H.R. Gigers Einfluss auf die Filmindustrie

Bevor Giger seinen ersten Auftrag von Hollywood bekam, führte er 1968 bei seinem eigenen Film „Swiss Made 2069“ Regie. Er entwarf für den Film einen außerirdischen Beobachter mit einem dazugehörigem Hund. Der Hundepanzer aus Polyester befindet sich inzwischen im Salvador Dalí-Museum in Portlligat (Spanien).

Swiss Made

1976 sollte H.R. Giger an der Verfilmung von „Dune“ mitwirken. Als der Streifen dann jedoch statt vom chilenischen Regisseur Alejandro Jodorowsky von David Lynch realisiert wurde, setzte man Giger vor die Tür.

Erst 1978 erhielt er dann seinen ersten Hollywoodauftrag für Ridley Scotts „Alien“. Der Film erschien ein Jahr später und machte Giger zur Legende. 1980 erhielt er zudem den Oscar für visuelle Effekte.

Giger Alien

1986 folgte eine Mitarbeit an „Poltergeist II – Die andere Seite“, welcher jedoch nicht an den Erfolg des ersten Teils anknüpfen konnte, bei dem noch Steven Spielberg das Drehbuch geschrieben hatte. Ebenso unbedeutend blieb Gigers Mitwirken an „Teito Monogatari“ im Jahr 1988.

Erst mit dem „Dog-Alien“ (ursprünglich ein Kuhalien) aus David Finchers „Alien 3“ landete er wieder einen vollen Erfolg. Die Alienkönigin aus Teil 2 von 1986 ging indes nicht auf Gigers Konto, sondern wurde vom Regisseur James Cameron entwickelt. Ebenso holte man Giger nicht für „Alien – Die Wiedergeburt“ sowie die beiden „Alien vs. Predator“-Filme nach Hollywood zurück.

Dog Alien

Eine weitere legendäre Arbeit lieferte H.R. Giger 1995 für „Species“ ab. Er entwarf die Alienversion von Sil sowie einen Zug, der in einem Albtraum von Sil zu sehen ist. In „Species 2“ griff man abermals auf seine Arbeit zurück und ließ ihn das Kinoplakat entwerfen. Enttäuscht von der schlechten Qualität des Films wirkte er nicht an den zwei weiteren Low-Budget-Fortsetzungen mit.

Sil

Ebenfalls 1995 beauftragte man Hansruedi mit dem Entwurf eines neuen Batmobils für „Batman Forever“. Dieser Entwurf wurde jedoch nicht realisiert. Ebenso enttäuschend fiel für ihn die Arbeit an „Kondom des Grauens“ im Jahr darauf aus. Man ging nicht wirklich auf seine Vorschläge ein und setzte Dinge wie die Zielsprung-Trainingsanlage für die bissigen Gummis nicht um.

2012 holte Giger schließlich seine alten Alien-Entwürfe für Ridley Scotts „Prometheus – Dunkle Zeichen“ zurück aus der Mottenkiste. Der Film enttäuschte die meisten Fans jedoch aufgrund seiner Widersprüche und schwachen Charaktere.

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