Things to come – Dinge, die lieber nicht kommen sollten

von Shinzon

Herbert George Wells (1866-1946) ist vor allem wegen seiner Werke „Krieg der Welten“ und „Die Zeitmaschine“ bekannt. Während „Krieg der Welten“ der wohl frühste Beitrag zur Blue Beam Agenda ist, treibt „Die Zeitmaschine“ die Zweiklassengesellschaft auf die Spitze. Zudem wird in der 1960er Verfilmung zu letzterem Roman bereits ein dritter Weltkrieg thematisiert.

Der zweite Weltkrieg spielt indes im Auftakt von „Things to come“ eine zentrale Rolle – ein Roman, der passender Weise 1933 erschien. Passend, weil darin der polnische Korridor als Ursache des zweiten Weltkrieges beschrieben wird, was sich später bewahrheiten sollte. Ebenso lag Wells mit dem Kriegsausbruch nur ein Jahr daneben. Im Roman ist es das Jahr 1940, in der Realität 1939.

Weiterhin sagte Wells in „Things to come“ den U-Bootkrieg und Raketen als Kriegsmittel voraus. Vergleichbare Waffen gehörten zwar bereits zum Arsenal des ersten Weltkriegs, eine technologische Weiterentwicklung dieser Waffen war daher nicht überraschend. Dennoch waren Wells Vorhersagen insgesamt betrachtet derart präzise, dass sich die Frage stellt, ob er Kenntnis von den Kriegsplänen der Elite hatte? Unwahrscheinlich ist dies nicht, da er selbst Mitglied in elitären Geheimgesellschaften wie dem Hermetic Order of the Golden Dawn war, dem auch Aleister Crowley angehörte.

Bereits 1936 wurde „Things to come“ verfilmt, wobei Großbritannien in Sachen Spezialeffekte neue Maßstäbe setzte. Die dargebotene Zukunftsvision ist jedoch weniger eine Fiktion als viel mehr die Androhung einer neuen Weltordnung. Auf der Rückseite der DVD liest sich das so: „Eines Tages kommt ein schwarz gekleideter Fremder in einem futuristischen Flugzeug in die Stadt und verkündet das Ende des Elends. Es ist der ehemalige Everytown-Bewohner John Cabal, der mit Gleichgesinnten an einer NEUEN WELTORDNUNG arbeitet. Wird ihm und seinen Komplizen die Wiederherstellung des Friedens gelingen?“

Komplizen ist eigentlich ein negativ besetztes Wort, welches in Zusammenhang mit Verbrechen genannt wird. Es dürfte also klar sein, dass es in dieser Romanverfilmung um keinen echten Frieden geht. Zudem taucht der Begriff der „neuen Weltordnung“ nicht nur in der Beschreibung, sondern auch im Film selbst auf.

Die Handlung spielt in „Everytown“, was frei übersetzt „jede Stadt“ bedeutet. Ein Wortspiel, welches wenig diskret darauf hinweist, dass die ganze Welt von den kommenden Ereignissen betroffen sein wird. Alles beginnt an Weihnachten im Jahr 1940 und was gäbe es für ein schöneres Geschenk, als einen hübschen, kleinen Weltkrieg? Passend dazu bekommen die Kinder Kriegsspielzeug vom Weihnachtsmann, damit auch die Kleinen ihren Spaß daran haben.

Militarismus für Kinder

Immerhin wird die Sinnlosigkeit des Krieges sehr gut auf den Punkt gebracht. Am eindringlichsten ist eine Szene, in der ein abgestürzter Bomberpilot ein kleines Mädchen mit seiner Gasmaske vor dem Giftgas rettet, welches er kurz zuvor noch selbst abgeworfen hat. Er muss erkennen, dass der Feind kein Monster ist, sondern ein unschuldiges Kind. „Things to come“ kann also durchaus als Antikriegsfilm angesehen werden. Doch der zweite Weltkrieg, welcher im Film erst im satanischen Jahr 1966 endet, ist ein beabsichtigtes Problem für die darauf folgende Lösung.

Everytown

Nach dem Krieg liegt die Welt in Trümmern und die Menschheit wird zusätzlich durch eine unbekannte Krankheit gebeutelt, welche die Hälfte aller Kriegsüberlebenden dahinrafft Damit wäre das Ziel der Bevölkerungsreduktion abgehakt. Die Erkrankten rennen wie willenlose Zombies umher und werden auch wie solche abgeknallt.

Die neue Weltordnung ist jedoch noch nicht perfekt. In Großbritannien hat ein grausamer Despot (Ralph Richardson, 1902-1983) die Macht ergriffen. Zunächst dankt man ihm, dass er alle Infizierten der Zombieseuche erschießen lassen und damit alle anderen gerettet hat. In „Star Trek“ gibt es einen ähnlichen Charakter namens Colonel Green, der alle radioaktiv kontaminierten Menschen nach dem 3. Weltkrieg euthanasieren lässt.

Despot

Mitten in diesem schaurigen Szenario landet ein Mann in einer schwarzen Uniform mit einem modernen Flugzeug. Es handelt sich um John Cabal (Raymond Massey, 1896-1983), der schon vor Ausbruch des zweiten Weltkrieges ein entschiedener Kriegsgegner war. Nun gehört er zur Bruderschaft der Effizienz – einer meritokratischen Elite, welche der Welt ihre Ordnung aufzwingen will. Es ist sehr bezeichnend, dass im Zentrum dieser Elite die Familie Cabal steht. Dieser Name, der übersetzt „Kabale“ heißt, weist nämlich überdeutlich auf die politische Intrige hinter der neuen Weltordnung hin.

John Cabal tritt dem Warlord gegenüber und stellt sich ihm als „Wächter über die Welt“ vor. Er gehört also zu den Watchmen, die über allen Dingen stehen. In dieser Funktion stellt Cabal dem Kriegsherrn ein Ultimatum. Als dieser ihn darauf hinweist, dass sein Land ein souveräner Staat ist, antwortet Cabal: „Wir erkennen keine unabhängigen, souveränen Staaten an. Wir wollen sie abschaffen!“

Diese Bemerkung ist schon sehr extrem. Erst werden alle souveränen Staaten als Diktaturen verunglimpft, nur damit in der Folge eine globale Diktatur der vermeintlichen Vernunft als Erlösung angepriesen werden kann. Dass souveräne Staaten auch demokratisch und gerecht sein können, wird geleugnet. Aber wer will schon einen dritten Weg gehen, wenn die Weltherrschaft lockt?

Der Despot lässt sich jedenfalls nicht beeindrucken und lässt John Cabal einsperren. Nach einem weiteren Feldzug, bei dem er neue Ressourcen erobern kann, lässt der Warlord den Gefangenen an seiner eigenen Flugzeugflotte schrauben, während Cabals alter Freund Dr. Harding (Maurice Braddell) Treibstoff und Giftgas produzieren soll.

In aller Heimlichkeit führt die Frau des Despoten, die einen etwas höheren Bildungsgrad besitzt, ein Gespräch mit Cabal. Als sie von ihrem Gatten dabei erwischt wird, versucht sie ihn zur Diplomatie zu überzeugen, da sie die Überlegenheit der Watchmen erkennt. Doch ihr Mann lässt sich nicht überzeugen.

Der Ingenieur Richard Gordon (Derrick De Marney, 1906-1978) ist hingegen schon seit der Ankunft Cabals von dessen Weltanschauung überzeugt. Er schafft es, ein Flugzeug zu reparieren und flieht damit zum Hauptquartier der Bruderschaft der Effizienz in Basra. Allerdings dürfte die Tankfüllung eines alten Doppeldeckers wohl kaum für den Flug von Großbritannien in den Irak reichen. Ein kleiner Logikfehler.

Kein Zufall ist hingegen, dass das Hauptquartier der Wächter im antiken Babylon liegt. Spätesten daran wird offensichtlich, dass das freimaurerische Weltreich, welches hier angestrebt wird, das wieder auferstandene Babylon ist.

Basra

Dank Gordon erfahren die Wächter der neuen Weltordnung von der Festnahme Cabals und schwärmen sogleich davon, da sie nun jemanden haben, an dem sie ihr „neues Friedensgas“ ausprobieren können. Zwar hat der Despot Geiseln, doch das Friedensgas dient nur der Betäubung, sodass es problemlos eingesetzt werden kann. Die Wächter gewinnen die Schlacht um England und damit die Weltherrschaft.

Ein Opfer gibt es allerdings doch: Der Boss ist tot und damit auch die alte Weltordnung. Cabal verkündet vollmundig: „Unsere Arbeit fängt erst an. Denn jetzt müssen wir die Welt neu ordnen!“ Die Menschen beginnen daraufhin mit dem Bau einer gigantischen unterirdischen Stadt. Nur vor wem müssen sie ihr Utopia denn unter der Erde verstecken, wo doch angeblich der Weltfrieden eingekehrt ist? Immerhin sind die Spezialeffekte für die damalige Zeit bahnbrechend.

Subtopia_1

Subtopia_2

Kaum ist das Utopia errichtet, schon werden Stimmen laut, dass diese neue Ordnung nicht besser als die alte sei. Anlass ist der Bau einer Weltraumkanone, die Menschen zu den Sternen schießen soll. Zum Glück hat der Schritt in den Weltraum in der Realität für keine Rebellion gesorgt. Die Menschheit nimmt es im Gegenteil eher gelassen hin. Zudem hat die Menschheit den Sprung in den Weltraum viel eher geschafft, als von H.G. Wells angekündigt.

In dieser Zukunft des Jahres 2036 wird John Cabal als großer Held verehrt und sein Urenkel Oswald Cabal (ebenfalls Raymond Massey) ist der Präsident des Regierungsrates. Sein Gegner ist ein Aufrührer, der das Zeitalter des wissenschaftlichen Fortschritts aufhalten und die Mondkanone zerstören will. Damit werden Kritiker der neuen Weltordnung einmal mehr zu stumpfsinnigen Idioten erklärt, die alles Schöne und Gute gefährden. Leider entspricht dies sogar zumindest teilweise der Wahrheit, wenn man an die christliche Rechte oder radikale Islamisten denkt, welche die Wissenschaft verteufeln.

Oswald Cabal rechtfertigt seine Pläne für die erste Mondlandung, welche als gefährlich erachtet werden, indes mit folgenden Worten: „Leiden an sich ist nicht falsch, wenn es dem einen Ziel dient.“ Hier dringt einmal mehr die menschenverachtende Haltung der Freimaurer durch. Auf der einen Seite verunglimpfen sie Fortschrittsgegner, auf der anderen wollen sie selbst Fortschritt um jeden Preis. An einen für alle Seiten genehmen Mittelweg denken sie gar nicht erst.

Die Massen lassen sich derweil wieder einmal leicht manipulieren und versammeln sich um den Aufrührer. Im Zentrum des Platzes steht ein freimaurerischer Obelisk, welcher wieder einmal zeigt, dass auch der Niedergang der neuen Weltordnung gewollt ist. Die Zeitalter des Erschaffens und Zerstörens sollen sich bis in alle Ewigkeit gegenseitig ablösen, so will es der geisteskranke Dualitätsglaube der Freimaurer.

Subtopia Obelisk

Die Barbarei kehrt dementsprechend zurück, doch bevor sie ihr Werk vollenden kann, gelingt es Cabal die beiden Astronauten, darunter seine Tochter Catherine (Pearl Argyle), zum Mond zu befördern. In der letzten Szene sinniert er darüber, dass die Menschheit immer weiter nach vorne streben und den Weltraum erobern wird. So wie er es sagt, klingt es direkt wie eine Drohung. In einer besseren Gesellschaft als dieser Meritokratie hätte der Fortschritt dagegen wohl nichts Düsteres. Erst die Verdorbenheit der globalen Elite macht den Fortschritt dazu.

Sternenmensch

Fazit: Die Verfilmung von „Thing to come“ gilt als ein Meisterwerk der Filmgeschichte. Doch ähnlich wie bei Metropolis handelt es sich um Propaganda für die neue Weltordnung. In Sachen Symbolik übertreibt es der Film zwar nicht allzu sehr und beeindruckt stattdessen durch atemberaubende Spezialeffekte. Doch die Botschaft kommt in Form von Worten unmissverständlich daher. Jeder Gegner der neuen Weltordnung wird dabei als Extremist, Despot und Vollidiot dargestellt. Es werden die schlechtesten Beispiele für menschliches Handeln herbeizitiert, um die neue Weltordnung zu rechtfertigen.

H.G. Wells kann mit Fug und Recht als einer der größten NWO-Propagandisten bezeichnet werden. Neben „Things to come“ glorifizieren auch andere seiner Werke die neue Weltordnung. Eines seiner Sachbücher von 1939 trägt sogar den Titel „The New World Order“.

In einem weiteren Sachbuch namens „Die offene Verschwörung – Aufruf zur Weltrevolution“ schreibt er ganz unverblümt darüber, wer in der Weltgeschichte welche Ziele verfolgt. Die Pyramide mit Auge auf dem Cover lässt ebenfalls keinerlei Zweifel zu, was der selbsternannte Sozialist Wells Zeit seines Lebens anstrebte. Er vertrat eine stark pervertierte Form des Sozialismus, welcher nur eine scheinbare Aufhebung der Klassengesellschaft zum Ziel hat, während eine meritokratische Elite weiterhin im Hintergrund die Fäden zieht.

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