Die schwarzen Hexen von Disneyland

Disney ist so dick im Hexereigeschäft, dass sich darüber schon ein eigener Artikel lohnt. Ursprünglich waren die Hexen auch bei Disney negativ besetzt, was insbesondere bei den Adaptionen von Grimms Märchen nicht weiter verwundern sollte. Aber auch in Filmen wie „Ariel die Meerjungfrau“ waren die Hexen zunächst heimtückisch und böse.

Disney Hexen

Die Hexen von Oz waren ebenfalls nicht sonderlich sympathisch. Zumindest war dies im Jahr 1939 noch so.

Oz Hexe

Am schaurigsten ist jedoch der letzte Akt von „Fantasia“, welcher seit seinem Erscheinen 1940 Kindern aus aller Welt das Fürchten lehrt. In dieser abartigen Szene tanzen die Toten zusammen mit nackten Hexen zu Füßen von Satan. Wer seine Kinder derartigem aussetzt, sollte das Sorgerecht aberkannt bekommen.

Fantasia Hexe

Dieses düstere Hexenbild sollte sich jedoch bald ändern. 1971 sprang die Hollywood-Hexe Angela Lansbury nicht auf den fliegenden Besen, sondern aufs fliegende Bett und hob mit den damaligen Disney-Kinderstars ab. Ihre Rolle als Eglantine Price in „Die tollkühne Hexe in ihrem fliegenden Bett“ ist schon direkt ironisch, da der Film während des zweiten Weltkriegs in London spielt. In der Realität wurde das britische Medium Helen Duncan zu dieser Zeit wegen Totenbeschwörung eingekerkert und konnte sich gewiss nicht in eine Zeichentrickwelt flüchten.

Die trollkühne Hexe

In dieselbe Kerbe haut „Halloween Town – Meine Oma ist ’ne Hexe“. In diesem Film dürfen die Geschwister Marnie (Kimberly J. Brown) und Dylan Piper-Cromwell (Joey Zimmerman) nicht an Halloween teilnehmen, weil ihre Mutter Gwen (Judith Hoag) jede Art von Okkultismus ablehnt. Es stellt sich heraus, dass Gwen aus einer Hexenfamilie stammt und den Ausstieg aus dem Satanismus gewagt hat. Ein begrüßenswerter Schritt, den die Oma Agatha (Debbie Reynolds) jedoch anders sieht.

Die beiden Kids folgen ihrer Oma und landen in einer bizarren Paralleldimension, wo in der Stadt Halloween Town jeden Tag Halloween gefeiert wird. Dort lernen sie den Umgang mit schwarzer Magie, was dem Fernsehpublikum als riesiger Spaß verkauft wird.

Der Film wäre in den 1960ern wohl noch aufgrund von christlichen Protesten gescheitert. Doch im Erscheinungsjahr 1998 war das amerikanische Publikum bereits weit genug an okkulte Themen herangeführt und Disneys Ruf als kinderfreundlicher Unterhaltungskonzern genügend etabliert, dass niemand mehr den satanistischen Inhalt von Filmen wie „Halloween Town“ hinterfragte. Hexen entwickelten sich dementsprechend von bösen Monstern zu netten Omas.

„Halloween Town“ erfreute sich beim naiven Publikum letztendlich so großer Beliebtheit, dass insgesamt drei Fortsetzungen in den Jahren 2001, 2004 und 2006 folgten. Man achte übrigens bei diesen okkulten Machwerken genau auf die Symbolik und entdecke dabei die Verbindungen zwischen Hexerei und Freimaurerei.

HT Masonic Pyramid

Obgleich die Zeichentrickserie „Hexe Lilli“ keine Disney-Produktion war, erfolgte der Verleih der Kinofilme von 2004 und 2011 ebenfalls durch den Disney-Konzern. Den Hexenzauber konnte man sich einfach nicht entgehen lassen.

Hexe Lilli

2013 kam dann Disneys Prequel zum „Zauberer von Oz“ in die Kinos. In „Die fantastische Welt von Oz“ ist zumindest eine der Hexen nicht mehr ganz so böse. Theodora (Mila Kunis) gibt als verschmähte Liebe eine eher tragische Rolle ab.

Oz Theodora

Ähnlich verhält es sich mit „Maleficent“, der ein Jahr später schien. Die dunkle Fee, welche für Dornröschens Jahrhundertschlaf verantwortlich ist, wird gänzlich zum Opfer stilisiert. Sie wird von einem ehemaligen Freund hintergangen, der die Belohnung für ihre Tötung kassieren will. Nachdem Maleficent ihre Flügel eingebüßt hat, damit der Verräter den Thron besteigen kann, entwickelt sie sich – ähnlich wie Theodora in Oz – zu einer rachsüchtigen Figur. Letztendlich findet sie aber ihren Frieden und schließt sich wieder den Guten an.

Doch wie gut kann schon eine Schwarzmagierin sein, welche Hörner wie der Teufel trägt? Um es auf den Punkt zu bringen: „Maleficent“ ist eine Abwandlung von „malevolent“, was übersetzt „bösartig“ heißt. Und für wahr wirkt dieses Disney-Werk wie eine filmische Adaption des Rolling Stones Titels „Sympathie for the Devil“. Die Hauptrolle wird passend dazu von Angelina Jolie gespielt, welche als Mitglied des Council on Foreign Relation schon mehrfach Kriegspropaganda verbreitete. In „Tomb Rider“ sammelte sie zudem Erfahrungen mit den Illuminaten.

Malificent

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