Die Apokalypse – Das Ende der Welt

von Shinzon

Das Wort Apokalypse kommt ursprünglich aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt „Entschleierung“. Im Christentum wurde daraus dann die „Offenbarung“, womit im Kern die Enthüllung göttlichen Wissens gemeint ist.

Wesentlich verbreiteter ist jedoch die negative Konnotation, der zufolge die Apokalypse gleichbedeutend mit einem Gottesgericht und Weltuntergang ist. Diese Deutung geht ebenfalls auf die Antike zurück und findet sich bereits im Zoroastrismus Persiens, welcher sowohl das frühe Judentum als auch das hellenistische Weltbild prägte. Der Endkampf zwischen Gut und Böse ist im Ursprung also eine zoroastrische Idee und keine Erfindung des Juden- oder Christentums.

Dennoch kann die Offenbarung des Johannes als die bekannteste Schrift über den finalen Kampf zwischen Gut und Böse gelten. In diesem Buch der Bibel werden die Heere von Gott und Satan stellvertretend vom wiedergekehrten Jesus sowie dem Antichristen angeführt. Von einigen Historikern wird dem Autor nachgesagt, er hätte lediglich die Christenverfolgung durch den römischen Kaiser Nero in seiner Offenbarung verarbeitet. Dies ändert jedoch nichts daran, dass viele Christen an eine Erfüllung der Prophezeiungen in der Zukunft glauben.

Offenbarung

Der finalen Schlacht gehen dabei sieben große Plagen voraus, die von jeweils sieben Engeln mit ihren Trompeten angekündigt werden. Manche Christen sehen in den rätselhaften Sounds, die seit einigen Jahren vor allem in Europa und Amerika zu hören sind, die himmlischen Posaunen, was jedoch ziemlich absurd ist. Diese Sounds haben weder etwas mit Engeln noch mit Außerirdischen zu tun. Am wahrscheinlichsten ist, dass es sich um Atmosphärenphänomene handelt, die entweder durch natürliche Ursachen wie Erdbeben und den sich anbahnenden Polsprung oder künstlich durch HAARP verursacht werden könnten.

Im Falle von HAARP wäre es nicht auszuschließen, dass es sich um psychologische Kriegsführung handelt, um genau die religiösen Klischees zu bedienen, die eine Endzeit ankündigen. Möglich wäre zudem, dass es sich um den Soundcheck für das Blue Beam Project handeln könnte. Dazu würde passen, dass immer öfter von in den Himmel projizierten UFOs und Gesichtern berichtet wird.

Gruslig sind diese Himmelposaunen allemal. Allerdings stehen sie in keinem Zusammenhang zu Katastrophen, wie sie im Buch der Offenbarung angekündigt werden. Die sieben Plagen lauten wie folgt:

1. Geschwüre entstehen an allen Menschen, die das Zeichen des Tieres tragen. Sollte es sich beim Malzeichen des Tieres tatsächlich um RFID-Chips handeln, wie einige Interpretationen annehmen, könnte dies auf Tumore hindeuten, die durch die Strahlung der Chips verursacht werden könnten.

2. Meerwasser wird zu Blut und alle Meereslebewesen sterben. Dies könnte auf die Unglücke der Deep Water Horizon sowie die Nuklearkatastrophe von Fukushima hindeuten. Marine Flora und Fauna sind heute schon derart stark mit Öl, radioaktiven Materialien, Quecksilber und Plastik belastet, dass sie eigentlich ungenießbar sind. Das Meerwasser verwandelt sich dabei natürlich nicht in Blut, aber eine Rotfärbung könnte durch Ölfilme, Chemikalien oder Algenblüten verursacht werden.

3. Flüsse und Quellen werden zu Blut. Dies scheint Johannes bei den 10 Plagen vor dem alttestamentarischen Auszug der Israeliten abgeschrieben zu haben. Die Rotfärbung des Nils wird von der Wissenschaft als Ausspülung roten Lehms gedeutet, was Plagen wie Fliegen, Heuschrecken und Krankheiten nach sich zog.

4. Menschen werden durch die Hitze der Sonne versengt. Ein solches Szenario wäre durchaus denkbar, wenn es zu einem kräftigen Sonnensturm käme oder das Erdmagnetfeld während des momentanen Polsprungs immer mehr Löcher bekommt. Allerdings konnte noch kein Massensterben mit einem Polsprung in Verbindung gebracht werden, weshalb ein Supersonnensturm wahrscheinlicher wäre.

5. Das Reich des Tieres wird verfinstert.

6. Der Strom Euphrat trocknet aus.

7. Das größte Erdbeben seit Menschengedenken zerstört alle Berge und Inseln. Großer Hagel fällt auf die Erde nieder. Erdbeben können tatsächlich Inseln vernichten, wenn diese am Meeresboden stattfinden und Tsunamis auslösen. Die Vernichtung aller Berge ist dagegen eindeutig eine Übertreibung. Der große Hagel wird indes oft als Asteroideneinschlag gedeutet, welcher ebenfalls Erdbeben und Tsunamis zur Folge haben könnte.

Bei all den Plagen bleibt zu beachten, dass viele Naturkatastrophen wie Erdbeben, Vulkanausbrüche, Meteoriteneinschläge, Dürren und Seuchen vollkommen natürlich sind und die Erde schon seit jeher heimgesucht haben. Es gibt keine Anzeichen dafür, dass solche Katastrophen sich heutzutage summieren und wir auf eine Endzeit zusteuern. Durch die weltweite Vernetzung erfahren wir heute lediglich schneller von Katastrophen, während die Europäer im Mittelalter nichts von Erdbeben in Amerika oder Tsunamis auf Sri Lanka wissen konnten. Es gibt also keinen Grund, in eine weltweite Panik auszubrechen. Zumindest, so lange noch kein genügend großer Asteroid entdeckt wurde, der direkt auf die Erde zusteuert.

Neben den sieben Plagen wären noch die vier apokalyptischen Reiter zu nennen. Der erste Reiter, der auf einem weißen Pferd daher kommen soll, deutet auf einen Kriegsausbruch hin. Das rote Pferd des zweiten Reiters steht noch einmal explizit für das Blut und den Tod durch Kriege. Sein Schwert steht stellvertretend für die Kriegswaffen. Das schwarze Pferd des dritten Reiters symbolisiert Tod und Hunger, wobei die Waage in der Hand des Reiters auf eine Inflation als Grund hindeutet. Das fahle Pferd des vierten Reiters steht schließlich für Krankheit, Niedergang und noch einmal Tod.

"Apokalyptische Reiter"  (Albrecht Dürer)

„Apokalyptische Reiter“ (Albrecht Dürer)

Ein Ort für die letzte Schlacht offenbarte Johannes ebenfalls. Es handelt sich um Harmageddon oder auch Armageddon. Wo genau dieser Ort liegen soll, ist jedoch bis heute unklar. Es gibt lediglich Vermutungen, dass es sich um einen Ort im Nahen Osten handeln dürfte, da dies das heilige Land der drei abrahamitischen Religionen ist, welche den Glauben an die Apokalypse teilen. Könnte also der Nahostkonflikt der Auftakt zur Apokalypse sein? In dem Falle wären die Anhänger der betreffenden Religionen selbst Schuld am Weltuntergang und tatsächlich werfen sich einige radikale Vertreter des Christentums, Judentums und Islams alle gegenseitig vor, zur Armee des Antichristen zu gehören.

Während solche Konflikte gänzlich hausgemacht sind, kann man in Sachen Naturkatastrophen nicht viel machen, außer Frühwarnsysteme zu entwickeln und danach die Trümmer wegzuräumen. Religiöse Fanatiker hindert dies jedoch nicht daran, alles Schlechte in der Welt als Zeichen der nahenden Apokalypse zu deuten.

Viele Menschen gruseln sich halt gerne und wenn sie aus einer vermeintlichen Zunahme von Naturkatastrophen dann auch noch die Ankunft ihres Messias ableiten, haben religiöse Sekten Hochkonjunktur. Das jüngste Gericht wurde dabei schon im Mittelalter gerne in das aktuelle Weltgeschehen hineininterpretiert, z.B. beim Ausbruch der Pest. Heute kündigen Sekten wie die Zeugen Jehovas alle paar Jahre den Weltuntergang an und verschieben diesen ein ums andere Mal, weil nie etwas dergleichen passiert.

Die größten Hypes gab es um den Millenniumswechsel 2000 sowie den 21.12.2012. Solche Reinfälle zeigen, dass alles nur Panikmache ist, die bestenfalls dazu dient, entsprechende Buchtitel zu verkaufen. Gefährlich wird es jedoch, wenn Endzeitsekten Menschen in den Tod treiben. Massenselbstmorde sind keine Seltenheit bei Anhängern der Apokalypse, wie die ugandische Sekte „Bewegung zur Wiederherstellung der 10 Gebote“ beweist. Deren falscher Prophet Joseph Kibwetteere ließ am 17. März 2000 – mehr als drei Monate nach dem von ihm angekündigten Weltuntergang – rund 530 seiner Anhänger in einer Kirche einsperren und lebendig verbrennen.

Quelle

Ebenso gefährlich sind religiöse Fundamentalisten aus den drei großen monotheistischen Weltreligionen. Da sie am Ende aller Zeiten die Ankunft ihres Messias, Jesus oder Mahdi erwarten, tun sie alles dafür, die Endzeit künstlich herbeizuführen. Diese Wahnsinnigen glauben tatsächlich, Gott verarschen zu können, indem sie sich massiv daran beteiligen, Kriege und Katastrophen herbeizuführen. Dabei ziehen sie sogar mit Satanisten an einem Strang, welche ihrerseits auf die Ankunft des Antichristen hoffen. Beide Seiten wollen die Endzeit heraufbeschwören, wobei natürlich jeder glaubt, die finale Schlacht gewinnen zu können.

Falls sich also jemand gefragt hat, warum sich bei den Freimaurern gleichermaßen Christen, Juden, Moslems und Satanisten tummeln, lautet die Antwort, dass alle gleichermaßen eine neue Weltordnung anstreben. Ihre Vorstellungen gehen dabei zwar leicht auseinander, aber am Ende geht es allen um Macht und Kontrolle. Deshalb erleben wir momentan auch einen weltweiten Aufstieg faschistischer Organisationen, sei es in der Ukraine, Russland, den USA oder Israel.

Die Offenbarung des Johannes scheint bei alledem weniger eine Zukunftsvision zu sein, als viel mehr das Drehbuch einer kleinen, geistesgestörten Elite. Es gibt daher auch einen Weg, diese künstliche Apokalypse zu verhindern. Die Mehrheit der Menschen muss diesen psychopathischen Eliten einfach nur den Gehorsam verweigern. Arbeitet nicht für ihre Organisationen, zieht nicht für sie in den Krieg, stellt keine Waffen für sie her und haltet euch von allem fern, was faschistisch, satanistisch, evangelikal oder sonst wie religiös-fundamentalistisch ist! Wir leben nicht in der Endzeit, aber wir haben es in der Hand, ob wir in einer guten oder einer schlimmen Zeit leben!

Niemand sollte sich Angst vor einer Apokalypse, dem jüngsten Gericht oder dem Weltuntergang machen lassen, solange nicht ein Asteroid oder Todesstern auf direktem Kurs zur Erde ist. Einen finalen Kampf zwischen Gott und Satan werden wir nicht erleben – weder heute noch in der Zukunft. Möglich wäre lediglich eine prä-astronautische Deutung antiker Texte, die von apokalyptischen Schlachten oder einem Krieg der Götter berichten. Dieser Konflikt scheint jedoch schon lange anzudauern und wird u.a. in den altindischen Veden oder dem nordischen Mythos von Ragnarök geschildert.

Befinden wir uns also zwischen den Fronten eines interstellaren Krieges? Möglich wäre es. Doch die Zerstörung des Planeten Erde durch Kriege, Atomkraft, Raubbau und Umweltzerstörung ist ein reines Menschenwerk. Und wenn wir damit weiter machen, braucht es uns bald nicht mehr zu kümmern, welche Mächte sich noch im Hintergrund bekämpfen könnten.

Wir schaufeln uns dabei vor allem unser eigenes Grab. Die Natur wird sich dereinst wieder erholen, wie sie es schon nach der Auslöschung der Dinosaurier getan hat. Natürlich kann dem zerstörerischen Wirken der Menschheit irgendwann auch ein Asteroid zuvor kommen und uns alle auslöschen. Die Menschheit wäre in dem Falle selbst schuld, wenn sie zu blöde ist, rechtzeitig ein Asteroidenabwehrsystem zu bauen, statt alles Geld in Kriege zu stecken. Es wäre unser Untergang, aber nicht der Weltuntergang.

Die Welt hat noch ca. 5 Milliarden Jahre Zeit, bis der Sonne schließlich der Wasserstoff ausgehen wird. Wir wissen also durchaus schon, wann dieser Planet untergehen wird. Der Weltraum ist jedoch groß genug, um bis dahin eine neue Heimat für die Menschheit zu finden. Obwohl der Planet Erde durchaus nicht ewig existieren wird, sind wir bei weitem nicht so hilflos ausgeliefert, wie viele glauben. Wir könnten zudem noch problemlos 3-4 Milliarden Jahre lang ein schönes Leben auf dieser Welt führen, wenn wir nur wollen.

Über das Ende des Universums brauchen wir uns indes noch lange keine Sorgen zu machen. Die ständige Panik vor dem Ende verdirbt einem nur die Zeit, die man noch hat. Das Leben ist kurz, um es mit permanenter Angst zu verschwenden. In diesem Sinne sollten wir heute lieber etwas für den Erhalt unseres Planeten tun als über seinen Untergang zu sinnieren.

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