Black Goo – Intelligentes Öl

von Shinzon

Es ist schwarz, es ist klebrig und obendrein soll es intelligent sein. Gemeint ist natürlich nicht das Öl, was in Saudi Arabien oder im Golf von Mexiko gefördert wird. Das war zwar auch mal lebendig, aber das ist schon einige Millionen Jahre her. Neben diesem fossilen Öl soll es nun aber noch ein anderes Öl geben. Einige Gerüchte behaupten, es handele sich um eine uralte Lebensform, die schon vor den Dinosauriern existierte, andere Quellen halten es sogar für außerirdisch.

Das größte Vorkommen von Black Goo wird auf den Falklandinseln vermutet, die vor der Küste Argentiniens liegen, politisch aber zur Kolonialmacht Großbritannien gehören. Einige Verschwörungstheoretiker behaupten gar, der Falklandkrieg 1982 sei auf das Interesse am intelligenten Öl zurückzuführen. Beweise für diese kühne Behauptung gibt es freilich keine, wohl aber für die geostrategischen Interessen Großbritanniens, denn auf den Inseln liegt eine wichtige Militärbasis. Zum Ärger Argentiniens entschieden sich 2013 bei einem Referendum 99,8 % der Bevölkerung, unter dem Joch der britischen Krone zu verbleiben.

Die Theorien gehen indes noch um einiges weiter. So soll eine blauhäutige Alienspezies mit dem Öl gehandelt haben, welche in Kontakt mit der argentinischen Regierung gestanden haben soll. Warum eine solch überlegene Spezies jedoch unfähig sein sollte, ihre Interessen zu verteidigen, bleibt fraglich. Die Briten sollen das Öl jedenfalls als Kriegsbeute mitgenommen haben. In der Folge kam es angeblich zu Experimenten, in deren Verlauf das Öl telepathischen Kontakt aufgenommen und insgesamt 22 Wissenschaftler des Rüstungsunternehmens „Marconi Electronic Systems“ in den Selbstmord getrieben haben soll. Angeblich sei es sogar in Menschen eingedrungen und habe Besitz von ihnen ergriffen.

Das klingt alles sehr phantastisch und ist es wahrscheinlich auch. Zumindest beschäftigen sich einige sehr zweifelhafte Personen mit dem Thema, die wenig vertrauenswürdig erscheinen. Darunter der deutsche Esoterikautor Harald Kautz-Vella, der sich im Dunstkreis von Jo Conrad, Michael Vogt und Norbert Brakenwagen herumtreibt. Zudem engagiert er sich bei einer Firma namens EGM International, welche Diesel mit Wasser streckt und behauptet, damit die Energieausbeute erhöhen zu können. Nun, Autos können zwar mit Wasserstoff fahren, aber eben nicht mit Wasser.

Ist das Thema Black Goo damit vom Tisch? Zumindest gibt es keine seriösen Quellen im deutschsprachigen Raum. Eine Suchmaschinenanfrage ergibt fast ausschließlich die einschlägig bekannten Esoterik- und Desinformationsportale. Bleibt also nur noch die ursprüngliche Quelle, der Brite David Griffin von Exopolitics UK. Der nennt aber kaum glaubwürdige Quellen, sondern zitiert vermeintliche Nazidokumente, die dem Neuschwabenlandmythos zuzuordnen sind.

Quelle

Glaubwürdige Augenzeugen oder militärische Whistleblower, wie es sie bei Roswell und anderen bekannten UFO-Ereignissen gibt, sucht man im Bereich Black Goo vergeblich. Den einzigen Anhaltspunkt, das überhaupt etwas an der Geschichte dran sein könnte, bieten ausgerechnet Hollywoodfilme wie „Akte X“ und „Prometheus“, in denen intelligentes Öl von Außerirdischen als Biowaffe eingesetzt wird. Es ist möglich, dass die herrschende Elite da etwas durchblicken lässt.

Einen weiteren interessanten Hinweis bietet der Film „John dies at the End“, in dem es ebenfalls um intelligentes Öl geht, welches als Droge kursiert. In diesem Streifen taucht ein Magier namens Marconi auf, womit eine Verbindung zwischen dem Black Goo und Marconi Electronic Systems hergestellt wird. Die Firma gab es übrigens tatsächlich, bis sie 1998 vom Rüstungskonzern BAE geschluckt wurde. Zumindest dieser Teil der Geschichte ist also ein Fakt und es wäre äußerst bedenklich, wenn Marconi Electronic Systems die reale Vorlage für die Weyland-Yutani Corporation aus „Prometheus“ sein sollte.

Real oder CGI?

3 Kommentare zu “Black Goo – Intelligentes Öl

  1. Also zum Referendum möchte ich noch folgendes anmerken:“In einem Referendum am 10. und 11. März 2013 sprachen sich die Bewohner der Falklandinseln mit 99,8 % für den Erhalt des Status quo als britisches Überseegebiet aus. Wissen muss man dazu, wahlberechtigt war nur die Mehrheit der britischen Abkömmlinge auf der Insel. London sieht das Resultat als Bestätigung des britischen Besitzanspruches. Die argentinische Regierung bezeichnete das Referendum als „rechtlich wertloses Manöver“.

    Hier weiterlesen: Alles Schall und Rauch: London – Putin hat die Krim geraubt http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2015/03/london-putin-hat-die-krim-geraubt.html#ixzz3XrllccIv

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