Die Freimaurer – Willkommen in der Dualität

von Shinzon

Die Freimaurer sind der am weitesten verbreitete Geheimbund der Welt und zählen heute rund 6 Millionen Mitglieder. Jedoch ist diese Zahl eher gering. Zu ihren Glanzzeiten hatten die Freimaurer allein in den USA über 40 Millionen Mitglieder. Der Rückgang ist also immens. Doch woran liegt das?

Zum einen sind die Logen hoffnungslos überaltert. Im 19. Jahrhundert galt die Mitgliedschaft im gehobenen Bürgertum noch als schick, doch spätestens ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kamen die albernen Rituale schlichtweg aus der Mode. Zudem braucht man in einer allgemein aufgeklärten Zeit keine (Pseudo-) Aufklärer mehr, die sich im Geheimen treffen. Im Umkehrschluss verzeichnen auch die Kirchen zunehmende Austritte, da aufgeklärte Menschen und Dogmen aus der Steinzeit einfach nicht zusammenpassen.

Der Nachwuchs bleibt allerdings nicht nur aus, weil sich die Idee hinter der Freimaurerei totgelaufen hat. Zusätzlich liegt der Beliebtheitsgrad der Logenbrüder im Keller. Das ist nicht allein die Schuld kruder Verschwörungstheorien, sondern hat auch mit einigen hochrangigen Mitgliedern zu tun, darunter Napoleon Bonaparte (franz. Despot †), Albert Pike (US-Südstaatengeneral und Rassist †), Aleister Crowley (Begründer des modernen Satanismus †), Josef Stalin (russ. Diktator †), Harry S. Truman (Ex-US-Präsident †), Henry Ford (Antisemit und Naziunterstützer †), die Familie Bush (inkl. 2 Ex-US-Präsidenten), Silvio Berlusconi (ital. Ex-Präsident), Nicolas Sarkozy (franz. Ex-Präsident), Angela Merkel (dt. Bundeskanzlerin) und Jimmy Savile (BBC-Moderator und Kinderschänder).

Die Liste abscheulicher Ungeheuer der Weltgeschichte mit Freimaurerzugehörigkeit ließe sich noch endlos fortsetzen. Es gehörten und gehören fast alle Staatsoberhäupter der Welt dazu, ebenso der europäische Hochadel sowie die namhaftesten Köpfe der Banken- und Konzernmafia, darunter die Rothschilds und Rockefellers. Als wäre das noch nicht gruselig genug, tummeln sich bei den Freimaurern auch zahlreiche Esoteriker, Okkultisten und Satanisten, die wiederum Querverbindungen zu anderen Geheimbünden haben. Doppelmitgliedschaften gibt es u.a. bei den Theosophen, den Anthroposophen, dem O.T.O., dem Golden Dawn und der Thule-Gesellschaft, um nur einige zu nennen.

Alle diese Fakten lassen sich leicht nachrecherchieren und geben kein gutes Bild von der Freimaurerei ab, welche von sich behauptet, für humanistische Werte zu stehen. Ist die Freimaurerei also komplett bösartig und verdorben? Um das beurteilen zu können, muss man ihre Ursprünge kennen sowie zwischen der blauen und roten Freimaurerei differenzieren.

Die Johanneslogen, welche nach Johannes dem Täufer benannt sind, berufen sich auf die Tradition der Dombauhütten. Davon sind auch die meisten Symbole wie Zirkel, Winkelmaß, Steinmetzschlegel, Spitzhammer, behauener Stein usw. abgeleitet. Gleiches gilt für die drei blauen Grade Lehrling, Geselle und Meister. Um in diesem Gradsystem aufzusteigen, muss ein Freimaurer vor allem an der eigenen Persönlichkeit arbeiten. Der Lehrling ist wie ein unbehauener Stein noch unvollkommen. Erst als Meister kann ein Freimaurer die Tempelarbeit leiten, welche im Zentrum freimaurerischen Wirkens steht.

Die ersten Logen entstanden um das Jahr 1700 und waren relativ unorganisiert. Dies änderte sich erst mit der Gründung des ersten Dachverbandes, der Vereinigten Großloge von England, im Jahr 1717. Mit großem Abstand folgte 1773 der Dachverband Großorient von Frankreich. In Deutschland gibt es gleich mehrere Großlogen, doch sind alle weiteren Großlogen weltweit den beiden ersten in Großbritannien und Frankreich untergeordnet. Eine komplette Auflistung würde an dieser Stelle zu weit führen, kann aber hier nachrecherchiert werden.

Zum Logenalltag gehören diverse Rituale. Eines der wichtigsten Rituale ist dabei das Nachspielen der Ermordung von Hiram Abif, welcher der Legende nach der Architekt des Salomonischen Tempels war. Selbstverständlich gibt es auch ein Aufnahmeritual, bei dem der Anwärter mit einer Augenbinde, einem Galgenstrick, hochgekrempelten Hosenbein und freigelegter Brust in die Loge geführt wird. Auf die Brust wird ihm ein Schwert gelegt und er schwört daraufhin seinen Eid.

"From Hell" (2001)

„From Hell“ (2001)

Wer aufgenommen wird, entscheiden die Mitglieder vorab, indem sie weiße und schwarze Kugeln in eine Urne werfen. Weiß steht dabei für „Ja“ und Schwarz für „Nein“, wobei drei oder mehr schwarze Kugeln bereits für eine Abweisung des Suchenden genügen. Es wäre daher gut, einen oder mehrere Fürsprecher zu haben. Weiterhin sollten Anwärter genügend Geld mitbringen, denn die Mitgliedschaft in einer Loge ist nicht billig. Damit wäre die Gleichheit schon mal vom Tisch, denn Leiharbeiter und Arbeitslose können sich die Beiträge von bis zu 1.000 € im Jahr gewiss nicht leisten.

Die Freimaurer sind ein elitärer Club und bei der Aufnahme neuer Brüder sehr wählerisch. Die Betonung liegt zudem auf „Brüder“, denn Frauen war die Mitgliedschaft lange Zeit untersagt. Zwar gab es bereits im 18. Jahrhundert das Konzept der Adoptionslogen, diese waren jedoch nicht selbstständig, sondern blieben den regulären Männerlogen angegliedert. Als eine der ersten gemischten Logen wurde der „Order of the Eastern Star“ 1850 in den USA gegründet. Eigenständige Frauenlogen kamen indes erst Mitte des 20. Jahrhundert auf. In Deutschland war dies die 1949 gegründete Großloge „Zur Humanität“, aus welcher die heutige Frauen-Großloge von Deutschland hervorging.

Doch egal ob nun Mann oder Frau, als Suchender hat man nicht immer Glück. Am ehesten kommt man in eine Loge, wenn man zuvor in einem freimaurerischen Service Club wie den Rotariern oder dem Lions Club Mitglied ist. Passt man ins Profil, wird man angesprochen. Der einzige Weg für jedermann, einmal eine Loge von innen zu sehen, ist dagegen der Tag der offenen Tür.

Zumindest in diesem Punkt sind die Johanneslogen heute sehr exponiert. Während in der Vergangenheit alles hinter verschlossenen Türen stattfand, hat heute jede Loge ihre eigene Webseite, auf der vielleicht nicht alles, aber immerhin vieles preisgegeben wird. Zuweilen findet man sogar Listen von bekannten Freimaurern, die in der Regel aber schon tot sind. Ein Freimaurer kann sich zu Lebzeiten nämlich nur selbst als solcher outen. Einen Bruder in der Öffentlichkeit zu enttarnen ist dagegen strengstens verboten.

Offiziell verboten ist es auch, in der Loge über Politik zu reden. Freilich kann das niemand nachprüfen, aber nach außen geben sich die Freimaurer unpolitisch. Ihre Kernthemen sind die Architektur und die darin verborgene heilige Geometrie. Aber auch andere Künste sind stark von der Freimaurerei geprägt worden. Man denke nur an Mozarts „Zauberflöte“ oder Goethes „Faust“. Die Spuren der Freimaurer führen bis nach Hollywood und zu jedem größeren Musiklabel. Gleiches gilt für die Modewelt sowie die Spiele-Industrie.

Doch da kommen wir allmählich in den Bereich der Hochgradfreimaurerei, wobei es verschiedene Hochgradsysteme gibt. Die einzige Gemeinsamkeit der Hochgradsysteme liegt dabei darin, dass man zuvor die ersten drei blauen Grade durchlaufen haben muss. Ansonsten sind die Systeme sehr unterschiedlich. Im Schwedischen Lehrsystem durchläuft man eine Andreasloge bis zum VI. Grad und anschließend das Ordenskapitel bis zum X. Grad. Es ist wohl kein Zufall, dass dieses Kapitel mit der göttlichen 10 abschließt, denn das Schwedische Lehrsystem ist stark christlich geprägt und betrachtet Jesus Christus als obersten Meister.

Ein etwas bekannteres Hochgradsystem ist der York-Ritus, welcher auf zwei verschiedenen Wegen bis zum XI. Grad reicht. Dabei durchlaufen die Mitglieder das Kapitel der Maurer vom königlichen Bogen bis zum VII. Grad, das Konzil der Kryptischen Maurer bis zum IX. Grad und schließlich die Komturei oder alternativ dazu die Präzeptorei und Priorat bis zum XI. Grad. Auch beim York-Ritus ist das Christentum stark präsent, allerdings deuten die 11 Grade bereits eine Dualität an. Der York-Ritus sollte übrigens nicht mit dem deutschen Royal York verwechselt werden, welcher nur den IV. und V. Grad des Inneren und Innersten Orient umfasst.

Bis hier hin scheint alles noch recht harmlos zu sein und man glaubt, es mit Humanisten zu tun zu haben, die sich auf das Christentum sowie Judentum berufen und sich nicht in das politische Weltgeschehen einmischen. Der roten Freimaurerei des schottischen Ritus, welche bis zum 33. Grad reicht, nimmt man indes nicht mehr so leicht ab, dass sie unpolitisch und humanistisch sei. Die Werke ihrer Vertreter strotzen nur so vor okkulten Inhalten, wobei Albert Pike (1809-1891) in seinem „Morals and Dogma“ sich sogar direkt auf Luzifer berief. In seiner Gedankenwelt existierten zwei Götter, wobei für ihn Luzifer der Freund und Adonai der Feind der Menschheit waren.

Satan fand bei Pike indes keine direkte Erwähnung, jedoch ist Satan lediglich die andere Seite von Luzifer. Im Okkultismus werden Luzifer und Satan die Farben Weiß und Rot zugeordnet. In Bezug auf die roten Grade lässt das eigentlich nur einen Schluss zu, welcher durch satanistische Hochgradfreimaurer wie Aleister Crowley (1875-1947) untermauert wird. Der bereits erwähnte Order of the Eastern Star, welcher zum schottischen Ritus gehört, hat sogar ein umgedrehtes Satanspentagramm als Logo.

Eastern Star

Neben dem praktizierten Okkultismus fällt weiterhin die Errichtung einer „neuen Weltordnung“ auf, welche zweifelsfrei eine politische Agenda darstellt. Es dürfte klar sein, dass diese Agenda nichts Gutes sein kann. Insbesondere, wenn man sich vor Augen führt, welche Politiker Logenmitglieder sind und welch menschenverachtende Politik sie betreiben. Das krasseste Beispiel ist dabei wohl die italienische Propaganda Due, welcher u.a. Silvio Berlusconi angehört. Diese hat schon eher den Charakter einer Mafiaorganisation, was dazu führte, dass sich die meisten europäischen Johanneslogen von ihr distanzierten.

Mit Sicherheit ist die P2 jedoch kein Einzelfall. Hochgradfreimaurer aus aller Welt sind in mafiöse Machenschaften involviert und haben okkulte Orden wie Skull & Bones oder den Bohemian Club ins Leben gerufen, welche offen satanistisch sind. Das hat rein gar nichts mehr mit den Idealen der blauen Logen zu tun, deren fünf Grundpfeiler Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz und Humanität sind. Allerdings ist die Entstehungsgeschichte der roten Freimaurerei auch eine etwas andere.

Zwar benutzen die roten Loge dieselben Symbole der Dombauhütten, doch die feinen Herren der Oberschicht würden sich niemals selbst die Hände mit rauer Arbeit schmutzig machen. Der schottische Ritus war seit jeher der Elite vorbehalten und beruft sich auf weitaus ältere elitäre Zirkel. Am bekanntesten dürften dabei wohl die Tempelritter sein, allerdings spielen auch der Isis- und Osiris-Kult eine bedeutende Rolle. Es ist wohl kaum ein Zufall, dass in Freimaurerei altägyptische Symbole wie die geflügelte Sonne sehr weit verbreitet sind. Diese haben nichts mit den Dombauhütten oder christlicher Tradition zu tun.

Das älteste Symbol dürfte allerdings die dreizehnstufige Pyramide mit Auge sein. Der urtümlichste Fund einer solchen Darstellung wird auf ein Alter von rund 13.000 Jahren datiert und dem untergegangenen Atlantis zugeordnet. Das sind die wahren Ursprünge der Freimaurerei und tatsächlich sehen die Logenbrüder in den USA eine Art neues Atlantis. Es ist also kein Zufall, dass dieses antike Symbol auf dem Staatsiegel der USA zu finden ist.

Klaus Dona Pyramide

Wie es scheint, ist die neue Weltordnung eigentlich eine uralte Ordnung, die wiederhergestellt werden soll. Die Freimaurerei ist dabei lediglich das aktuelle Gesicht eines antiken Mysterienkultes, der sich in immer neuen Inkarnationen manifestiert hat. Behauptungen, die Freimaurer seien im Ursprung positiv gewesen und erst später unterwandert worden, sind daher nicht ganz korrekt. Das hängt eher vom Selbstverständnis der einzelnen Logen ab. Der antike Mysterienkult hat sich jedenfalls bis heute sehr weit verzweigt und ein ganzes Netz aus Geheimgesellschaften hervorgebracht. Diese sind alle miteinander verwoben, konkurrieren aber zuweilen auch gegeneinander, was oft in persönlichen Eitelkeiten begründet liegt.

Es ist zu bezweifeln, dass sich alle Freimaurer, insbesondere jene in den Johanneslogen, über dieses Ausmaß okkulter Machenschaften bewusst sind. Wahrscheinlich begreifen die meisten nicht einmal, warum sich in ihren Logen auch antike Symbole befinden, die nichts mit der Tradition der Dombauhütten oder dem Christentum zu tun haben. Genauso wie die meisten Katholiken nicht wissen, warum auf dem Petersplatz im Vatikan ein ägyptischer Obelisk steht. Die Johanneslogen sind, ebenso wie jede organisierte Religion, ein Kontrollsystem.

Aus diesem Grund dürfen auch nicht alle Freimaurer als Mitglieder einer finsteren Weltverschwörung diffamiert werden. Vor allem bei den niedrigen Graden findet man viele Menschen, die entweder aus Karrieregründen dabei sind oder tatsächlich humanistische Werte vertreten und genau aus diesem Grund einer Loge beigetreten sind. Die meisten von ihnen werden niemals in die hohen Grade des schottischen Ritus aufsteigen und ihr Leben in dem Glauben verbringen, einer guten Sache zu dienen.

Das Ganze erinnert ein wenig an „Star Wars“, wo sich sogar das Farbsystem der Freimaurer im korrekten Kontext wieder findet. Die positiven Jedi benutzen Laserschwerter in den Farben Blau (Johanneslogen), Grün (Andreaslogen) und Gelb, während die finsteren Sith ausschließlich rote Laserschwerter verwenden. Es gibt sogar Jedi, die sich der dunklen Seite der Macht zuwenden und zu den Sith überlaufen. Diese stehen für die ehemaligen Johannesfreimaurer, die sich dem schottischen Ritus angeschlossen haben.

Sogar die beinahe Auslöschung der Jedi durch die Sith hat einen realen Hintergrund. Im 3. Reich hatten die Nazis die Freimaurerei verboten und viele Logenbrüder wurden in Konzentrationslager verschleppt. Im Kern traf diese Säuberungsaktion jedoch nur die regulären Logen, welche auch Juden aufnahmen. Hochgradfreimaurer wie Henry Ford oder Prescott Bush unterstützten das Naziregime dagegen nach besten Kräften und die Nazi-Elite selbst war in der freimaurerischen Thule-Gesellschaft organisiert. Das ist kein Widerspruch, sondern ein Krieg innerhalb der Freimaurerei.

Nachdem wir mit wirklich üblen Vertretern der Freimaurerei begonnen haben, widmen wir uns zum Schluss einigen positiven Beispielen, die es tatsächlich gibt. Da wäre zum Beispiel der britische Schauspieler Charlie Chaplin (1889-1977), ein Pazifist und Arbeiterfreund, der sich in seinen Filmen gegen jede Form der Unterdrückung stellte. Seine Worte werden gewiss nicht unwahr, nur weil er Freimaurer war.

Ein Name, der auf jeden Fall noch erwähnt werden muss, ist der chilenische Präsident Salvador Allende (1908-1973), der 1970 zu einer Zeit ins Präsidentenamt gewählt wurde, in der große Armut in Chile herrschte und die reichen Oligarchen regelmäßig Menschenmassen von der Polizei zusammenschlagen ließen. Allende setzte sich als Sozialist für die Rechte der Schwachen ein, verstaatlichte die Bodenschätze des Landes, enteignete Banken und wollte die Abhängigkeit gegenüber den USA beenden. Sein Weg zum Sozialismus war dabei absolut demokratisch und unabhängig vom damaligen Ostblock. Den Einmarsch der Sowjetarmee in Prag verurteilte der Humanist Allende sogar ausdrücklich.

Leider währte die Präsidentschaft Allendes nicht lange. Mit Hilfe der CIA führte der General Augusto Pinochet (1915-2006) drei Jahre später einen Putsch durch und errichtete eine faschistische Militärdiktatur. Tausende Menschen wurden unter seinem Regime gefoltert und ermordet. 2001 wurde zwar ein Prozess gegen den 1990 aus dem Amt gewählten Tyrannen eröffnet, jedoch aus gesundheitlichen Gründen abgebrochen, sodass der Dämon in Menschengestalt ungestraft davon kam.

Interessant an diesem Lehrstück in Geschichte ist die Tatsache, dass Allendes Sturz von Hochgradfreimaurern wie dem damaligen US-Außenminister Henry Kissinger vorangetrieben wurde. Ob Augusto Pinochet ebenfalls Freimaurer war, ist nicht bekannt, aber durchaus wahrscheinlich. So viel also zum Thema: „Ich bin Freimaurer, ich habe 6 Millionen Freunde.“ Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde!

Gleiches gilt für die kubanische Freimaurerei, welche sich recht gut mit dem dortigen Sozialismus arrangiert hat. In der US-amerikanischen Freimaurerei hat sie dagegen keinen Freund. Was treibt also linksgerichtete Humanisten in die Freimaurerei? Möglicherweise geht es zumindest einigen darum, die Machtstrukturen des Geheimbundes für ihre Zwecke auszunutzen.

Dazu gibt es ein gutes Beispiel. Der russische Revolutionär Michail Bakunin (1814-1876), für den Freiheit und Sozialismus entgegen dem späteren Sowjetsozialismus untrennbar miteinander verbunden waren, trat 1845 bei einem Parisbesuch der schottischen Hochgradloge „Grand Orient“ bei. Dies hatte jedoch ausschließlich pragmatische Gründe. Der Dichter Angelo de Gubernatis, der später eine Nichte Bakunins heiratete, berichtete über ein Treffen im Januar 1865 in Florenz Folgendes über Bakunin:

„Bakunin erhob sich bald, näherte sich mir und drückte mir die Hand, indem er mich etwas geheimnisvoll fragte, ob ich kein Freimaurer wäre? Ich antwortete, dass ich es nicht sei und nicht sein möchte, da ich einen Widerwillen gegen jede geheime Gesellschaft hätte … Bakunin sagte mir, dass ich recht hätte, auch er empfinde keine große Achtung vor der Freimaurerei, doch verschaffe sie ihm Mittel, etwas anderes vorzubereiten.“

Bakunin verachtete also die Freimaurer und trat ihnen ausschließlich bei, um ihre Kapazitäten zu nutzen. Er versuchte zudem, die Freimaurerei zu reformieren, was ihm jedoch misslang. Bakunin ist damit der beste Beweis, dass eine Infiltration der Hochgradfreimaurerei sich nicht lohnt. Im Gegenteil können solche Versuche sogar lebensbedrohlich sein und Bakunin hatte viel Glück, dass seine Bemerkung gegenüber de Gubernatis nicht von diesem an seine Logenbrüder weitergegeben wurde.

Letztendlich gründete Bakunin seine eigene Geheimgesellschaft, die „internationale Bruderschaft“. Vielleicht sollten sich die linksgerichteten Logenbrüder jedoch generell fragen, wozu sie in einer klassenlosen und gerechten Gesellschaft überhaupt noch elitäre Geheimbünde brauchen? Offensichtlich ist das ja ein Widerspruch in sich.

An Widersprüchen mangelt es der Freimaurerei aber ohnehin nicht. In ihren Reihen finden sich Adelige und Kommunisten, Kriegstreiber und Pazifisten, Faschisten und Freiheitskämpfer, Antisemiten und Juden, Satanisten und Christen. Von außen betrachtet könnte man die Logen mit Nervenheilanstalten verwechseln. Vernunftbegabte Menschen, die für Ideale wie Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit eintreten, sollten obskure Geheimbünde meiden, in denen man oft auch das Gegenteil findet. Zur Hölle mit der Dualität und dem ganzen Faxentheater aus albernen Ritualen! Kein Mensch braucht diesen Mist!

Quelle zur Freimaurerei

Quelle zu den Gradsystemen

Quelle zu Michail Bakunin

4 Kommentare zu “Die Freimaurer – Willkommen in der Dualität

  1. Wie ist das mit „Blade“, ich meine die Trilogie ist doch ganz schön satanisch oder nicht!??? Habs mir letztens angeschaut.
    Hattet Ihr das schon, bitte um Entschuldigung, Euer Blog braucht ein besseres Inhaltsverzeichnis!!! PLEASE!!!

  2. Somethimes and someone make this, but it will not be a german.

    German-guys can’t do something else, but IM NOT GERMAN
    Blades Spruch:
    „Wenn man die Natur einer Sache durchschaut hat, werden die Dinge berechenbar.“

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