das Derbste mit ihrem Vater, was Gott ungestraft durchgehen ließ. Übrigens hatte Lot seine Töchter vorab nicht einmal geehelicht. Soll man diese Obszönität nun auch wörtlich auslegen und danach leben?

Während wir nun auf der einen Seite die Satanisten haben, die eine rein triebhafte „Tu was du willst“-Ideologie vertreten, ist auf der anderen Seite bei den christlichen Rechten einfach alles verboten (außer Inzest). Einige Menschen kennen scheinbar nur Extreme und lehnen jeden gesunden Mittelweg ab, der gut für ihren Körper und ihre Seele wäre. Die christliche Rechte befindet sich einfach nur auf der anderen Seite der Dualität und damit im selben Kontrollsystem wie die Satanisten.

Zu Kontrollsystem gehören bekanntermaßen entsprechende Organisationen. Eine solche war die von Lou Engle in den USA gegründete Religionsgemeinschaft The Call, welche Massenevangelisationen, öffentliche Gebete und Konzerte veranstaltete. 2004 wurde The Call zwar offiziell beendet, allerdings nur, um anschließend von The Cause abgelöst zu werden.

The Cause versucht, ähnlich wie $cientology, politischen Einfluss zu nehmen. Erklärtes Ziel ist ein Gottesstaat, in dem die Menschen nicht länger frei über ihre Sexualität und ihren Körper entscheiden dürfen. Ein christlicher Faschismus ist sicherlich nicht das, was Jesus im Sinn hatte. Die Trennung von Kirche und Staat steht nicht umsonst im Grundgesetz, wobei die CDU/CSU bereits in hohem Maße gegen den gesetzlich festgelegten Laizismus verstößt.

Die folgende Doku ist eine Warnung vor dem Evangelikalfaschismus. Interessant ist dabei, dass auf der Gegenseite keineswegs Atheisten oder gar Satanisten zu Wort kommen, sondern ebenfalls Christen. Allerdings handelt es sich bei diesen um normale, geistig gesunde Christen, die neben Gott auch an Freiheit und Demokratie glauben. Daher wollen wir an dieser Stelle auch nicht das gesamte Christentum verdammen, sondern lediglich vor der geistigen Versklavung durch die christliche Rechte warnen.

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