Hellywood im Drogenrausch

Einer der ersten Kultfilme über den Schmuggel von Kokain ist „Easy Rider“ von 1969. Als Road-Movie getarnt und mit Titeln wie „Born To Be Wild“ untermalt, wird die Propaganda für das weiße Pulver mit einem Gefühl der Freiheit verknüpft. „Born To Be Wild“ ist übrigens nicht das einzige Lied von Steppenwolf, welches im Film vorkommt. Der Drogensong „Pusher“ kommt ebenfalls vor.

Ein weiterer Kultfilm über Kokain und organisiertes Verbrechen ist Quentin Tarantinos „Pulp Fiction“ von 1994. Die weltberühmte Szene, in der sich Mia Wallace (Uma Thurman) das Näschen pudert und anschließend eine Adrenalinspritze ins Herz bekommt, dürfte wohl fast jeder kennen.

Adrenalin

Zwei Kultfiguren, die sich gleich durch 6 Filme kiffen, sind Jay (Jason Mewes) und Silent Bob (Kevin Smith). Der bekannteste Film, in dem die beiden auftreten, dürfte „Dogma“ von 1999 sein. Ein Jahr später hatten sie einen kurzen Cameo-Auftritt im Musikvideo zu „Because I Got High“ von Afroman und 2001 erhielten die beiden Druffis schließlich ihren eigenen Film „Jay und Silent Bob schlagen zurück“.

Jay and Marijuana Man

Die Junkies aus „Ananas Express“ stehen Jay und Silent Bob in nichts nach. Deren Stoff ist jedoch etwas härter, da er aus einem CIA-Drogenlabor stammt.

Es geht noch eine Spur witziger. In „Die Killerhand“ von 1999 zieht Anton (Devon Sawa) mit seiner hemmungslosen Kifferei einen Dämon an, der Besitz von seiner rechten Hand ergreift. Durch die Hand des Dämons sterben seine beiden Freunde, die jedoch als Zombies zurückkehren. Während des Showdowns basteln sich die beiden aus einem Autoauspuff eine Bong, mit der sie die inzwischen freilaufende Hand betäuben und anschließend erledigen können.

Nicht wirklich witzig, aber mindestens ebenso skurril kommt der Zombiefilm „Bong of the Dead“ von 2011 daher. In diesem hirnverbrannten Machwerk haben Tommy und Edwin nach der Zombieapokalypse nichts Besseres zu tun, als sich weiterhin zu bekiffen, als wäre nichts geschehen. Eines Tages kommen sie dann auf die Idee, ihr Gras mit Zombiehirn zu düngen, was die Wirkung des Stoffs maximiert.

Bong of the Dead

Noch abgedroschener ist die „Hangover“-Trilogie (2009, 2011, 2013). Den ersten Filmriss haben die Protagonisten in Las Vegas, was wohl eine Anspielung auf „Fear and Loathing in Las Vegas“ sein soll. Im zweiten und dritten Teil haben sie nichts aus ihren fürchterlichen Erfahrungen gelernt, die u.a. von sexuellen Ausschweifungen und Demütigungen gekennzeichnet sind. Auf dem Kinoplakat von „Hangover 2“ wird sogar eine Verbindung zwischen Drogenkonsum und dämonischer Besessenheit gezogen.

Hangover Demon

Es ist extrem besorgniserregend, dass solche Totalausfälle als Spaß propagiert werden. In dieser Hinsicht setzt „Project X“ aus dem Jahr 2012 dem Fass die Krone auf. In diesem Film gerät eine Party, auf der neben Alkohol auch reichlich Gras und harte Drogen gereicht werden, total außer Kontrolle. Am Ende wird das elterliche Haus fast komplett zerstört, der Mercedes im Pool versenkt und die halbe Nachbarschaft niedergebrannt.

Statt dies nun kritisch zu hinterfragen, endet alles damit, dass die ehemaligen Loser nach der Party an der Schule als Helden gefeiert werden. Die äußerst verwerfliche Moral lautet also, dass Drogenkonsum und Krawalle cool sind und gesellschaftliche Anerkennung nach sich ziehen. Produziert wurde dieser kranke Scheiß übrigens von Todd Philips, der bereits bei den „Hangover“-Filmen Regie führte.

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