Literatur zum Heulen

In der Literatur kommen Werwölfe bereits seit der Antike vor. Im fast 4.000 Jahre alten Gilgamesch-Epos verwandelt z.B. die Göttin Ištar einen Schäfer in einen Wolf. Es ist zwar durchaus möglich, dass dieser Epos einen wahren Kern hat, da er Bezug auf reale Ereignisse wie die Sintflut nimmt, doch eine solche Verwandlung ließe sich nur mittels prä-astronautischer Theorien erklären.

Bei der „Naturalis Historia“ von Plinius dem Älteren (ca. 24-79) handelt es sich indes um eine definitiv naturwissenschaftliche Abhandlung, in welcher ebenfalls Wolfsmenschen erwähnt werden. Plinius hielt diese zwar für einen Mythos, doch könnte dieser sehr wohl plausibel durch die Hypertrichose erklärt werden. Dies gilt jedoch nicht für nächtliche Verwandlungen bei Vollmond, wie sie der schwedische Katholik Olaus Magnus (1490-1557) in seinem Werk „Geschichte der nördlichen Völker“ ernsthaft in Erwägung zog. Statt einer wissenschaftlichen Arbeit lieferte Magnus ein religiöses Pamphlet ab, welches aber die Grundlage der modernen Werwolfsliteratur darstellt.

Einer der ältesten Romane des Werwolf-Genres ist “Wagner, the Werewolf” von George W. M. Reynolds, welcher 1846 erschien.

Wagner The Werewolf

In den letzten 25 Jahren erschien eine wahre Flut von Werwolfsromanen, sodass an dieser Stelle eine unvollständige Auflistung ausreichen muss. Wie bereits beim Vampir-Genre dürfte der Markt bald von den Werwolfsgeschichten nach Schema F übersättigt sein.

● Guy Endore: „The Werewolf of Paris“,1933
● Louis Whitley Strieber: „Wolfsbrut“, 1978
● Stephen King: „Das Jahr des Werwolfs“, Kalendergeschichten von 1988, und „Der Werwolf von Tarker Mills“, Kalendergeschichten von 1991
● Roger L. DiSilvestro: „Werwölfe küssen gut“, 1989
● Wayne Smith: „Thor“, 1991
● Laurell K. Hamilton: „Anita-Blake”-Serie, seit 1993
● Gillian Bradshaw: „Das Lied des Wolfes“ (Originaltitel „The Wolf Hunt“), 1997
● Wolfgang Hohlbein: „Wolfsherz“, 1999

Wolfsherz

● Joanne K. Rowling: „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“, 1999
● Alice Borchardt „Die Silberwölfin“, 2000, und „Der Gesang der Wölfin“, 2001
● Donna Boyd: „Das Haus der Wölfe“ und „Die Schneewölfin“, 2001
● Kelley Armstrong: „Die Nacht der Wölfin“, 2003, und „Rückkehr der Wölfin“, 2004
● Markus Heitz: „Ritus“ und „Sanctum“, 2006

Ritus & Sanctum

● Sarah Baines: „Die Spur der Wölfin“, 2006
● Stephenie Meyer: „Bis(s)“-Serie, ab 2006
● Patricia Briggs: „Ruf des Mondes“, 2007
● Jim Butcher: „Wolfsjagd“, dt. Erstausgabe 2007
● Kit Whitfield: „Wolfsspur“, 2007

Cover in Blau/Rot

Cover in Blau/Rot.

● Lynn Raven: „Werwolf“, 2008
● Kresley Cole: „Nacht des Begehrens“, 2008, und „Versuchung des Blutes“, 2009
● Brigitte Melzer: „Wolfsgier”, 2009

Cover in Blau/Rot

Cover in Blau/Rot.

● Christoph Hardebusch: „Die Werwölfe“, 2009

Noch mehr Blau/Rot-Symbolik…

Noch mehr Blau/Rot-Symbolik…

● Nicholas Pekearo: „Wolfsrache”, 2009

Cover mit allsehendem Auge.

Cover mit allsehendem Auge.

● Carrie Vaughn: „Midnight Hour”-Serie, 2009
● Sandra Henke: „Alphawolf“, 2010 und weitere Bände der „Alpha“-Reihe
● Rainer Stenzenberger: „Berlin Werwolf – Blutsbrüder“ und „Berlin Werwolf – Rache“, 2012

Berlin Werwolf

● Simone Dorra: „Fluchmond“, 2014
● André Wiesler: „Hexenmacher. Die Chroniken des Hagen von Stein“; „Teufelshatz. Die Chroniken des Hagen von Stein 2“; „Wolfsfluch. Die Chroniken des Hagen von Stein 3“
● Lori Handeland: „Night Creature: “Wolfskuss”; „Night Creature: Wolfsgesang”; „Night Creature: Wolfsglut”; „Night Creature: Wolfsfieber”; „Night Creature:. Wolfsbann “; „Night Creature: Wolfspfade”
● Kim Harrison: „Rachel-Morgan“-Serie

Noch mehr allsehende Augen…

Noch mehr allsehende Augen…

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