Hollywoods Langohren

Obwohl der Osterhase ursprünglich aus Teilen Deutschlands stammt, hat sich der Eierbote inzwischen weltweit als Symbol durchgesetzt. 2011 hatte er seinen großen Filmauftritt in „Hop – Osterhase oder Superstar?“

Während der Weihnachtsmann traditionell am Nordpol wohnt, wurde das Heim des Osterhasen in diesem Film auf die Osterinsel verlegt. Eigentlich hat dieses Eiland nichts mit dem Fest zu tun, außer dass der niederländische Seefahrer Jakob Roggeveen (1659-1729) im Jahr 1722 an Ostern als erster Europäer auf der Insel landete. Die Verortung des Osterhasen auf dieser Insel ist also ein moderner Hollywood-Mythos. Angereichert ist dieser mit den üblichen Symbolen. Hop will nämlich Rockstar werden und dementsprechend zeigen die Osterküken den Baphomet.

Hop Osterhase

Der bekannteste Hollywoodhase dürfte indes Bugs Bunny sein. Die Looney Tunes wurden vom Warner Brothers Studio produziert und die Synchronstimme der bekanntesten Charaktere, darunter Bugs Bunny, Daffy Duck und Sylvester, war der 32° Freimaurer Mel Blanc (1908-1989).

Mel Blanc Bugs Bunny

Mel Blanc Sylvester

Melvin Blanc Card

Noch schlimmer sieht es bei der Disney-Tochterfirma Touchstone Pictures aus, welche 1988 „Roger Rabbit“ produzierte. Der Film steckt voll unterschwelliger Sexbotschaften, wobei die größte Perversion nicht einmal wirklich versteckt ist. Roger Rabbit ist nämlich mit einer Menschenfrau zusammen und seltsamerweise hat bisher noch keiner kritisiert, dass dies eine ziemlich offensichtliche Anspielung auf Zoophilie ist. Jessica Rabbit ist darüber hinaus eine typische Frau in Scharlachrot, inklusive ihrer Haare, die immer ein Auge verdecken.

Roger Rabbit

Wer jetzt glaubt, damit sei der Gipfel der Geschmacklosigkeit erreicht, der hat noch nicht die 1978er Verfilmung des Kinderbuches „Unten am Fluss“ gesehen. Deren Altersfreigabe von FSK 6 kann in anbetracht der abartigen Gewaltdarstellungen eigentlich nur ein schlechter Scherz sein. Erst wird der Kaninchenbau von Menschen ausgeräuchert, anschließend verstümmeln sich die Karnickel gegenseitig und werden von Fressfeinden zerfleischt. Der perfekte Film, um Kinder nachhaltig zu traumatisieren.

Die öffentliche Kritik richtete sich allerdings nur gegen die Darstellung der weiblichen Kaninchen als Gebärmaschinen. Derartiger Sexismus ist zwar ebenfalls unschön, ist aber nicht der Hauptgrund, warum die Verfilmung auf den Index gehört. Doch statt dieses Gemetzel aus den Kinderzimmern zu verbannen, wurden noch einige Hörspiele und 1999-2001 sogar eine Serie nachproduziert.

Unten am Fluss aus Blut

Damit wären wir eigentlich schon bei den Erwachsenenfilmen. In „Donnie Darko“ von 2001 wird selbiger von einem gruseligen Hasen heimgesucht, der sich als Typ aus der Zukunft herausstellt.

Donnie Darko

In „Chappie“ von 2015 wird die Menschheit wieder einmal von Polizeirobotern unterdrückt, doch eines der Fabrikate entwickelt ein eigenes Bewusstsein. Aus unerfindlichen Gründen haben die Maschinen Köpfe, die an Hasen erinnern. Wirklich niedlich sind sie jedoch nicht!

Chappie

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