Antirussische Kriegspropaganda

von Shinzon

Eines vorweg: Wir sind kein pro-russischer Blog und werden nicht vom Kreml bezahlt. Zudem ist es uns nicht entgangen, dass die russische Staatsflagge die Farben der Freimaurerei trägt.

Flagge Russland 2

Dennoch fällt einem selbst als neutraler Beobachter auf, dass die USA und EU massive Kriegshetze gegen Russland betreiben und Putin bereits im Vorfeld für den Ausbruch des 3. Weltkriegs verantwortlich machen wollen. Putin hat zwar durchaus auch noch Freunde wie Gerhard Schröder und viele deutsche Unternehmen fürchten wegen des aktuellen Konfliktes um ihre guten Handelsbeziehungen mit Russland. Der 3. Weltkrieg scheint allerdings längst von höherer Stelle beschlossen worden zu sein.

Die antirussische Propaganda wird dabei immer aggressiver und gleichsam verlogener. So macht man Putin für die Spaltung der Ukraine verantwortlich, unterstellt ihm Kriegstreiberei und vergleicht ihn gar mit Hitler. Doch wie sehen die Fakten aus?

● Die Spaltung der Ukraine begann damit, dass die CIA und andere westliche Geheimdienste den gewählten (wenn auch korrupten) Präsidenten Viktor Janukowitsch stürzen ließen. Dabei war man sich nicht einmal zu fein, die rechtsextreme Swoboda zu finanzieren und Söldner des „Rechten Sektors“ auf die eigenen prowestlichen Demonstranten schießen zu lassen, um dies dann Janukowitsch in die Schuhe zu schieben.

Zeitgleich wurde der Boxer Vitali Klitschko von der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung ins Rennen geschickt und Julia Timoschenko aus ihrer verdienten Haftstrafe befreit. Insbesondere Deutschland setzte sich stark für den offiziellen Regimewechsel ein und schert sich nicht sonderlich darum, dass den aktuellen Machthabern in Kiew jede demokratische Legitimation fehlt und hohe Regierungsposten von Nazis besetzt werden.

● Die Krim wurde nicht etwa von Russland annektiert, wie einst die DDR von der BRD. Es gab ein Referendum, dem die Mehrheit der Halbinselbewohner zustimmte. Und dafür gab und gibt es gute Gründe. Die Mehrheit der Krimbevölkerung besteht nämlich aus ethnischen Russen, die massiv von der ukrainischen Rechten bedroht werden. Der Swoboda-Vorsitzende Oleg Tjahnybok verkündete bereits 2004, alle Russen (nebst Juden) mit Waffengewalt bekämpfen zu wollen und diesen Worten folgen zunehmend Taten. Angesichts dessen ist es nur allzu verständlich, wenn die russische Bevölkerung der Ukraine Schutz in den Armen Russlands sucht.

● Die Proteste in der Ostukraine werden tatsächlich von Russland unterstützt. Warum sollte sich Russland aber auch zurückhalten, während die Unterstützung der CIA für die antirussischen Nazis ungebremst weitergeht? Immerhin verhalten sich die pro-russischen Demonstranten überwiegend friedlich.

Bei der Besetzung von Verwaltungsgebäuden in der Ostukraine gab es zudem keinerlei Widerstand und man muss nicht lange raten, weshalb dem so ist. Fast niemand will dort unter der Knute des semifaschistischen Regimes in Kiew leben. Ebenso hält sich das Mitleid in Grenzen, wenn die wenigen Nazianhänger in der Ostukraine eine auf den Deckel bekommen.

Angesichts dessen, was die Nazis am 2. Mai 2014 abgezogen haben, sind ein paar Prügel direkt noch harmlos. An diesem Tag wütete nämlich der Rechte Sektor in Odessa und massakrierte 46 pro-russische Demonstranten. Der Großteil der Opfer kam bei einem Brand in einem Gewerkschaftshaus ums Leben, welches von den Nazis belagert und mit Molotovcocktails angezündet wurde.

Weder die EU noch die UN schreiten ein, wenn der Rechte Sektor und das ukrainische Militär, welches sich unter der Kontrolle der Swoboda befindet, Menschen erschlagen, erschießen und bei lebendigem Leibe verbrennen. Der Westen reagiert nur, wenn in der Ukraine ein paar OSZE-Beobachter als Geiseln genommen werden, obgleich diesen kein Haar gekrümmt wurde.

● Russland als Kriegstreiber darzustellen, zeugt von absolutem Realitätsverlust. Die NATO umzingelt Russland seit Jahrzehnten. Die Kriegsvorbereitungen des Westens haben also schon lange vor dem Machtwechsel in Kiew begonnen. Inzwischen hat die USA Kampfjets und Fallschirmkommandos nach Litauen und Polen verlegt. Offener kann man Russland gar nicht mit Krieg drohen.

● Putin mit Hitler zu vergleichen, das ist der Gipfel der Geschmacklosigkeit. Denn jene, die solche Vergleiche ziehen, unterstützen selbst die Swoboda und den Rechten Sektor in der Ukraine. Wenn jemand den Titel des neuen Hitlers verdient, dann Oleg Tjahnybok, der keinen Hehl aus seinen historischen Ansichten macht. Konkurrenz könnte ihm allerdings Julia Timoschenko machen, deren Äußerungen über Putin und die Russen den Worten Tjahnyboks in nichts nachstehen.

Ebenso unsinnig sind Vergleiche mit Stalin und der Sowjetunion. In dieser Hinsicht hat sich die BILDerbergzeitung eine geschichtsrevisionistische Aktion einfallen lassen und eine Unterschriftenaktion zur Beseitigung der Sowjetpanzer in der Nähe des Brandenburger Tors in Berlin gestartet. Diese haben zwar nichts mit dem Konflikt um die Ukraine zu tun, aber inzwischen ist kein Propagandastreich zu absurd, um ihn nicht gegen Russland aufzufahren.

Die betreffenden Sowjetpanzer sind ein Symbol für die Befreiung vom Hitlerfaschismus, welche sich heute am 8. Mai jährt. Sie gehören genauso zur Stadtgeschichte Berlins wie der Checkpoint Charly. Doch das Stürmerblatt fordert nun den Abriss dieser Mahnmale, obwohl die Panzer keinerlei Gefahr darstellen.

Ganz anders sieht es mit den US-amerikanischen Atomwaffen aus, die immer noch in Deutschland stationiert sind und eine echte Bedrohung sowohl für Russland als auch für Deutschland im Falle eines Vergeltungsschlages darstellen. Komischerweise fordern weder die Springerpresse noch andere große deutsche Verlage den Abzug der US-Atomwaffen.

Aber wer wird denn das Mutterland der Demokratie und Menschenrechte kritisieren? Egal, ob sich die Demokratie in faschistischen Staatsstreichen oder die Menschenrechte in Guantanamo Bay äußern, die USA zu kritisieren wird nahezu mit Blasphemie gleichgesetzt! Anders verhält es sich mit dem Russland-Bashing und das hat System. So gab Claus Kleber in einem Interview mit dem Siemens-Leiter Herrn Käser offen zu: „Herr Käser, Ihnen kann nicht entgangen sein, dass Sie mit dem heutigen Besuch (bei Putin) konterkarieren, was die gesamte westliche Politik im Moment versucht aufzubauen (…)“

Mit anderen Worten: Die westliche Politik baut ein Bedrohungsszenario gegenüber Russland auf und die Massenmedien haben dieses Bild gefälligst zu verbreiten. Wer dieser Strategie zuwider handelt, wird in den Medien öffentlich abgestraft. Doch wie glaubhaft sind solche TV-Moderatoren, die offen zugeben, dass sie Propaganda betreiben und obendrein, wie Claus Kleber, Mitglied der Atlantikbrücke sind?

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