Die Sanduhr – Die Zeit der Freimaurer läuft ab

von Shinzon

Sanduhren sind seit etwa dem 14. Jahrhundert in Gebrauch, wobei ihre älteste Darstellung in dem Werk „Allegorie der guten Regierung“ von Ambrogio Lorenzetti auf das Jahr 1338 datiert werden kann. Ihr genauer Ursprung ist jedoch bis heute ungeklärt.

"Allegorie der guten Regierung" (Lorenzetti, 1338)

„Allegorie der guten Regierung“ (Lorenzetti, 1338)

Der Vorteil von Sanduhren gegenüber den damals bekannten Sonnenuhren ist natürlich, dass man sie auch bei Nacht einsetzen kann und die Zeiteinheiten statisch sind. Die Größe der Zeiteinheiten lässt sich dabei über die Sandmenge und/oder die Größe der Lochblende einstellen. Der Nachteil besteht indes darin, dass Sanduhren die Zeit nicht fortlaufend anzeigen und daher auch keine Uhrzeit angeben können. Sanduhren zeigen lediglich das Verstreichen von Zeit.

Aus genau diesem Grund sind sie jedoch in der Freimaurerei von großer Bedeutung. Sanduhren sind ein Symbol für Vergänglichkeit und Tod, weshalb sie sich in den Logen oft direkt neben einem Totenschädel wieder finden. Darüber hinaus stehen Sanduhren in der Freimaurerei auch für die Kardinalstugend der Mäßigkeit.

(Philipp de Champaigne, 17. Jh.)

(Philipp de Champaigne, 17. Jh.)

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