Die astrologischen Hintergründe von Christi Geburt

Bevor wir uns für die nächsten zwei Wochen in den Saturnalienurlaub verabschieden, wollen wir dieses Jahr noch einen kurzen Blick auf die astrologischen Hintergründe der angeblichen Geburt von Jesus werfen.

Jesus wurde schon mal nicht am 24. Dezember geboren, sondern soll irgendwann im Herbst das Licht der Welt erblickt haben. Das Jahr ist bis heute ungewiss, angenommen wird u.a. das Jahr 4 vor Christi Geburt, was irgendwie ironisch ist. Die heutige Weihnachtszeit hat jedenfalls mehr mit dem Zeitraum der römischen Saturnalien zu tun, welche zu Ehren des kinderfressenden Gottes Saturn gefeiert wurden. Ursprünglich begann das Saturnfest am 17. Dezember. 45 v.Z. wurde es bis zum 23. Dezember und später sogar bis zum 30. Dezember ausgedehnt.

Auch die Nähe zur Wintersonnenwende am 21./22. Dezember ist auffällig. Während der historische Jesus der Sohn von Maria und Josef war, ist der Jesus der Bibel der Sohn Gottes bzw. der Sohn der Sonne. Denn das Christentum basiert – ebenso wie das Judentum – auf dem Aton-Kult des Pharao Echnaton. Und diese erste historisch belegte monotheistische Religion war nichts anderes als ein Sonnenkult.

Echnaton_2

Die Geburt des historischen Jesus dürfte indes wesentlich unspektakulärer abgelaufen sein, als im Neuen Testament behauptet. Für die drei Könige, die angeblich zur Krippe des noch völlig unbekannten Säuglings geeilt sein sollen, um ihn mit Gold, Weihrauch und Myrre zu beschenken, gibt es keinerlei historische Belege. Die einzig sinnvolle Erklärung dieses Mythos ist astrologischer Natur.

Caspar, Melchior und Balthasar heißen in Wirklichkeit Alnitak, Alnilam und Mintaka. Dies sind die drei Sterne, die den Gürtel des Sternbildes Orion bilden. Orion bzw. Osiris war schon im antiken Ägypten von zentraler kultischer Bedeutung, was gleichermaßen für den hellsten Stern am Nachthimmel gilt. Sirius ist der wahre Stern von Betlehem und schaut man sich den winterlichen Nachthimmel an, scheinen die drei Gürtelsterne des Orion Sirius zu folgen.

Heilige 3 Könige

In diesem Sinne wünschen wir eine frohe Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins Jahr 2015.

3 Kommentare zu “Die astrologischen Hintergründe von Christi Geburt

  1. Ich komme nicht umhin hier einzuhaken und anzumerken, dass nur „Die astronomischen Hintergründe von Christi Geburt“ gemeint sein kann. Zwar gab es um die angebliche Geburt Jesu noch keine Trennung zwischen Astrologie und Astronomie doch das Herausziehen des Orion ist ein astronomischen Phänomen! Trotzdem gefällt mir der Beitrag…

    • Danke für das Lob. Die Trennlinie zwischen Astrologie und Astronomie ist in diesem Fall sehr schmal. Klar, Astrologie hat heute fast ausschließlich mit Horoskopen zu tun, aber hier geht es doch schon eher um Sternendeutung (die astrologische Jagdszene um Orion) und weniger um die Wissenschaft der Astronomie.

  2. Ja da hab ich mich nicht so klar ausgedrückt und auch nicht auf den Punkt gebracht worum es mir eigentlich geht. Ist ja so, dass wenn die Sonne im Winter immer näher nach Süden wandert (nur scheinbar natürlich) der Winkel der eintreffenden Sonnenstrahlen immer flacher wird …das ist der Umstand durch den der Winter eigentlich erst in Kraft tritt. Rund um Weihnachten haben dann viele Kulturen Weltweit ein Fest der Wiederkehr der Sonne gefeiert weil die Sonne ab diesen Zeitpunkt wieder Richtung Norden zieht, damit höher am Himmel steht und einen längeren Tag und einen steileren Winkel der eintreffenden Sonnenstrahlen ermöglicht. Also Sonne stirbt indem sie Richtung Süden hin schwächer wird (Winter). Um den 24sten bleibt sie scheinbar stehen und wandert dann nach Norden und erwacht damit wieder zum Leben (Sommer). Und da haben wirs…nach einer langen Phase des animistischen Denkens tritt der Mensch in eine Welt in der er an ein Leben nach dem Tod glaubt weil er dies von den Gestirnen so ableitet. Meiner Ansicht nach handelt es sich bei diesen Angelegenheiten um astronomische Beobachtung…aber mein heutiges Ich muss sich über mein gestriges Ich schon ein wenig ärgern. Hätte das nicht kommentieren sollen weil es nämlich ein Diskussion um des Kaisers Bart ist…ich versuche zwar schon lange Begriffe nicht ernst zu nehmen weil das je letztlich nur leer Hülsen sind aber bei dem Wort „Astrologie“ gehen mir eben schnell die Nerven durch…bitte um Verzeihung und wie schon gesagt ein gelungener Artikel…bin gespannt auf mehr!

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