Satirischer Jahresrückblick 2014

Der Berliner Flughafenausbau, die PKW-Maut, Pannen bei der Bundeswehr, ein neuer Kalter Krieg, Steuerflüchtlinge und guter Letzt Pegida – Das war 2014.

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Weihnachtszeit – Abzockzeit

Selten sind die Deutschen so sehr in Spendenlaune wie zu Weihnachten. Und selten sieht man so viele Bettler wie zu Weihnachten. Hier soll es jedoch nicht um die Obdachlosen gehen, die frierend auf der Straße sitzen, sondern um Promibetteln im großen Stil.

Wann immer Promis zum Spenden aufrufen, hat das sofort einen schalen Beigeschmack, da gerade diese Spitzenverdiener am ehesten etwas abgeben könnten. Doch statt selbst die Brieftasche zu zücken, haben einige Musiker um den Tote-Hosen-Sänger Campino (Andreas Frege) dieses Jahr den Klassiker „Do they know it’s Christmas“ neu aufgelegt. Ein Teil der Einnahmen aus dem Plattenverkauf soll dabei an die Opfer der Ebola-Seuche in Westafrika gespendet werden.

Das klingt zunächst nobel, ist es aber eigentlich nicht. Denn zum einen könnten die beteiligten Stars weitaus mehr Spendengeld aufbringen, als die durchschnittlichen Konsumenten. Edelpunk Campino könnte außerdem seinen Bruder Michael Frege anbetteln, der als Insolvenzverwalter von Lehman Brothers bereits rund 200 Millionen Euro erhalten hat und noch mehr forderte.

Zum anderen geht eben nur ein Teil des Gewinns in die afrikanischen Ebola-Gebiete, der Rest macht die Plattenindustrie noch reicher. Die Stars sind dabei ebenfalls nicht so uneigennützig, wie es auf den ersten Blick den Anschein hat. Immerhin ist die Weihnachtsplatte eine gute PR für ihre anstehenden Alben und Touren.

Die astrologischen Hintergründe von Christi Geburt

Bevor wir uns für die nächsten zwei Wochen in den Saturnalienurlaub verabschieden, wollen wir dieses Jahr noch einen kurzen Blick auf die astrologischen Hintergründe der angeblichen Geburt von Jesus werfen.

Jesus wurde schon mal nicht am 24. Dezember geboren, sondern soll irgendwann im Herbst das Licht der Welt erblickt haben. Das Jahr ist bis heute ungewiss, angenommen wird u.a. das Jahr 4 vor Christi Geburt, was irgendwie ironisch ist. Die heutige Weihnachtszeit hat jedenfalls mehr mit dem Zeitraum der römischen Saturnalien zu tun, welche zu Ehren des kinderfressenden Gottes Saturn gefeiert wurden. Ursprünglich begann das Saturnfest am 17. Dezember. 45 v.Z. wurde es bis zum 23. Dezember und später sogar bis zum 30. Dezember ausgedehnt.

Auch die Nähe zur Wintersonnenwende am 21./22. Dezember ist auffällig. Während der historische Jesus der Sohn von Maria und Josef war, ist der Jesus der Bibel der Sohn Gottes bzw. der Sohn der Sonne. Denn das Christentum basiert – ebenso wie das Judentum – auf dem Aton-Kult des Pharao Echnaton. Und diese erste historisch belegte monotheistische Religion war nichts anderes als ein Sonnenkult.

Echnaton_2

Die Geburt des historischen Jesus dürfte indes wesentlich unspektakulärer abgelaufen sein, als im Neuen Testament behauptet. Für die drei Könige, die angeblich zur Krippe des noch völlig unbekannten Säuglings geeilt sein sollen, um ihn mit Gold, Weihrauch und Myrre zu beschenken, gibt es keinerlei historische Belege. Die einzig sinnvolle Erklärung dieses Mythos ist astrologischer Natur.

Caspar, Melchior und Balthasar heißen in Wirklichkeit Alnitak, Alnilam und Mintaka. Dies sind die drei Sterne, die den Gürtel des Sternbildes Orion bilden. Orion bzw. Osiris war schon im antiken Ägypten von zentraler kultischer Bedeutung, was gleichermaßen für den hellsten Stern am Nachthimmel gilt. Sirius ist der wahre Stern von Betlehem und schaut man sich den winterlichen Nachthimmel an, scheinen die drei Gürtelsterne des Orion Sirius zu folgen.

Heilige 3 Könige

In diesem Sinne wünschen wir eine frohe Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins Jahr 2015.

Musikalischer Hexenzauber

In der Pop-Okkultur wimmelt es von finsteren Hexenmeistern, wobei die Metal-Szene erwartungsgemäß ein Sammelbecken für selbige ist.

Das skurrilste Beispiel ist die „Elektrohexe“ von Eisregen. Laut eigenen Aussagen der Band entstand dieser Song vom Album „Hexenhaus“ infolge von übermäßigem Alkohol- und Drogenkonsum. Angesichts des sinnlosen Textes dürfte diese Erklärung der Wahrheit entsprechen.

Eisregen - Hexenhaus

Die im Jahr 2000 gegründete schwedische Doom-Metal-Band Witchcraft ist ein weiteres Paradebeispiel – auch dafür, welche Stoffe den Zauber der Hexerei ausmachen. Auf dem Cover des Albums „The Alchemist“ finden sich ein paar Engelstrompeten, aus denen man einen halluzinogenen Tee brauen kann. Doch Vorsicht. Die darin enthaltenen Alkaloide sind sehr giftig und können tödlich wirken.

Witchcraft Schweden

Konkurrenz bekommen Witchcraft von einer gleichnamigen Band aus Russland.

Witchcraft Russland

Witchcraft ist darüber hinaus auch der Name einer deutschen Frauenjazzband. Das dürfte für ausreichend Verwirrung in den Plattenläden sorgen. Und als wäre das noch nicht genug, gibt es außerdem noch die 1970 in Detroit (USA) gegründete Rockband Salem Witchcraft, welche mit ihrem Namen auf die bekannteste amerikanische Hexenverfolgung anspielt.

Die Verwirrung ist immer noch nicht perfekt? Keine Sorge, es gibt noch genügend Alben und Singles mit dem Titel „Witchcraft“. Darunter ein Album der Sturmhexen von Stormwitch.

Stormwitch - Witchcraft

Die entsprechende Single von Pendulum zeigt sogar das allsehende Auge auf dem Cover.

Pendulum - Witchcraft

Dann wäre da noch ein verhextes Album von Book of Love…

Book of Love - Witchcraft

…und zu guter die Single „Witchcraft“ von der 1994 gegründeten deutschen Girlie-Band Wonderwall. Diese bildet natürlich einen starken Kontrast zu den Hexenmeistern der Metal-Szene, doch wie bereits die zahlreichen Kinderserien und –filme über Hexen zeigen, gehören Mädchen und junge Frauen zur Hauptzielgruppe der Esoteriker.

Wonderwall - Witchcraft

Verhexte Literatur

Der 1486 in Speyer veröffentlichte „Hexenhammer“ des Dominikaners Heinrich Kramer (1430-1505) ist mit Abstand eines der abscheulichsten und frauenfeindlichsten Bücher aller Zeiten. Dieses Werk war maßgeblich an einem der schlimmsten Massenmorde mit verantwortlich, welcher fast ausnahmslos unschuldige Frauen und in seltenen Fällen auch Männer traf.

Hexenhammer

Das Hexenbild der katholischen Kirche wirkte noch lange nach. Noch über 100 Jahre nach dem Ende der Inquisition erschienen Märchenbücher, in denen es von bösen Hexen wimmelte. Am bekanntesten dürfte dabei wohl die Märchensammlung der Gebrüder Grimm sein, welche bekannte Werke wie „Hänsel und Gretel“ umfasst.

Hänsel und Gretel

Es ist eine Ironie der Geschichte, dass sich Okkultisten ab Ende des 19. Jahrhunderts ausgerechnet die klischeehaften Darstellungen religiöser Fundamentalisten und Märchenerzähler zum Vorbild nahmen, um daraus die modernen Hexenzirkel zu entwickeln. Diese bemühen sich selbstverständlich um eine positive Darstellung der Hexerei, gleichgültig, ob es um weiße oder schwarze Magie geht. Hauptzielgruppe dieser New Age-Strömung sind selbstverständlich Kinder und Jugendliche.

Bereits 1957 erschien das Kinderbuch „Die kleine Hexe“ von Otfried Preußler (1923-2013), in welchem die Walpurgisnacht gefeiert wird. Die kleine Hexe darf daran aber erst teilnehmen, nachdem sie sich zu einer guten Hexe entwickelt hat. Darunter versteht sie natürlich das Vollbringen guter Taten, doch am Ende stellt sich heraus, dass das genaue Gegenteil gemeint war. Sie sollte gut darin werden, böse zu sein. War ja auch irgendwie logisch, dass gute Taten keine Eintrittskarte zu einem satanistischen Fest sein können.

Ein Jahr nach Erscheinen seines verhexten Werkes bekam Preußler dafür den Deutschen Jugendbuchpreis. Es zahlt sich also aus, wenn man die esoterische Agenda vorantreibt.

Die kleine Hexe

In Preußlers Werken wimmelt es auch sonst von Gespenstern („Das kleine Gespenst“, 1966), Drachen („Vom Drachen, der zu den Indianern wollte“, 1996) und bösen Zauberern. Zu seinen bekanntesten Werken dürfte wohl „Krabat“ aus dem Jahr 1971 zählen. In diesem geraten einige Kinder an einen bösartigen Hexer, der sie in schwarzer Magie unterrichtet. Im Gegenzug versklavt er seine Schüler, die in seiner Mühle schuften müssen.

Es stellt sich nach und nach heraus, dass der einäugige Meister einen Pakt mit dem Teufel hat und für diesen regelmäßig menschliche Knochen mahlt. Dies ist eine ziemlich unverhohlene Anspielung auf rituelle Menschenopfer. Seine Schüler werden indes einer Hirnwäsche unterzogen, bei der sich der Hexenmeister sowohl des Mittels der Strafe als auch der Belohnung bedient. Preußler scheint gewusst zu haben, wie die Erziehung bei Satanisten läuft.

„Krabat“ wurde 2008 verfilmt, wobei der Film erwartungsgemäß von okkulter Symbolik strotzt.

Krabat Seance

Für das düstere Werk „Krabat“, welches auf einer sorbischen Volkssage beruht, erhielt Otfried Preußler 1972 erneut den Deutschen Jugendbuchpreis. Allgemein erhielt eine ganze Reihe von Preisen und Auszeichnungen, darunter sogar 1993 das Bundesverdienstkreuz.

Es ist leider nicht bekannt, ob Otfried Preußler ein Freimaurer war oder anderen okkulten Geheimgesellschaften angehörte. Werke wie „Die Flucht nach Ägypten“ von 1978 bieten allerdings Raum für Spekulationen. Zudem propagierte Preußler immer wieder die Hexerei und bediente sich dabei einschlägiger Zahlenmystik, wie der Titel seines Werkes „Dreizehn Geschichten von Hexen und Zaubermeistern“ zeigt.

13 Hexengeschichten

Noch weitaus erfolgreicher als Preußlers Bücher sind die ab 1997 erschienen „Harry Potter“-Romane von Joanne K. Rowling. Der Zauberlehrling, welcher die Sprache der Schlange Luzifer spricht, gehört zu den bekanntesten Charakteren der Jugendliteratur. Doch nicht nur die okkulten Romane machten die ehemalige Sozialhilfeempfängerin Rowling zur Milliardärin, sondern auch die äußerst erfolgreichen Verfilmungen.

Harry Potter

In Sachen okkulte Erziehung macht Joanne K. Rowling sogar dem Disney-Konzern Konkurrenz, was ihr zahlreiche Auszeichnungen einbrachte. Darunter der begehrte Hugo Ward, welcher vorrangig für Science Fiction, aber auch für Fantasy verliehen wird. Weiterhin erhielt sie mehrfach den Nestlé Smarties Book Prize, welcher vom Nestlé-Konzern gesponsert wird.

Zwar betont Rowling immer wieder, dass sie eine gläubige Christin sei, doch ihre Literatur und ihre Verbindungen zum Establishment werfen zumindest Fragen auf. Direkte Hinweise auf eine Mitgliedschaft in okkulten Zirkeln gibt es bisher nicht, also könnte sie tatsächlich ein vollkommen naives Werkzeug der Elite sein. Ähnlich verhält es sich mit ihrer Mitgliedschaft in der britischen Labour Party (Arbeiterpartei). Einerseits ist es verständlich, dass Rowling als ehemalige Sozialhilfeempfängerin Gefallen an der sozialistischen Idee findet. Andererseits ist es vollkommen naiv, der Labour Party zu vertrauen, welche im Kern genauso neoliberal ist, wie die SPD in Deutschland. Die Parole „Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!“ lässt sich problemlos auf Großbritannien übertragen.

Mit endgültiger Gewissheit lässt sich jedenfalls noch nicht sagen, ob Joanne K. Rowling eine heimliche Okkultistin oder einfach nur naiv ist. Zumindest bedient sie sich aber der einschlägigen Symbolik. Unstrittig ist zudem auch, dass viele ihrer Freunde aus der Unterhaltungsindustrie und Politik hochrangige Freimaurer sind, denen die „Harry Potter“-Romane sehr gelegen kommen.

Die schwarzen Hexen von Disneyland

Disney ist so dick im Hexereigeschäft, dass sich darüber schon ein eigener Artikel lohnt. Ursprünglich waren die Hexen auch bei Disney negativ besetzt, was insbesondere bei den Adaptionen von Grimms Märchen nicht weiter verwundern sollte. Aber auch in Filmen wie „Ariel die Meerjungfrau“ waren die Hexen zunächst heimtückisch und böse.

Disney Hexen

Die Hexen von Oz waren ebenfalls nicht sonderlich sympathisch. Zumindest war dies im Jahr 1939 noch so.

Oz Hexe

Am schaurigsten ist jedoch der letzte Akt von „Fantasia“, welcher seit seinem Erscheinen 1940 Kindern aus aller Welt das Fürchten lehrt. In dieser abartigen Szene tanzen die Toten zusammen mit nackten Hexen zu Füßen von Satan. Wer seine Kinder derartigem aussetzt, sollte das Sorgerecht aberkannt bekommen.

Fantasia Hexe

Dieses düstere Hexenbild sollte sich jedoch bald ändern. 1971 sprang die Hollywood-Hexe Angela Lansbury nicht auf den fliegenden Besen, sondern aufs fliegende Bett und hob mit den damaligen Disney-Kinderstars ab. Ihre Rolle als Eglantine Price in „Die tollkühne Hexe in ihrem fliegenden Bett“ ist schon direkt ironisch, da der Film während des zweiten Weltkriegs in London spielt. In der Realität wurde das britische Medium Helen Duncan zu dieser Zeit wegen Totenbeschwörung eingekerkert und konnte sich gewiss nicht in eine Zeichentrickwelt flüchten.

Die trollkühne Hexe

In dieselbe Kerbe haut „Halloween Town – Meine Oma ist ’ne Hexe“. In diesem Film dürfen die Geschwister Marnie (Kimberly J. Brown) und Dylan Piper-Cromwell (Joey Zimmerman) nicht an Halloween teilnehmen, weil ihre Mutter Gwen (Judith Hoag) jede Art von Okkultismus ablehnt. Es stellt sich heraus, dass Gwen aus einer Hexenfamilie stammt und den Ausstieg aus dem Satanismus gewagt hat. Ein begrüßenswerter Schritt, den die Oma Agatha (Debbie Reynolds) jedoch anders sieht.

Die beiden Kids folgen ihrer Oma und landen in einer bizarren Paralleldimension, wo in der Stadt Halloween Town jeden Tag Halloween gefeiert wird. Dort lernen sie den Umgang mit schwarzer Magie, was dem Fernsehpublikum als riesiger Spaß verkauft wird.

Der Film wäre in den 1960ern wohl noch aufgrund von christlichen Protesten gescheitert. Doch im Erscheinungsjahr 1998 war das amerikanische Publikum bereits weit genug an okkulte Themen herangeführt und Disneys Ruf als kinderfreundlicher Unterhaltungskonzern genügend etabliert, dass niemand mehr den satanistischen Inhalt von Filmen wie „Halloween Town“ hinterfragte. Hexen entwickelten sich dementsprechend von bösen Monstern zu netten Omas.

„Halloween Town“ erfreute sich beim naiven Publikum letztendlich so großer Beliebtheit, dass insgesamt drei Fortsetzungen in den Jahren 2001, 2004 und 2006 folgten. Man achte übrigens bei diesen okkulten Machwerken genau auf die Symbolik und entdecke dabei die Verbindungen zwischen Hexerei und Freimaurerei.

HT Masonic Pyramid

Obgleich die Zeichentrickserie „Hexe Lilli“ keine Disney-Produktion war, erfolgte der Verleih der Kinofilme von 2004 und 2011 ebenfalls durch den Disney-Konzern. Den Hexenzauber konnte man sich einfach nicht entgehen lassen.

Hexe Lilli

2013 kam dann Disneys Prequel zum „Zauberer von Oz“ in die Kinos. In „Die fantastische Welt von Oz“ ist zumindest eine der Hexen nicht mehr ganz so böse. Theodora (Mila Kunis) gibt als verschmähte Liebe eine eher tragische Rolle ab.

Oz Theodora

Ähnlich verhält es sich mit „Maleficent“, der ein Jahr später schien. Die dunkle Fee, welche für Dornröschens Jahrhundertschlaf verantwortlich ist, wird gänzlich zum Opfer stilisiert. Sie wird von einem ehemaligen Freund hintergangen, der die Belohnung für ihre Tötung kassieren will. Nachdem Maleficent ihre Flügel eingebüßt hat, damit der Verräter den Thron besteigen kann, entwickelt sie sich – ähnlich wie Theodora in Oz – zu einer rachsüchtigen Figur. Letztendlich findet sie aber ihren Frieden und schließt sich wieder den Guten an.

Doch wie gut kann schon eine Schwarzmagierin sein, welche Hörner wie der Teufel trägt? Um es auf den Punkt zu bringen: „Maleficent“ ist eine Abwandlung von „malevolent“, was übersetzt „bösartig“ heißt. Und für wahr wirkt dieses Disney-Werk wie eine filmische Adaption des Rolling Stones Titels „Sympathie for the Devil“. Die Hauptrolle wird passend dazu von Angelina Jolie gespielt, welche als Mitglied des Council on Foreign Relation schon mehrfach Kriegspropaganda verbreitete. In „Tomb Rider“ sammelte sie zudem Erfahrungen mit den Illuminaten.

Malificent

Hellywood im Hexenwahn

Es gibt zahlreiche Filme und Serien, die das Hexenthema aus unterschiedlichen Richtungen angehen. Besonders beliebt sind positive Darstellungen, die das Publikum im wahrsten Sinne des Wortes verzaubern sollen. Magie wird zu etwas Lustigem und teilweise Spirituellem verklärt, wodurch die Zuschauer an den Okkultismus herangeführt werden.

Eines der bekanntesten Beispiele dürfte die Serie „Verliebt in eine Hexe“ sein, welche mit großem Erfolg von 1964-1972 lief. Man beachte die Klischeehafte Darstellung, inklusive Besenflug vor dem Vollmond.

Verliebt in eine Hexe

2005 wurde noch ein Kinofilm mit Nicole Kidman in der Hauptrolle nachgelegt.

Von 1996-2003 wurde dem Fernsehpublikum „Sabrina – Total verhext!“ im Sitcom-Format aufgetischt. Der „i“-Punkt im Logo ist selbstverständlich ein Pentagramm.

Sabrina verhext

Fehlt noch eine Fantasy-Serie, welche 1998-2006 produziert wurde. „Charmed – Zauberhafte Hexen“ richtete sich dabei gezielt an junge Frauen. Symbolisch wartet „Charmed“ stilgerecht mit Hexenknoten im Intro auf.

Charmed Hexenknoten

In Deutschland gibt es derweil seit 1980 die „Bibi Blocksberg“-Hörspiele, welche später als Zeichentrickserie mit 52 Episoden adaptiert wurden. Es folgten zudem drei Kinofilme in den Jahren 2002, 2004 und 2014. Der Name Blocksberg geht auf eine alte Bezeichnung des Brockens zurück, auf dem alljährlich die Walpurgisnacht zelebriert wird.

Ein harmloser Kinderspaß ist das nicht, sondern eine gezielte Heranführung an okkulte Themen. Gerade Kinder sind leicht zu begeistert und damit auch zu manipulieren. Es kann bei solchen Kinderserien daher durchaus von einer esoterischen Erziehung gesprochen werden. Das schließt natürlich entsprechende Symbole wie das Pentagramm im „O“ sowie die Betonung des linken Horusauges ein.

Blocksberg

In dieselbe Kerbe haut die WDR-Serie „Hexe Lilli“, welche von 2004-2014 produziert wurde. Rein zufällig umfasste die Serie, ebenso wie „Bibi Blocksberg“, 52 folgen. Man achte auch hier wieder auf die zahlreichen Pentagramme, die allein schon im Intro zu sehen sind. Der Knaller ist jedoch der Drache, welcher den Kukulkan auf einer Mayapyramide spielt. Wenn das mal keine satanistische Reptiloidenikone ist…

Hexe Lilli Reptoking

Dann wäre da noch der Saturn…

Hexe Lilli Saturn

…und das „X“ auf Lillis T-Shirt.

Hexe Lilli X

Doch kehren wir zurück nach Hellywood. Dort gibt es noch eine Menge verniedlichende Hexenfilme, die Okkultismus als Spaß für die ganze Familie anpreisen. Darunter „Little Miss Magic – Die kleine Hexe“ und „Verhexte Hexen“, beide aus dem Jahr 1997.

Eine Hexe in Rot...

Eine Hexe in Rot…

Die wohl bedeutendste Filmreihe, die bei weitem die meisten Kinder verhext haben dürfte, ist jedoch „Harry Potter“. Bereits die Romanvorlagen von Joanne K. Rowling waren ein Riesenerfolg und dementsprechend entwickelten sich die Filme mit Daniel Radcliffe in der Titelrolle zu absoluten Kassenschlagern. Der Erfolg riss selbst dann noch nicht ab, als die Filme zunehmend düster wurden.

Startete „Harry Potter und der Stein der Weisen“ 2001 noch mit einer Alterfreigabe von FSK 6, bekamen die späteren Filme, welche bis 2011 erschienen sind, schon nur noch eine Freigabe von FSK 12. Eigentlich wäre sogar eine Freigabe von FSK 16 angebracht gewesen, denn all die schwarze Magie, die finsteren Intrigen sowie abartige Dämonen und Totesser sind das pure Gift für Kinderseelen.

Harry Potter

Ein wesentlich realistischeres Bild von den Abgründen satanistischer Hexenzirkel zeichnete dagegen die Kinderbuchverfilmung „Hexen hexen“ von 1990. In diesem Horrorschinken werden den Hexen im wahrsten Sinne des Wortes die freundlichen Masken vom Gesicht gerissen. Es ist zudem schon extrem zynisch, dass ausgerechnet ein britischer Film vermisste Kinder mit rituellen Morden in Verbindung bringt, da die Heimat von Aleister Crowley seit jeher ein Zentrum für Satanisten, Hexen und Kinderschänder ist.

Hexen hexen

Fragwürdig ist natürlich auch bei diesem Film die Altersfreigabe von FSK 6, da er eine Steilvorlage für Alpträume ist. Auf der anderen Seite schadet es vielleicht nicht, den Kindern ein wenig Angst vor fremden Leuten zu machen, damit sie nicht freiwillig in jede dunkle Limousine steigen…

Kommen wir zum Schluss noch zu den Hexenfilmen für Erwachsene. Einen gewissen Kultstatus hat auf diesem Gebiet „Blair Witch Project“ aus dem Jahr 1999 erlangt. Es ist einer der ersten Filme des Found Footage Genres, welcher als billig produzierte Pseudodokumentation daher kommt. Im Zentrum steht der ruhelose Geist der Hexe von Blair, welche vor rund 200 Jahren in den Wäldern um die Gemeinde Burkittsville von einer Gruppe Kinder gelyncht worden sein soll.

2000 folgte eine Fortsetzung, welche jedoch nicht dem Found Footage Genre zuzuordnen ist. „Blair Witch 2“ handelt viel mehr von okkultem Mind Control. Obwohl der zweite Teil qualitativ besser und wesentlich spannender ist, floppte er an den Kinokassen und erhielt sogar die Goldene Himbeere in der Kategorie „schlechteste Fortsetzung“. Erwähnenswert ist dennoch, dass im Film die Wicca-Bewegung propagiert wird und der Soundtrack u.a. von Marilyn Manson stammt.

Als wesentlich beliebter stellten sich in den letzten Jahren die Hellywood-Adaptionen von Grimms Märchen heraus, in denen es von Hexen nur so wimmelt. Zwar gab es schon eine ganze Reihe älterer Verfilmungen von „Hänsel und Gretel“, doch keine war so erfolgreich, wie der 2013 erschienene „Hänsel und Gretel: Hexenjäger“.

Dem Erfolg schadete es auch nicht, dass der Film stark anachronistisch ist (Stichworts Gretels Lederhose) und in wichtigen Punkten von der Vorlage der Gebrüder Grimm abweicht. So stellt sich die Mutter der beiden Geschwister als weiße Hexe heraus, womit dem Okkultismus wieder einmal eine positive Seite abgerungen wird. Immerhin geht der Film aber gleichermaßen auf rituelle Kindstötungen in satanistischen Kreisen ein.

Die Mitgliedschaft in einem „Hexenclub“ kann einem wahrhaftig zum Verhängnis werden, wenn man es mit Psychopathinnen zu tun bekommt, die sich dunkler Mächte bedienen. Als Lösung des Problems wird in diesem Film von 1996 natürlich wieder einmal weiße Magie angepriesen.

„Die Hexen von Eastwick“ (1987), zu denen auch die Pop-Ikone Cher gehört, können ähnlich ungute Erfahrungen vorweisen. Die drei sehnen sich nach einem Traumprinzen und ohne es zu wissen, beschwören sie mit ihren stümperhaften Ritualen den Teufel höchstpersönlich herauf.

Zum Schluss wäre da noch die „Paranormal Activity“-Reihe, welche im Found Footage Stil auf den Pfaden von „Blair Witch Project“ wandelt. Allerdings tauchen die „Paranormal Activity“ Filme ab Teil 3 wesentlich tiefer in die Welt der Hexenzirkel ein.

Hexenkulte – Naturreligion oder Okkultismus?

von Shinzon

Die Bezeichnung „Hexe“ war ursprünglich ein Kampfbegriff der Inquisition, mit welchem die Verfolgung und Ermordung unzähliger Frauen legitimiert wurde. Zwar wurden den Betreffenden okkulte Praktiken sowie ein Bund mit dem Teufel unterstellt, doch entsprach dies fast nie der Wahrheit. Der katholischen Kirche ging es vorrangig darum, Andersdenkende zu eliminieren, wobei die entsprechenden Methoden der Inquisition selbst zutiefst satanisch waren.

Der Hexerei beschuldigte Frauen und Männer wurden zunächst gefoltert, um ihnen Geständnisse abzuringen. Ein Widerstehen der Folter wurde dabei als Beweis für magisches Wirken gewertet. Es war also egal, ob eine angeklagte Person gestand oder auf ihrer Unschuld beharrte, denn so etwas wie einen Rechtsstaat gab es zu dieser Zeit schlichtweg nicht.

Ähnlich verliefen die menschenverachtenden Hexenproben wie das Unterwassertauchen. Ertranken die Frauen, galt dies zwar als Beweis ihrer Unschuld, aber das nützte ihnen freilich nichts. All jene, die die Luft etwas länger anhalten konnten, landeten indes auf dem Scheiterhaufen oder Richtblock. Der Inquisition konnte man es einfach nicht recht machen und in der Regel endete ein Hexenprozess so oder so mit dem Tod.

Hexenprobe & Verbrennung

Das Verbrennen bei lebendigem Leibe traf nicht nur Frauen, die als Hexen diffamiert wurden, sondern auch männliche Querdenker. Das bekannteste Beispiel dürfte Giordano Bruno sein, welcher am 17. Februar 1600 in Rom verbrannt wurde, weil er auf dem heliozentrischen Weltbild und der Pluralität der Welten beharrte. Seine Hinrichtung wurde erst am 12. März 2000 von Papst Johannes Paul II. zum Unrecht erklärt, was recht deutlich zeigt, wie lange der Vatikan noch hinter den Gräueltaten der Inquisition stand.

Das Standardwerk dieser speziellen Form von christlicher Nächstenliebe war der 1486 in Speyer veröffentlichten „Hexenhammer“. Dieses vorrangig frauenverachtende Buch aus der bluttriefenden Feder des Dominikaners Heinrich Kramer (1430-1505) wurde bis ins 17. Jahrhundert hinein in 29 Auflagen gedruckt und verbreitet. Eines der letzten europäischen Todesopfer dieses Irrsinns war die gerade einmal 15jährige Dorothee Elisabeth Tretschlaff, welche am 17. Februar 1701 in Fergitz (Uckermark, Deutschland) enthauptet wurde.

Hexenhammer

Es ist geradezu zynisch, dass sich die Missionare im gerade neu entdeckten Amerika von den Opferritualen der Maya und Azteken entsetzt zeigten, während sie selbst in Europa die Verbrennung und Enthauptung von geschätzten 40.000-60.000 Menschen zelebrierten. Die Frauenquote betrug dabei, im Gegensatz zu heutigen Konzernvorständen, stolze 80%. Eine vollständige Aufarbeitung der Verbrechen von Kirche und Staat zu Zeiten der Inquisition steht noch aus. Der Vatikan musste sich zudem nie für diese Taten verantworten. Allerdings trifft die katholische Kirche auch nicht die alleinige Schuld. Zum einen gab es auch Kleriker, die sich gegen Hexenprozesse aussprachen (z.B. der Jesuit Friedrich Spee von Langenfeld) und zum anderen trieben in manchen Fällen auch weltliche Gerichte Verfolgungen voran.

Die Frage, ob es zur Zeit der Inquisition tatsächlich Hexenkulte gab, erscheint angesichts der angerichteten Gräuel direkt unangemessen. Mit Sicherheit gab es noch Reste alter, heidnischer Orden wie die Druiden und gewiss wäre ein Bekenntnis zum Heidentum Grund genug für eine Verurteilung durch die Inquisition gewesen. Die wirklich üblen Kulte überlebten jedoch in Geheimgesellschaften, welche nicht etwa von der Inquisition verfolgt wurden, sondern seit jeher die Kontrolle über die Vatikan hatten.

All die Symbole antiker Sonnen-, Osiris- und Saturnkulte, die im und um den Petersdom zu finden sind, werfen die Frage auf, ob die Inquisition in Wirklichkeit sogar ein satanisches Opferritual war? Haben die Kleriker am Ende genau das praktiziert, wovor sie die christliche Bevölkerung Europas angeblich schützen wollten? Menschenopfer zählen jedenfalls zu den okkulten Praktiken und nicht etwa zu dem, was Jesus einst predigte.

So ziemlich alle Opfer der Inquisition waren unschuldige Zivilisten. In erster Linie traf es christliche Querdenker, die das katholische Weltbild infrage stellten oder sich der alternativen Naturheilkunde verschrieben hatten. Eine weitere Opfergruppe waren psychisch Erkrankte. Schizophrenie und Epilepsie konnten schnell als Anzeichen dämonischer Besessenheit ausgelegt werden. Gleiches galt für die unbewusste Einnahme von Halluzinogenen, die sich zuweilen aufgrund von Schimmelpilzbefall im Getreide fanden. Oft reichte es jedoch schon aus, von einem böswilligen Nachbarn oder Neider denunziert zu werden bzw. einer politischen Intrige zum Opfer zu fallen.

Alles in allem kann davon ausgegangen werden, dass 99% aller Opfer der Inquisition absolut gar nichts mit Okkultismus am Hut hatten. Die ersten Hexenzirkel bildeten sich ironischerweise erst viel später in Anlehnung an die klischeehaften Darstellungen aus dem Hexenhammer und menschenverachtenden Märchen wie „Hänsel und Gretel“. Von Klerikern und Märchenerzählern geprägte Darstellungen von Frauen mit spitzen Hüten, die auf Besen reiten und schwarze Katzen als Haustiere halten, wurden dabei teilweise von Okkultisten übernommen.

Hexe

Während es für manche Hobbyhexen nur ein Halloweenspaß ist, sehen sich die meisten modernen Hexenzirkel in erster Linie als spirituelle Gegenreligion zum Katholizismus. Satanisten findet man in den unteren Rängen der Wicca eher selten. Die meisten Wicca, welche im frühen 20. Jahrhundert aufkamen, sehen sich eher als Naturreligion mit neoheidnischen Einflüssen. Die Bewegung gibt sich tolerant und erhebt im Gegensatz zu den drei monotheistischen Weltreligionen keinen Alleingültigkeitsanspruch.

Alles in allem scheinen die Wicca eher harmlos zu sein und die große Mehrheit handelt wohl tatsächlich in dem Glauben, sich und der Welt etwas Gutes zu tun. Dennoch bedient sich der Wicca-Kult okkulter Symbole wie dem Pentagramm und praktiziert weiße Magie. Es ist ohne Bedeutung, ob die Anhänger im Pentagramm ein Schutzsymbol sehen und schwarze Magie ablehnen. In dem Moment, in dem sie sich dem Okkultismus öffnen, machen sie sich zu Sklaven eines Kontrollsystems.

Gleiches gilt für das zentrale Event der Hexerei, die Walpurgisnacht am 30. April. Dort treffen sich alljährlich Wicca, Esoteriker und Spaßtouristen, ohne zu wissen, dass sich dort auch Hardcore-Satanisten herumtreiben. Ironischerweise ist diese okkulte Feier nach der heiligen Walburga (ca. 710-779) benannt, einer englischen Äbtissin, die in Deutschland Heiden bekehrte. Ihrer wurde am 1. Mai gedacht, wobei die neun Tage davor die Kirchglocken zur Abwehr von Hexenumtrieben geläutet wurden. Populär wurde die Umdeutung ihres Namens durch J.W. Goethes „Faust“, was angesichts seines hohen Ranges innerhalb der Freimaurerei und Illuminaten wohl beabsichtigt war.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass weiße Magie nicht besser ist als schwarze Magie, denn es sind zwei Seiten ein und derselben Medaille. Es handelt sich in beiden Fällen um esoterischen New Age Aberglauben und wer sich diesem öffnet, verschließt sich damit dem wissenschaftlichen Rationalismus. Es mag sein, dass die Intentionen der meisten Wicca positiver Natur sind, doch letztendlich propagieren sie die New Age Philosophie.

Das ist fatal, denn hinter dem New Age verbirgt sich die Agenda der Satanisten. Natürlich vertreten die Esoteriker nach außen hin das Gute, denn die meisten Menschen sprechen nun einmal genau darauf an. Welcher spirituell eingestellte Charakter würde sich schon bewusst dem Bösen öffnen? Das Böse muss sich daher von Zeit zu Zeit in einen Schafspelz kleiden, um weiterhin an der Macht zu bleiben. Das gilt genauso für das Christentum, welches von pädophilen Satanisten kontrolliert wird, als auch für die Hexenzirkel und Freimaurerlogen.

Die Wicca sind, ähnlich wie die Johanneslogen, ein Lockmittel für gutgläubige Menschen auf der Suche nach sich selbst und ihrem Platz im Universum. Es wäre daher auch völlig unangebracht, zur zweiten großen Hexenjagd zu blasen. Hier hilft nur Aufklärung. Dabei ist es keineswegs falsch, spirituelle Lebensweisen zu fördern und die Verbindung zu Mutter Natur zu suchen. Nur reichen dafür eben Meditationen und Spaziergänge im Wald völlig aus. Man muss dafür kein Pentagramm auf den Boden malen und heidnische Gottheiten anrufen.

Wer einmal mit solch okkultem Gedöns anfängt, läuft stets Gefahr, in einen Abgrund aus schwarzer Magie und Esoterik zu fallen. Genau das verbirgt sich nämlich hinter der scheinbar harmlosen Wicca-Bewegung. Diese wurde von dem englischen Okkultisten Gerald Brousseau Gardner (1884-1964) begründet, welcher zuvor anderen Hexenzirkeln wie dem Rosicrucian Order Crotona Fellowship angehörte. Das allein mag noch unauffällig erscheinen, doch 1946 lernte er Aleister Crowley kennen und wurde Mitglied in dessen Ordo Templi Orientis, in welchem er den VII. Grad erreichte.

Gerald Gardner

Gerald Gardner

Nach Crowleys Tod im Jahr darauf blieb Gardner mit dessen Schüler Kenneth Grant (1924-2011) in Kontakt. Weitere Verbindungen hatte Gardner zum Okkultisten Austin Osman Spare (1886-1956) und zu Ross Nichols (1902-1975), dem Gründer des Ordens der Barden, Ovaten und Druiden. Wohin das Auge blickt, finden sich Verbindungen der Hexerei zum Satanismus.

Der ehemalige Hexenmeister John Todd (1949-2007) behauptete sogar, dass er als Mitglied einer Hexenfamilie bis in die innersten Kreise der Illuminaten aufgestiegen sei. Tatsächlich belegt sind seine lange Drogenkarriere sowie mehrere Fälle von Kindesmissbrauch, wegen denen er einige Zeit im Gefängnis verbrachte. Später konvertierte er zum Christentum und hielt Vorträge über den wahren Zweck der Hexerei, für welche er nach eigenen Angaben im US-Militär labile Soldaten rekrutierte. Er sprach außerdem über den Okkultismus der Elite und war davon überzeugt, dass diese Dämonen beschwört, welche sich auch hinter dem UFO-Phänomen verbergen sollen.

Todd wird vom Establishment selbstverständlich als Verschwörungstheoretiker geführt, wobei es seiner Glaubwürdigkeit sicherlich wenig nützt, dass er in einer Nervenheilanstalt gestorben ist. Doch obwohl es berechtigte Zweifel daran gibt, dass er gleichauf mit den Rothschilds und Rockefellers zum innersten Zirkel der Illuminaten gehörte, scheinen einige seiner Behauptungen durchaus plausibel zu sein. So lässt sich die Verbindung des Wicca-Gründers zu Aleister Crowleys Ordo Templi Orientis mit Leichtigkeit anhand seriöser Quellen nachweisen. Ebenso ist das okkulte Treiben der herrschenden Elite längst kein Geheimnis mehr. Völlig abwegig sind seine Vorträge also keineswegs.

Als wäre die dargelegte Verbindung der Hexerei zum Satanismus noch nicht genug, erhielten die Schwarzmagier im 3. Reich noch weitere höchst unerfreuliche Fürsprecher. So veranlasste der hochgradige Okkultist Heinrich Himmler eine geheime Untersuchung über den Genozid an den vermeintlichen Hexen durch die Inquisition, obgleich es sich bei deren Opfern gar nicht wirklich um Hexen handelte.

Ziel von Himmlers Geheimoperation war es selbstverständlich, den Massenmord den Juden in die Schuhe zu schieben. Dies musste jedoch erwartungsgemäß misslingen, da allzu offensichtlich Vertreter des christlichen Klerus für die Inquisition verantwortlich waren. Unterstützt wurden sie dabei von den achso germanischen Bauern, welche keine Gelegenheit ausließen, Abweichler zu denunzieren. Zu den Abweichlern gehörten auch schon mal die Juden, welchen man ähnliches nachsagte, wie den vermeintlichen Hexen. Darunter der Klassiker schlechthin: Kindesmord.

In gewisser Weise bilden die Juden und die Opfer der Inquisition eine Schicksalsgemeinschaft – die einen vergast und verbrannt, die anderen lebendig verbrannt. Einen rituellen Charakter kann man zudem sowohl bei der Inquisition als auch beim Holocaust erkennen. Es ist eine geradezu bittere Ironie, dass die Naziokkultisten sich für Hexerei im klassischen Sinne begeisterten und dafür jene Opfer missbrauchten, denen man die Hexerei lediglich nachsagte. Der Gipfel ist jedoch, dass die Nazis die Opferzahlen der kirchlichen Inquisition mit 100.000 stark übertrieben darstellten, während sie selbst rund 6 Millionen Juden auf dem Gewissen hatten.

Eine weitere düstere Parallele bietet der ehemalige Hauptsitz der SS, die Wewelsburg bei Paderborn. In deren Gemäuern sollen im 17. Jahrhundert der Hexerei Beschuldigte gefangen gehalten und gefoltert worden sein. Himmler ließ seinerseits im Zuge der Pogromnacht von 1938 Juden in den gleichen Kellern einsperren und foltern. Heute dient die schaurige Kulisse satanistischen Logen als heimliches Domizil für ihre menschenverachtenden Kindesmissbrauchs- und Opferrituale. Ebenso wie Himmler glauben die Satanisten, dass sich die negativen Energien der Vergangenheit dort sammeln.

Während Himmler nun in Nazideutschland seine SS zu einem modernen Hexenorden ausbaute, trug sich jenseits des Ärmelkanals Obskures zu. Im Januar 1944 wurde das Medium Helen Duncan als Hexe verhaftet. Hintergrund dieses letzten offiziellen Hexenprozesses in Europa war die Preisgabe militärischer Geheimnisse während einer Seance, von denen Duncan eigentlich nichts hätte wissen dürfen. Obwohl niemals bewiesen werden konnte, woher sie die Informationen hatte, berief man sich auf ein Antihexereigesetz aus dem Jahr 1735, um die Frau aus dem Verkehr zu ziehen.

Dem Witchcraft Act zufolge kann jeder der Hexerei angeklagt werden, der versucht, die Toten zu beschwören. Gleichgültig ob Helen Duncan nun ein echtes Medium war oder ihren zahlenden Kunden nur eine Show lieferte, stellten ihre Aktivitäten einen solchen Versuch der Transkommunikation dar. Der gesamte Prozess mag aus rationaler Sicht absurd klingen, aber tatsächlich fürchtete das britische Militär eine Gefährdung der Landung in der Normandie, da das Medium den geheimen D-Day hätte preisgeben können.

Während Helen Duncan aus eher pragmatischen Gründen zu 9 Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt wurde, kam es in ländlichen Gegenden Europas nach dem 2. Weltkrieg zu weiteren Hexenverfolgungen, die gänzlich auf bäuerlichem Aberglauben beruhten. Ein Fall aus der Lüneburger Heide scheint dabei aus dem finstersten Mittelalter zu stammen, trug sich aber in der Mitte des 20. Jahrhundert zu.

Im Jahre 1950 hatte es der Bauer Johannes Bading in dem Dorf Barum (bei Lüneburg) zu einem bescheidenen Wohlstand gebracht. Als eines seiner Pferde erkrankte und starb, glaubte er sofort an den Fluch einer Hexe und suchte den Rat eines Hexenbanners. Dieser sagte dem Bauern, dass die erste Person, die nach seinen Maßnahmen den Hof betritt, die Hexe sein muss. Dummerweise war dies die beste Freundin der Familie. Am Ende richtete sich der Hexenwahn aber gegen die Familie Bading selbst und brachte die Tochter schlussendlich in eine Nervenheilanstalt.

Dieser Fall zeigt recht deutlich, wozu der Aberglaube Menschen bringen kann. Bis in die 1970er Jahre hinein gab es in deutschen Dorfapotheken obskure Mittel gegen Hexenzauber und in einigen Regionen dieser Welt hält sich der Hexenglaube bis heute, was zuweilen sogar Todesopfer fordert Entsprechende Beispiele gibt es aus Saudi-Arabien, Papua-Neuguinea, Uganda und Tansania. Allein in letzterem Land wurden zwischen 1994 und 1998 rund 5.000 vermeintliche Hexen gelyncht.

Auf der anderen Seite gibt es tatsächlich okkulte Hexenzirkel mit engen Verbindungen zum Satanismus. Diese sind ebenso geisteskrank und gefährlich, wie jene abergläubigen Menschen, die aufgrund von alltäglichem Unglück und Erkrankungen unschuldige Mitbürger der Hexerei beschuldigen.

Aus dem ganzen Hexenwahn lassen sich nur zwei Konsequenzen ziehen. 1. darf es zu keiner erneuten Hexenjagd kommen. Sämtlicher Aberglaube muss im Zeitalter der Wissenschaft überwunden werden. 2. sollte jeder Mensch die Finger von okkulten Zirkeln lassen, gleichgültig, ob diese sich der weißen oder schwarzen Magie verschrieben haben. Im besten Falle sind Hexenbretter, Tarotkarten und Channelings einfach nur esoterischer Mumpitz und Zeitverschwendung. Im schlimmsten Fall kommt man vielleicht tatsächlich mit Dimensionen in Kontakt, die man besser meiden sollte. Was sich auch hinter all dem Hexenzauber verbirgt, es ist nichts Gutes.

Die Hexenjagd von Salem

1692 kam es im amerikanischen Städtchen Salem (bei Boston) zur größten Hexenverfolgung der US-Geschichte, welche 20 Todesopfer forderte. Neusten Erkenntnissen zufolge könnte sich der Hexenwahn durch vergiftetes Getreide und Gruppenpsychologie erklären lassen. Führten Halluzinogene und religiöser Eifer zum Hexenwahn von Salem?