USA und Russland bereiten sich auf Erstkontaktszenario vor

In den letzten Wochen hat sich einiges im Bereich Exopolitik getan. Nachdem in der Vergangenheit bereits Länder wie Belgien, Frankreich, Ecuador, Chile und Peru sehr offen mit dem UFO-Thema umgegangen sind und teilweise sogar staatliche UFO-Forschungsbehörden betreiben, wagt sich nun Russland als erste Supermacht an die Weltöffentlichkeit.

Im August 2014 warnte das russische Wissenschaftsmagazin WPK vor „18 Sicherheitsbedrohungen“, wobei UFOs allerdings ziemlich weit hinten auf der Liste stehen. Dennoch meinen es Professor Juri Podgornych, Mitglied der Akademie für Militärwissenschaften, und Militär-Dozent Wassili Dolgow absolut Ernst mit diesem Thema. Immerhin kam es schon zu Übergriffen auf Menschen.

Zitat: „Die Berichte über die Kommunikation mit unbekannten Objekten und sogar mit deren Besatzungen bestätigen, dass die Konsequenzen äußerst beklagenswert sein können.“ (…) „Für die Menschen wären das Brandwunden, Blindheit, Lähmungserscheinungen, Bewusstlosigkeit, Strahlungsschäden, Gedächtnis- und psychophysiologische Störungen, aber auch Entführungen mit anschließenden weiteren Experimenten.“

Nachdem auch die „Stimme Russlands“ vollkommen seriös über diese Veröffentlichung berichtete, kamen nicht einmal die deutschen Medien umhin, entgegen ihrer eigenen Lächerlichmachung der vergangenen Jahre etwas darüber zu vermelden. So titelte z.B. Focus.de: „Keine Satire! Militärexperten sicher: Aliens bedrohen Russland!“ Traurig, dass man es hierzulande überhaupt so weit getrieben hat, um nun extra darauf hinweisen zu müssen, dass es sich um keine Satire handelt.

Die Beschäftigung mit UFOs in Russland ist allerdings nichts Neues. Bereits zu Sowjetzeiten gab es ein geheimes staatliches Programm zur Aufklärung unidentifizierter Flugobjekte. Dieses trug den Namen „Sedka“ und war laut dem ukrainischstämmigen Journalisten Stonehill von Mitte der 1970er bis in die frühen 1980er Jahre aktiv. Bei diversen Versuchen, einige der Objekte abzufangen, sollen ihm zufolge auch mehrere sowjetischen Flugzeuge und Raketen verloren gegangen sein.

Es gab jedoch nicht nur negative Begegnungen. Der Fall einer UFO-Landung 1982 in Woronesch verlief alles in allem friedlich und sorgte später international für Schlagzeilen. Etwas unbekannter dürften dagegen die Berichte über UFOs sein, die der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl beiwohnten und sogar geholfen haben sollen, das Feuer zu löschen. Russland ist eine wahre Fundgrube für UFO-Sichtungen.

Da es sowohl friedliche als auch aggressive Vorfälle gab, sind sich Juri Podgornych und Wassili Dolgow noch nicht ganz sicher über die Absichten der Besucher. Zitat: „Es steht auch nicht fest, ob sie Freunde oder Feinde sind.“ Es dürfte wohl beides zutreffen, da wir es keineswegs mit nur einer fremden Spezies zu tun haben.

In jedem Falle sorgte das UFO-Phänomen schon während des Kalten Krieges für eine untypische und selbstverständlich geheime Zusammenarbeit der Sowjets mit den USA. Nach dem Mauerfall soll es sogar zu einer gemeinsamen Weltraummission gekommen sein, bei der zwei Raumsonden zum Marsmond Phobos geschickt wurden. Laut Stonehill erreichte keine von beiden ihr Ziel. Phobos 2 schaffte es ihm zufolge zwar immerhin bis zum Mars, hatte dort jedoch eine unheimliche Begegnung und verschwand, nachdem sie ein Bild eines fremden Objektes übermittelte.

Die Glaubwürdigkeit von Stonehills Aussagen darf jedoch angezweifelt werden, da Phobos bzw. Fobos 1 und 2 sowjetische Raummissionen waren, die 1988 gestartet wurden. Beim Phobos-Projekt hat die UdSSR zudem nicht mit den USA, sondern mit der ESA und der DDR zusammengearbeitet.

Quelle

Auf der anderen Seite wurden die Aussagen Stonehills 2009 wiederum gestützt, als die NASA das Bild eines Monolithen auf dem Marsmond Phobos veröffentlichte. Dazu äußerte sich damals auch der Apolloastronaut Buzz Aldrin.

Russlands Vorstoß blieb natürlich nicht ohne passende Antwort aus den USA. Dort veranstaltete die NASA am 18. September 2014 zusammen mit der Kongressbibliothek ein Symposium unter dem Titel „Vorbereiten auf die Entdeckung – Ein rationaler Ansatz zum Auffinden von mikrobiotischem, komplexem oder intelligentem Leben außerhalb der Erde“. Neben aktuellen Forschungsergebnissen aus der Exobiologie und Suche nach Exoplaneten wurde auch darüber debattiert, wie man mit anderen intelligenten Lebensformen kommunizieren könnte.

Obgleich im Gegensatz zu den Meldungen aus Russland UFOs kein Thema auf dem Symposium waren, stellten sich die Veranstalter die Frage: “Wie bereiten wir uns darauf vor, auf neues Wissen zu stoßen, das unsere bisherigen Vorstellungen von Leben und unserem Platz im Universum grundsätzlich in Frage stellen könnte?“ Die Auswirkungen auf Politik, nationale Sicherheit und Wirtschaft wurden dabei allerdings ausgeklammert, was einmal mehr einen Kontrast zu den Veröffentlichungen in Russland darstellt. Die Amerikaner sorgten sich eher um die religiösen Implikationen.

In dieser Hinsicht ist die Teilnahme des Vatikans am Symposium der NASA interessant. Wurden einst noch Menschen wie Giordano Bruno verbrannt, weil sie von fremden Welten mit intelligentem Leben überzeugt waren, teilt der Vatikan inzwischen diese Überzeugung. Nachdem bereits der vatikanische Chefastronom José Gabriel Funes die Vereinbarkeit von Katholizismus und außerirdischem Leben proklamierte, legte nun sein Untergebener Guy Consolmagano mit einem Vortrag über die theologischen Auswirkungen eines Kontaktes nach. Selbstverständlich glaubt man in Rom, die Aliens missionieren zu können.

Bedenklich ist außerdem, dass Consolmagano dem intriganten Jesuitenorden angehört. Das bedeutet, dass man seinen Vortrag als Teil einer Agenda betrachten muss. Immerhin besuchte bereits Erich von Däniken ein Jesuiteninternat und machte später die Prä-Astronautik populär. Möglicherweise könnte da ein Zusammenhang bestehen.

Überhaupt scheint das NASA-Symposium gezielt darauf ausgerichtet zu sein, die Weltöffentlichkeit auf einen Erstkontakt vorzubereiten. Zumal die NASA erst wenige Wochen zuvor ein Handbuch zur Vorbereitung auf einen Kontakt mit Außerirdischen herausgegeben hat. Weiß die US-Weltraumbehörde etwas, was sie uns bisher verheimlicht hat? Oder bereitet sie uns auf den größten Fake der Menschheitsgeschichte, das so genannte Project Blue Beam, vor?

Auch die deutsche Initiative für Exopolitik macht sicht Gedanken und fragt: „Warum die Eile?“ Robert Fleischer hält es allerdings durchaus für möglich, dass die NASA lediglich auf Sensationen setzt, um der Kürzungspolitik der Obama-Regierung entgegen zu wirken. Steckt am Ende also nur heiße Luft hinter dem Symposium, um an mehr Geld zu kommen? Zumindest gab die NASA kurz darauf bekannt, ab 2017 zur bemannten Raumfahrt zurückkehren zu wollen.

Quelle

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