American Sniper erschossen

Der kriegsverherrlichende Propagandafilm „American Sniper“ spielte in kürzester Zeit über 400 Mio. US-Dollar ein. Im Film sieht man u.a., wie Chris Kyle auf ein Kind schießt, welches als gefährlicher Jihadist dargestellt wird. Der Regisseur Clint Eastwood verteidigte sein Werk – offenbar in einem Anflug geistiger Umnachtung – dennoch als Antikriegsfilm.

Der echte Sniper, Chris Kyle (1974-2013), war bis zu seinem Tod von der Richtigkeit seines Handelns überzeugt. Er tötete 255 Menschen, wovon 160 Abschüsse offiziell bestätigt sind. Es ist wohl typisch amerikanisch, dass ein solcher Massenmörder in den USA als Held gefeiert wird.

Ironischerweise wurde Chris Kyle am 2. Februar 2013 von einem anderen Irakkriegsveteran auf einem Schießplatz erschossen. Obwohl der Täter Eddie Ray Routh unter posttraumatischem Stress leidet, wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt. Auch das ist wieder einmal typisch. Töte einen Menschen und du bist ein Mörder. Töte hunderte Menschen und du bist ein Held!

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