Werwolfsmusik

Da es den Glauben an Werwölfe und ähnliche Wesen seit Jahrtausenden in vielen Kulturen gibt, ist es nicht verwunderlich, dass er vielen Künstlern als Inspiration diente. Primär sind Lieder über Werwölfe in musikalischen Subgenres wie Metal und Gothic vertreten. Neben Moonspell ist die „Lykanthropie“/“Lycanthropy“ auch bei ASP und Six Feet Under verbreitet. Den „Werwolf“ beim Namen nennen u.a. Rage und F.R. feat. Casper & Phreaky Flave. Von der Rückkehr des Werwolfs kündet indes „Return of the Werewolf“ von Usurper.

Die deutsche Horrorpunkband Der Fluch veröffentlichte 1982 ein Lied mit dem Titel „Junger Werwolf“, in dem es um den Spaß am Töten geht. Das ist wohl „Die traurige Wahrheit über Werwölfe“, welche auch die Band Transilvanian Beat Club kennt. Die deutsche Pseudo-Gothband E Nomine schilderte in ihrem Stück „Wolfen (das Tier in mir)“ ebenfalls die animalischen Begierden und Taten aus der Sicht eines Mannes, der vom Fluch des Werwolfs betroffen ist.

DeWolff haben ein ganzes Konzeptalbum mit dem Titel „Roux-Ga-Roux“ herausgebracht. Der Wolf steht auf dem Cover aber weniger im Licht des Vollmondes, sondern viel mehr im Zeichen von Venus und Saturn.

DeWolff - Roux Ga Roux

Allerdings sind nicht ausschließlich Männer von diesem Fluch betroffen. Sowohl Megadeth als auch Shakira haben schon über den „She Wolf“ gesungen.

Shakira Wolf

In der Regel dominieren jedoch die patriarchalen Klischees, welche vor allem in der Rock- und Metal-Szene verbreitet sind. Im Bereich Trash Rock’n’Roll wäre da „I am the Wolfman“ von der österreichischen Band The Incredible Staggers, in der Heavy-Metal-Sparte gibt es „Of Wolf and Man“ von Metallica und „Animal“ von Disturbed. “The Animal I Have Become” von Three Days Grace deckt den Bereich Alternative Rock ab, “Sunshine the Werewolf” von The Dillinger Escape Plan ist im Mathcore angesiedelt und die Power-Metal-Band Iced Earth hat ebenfalls einen „Wolf“ in ihrem Musikzoo. Gleiches gilt für die südkoreanische Pop-Band Exo, deren „Wolf“ jedoch musikalisch total aus der Rolle fällt. Der ist bestenfalls Futter für den unangefochtenen „Alphawolf“, den wir bei der thüringischen Death-Metal-Band Eisregen finden.

Als „Alphatier“ bezeichnete sich auch Honey von der Elektropop-Band welle:erdball auf dem 2006 erschienenen Album „Chaos total“. Außerdem fand sich bereits auf dem zweiten Album „Alles ist möglich“ von 1995 die Single „W.O.L.F.“ Offensichtlich „ein Fehler der Natur“, hat dieser Werwolf nur ein Auge.

WOLF

Marius Müller-Westernhagen sieht sich auf seinem neusten Album von 2014 ebenfalls als „Alphatier“, passend mit Werwolfsaugen.

Westernhagen - Alphawolf

Bleiben wir noch etwas in den deutschen Wäldern und machen eine musikalische Reise ins Mittelalter, wo Schandmaul einst den „Wolfsmensch“ und Saltation Mortis den „Varulfen“ besangen. Subway to Sally hatten ebenfalls schon einen „Wolfstraum“, während die deutsche Hard-Rock Band Motorjesus das Werwolfdasein in ihrem Titel „The Howling“ eher als Alptraum betrachtete.

Ein weiteres Verbreitungsgebiet von Werwölfen scheint London zu sein, wo das Thema eher humoristisch bis makaber verarbeitet wird. So z.B. im vielfach interpretierten Gassenhauer „Werewolves of London“ von Warren Zevon (1947-2003) und in „American Werewolves in London“ von Wednesday 13.

Warren Zevon - Werewolfes of London

Ebenfalls Macrabe ist „The Werewolf of Bedburg”, denn dieser wird von der entsprechenden US-Death-Metal-Band besungen. Von „Werewolves of Armenia” weiß indes die deutsche Power Metal-Band mit dem passenden Namen Powerwolf zu berichten.

Powerwolf - Alive in the Night

Da sich Werwölfe bekanntlich bei Vollmond verwandeln, gibt es zahlreiche Titel mit entsprechenden Bezugnahmen. Darunter „Full Moon“ von Sonata Arctica, welches vom Leben eines Werwolfes in Menschengestalt bis zu seiner Verwandlung erzählt. Die meisten Albencover der Band zeigen zudem Wölfe.

Sonata Arctica - The Last Greys

Sonata Arctica Wolf

Sonata Arctica - The Collection

Da könnte man glatt den Mond anheulen. Wobei der Schockrocker Ozzy Osbourne dem bereits 1983 mit seinem Album „Bark at the Moon“ nachkam.

Bark at the Moon

Ceremonial Castings gaben auf einer MCD gleichermaßen ihre „Fullmoon Passions“ offen zu.

Ceremonial Castings - Fullmoon Passions

Songs über den „Wolfmoon“ gab es weiterhin schon von Type O Negative und The Vision Bleak. Die deutsche Mittelalterband In Extremo verarbeitete das Thema ebenfalls in „Schau zum Mond“ und die niederländische Popgruppe Loona besang 1998 in „Hijo de la luna“ die Sage einer Zigeunerin, die den Mond um einen Mann bittet. Im Gegenzug muss sie ihm dafür den Erstgeborenen als „Kind des Mondes“ geben, was allegorisch zu „Werwolf“ zu verstehen ist.

Loona

In „Waking the Demon“ von Bullet for my Valentine geht es indes um einen Jungen, der in der Schule gemobbt wird, bis er sich bei Vollmond in einen Werwolf verwandelt und sich an einem seiner Peiniger rächt.

Neben dem Werwolfsthema gibt es noch eine Reihe von Beispielen, in denen Wölfe eine zentrale Rolle spielen, wie die folgenden Albencover zeigen.

Goetia Wolf

Never Cry Wolf

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