Hellywood im Hexenwahn

Es gibt zahlreiche Filme und Serien, die das Hexenthema aus unterschiedlichen Richtungen angehen. Besonders beliebt sind positive Darstellungen, die das Publikum im wahrsten Sinne des Wortes verzaubern sollen. Magie wird zu etwas Lustigem und teilweise Spirituellem verklärt, wodurch die Zuschauer an den Okkultismus herangeführt werden.

Eines der bekanntesten Beispiele dürfte die Serie „Verliebt in eine Hexe“ sein, welche mit großem Erfolg von 1964-1972 lief. Man beachte die Klischeehafte Darstellung, inklusive Besenflug vor dem Vollmond.

Verliebt in eine Hexe

2005 wurde noch ein Kinofilm mit Nicole Kidman in der Hauptrolle nachgelegt.

Von 1996-2003 wurde dem Fernsehpublikum „Sabrina – Total verhext!“ im Sitcom-Format aufgetischt. Der „i“-Punkt im Logo ist selbstverständlich ein Pentagramm.

Sabrina verhext

Fehlt noch eine Fantasy-Serie, welche 1998-2006 produziert wurde. „Charmed – Zauberhafte Hexen“ richtete sich dabei gezielt an junge Frauen. Symbolisch wartet „Charmed“ stilgerecht mit Hexenknoten im Intro auf.

Charmed Hexenknoten

In Deutschland gibt es derweil seit 1980 die „Bibi Blocksberg“-Hörspiele, welche später als Zeichentrickserie mit 52 Episoden adaptiert wurden. Es folgten zudem drei Kinofilme in den Jahren 2002, 2004 und 2014. Der Name Blocksberg geht auf eine alte Bezeichnung des Brockens zurück, auf dem alljährlich die Walpurgisnacht zelebriert wird.

Ein harmloser Kinderspaß ist das nicht, sondern eine gezielte Heranführung an okkulte Themen. Gerade Kinder sind leicht zu begeistert und damit auch zu manipulieren. Es kann bei solchen Kinderserien daher durchaus von einer esoterischen Erziehung gesprochen werden. Das schließt natürlich entsprechende Symbole wie das Pentagramm im „O“ sowie die Betonung des linken Horusauges ein.

Blocksberg

In dieselbe Kerbe haut die WDR-Serie „Hexe Lilli“, welche von 2004-2014 produziert wurde. Rein zufällig umfasste die Serie, ebenso wie „Bibi Blocksberg“, 52 folgen. Man achte auch hier wieder auf die zahlreichen Pentagramme, die allein schon im Intro zu sehen sind. Der Knaller ist jedoch der Drache, welcher den Kukulkan auf einer Mayapyramide spielt. Wenn das mal keine satanistische Reptiloidenikone ist…

Hexe Lilli Reptoking

Dann wäre da noch der Saturn…

Hexe Lilli Saturn

…und das „X“ auf Lillis T-Shirt.

Hexe Lilli X

Doch kehren wir zurück nach Hellywood. Dort gibt es noch eine Menge verniedlichende Hexenfilme, die Okkultismus als Spaß für die ganze Familie anpreisen. Darunter „Little Miss Magic – Die kleine Hexe“ und „Verhexte Hexen“, beide aus dem Jahr 1997.

Eine Hexe in Rot...

Eine Hexe in Rot…

Die wohl bedeutendste Filmreihe, die bei weitem die meisten Kinder verhext haben dürfte, ist jedoch „Harry Potter“. Bereits die Romanvorlagen von Joanne K. Rowling waren ein Riesenerfolg und dementsprechend entwickelten sich die Filme mit Daniel Radcliffe in der Titelrolle zu absoluten Kassenschlagern. Der Erfolg riss selbst dann noch nicht ab, als die Filme zunehmend düster wurden.

Startete „Harry Potter und der Stein der Weisen“ 2001 noch mit einer Alterfreigabe von FSK 6, bekamen die späteren Filme, welche bis 2011 erschienen sind, schon nur noch eine Freigabe von FSK 12. Eigentlich wäre sogar eine Freigabe von FSK 16 angebracht gewesen, denn all die schwarze Magie, die finsteren Intrigen sowie abartige Dämonen und Totesser sind das pure Gift für Kinderseelen.

Harry Potter

Ein wesentlich realistischeres Bild von den Abgründen satanistischer Hexenzirkel zeichnete dagegen die Kinderbuchverfilmung „Hexen hexen“ von 1990. In diesem Horrorschinken werden den Hexen im wahrsten Sinne des Wortes die freundlichen Masken vom Gesicht gerissen. Es ist zudem schon extrem zynisch, dass ausgerechnet ein britischer Film vermisste Kinder mit rituellen Morden in Verbindung bringt, da die Heimat von Aleister Crowley seit jeher ein Zentrum für Satanisten, Hexen und Kinderschänder ist.

Hexen hexen

Fragwürdig ist natürlich auch bei diesem Film die Altersfreigabe von FSK 6, da er eine Steilvorlage für Alpträume ist. Auf der anderen Seite schadet es vielleicht nicht, den Kindern ein wenig Angst vor fremden Leuten zu machen, damit sie nicht freiwillig in jede dunkle Limousine steigen…

Kommen wir zum Schluss noch zu den Hexenfilmen für Erwachsene. Einen gewissen Kultstatus hat auf diesem Gebiet „Blair Witch Project“ aus dem Jahr 1999 erlangt. Es ist einer der ersten Filme des Found Footage Genres, welcher als billig produzierte Pseudodokumentation daher kommt. Im Zentrum steht der ruhelose Geist der Hexe von Blair, welche vor rund 200 Jahren in den Wäldern um die Gemeinde Burkittsville von einer Gruppe Kinder gelyncht worden sein soll.

2000 folgte eine Fortsetzung, welche jedoch nicht dem Found Footage Genre zuzuordnen ist. „Blair Witch 2“ handelt viel mehr von okkultem Mind Control. Obwohl der zweite Teil qualitativ besser und wesentlich spannender ist, floppte er an den Kinokassen und erhielt sogar die Goldene Himbeere in der Kategorie „schlechteste Fortsetzung“. Erwähnenswert ist dennoch, dass im Film die Wicca-Bewegung propagiert wird und der Soundtrack u.a. von Marilyn Manson stammt.

Als wesentlich beliebter stellten sich in den letzten Jahren die Hellywood-Adaptionen von Grimms Märchen heraus, in denen es von Hexen nur so wimmelt. Zwar gab es schon eine ganze Reihe älterer Verfilmungen von „Hänsel und Gretel“, doch keine war so erfolgreich, wie der 2013 erschienene „Hänsel und Gretel: Hexenjäger“.

Dem Erfolg schadete es auch nicht, dass der Film stark anachronistisch ist (Stichworts Gretels Lederhose) und in wichtigen Punkten von der Vorlage der Gebrüder Grimm abweicht. So stellt sich die Mutter der beiden Geschwister als weiße Hexe heraus, womit dem Okkultismus wieder einmal eine positive Seite abgerungen wird. Immerhin geht der Film aber gleichermaßen auf rituelle Kindstötungen in satanistischen Kreisen ein.

Die Mitgliedschaft in einem „Hexenclub“ kann einem wahrhaftig zum Verhängnis werden, wenn man es mit Psychopathinnen zu tun bekommt, die sich dunkler Mächte bedienen. Als Lösung des Problems wird in diesem Film von 1996 natürlich wieder einmal weiße Magie angepriesen.

„Die Hexen von Eastwick“ (1987), zu denen auch die Pop-Ikone Cher gehört, können ähnlich ungute Erfahrungen vorweisen. Die drei sehnen sich nach einem Traumprinzen und ohne es zu wissen, beschwören sie mit ihren stümperhaften Ritualen den Teufel höchstpersönlich herauf.

Zum Schluss wäre da noch die „Paranormal Activity“-Reihe, welche im Found Footage Stil auf den Pfaden von „Blair Witch Project“ wandelt. Allerdings tauchen die „Paranormal Activity“ Filme ab Teil 3 wesentlich tiefer in die Welt der Hexenzirkel ein.

7 Kommentare zu “Hellywood im Hexenwahn

  1. Hallo, ich würde sehr gerne euren Kommentar hierzu lesen:

    Grimm ist eine US-amerikanische Krimiserie mit Fantasy- und Mystery-Elementen, basierend auf den Märchen der Brüder Grimm, entwickelt von Stephen Carpenter, David Greenwalt und Jim Kouf. Wikipedia

    Viele Grüße
    Anna

    • Wir haben schon mitbekommen, dass es diese Serie gibt und es würde uns nicht wundern, auch dort okkulte Symbole und Inhalte zu finden. Leider haben wir noch keine einzige Episode gesehen und können daher noch nicht viel darüber schreiben. Es ist uns wichtig, etwas gesehen zu haben, bevor wir es beurteilen.

  2. Alle Symbole die nicht von der hiesiegen ausgeübten Religion (Christentum) geweiht wurde zählt man im Volksmund als occult! Dazu zählen die Verkehrszeichen sowie das Rauchverbotzeichen. Mit anderen Worten sind alle Schriftzeichen und Symbole die nicht in der Latainischen Form verfasst wurden, im Mittelalter von der Kirche als Heidnische Lehre bezeichnet worden. Damals wurden ca. 300.000 arme, unschuldige Frauen einfach ins Feuer geworfen und verbrannt. Dieses Thema ist so als ob man die Judenverfolgung im zweiten Weltkrieg versucht zu verteidigen indem sie der Zauberei überführt sieht weil sie andere Dinge angebtet haben. Pfui!

    Es gibt wahrscheinlich einige hundert Millionen Okkulte Symbole (oder schriftzeichen) . Theoretisch gesehen ist alles okkultisch was ausländisch oder fremdreligiös ( nicht Christlich ) ist. Das ihr euch ein Thema so widmet zeichnet euch nicht gerade mit Emphatie zu den verbannten Frauen von damals aus!

    Das ist menschenverachtent!

    • Sorry, aber diese Anschuldigungen sind völlig fehl am Platz.

      „Alle Symbole die nicht von der hiesiegen ausgeübten Religion (Christentum) geweiht wurde zählt man im Volksmund als occult!“

      Falsch! Okkult meint verborgen, also geheim. Auf heidnische Religionen trifft das nicht zu. Und was irgendwelche Christen zu dem Thema schreiben, ist uns Atheisten völlig egal.

      „Dazu zählen die Verkehrszeichen sowie das Rauchverbotzeichen.“

      Ha ha! Wir haben noch nie irgendwelche Verkehrszeichen in Freimaurerlogen gesehen. Dieser Vergleich ist einfach nur herrlich absurd.

      „Damals wurden ca. 300.000 arme, unschuldige Frauen einfach ins Feuer geworfen und verbrannt.“

      Ganz so viele waren es nicht. Zudem fand die Inquisition erst nach dem Mittelalter statt.

      „Dieses Thema ist so als ob man die Judenverfolgung im zweiten Weltkrieg versucht zu verteidigen indem sie der Zauberei überführt sieht weil sie andere Dinge angebetet haben. Pfui!“

      Da hat aber jemand unseren Leitartikel zu diesem Thema nicht gelesen. Zum einen waren die Opfer der Inquisition keine Okkultisten und daher überhaupt nicht mit dem vergleichbar, was Hollywood uns heutzutage als Hexen auftischt. Zum anderen haben wir die Parallelen zwischen Hexen- und Judenverfolgung sehr genau beschrieben und beides verurteilt. Uns an dieser Stelle Antisemitismus zu unterstellen, wobei dieser Artikel nicht einmal im Entferntesten etwas mit dem Judentum zu tun hat, dafür gibt es von uns ein dickes, fettes Pfui!

      „Das ist Menschenverachtend!“

      Was die Kirche während der Inquisition veranstaltet hat? Zweifelsohne ja.

  3. Moment, moment mal bitte, IHR SEID ATHEISTEN? UND GLAUBT AN HEXEREI?
    entweder verstehe ich wirklich etwas falsch oder aber ihr😀
    Fragt mal andere (echte) Atheisten nach Hexerei und staunt über ihre Antwort.
    Es sei denn ihr meint Heil und Kräuterkunde, aber dann nennt es auch so. Hexen & Hexerei ist ein Tabuwort nachdem hundert tausende Frauen verbrannt wurden! Fakt!

    Occult bedeuted aus dem Grund „verborgen und Geheim“ weil man damals im alten Griechenland weder Arabische noch Ägyptische schriftzeichen im normalen Volkwissenstand deuten konnte!
    Heute würde man es als „Nicht Lesbar“ deuten im Volkmund, damals war aber alles Zauberei, aber doch nicht Heute!

    Daran das ihr wirklich Hexerei als echtes Phänom beschreibt zeigt ihr doch das es euch Egal ist, das damals soviele Frauen zu Unrecht schlecht behandelt wurden. Ihr tut so als ob es bestimmt Zauberei gegeben hätte ! Versteht ihr das nicht? Oder gehe ich hier an der Definition von Hexerei falsch ran?

    Was meint ihr mit Hexen und Hexerei? Wirklich Magisch Zaubern? Wenn ja! Na dann gute nacht liebes Atheismustum.

  4. doppel Ps: habe gerade mal denn Leitartikel gelesen und entschuldige mich in aller öffentlichkeit bei einigen Annahmen bei Euch!!!

    Dennoch solltet ihr den begriff Hexe meiden, den keine Frau hat sich damals als solche bezeichnet! Ihr verwendet den gleichen begriff für diese Frauen wie ihre Richter und Henker! Lustig oder eher Traurig zu sehen und zu Hören das es heutige Natur und Heilkuntler sich selber als Hexenzirkel bezeichnen. Man beleidigt sich damit doch irgendwie selber.

    Wie gesagt Sorry das ich den Leitartikel dazu verpasst habe ! Ehrlich.

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