Ölbohrinsel Hellywood

Seinen bekanntesten Auftritt hat das intelligente Öl in der Erfolgsserie „Akte X“. Es taucht schon relativ früh in der 3. Staffel auf, wo in der Doppelfolge „Der Feind“ („Piper Maru“/“Apocrypha“) eine der wichtigsten Eigenschaften des Black Goo offenbart wird. Es kann in Menschen eindringen und Besitz von ihnen ergreifen.

Black Goo Possession

Black Goo Spiral

Weiter geht es in der 4. Staffel mit der Doppelfolge „Tunguska“ („Tunguska“/“Terma“). In dieser wir der Tunguska-Meteorit, welcher tatsächlich am 30. Juni 1908 im mittelsibirischen Bergland niederging, mit dem Black Goo in Verbindung gebracht. Es tropft förmlich aus dem Meteoritengestein, welches laut Serienkanon vom Mars stammt.

Black Goo Meteorit

Glaubt man den Gerüchten, ist es gar nicht so abwegig, dass die Russen ebenfalls mit Black Goo herumexperimentiert haben. Angeblich sollen sie mit der Erforschung sogar weiter als die Briten sein, was zumindest in der Serie angedeutet wird.

Black Goo Experimente_1

Black Goo Experimente_2

Ob Black Goo tatsächlich in Meteoriten vorkommt, ist dagegen mehr als fraglich, zumal in „Akte X“ selbst mehrere Erklärungsmodelle angeboten werden. Allerdings kommt die Panspermie-Methode durchaus auch in anderen Filmen vor. Unter anderem in „Blob – Schrecken ohne Namen“, der bereits 1958 in die Kinos kam und 1988 neu verfilmt wurde. Damals war die zähe Masse noch rot und verspeiste Menschen, weshalb es fraglich ist, ob dieser Sci Fi Klassiker wirklich als Anspielung auf intelligentes Öl gewertet werden kann.

Blob

Einen ähnlichen Plot gibt es um Venom aus den „Spider Man“-Comics, welcher 2007 seinen ersten Kinoauftritt in „Spider Man 3“ hatte. Bei Venom handelt es sich definitiv um eine Bezugnahme auf Black Goo, denn es ergreift von Menschen Besitz und verändert deren Verhalten.

Venom Goo

Damit wären wir auch schon zurück bei „Akte X“, wo das schwarze Öl mehr als nur das Verhalten seiner Wirte verändert. Im Kinofilm von 1998 macht das Öl eine krasse Wandlung durch. Es wird nicht länger als eigenständige Lebensform dargestellt, sondern als Blut einer Alienrasse, welche stark an die Grey erinnert, jedoch größer ist und eine grüne Hautfarbe hat.

AX Green Alien

Menschen, die mit dem schwarzen Blut infiziert werden, dienen als Wirte für die Jungen der Aliens. Die Opfer verflüssigen sich zunehmend und werden förmlich von den Parasiten verdaut. Mit dem ursprünglichen Konzept des intelligenten Öls hat das nicht mehr allzu viel zu tun, sondern eher mit einer Biowaffe. Diese wird über Bienen und Genmais überall in der Welt verbreitet. Monsanto lässt grüßen.

AX Maisfelder_2

AX Corn Oil

Die Opfer werden anschließend zum Ausbrüten in einen geheimen UFO-Stützpunkt in der Antarktis verschleppt.

AX Scully on Ice

AX UFO Antartica_1

Die geheime Schattenregierung, der auch der berüchtigte Raucher angehört, paktiert mit den Außerirdischen, die das Black Goo als Waffe gegen die Menschheit einsetzen. Allerdings vertrauen die Schattenmänner ihren Vertragspartnern keineswegs bedingungslos und haben ein Gegenmittel gegen die Infektion entwickelt. In wie weit Marconi Electronic Systems in diese Forschung verwickelt ist, wird in „Akte X“ offen gelassen.

Ebenso ist es fraglich, ob die Schattenregierung das Black Goo lediglich für eine andere Spezies verwaltet oder es selbst als biologische Waffe einzusetzen gedenkt? Letztere Option ist Thema des „Alien“-Prequels „Prometheus – Dunkle Zeichen“, in dem das Öl ebenfalls ein Träger für die DNS höher entwickelter Alienorganismen ist. Man könnte fast meinen, Ridley Scotts Autorenteam hätte bei Chris Carter abgeschrieben. Oder haben vielleicht beide aus gänzlich anderen Quellen abgeschrieben?

Sojasoße

Man beachte die Ähnlichkeit zu Venom.

Man beachte die Ähnlichkeit zu Venom.

Alien Black Goo

Zumindest von Chris Carter ist bekannt, dass er tatsächlich bei UFO-Forschungsvereinen wie MUFON recherchierte und Entführungsopfer konsultierte. Zudem sollen ihm einige CIA-Berater zur Verfügung gestanden haben, was aber selbstverständlich nie offiziell bestätigt werden wird. In jedem Fall bemühte sich Carter, mit seiner Serie nah an der Realität zu bleiben.

Wie die Wahrheit über das Black Goo aussieht, bleibt dennoch fraglich. Ist es nun ein außerirdischer Organismus, der mittels Meteoriten auf die Erde kam? Handelt es sich um eine Biowaffe einer anderen Spezies? Oder hat sich das intelligente Öl gar auf der Erde entwickelt? Letztere Option wird nicht nur in „Akte X“ erwähnt. Ein gänzlich irdisches Black Goo terrorisiert die Menschheit auch in „Phantoms“.

In diesem extrem gruseligen Film, der im selben Jahr wie „Akte X – Der Film“ erschien, kann das Öl seine Gestalt nach belieben verändern und die Menschheit auf diese Weise täuschen. Es kann jedes Lebewesen, einschließlich Menschen, imitieren und sogar in der Form von Phantasiegestalten auftreten. Es ist hoch intelligent und vermag mit der Menschheit zu kommunizieren. Diese braucht es nicht nur als Nahrung, sondern auch als Religionsgemeinschaft, denn das Black Goo in „Phantoms“ möchte als Gott angebetet werden.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s