Neuer Flügel der AfD will zurück zur Monarchie

von Shinzon

Es ist nun wahrlich nichts Neues, dass die Alternative für Deutschland keine Alternative zur neoliberalen Politik der herrschenden Elite darstellt. Geführt wird die Partei von Ökonomen wie Bernd Lucke (ehemals CDU) und von Bankiers wie Hans-Olaf Henkel (u.a. Bank of America). Neben diesen Galionsfiguren finden sich aber auch islamophobe Rassisten wie Björn Höcke in den Reihen der AfD, die das Volk gegen Moslems und Flüchtlinge aufhetzen. An der Spitze werden also die Interessen der Reichen vertreten, während an der Basis das Prinzip „teile und herrsche“ durchgesetzt wird.

Damit ist die AfD den Unionsparteien CDU und CSU gar nicht mal so unähnlich und wie diese hat auch die AfD einige Mitglieder von adeligem Geblüt. Während für die CSU ein Freiherr zu Guttenberg das Kriegsministerium führte oder ein Otto von Habgier im EU-Parlament saß, übernimmt Beatrix von Storch diesen Part für die AfD. Die EU-Parlamentarierin führt das klerikal-aristokratische Kampagnen-Netzwerk der Partei, welches die Wiedereinführung der Monarchie anstrebt.

Beatrix von Storch ist die Enkelin von Johann Ludwig Graf Schwerin von Krosigk (1887-1977), der wie viele Adelige das Naziregime unterstützte. Dabei war er keineswegs ein kleiner Mitläufer, sondern von 1932 bis 1945 Reichsfinanzminister. Also ein adeliger Nazi mit besten Verbindungen zur Finanzmafia.

Ihr Opa väterlicherseits war Nikolaus von Oldenburg (1897-1970), der letzte Erbe des Großherzogtums Oldenburg. Auch dieser Großvater war Mitglied der NSDAP sowie SA-Standartenführer. Angesichts solch familiärer Verhältnisse bekommt es einen durchaus bitteren Beigeschmack, wenn Beatrix von Storch permanent „Deutschlaaand!!!“ schreit. Das muss wohl an der Erziehung liegen.

Nun will Frau von Storch die Zeit aber nicht unbedingt 70 Jahre zurück drehen, sondern besser gleich 100 Jahre. Ihre Familie gehört zu den Adelscliquen, die nach der Wende 1990 Anspruch auf ihre einstigen Ländereien und Besitztümer in der ehemaligen DDR erhoben. Damit aber noch nicht genug, trachtet ihre Familie tatsächlich nach dem Thron. Diesen soll von Storchs Cousin 2. Grades Philip von Preußen besteigen, welcher tatsächlich der Enkel des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II. ist.

AfD Adelsnetzwerk

So hart das auch klingen mag, die Bolschewisten handelten völlig richtig, als sie 1918 Zar Nikolaus II. samt seiner Familie ins Jenseits beförderten. So lange auch nur ein einziger von diesem Adelsgeschmeiß überlebt, kommt dieses Unkraut immer wieder hoch. Zwar haben auch die Deutschen die Monarchie überwunden, doch die Adeligen blieben als Mitglieder der Union, der FDP und nun auch der AfD weiter an der Macht. Sie sind nach wie vor von Geburt an besser gestellt und haben in der Wirtschaft neue Wege gefunden, das Volk zu knechten.

Leider gibt es viele Menschen in Deutschland, die ernsthaft froh wären, wieder Untertanen in einer Monarchie zu sein. Man könnte meinen, Selbstgeißelung stünde wieder hoch im Trend, doch tatsächlich versprechen sich die Betroffenen eine bessere Politik von einem König oder Kaiser. Welch absurde Vorstellung!

Die derzeitigen politischen Verhältnisse sind selbstverständlich untragbar, doch eine Rückkehr zur Monarchie würde daran nichts ändern. Auch ein Kaiser Philip von Preußen müsste sich wie Angela Merkel der Finanzmafia beugen. Das beste Beispiel ist das britische Königshaus, welches keinerlei Macht über das extraterritoriale Gebiet der City of London hat. Die Rückkehr zur Monarchie hätte nur einen einzigen Effekt: Wir müssten noch mehr Steuern zahlen, da wir neben den Banken und Konzernen auch noch eine kaiserliche Familie durchfüttern müssten.

Adelige sind nichts anderes als Parasiten! Sie werden mit dem Silberlöffel im Mund geboren, weil ihre Urahnen irgendwann vor Jahrtausenden behauptet haben, ihr Blut sei königlich und sie wären von den Göttern auserwählt. Mit diesem Argument haben sie sich Land und Ressourcen angeeignet und Generationen im Frondienst für sich schuften lassen. Alles, was sie besitzen, ist zusammengeklaut und geraubt. Sie haben sich gar erdreistet, die Natur in ihren Besitz zu bringen.

Es ist schlichtweg eine Lüge, wenn sich Adelige enteignet fühlen, weil in der DDR die Wälder und Ländereien der Allgemeinheit zurückgegeben wurden. Allein die Vorstellung, dass der Wald Privatbesitz einer Familie sein kann, die behauptet, dass dies eine göttliche Ordnung sei, ist absurd! Die einzige Enteignung war die Enteignung des Volkes, als den Adeligen ihre unrechtmäßig beanspruchten Ländereien und Schlösser zurückgegeben wurden.

Leider sehen das nicht alle Deutschen so. Doch was treibt diese Menschen zurück zur Monarchie? Welch unendlichen Hass auf sich selbst müssen sie haben, um freiwillig vor einem König oder Kaiser zu Kreuze kriechen zu wollen? Warum wollen sie dieses arbeitsscheue Pack mit Gold und Juwelen überhäufen, statt die Steuergelder in sinnvolle Dinge wie Bildung und Infrastruktur zu stecken? Wer wirklich eine Monarchie will, kann ja gerne nach Nordkorea auswandern und sich für König Kim Jong Un zu Tode hungern!

Aber die Anhänger des deutschen Kaisertums wollen gar nicht wissen, was Monarchie überhaupt bedeutet. Es schert sie nicht, dass in Thailand Systemkritiker wegen „Majestätsbeleidigung“ für Jahrzehnte in den Knast wandern oder das britische Königshaus seine schützende Hand über den pädophilen Sumpf des kronloyalen Establishments hält. Welcher Royalist interessiert sich schon dafür, warum Lady Di sterben musste, wenn im Goldenen Blatt steht, was für tolle Übermenschen die Adeligen doch sind?

Die Royalisten hängen einer romantischen Vorstellung aus irgendeinem Disney-Märchenfilm an und träumen vielleicht sogar davon, selbst irgendwann „Plötzlich Prinzessin“ zu sein. Oder zumindest ein Fürst oder hoher Beamter. Letztendlich sind die AfD-Wähler aber nichts als Hofnarren. Wie viele solcher dummen Patrioten sind 1914 für „Gott, Kaiser und Vaterland“ gegen den „Franzmann“ ins Feld gezogen und haben dafür mit ihren Gliedmaßen oder gar ihrem Leben bezahlt? Schon vergessen?

Wer die Rückkehr zur Monarchie fordert, hat nichts aus der Geschichte gelernt. Die Adeligen sind dem Volk nicht wohl gesonnen. In deren Augen sind wir alle nur Untermenschen, Spielzeug und Kanonenfutter. Die Monarchie ist die höchste Form der Ideologie von der Ungleichheit der Menschen. Eine Ideologie, wie wir sie auch beim Faschismus und Satanismus finden. Es ist daher wohl kaum überraschend, dass der deutsche Adel zu den größten Unterstützern der Naziregimes zählte und der europäische Hochadel im Kern satanistisch ist.

Erinnert sich noch jemand an den Elefantentöter Juan Carlos II. von Spanien? Oder all die verschwundenen Kinder von England? Das ist das wahre Gesicht der Monarchie! Die adelige Machtclique herrscht aber nicht nur über ihre Königreiche und Fürstentümer, sondern leitet schon seit jeher die wichtigsten Geheimgesellschaften. Während die britische Queen Elizabeth II. auf dem öffentlichen Thron sitzt, ist ihr Cousin Edward, 2. Duke of Kent, der Großmeister der Vereinigten Großloge von England.

Monarchie und Freimaurerei gehen auch bei der AfD Hand in Hand. Das zeigt allein schon das Parteilogo, welches in den Freimaurerfarben blau, weiß und rot gehalten ist. Der Pfeil zeigt dabei gewiss nicht zufällig nach rechts. Die AfD ist also gegenüber der neuen Weltordnung so alternativ wie Kot gegenüber Scheiße.

AfD masonic Logo

Aber das adelige Inzestgesocks will nicht nur die Monarchie zurück. Beatrix von Storch propagiert gleichermaßen die klerikalen Vorstellungen der Ultrakonservativen, deren Spektrum von Katholiken bis Evangelikalfaschisten reicht. Bei diesen Kreisen muss man natürlich nicht lange fragen, warum sie kein Problem mit der Monarchie haben, da christliche Fundamentalisten dies für die göttliche Ordnung halten.

Doch zurück zum mittelalterlichen Menschenbild der Klerikalen. Für diese sind Frauen natürlich minderwertige Gebärmaschinen, die an den Herd gehören. Frau von Storchs Position als Abgeordnete des EU-Parlaments ist natürlich eine Ausnahme, da sie eine Adelige und kein Untermensch Untertan ist. Frauen aus der Arbeiterklasse sollten dagegen maximal als Dienstmagd arbeiten und Kühe melken.

Als Mensch zweiter Klasse dürfen Frauen in diesem Weltbild genauso wenig über ihren Körper wie über ihr Leben bestimmen. Das heißt im Klartext, dass sie nicht abtreiben dürfen. Nicht einmal dann, wenn sie vergewaltigt worden sind, ihr Kind schwer behindert sein wird oder durch die Schwangerschaft das Leben der Mutter gefährdet ist.

Dem 2005 gegründeten AfD-Verein Zivile Koalition e.V. ist das Leben heilig. Allerdings nur das ungeborene Leben. Wenn die Kinder erst mal auf der Welt sind, können sie verhungern oder sich im Krieg verheizen lassen. Das ist die Logik aller katholischen und evangelikalfaschistischen Pro Life Anhänger.

In Deutschland fallen diese Gestalten immer wieder mit Aktionen gegen Ärzte sowie dem so genannten „Marsch für das Leben“ auf. Neben Beatrix von Storch gehört das Ehepaar Martina und Volker Kempf zu den Organisatoren solcher Events. Unlängst sind die beiden von der AUF in die Alternative für Deutschland übergewechselt und haben dort den Arbeitskreis „Christen in der AfD“ aufgebaut. Neben dem frauenverachtenden Pro Life-Geschwafel zählt natürlich auch Homophobie zu den Kernthemen dieses Parteiflügels.

Neben Beatrix von Klapperstorch ist auch ihr Cousin Paul von Oldenburg in der Szene aktiv. Er vertritt in Brüssel mehrere Organisationen, die der Gesellschaft zum Schutz von Tradition, Familie und Privateigentum (TFP) nahe stehen. Gemeint sind natürlich die Tradition der katholischen Kirche, deren mittelalterliches Familienbild und der Besitz von Kirche und Adel. Gegründet wurde die Gesellschaft in Brasilien als Gegenbewegung zur Befreiungstheologie. Letztere zeigt, dass Christentum auch humanistisch und fortschrittlich sein kann und würde Jesus heute leben, wäre er wohl ein Befreiungstheologe.

Die TFP ist indes ein absoluter Gegner von jeglicher Freiheit, sei es die Freiheit von Knechtschaft oder die sexuelle Freiheit. Die Gesellschaft tritt für die katholische Hierarchie ein und stellt sich damit gegen jede Form von Gleichheit. Das betrifft insbesondere die Gleichheit von Mann und Frau, aber auch von Hetero- und Homosexuellen. Geht es nach der TFP, haben sich alle Menschen dem Adel und Klerus zu unterwerfen, die Frauen den Männern und Homosexuelle der Inquisition.

Ihr Motto lautet: „Wer Ungleichheit hasst, hasst Gott.“ Das ist natürlich vollkommen absurd und setzt voraus, dass die Monarchie, Patriarchat und Unterdrückung gottgewollt seien. Ein liebender Gott würde dem niemals zustimmen und auch Jesus, für den alle Menschen gleich waren, würde sich bei so viel Menschenverachtung gewiss im Grab umdrehen (sofern er dort liegen geblieben wäre).

Es gibt allerdings einen Ort, an dem das Weltbild der TFP bereits umgesetzt wird und an dem sich Beatrix von Storch und ihre Bande sicherlich wohl fühlen würden. Die Rede ist vom Kalifat Islamischer Staat. Dort herrscht eine strikte Trennung von Herrschenden und Pöbel, der Kalif ist eine Art König, Frauen sind den Männern untergeordnet und Andersdenkenden, darunter natürlich auch Homosexuellen, werden die Köpfe abgehackt.

Die AfD, welche sich regelmäßig bei Pegida beteiligt, wird sich mit Sicherheit gegen solche Vorwürfe wehren. Doch genau das ist es, was Frau von Storch und ihre Anhänger fordern. Nur wollen die halt keinen islamischen, sondern einen christlichen Gottesstaat. Wayne? Der einzige Unterschied zwischen einem islamistischen Hassprediger und Beatrix von Storch besteht doch darin, dass sie sich als Frau selbst nicht an ihre Predigten hält, sonst würde sie diese einem Mann überlassen.

Bei genauerer Betrachtung ist ein Storch eben auch nur ein (Pierre) Vogel. Wer sich von solchen Figuren aufwiegeln lässt, ist entweder religiös verblendet oder hat einfach kein Selbstwertgefühl. Wer als Arbeiter einer Ideologie anhängt, die den eigenen Interessen feindlich ist, dem ist nicht mehr zu helfen. Die AfD vertritt gleich zwei solche Ideologien – den neoliberalen Marktradikalismus und die Rückkehr zur Monarchie.

Diese Ideologien gehen davon aus, dass Menschen unterschiedlich viel wert sind. Sie unterteilen die Menschheit in Gewinner und Verlierer und behaupten, dies sei gottgewollt. Doch von Natur aus sind alle Menschen gleich geschaffen, mit einer Seele und einem freien Willen. Obgleich wir alle Individuen sind, die nicht alle dasselbe wollen, so haben wir dennoch das gleiche Recht auf Glück und Selbstbestimmung! Kein Recht haben wir dagegen, andere zu knechten und ihre Persönlichkeit zu unterdrücken. Die Monarchisten und christlichen Fundamentalisten brechen die universellen Gesetze, indem sie den freien Willen anderer nicht respektieren!

Quelle 1

Quelle 2

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