Der Pfad zur linken Hand führt zu Satan

von Shinzon

Die Unterscheidung zwischen dem „rechten Glauben“ und dem „linken Pfad“ stammt ursprünglich aus dem Hindu-Tantra. Im Sanskrit wird dabei von „Vama Marga“ (Pfad zur linken Hand) und „Dakshina Marga“ (Pfad zur rechten Hand) gesprochen. „Vama“ kann sowohl mit „linke (Hand)“ als auch mit „Frau“ übersetzt werden, womit sich auch die Dualität zwischen weiblichem und männlichem Prinzip in dieser Lehre widerspiegelt.

Warum ausgerechnet die linke Hand eine negative Konnotation besitzt, hat mehrere Ursachen. In Indien ist es aufgrund der oft mangelnden hygienischen Zustände üblich, die linke Hand für alle möglichen Drecksarbeiten zu benutzen, während die rechte Hand rein bleibt, um z.B. Nahrung aufzunehmen. Einem Anhänger des Pfades zur rechten Hand ist es zudem verboten, Fleisch, Fisch und berauschende Mittel wie Alkohol zu konsumieren. Für Anhänger des Pfades zur linken Hand sind diese eher schlechten Dinge dagegen nicht nur erlaubt, sondern Teil der religiösen Praxis.

Spätestens mit Helena Blavatsky, welche sich bei ihrer theosophischen Irrlehre stark am Hinduismus orientierte, fand der Pfad zur linken Hand seinen Weg in den westlichen Okkultismus. In den westlichen Kulturen war das Linke allerdings schon zuvor negativ besetzt. So bedeutet das aus dem Latein stammende Wort „sinister“ nicht nur „finster“, sondern ursprünglich auch „links“. Weiterhin galten im Christentum Linkshänder lange Zeit als Diener des Teufels, da sie eine abweichende Minderheit waren. Letzteres ist natürlich quatsch, prägte aber dennoch die negative Symbolik der linken Hand.

Mit den politischen Ausrichtungen von links und rechts haben die Pfade der linken und rechten Hand übrigens nichts zu tun. Diese Einteilung stammt aus der Neuzeit und ist von der Sitzverteilung in den Parlamenten abgeleitet. Zudem folgen Rechtsextremisten wohl kaum dem tugendhaften Pfad zur rechten Hand. Vergessen wir also die Politik und wenden uns wieder dem Okkulten zu.

Im westlichen Okkultismus zählen u.a. der Satanismus und Setianismus, die Saturngnosis und Crowleys Thelema-Lehre zum Pfad zur linken Hand. Die Mitglieder des setianistischen Temple of Set, welcher sich 1975 nach einem Zerwürfnis mit Anton LaVey von der Church of Satan abspaltete, betrachten sich sogar explizit als Vereinigung des Pfades zur linken Hand.

Quelle

Wie für alles im Okkultismus gibt es auch für die Anhänger des Pfades zur linken Hand ein Erkennungszeichen. Die rechte Hand wird mit einem Handschuh abgedeckt, was bedeutet, dass die linke Hand der Akteur ist. Wenn also Stars nur einen rechten Handschuh tragen, geben sie sich damit als Satanisten zu erkennen.

Gaddafis Sohn? Nein, es ist Michael Jackson.

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Die linke Hand ist zudem oft bei der Baphomet-Geste als Akteur zu sehen. Zuweilen wird für den Satansgruß zwar auch die rechte Hand oder gar beide Hände benutzt, das zeigen dieser Geste mit der linken Hand stellt jedoch gleichzeitig einen Hinweis auf den Pfad zur linken Hand dar.

3 Kommentare zu “Der Pfad zur linken Hand führt zu Satan

    • Inzwischen halten wir so ziemlich jede Abscheulichkeit für möglich. Menschenopfer sind im Satanismus nicht ungewöhnlich, aber wie der Macher des Videos schon sagt, lässt sich das in den genannten Fällen nur schwer beweisen. Auf jeden Fall danke für das Video!

  1. Na toll, mein Kommentar wurde vom Internet gefressen. -.-
    Noch einmal in Kürze: Michael Jackson hat mit dem Handschuh seine Vitiligo verdeckt.

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