Was ist eigentlich aus der Krim geworden?

Kann sich noch jemand erinnern, wie sich die deutschen Medien und die Bundesregierung aufgeregt haben, als sich die Krim Russland angliederte? Und seitdem? Funkstille!

Es stimmt, dass bereits kurz vor dem Votum russische Truppen auf der Krim waren und die Bevölkerung der Krim glaubt auch nicht alles, was die russischen Staatsmedien verbreiten. Der westlichen Propaganda glauben die Krimbewohner allerdings ebenso wenig, denn tatsächlich war und ist die Mehrheit für den Anschluss an Russland.

Das hat gute Gründe, denn so sind den Menschen auf der Krim der Bürgerkrieg und Massaker wie in Odessa erspart geblieben. Auf der Krim marschieren weder Nazis noch Rebellen durch die Straßen, alles ist friedlich. Genau darum gibt es auch keine westliche Berichterstattung mehr über die Krim.

Immerhin könnte ja jemand auf die Idee kommen, dass es besser wäre, wenn sich auch der Osten der Ukraine abspalten würde. Damit wäre der Bürgerkrieg beendet und die Bevölkerung vor den ethnischen Säuberungsattacken des Regimes in Kiew sicher. Aber die territoriale Integrität geht den Westmächten ja über alles – auch über den Frieden in Europa.

Übrigens reden wir hier nur von Autonomie und nicht von einer Angliederung der Ostukraine an Russland. Das wäre nämlich gleichermaßen fatal wie eine Fortsetzung des Bürgerkrieges. Obendrein wäre ein Beitritt zur russischen Föderation nicht im Sinne der Bevölkerung in der Ostukraine. Die wünscht sich zwar mehrheitlich mehr Autonomie, aber nur eine Minderheit von ca. 19% will in den Schoß von Mütterchen Russland.

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