Rituelle Menschenopfer – Immer wenn der kleine Hunger kommt

von Shinzon

Opfergaben an die Götterwelt gibt es bereits seit der Steinzeit und sie finden sich in fast allen Kulturkreisen. Meist handelt es sich um Essbares, was den Göttern dargeboten wird, um sie zu besänftigen oder um etwas Bestimmtes wie Regen zu erbitten. Zuweilen werden auch Gebrauchsgegenstände, Kostbarkeiten, Weihrauch und seit Einführung des Geldes gleichermaßen Bares geopfert. Selbstverständlich handelt es sich bei den Opfergaben um reinen Aberglauben. Bisher hat sich noch kein Gott blicken lassen, um die Gaben einzukassieren.

Umso schlimmer ist es, wenn statt harmloser Dinge zuweilen Tiere und sogar Menschen geopfert werden. Solche Opfer sind ebenfalls seit Beginn der Geschichtsschreibung bekannt. Die Tieropfer waren im Ursprung wahrscheinlich als Dank an die Götter für Jagderfolge gedacht. Man teilte die Beute quasi mit der Geisterwelt. Später entwickelten sich jedoch immer brutalere Opferkulte, die regelmäßig in Blutbädern ausarteten. Am schlimmsten trieben es Kulturen wie die Phönizier und die von ihnen abstammenden Karthager, die ihre eigenen Kinder bei Molochopferungen lebendig verbrannten.

Baal Hammon

Die Erzfeinde der Karthager waren die Römer, welche Karthago schließlich zerstörten. Zwar benutzten die Römer die Molochopferungen für ihre Propaganda, doch wirklich besser waren sie nicht. Nur wenige Jahrhunderte nach ihrem Sieg über Karthago hatten sich die einstigen Schaukämpfe in den Arenen zu blutrünstigen Ritualen entwickelt. Die Gladiatorenkämpfe, Massenschlachtungen von Wildtieren und Hinrichtungen von Gefangen wurden nicht nur in aller Öffentlichkeit praktiziert, sondern waren ähnliche Highlights wie heutzutage die Olympischen Spiele oder die Fußball-WM. Natürlich mit entsprechender Vermarktung, denn Blut und Spiele waren nicht nur eine willkommene Ablenkung der Massen, sondern auch ein lukratives Geschäft.

pollice verso - Jean-Léon Gérôme (1872)

pollice verso – Jean-Léon Gérôme (1872)

Lange Zeit von der abendländischen Kultur abgeschnitten, praktizierten die Maya, Azteken und andere amerikanische Kulturen ebenfalls grausame Opferrituale zu Ehren ihrer Götter. Den Opfern, bei denen es sich meist um Kriegsgefangene handelte, wurde das Herz bei lebendigem Leibe herausgeschnitten und zuweilen auch anschließend der Kopf abgeschlagen.

Hohepriester

Die Maya kannten darüber hinaus ein Ballspiel, welches von astrologischer Bedeutung war und nach dessen Abschluss die Siegermannschaft geopfert wurde. Dies galt allerdings nicht als grausam, sondern als besondere Ehre. Die vor allem in Mittel- und Südamerika stark ausgeprägte Todesverherrlichung manifestierte sich aber nicht nur Opferritualen, sondern auch in Schädelkulten, wie zahlreiche Wandverzierungen und Kristallschädel belegen.

Schädeldeko Lateinamerika

Als die europäischen Eroberer nach Amerika kamen, waren sie von den Opferritualen schockiert und angeekelt. Selbst waren sie jedoch keinen Deut besser – weder gegenüber den amerikanischen Ureinwohnern, noch gegenüber ihrer eigenen Bevölkerung in Europa. Die Hinrichtungen während der Inquisition und insbesondere die zahlreichen Hexenverbrennungen unterschieden sich kaum von den Menschenopfern der Karthager, Azteken oder Maya.

Hexenprobe & Verbrennung

Die Rechtfertigungsgrundlage der katholischen Kirche und ihrer weltlichen Handlanger war bei alledem stets die Bibel. Es sollte daher nicht überraschen, dass es auch in diesem Schmöker nur so vor Opferungen wimmelt. Damit sind nicht nur die Rituale anderer Kulturen wie der Phönizier und Kanaaniter gemeint. Gott höchstpersönlich soll z.B. Abraham aufgefordert haben, ihm seinen Sohn Isaak zu opfern. Erst im letzten Moment sandte Gott einen Widder als Ersatzopfer.

Angeblich wollte er nur Abrahams Glauben testen, doch was wäre gewesen, wenn Abraham Isaak geschlachtet hätte? Es gab nur einen Gott, der Kinderopfer verlangte und dessen Name war Baal Hammon. Ist Baal der Gott der Bibel oder wie ist diese Geschichte zu verstehen? Allein schon die Tatsache, dass Abraham dem Gott der Bibel letztendlich ein tierisches Blutopfer dargebracht hat, lässt die Bibel in keinem guten Licht erscheinen.

Das Opfer Isaaks - Caravaggio (1603)

Das Opfer Isaaks – Caravaggio (1603)

Tier- und Menschenopfer hatten noch nie etwas Gutes. Insbesondere Menschenopfer sind das Werk brutaler Tyranneien und finsterer Kulte. Im Satanismus, bei fundamentalistischen Gruppierungen wie dem IS und einigen Eingeborenenreligionen werden derartige Rituale bis heute praktiziert. Bei den Islamisten werden die Massaker dabei in aller Öffentlichkeit verübt, während der Satanismus eher im Geheimen agiert.

Satanisten bringen sowohl Tier- als auch Menschenopfer dar. Was letztere angeht, handelt es sich meist um Kindstötungen, bei denen Kleinkinder und sogar Babys geopfert werden, welche zuvor extra für diesen Zweck gezeugt wurden. Die Schwangerschaften werden geheim gehalten und die Geburten nirgendwo registriert, weshalb niemand die Opfer vermisst. Rituelle Tötungen von Erwachsenen betreffen indes meist Aussteiger, zuweilen aber auch Obdachlose und Zwangsprostituierte. Diese Personen haben selten Angehörige, die sich um ihr Schicksal sorgen würden.

Ritualmorde an Gegnern oder Unbeteiligten werden indes eher vermieden, da sie Fragen aufwerfen. Hin und wieder kommen solche Verbrechen aber doch vor, wie der Mord an Sandro Beyer 1993 im thüringischen Sondershausen. Die Mörder gehörten der NSBM-Band Absurd an und verhöhnten ihr Opfer anschließend, indem sie Beyers Grabstein auf das Cover des 1995 erschienen Albums „Thuringian Pagan Madness“ abbildeten. Die rechtsextreme Satanistenbande um Hendrik Möbus gehörte zu dem Zeitpunkt wahrscheinlich keiner schwarzen Loge an und der Mord durch Erdrosseln entspricht auch nicht den üblichen Ritualen.

Absurd Opferverhöhnung

Leider sind solche Morde noch nicht das Schlimmste. Die Rituale, die sich im Verborgenen abspielen, sind noch weitaus grausiger. Dank einiger Aussteiger, die das Martyrium rituellen Missbrauchs überlebt haben, weiß die Öffentlichkeit inzwischen sehr viel über die Tötungsrituale schwarzer Logen. Im Prinzip liegen die meisten Horrorfilme gar nicht weit daneben, was die okkulten Symbole, Roben und Masken angeht. Der Unterschied liegt lediglich darin, dass die Realität sogar noch grausamer als jeder Film ist, denn Vergewaltigungen von Kindern, sowohl durch Logenbrüder als auch durch Ziegen, blieben den Fernsehzuschauern bisher erspart.

Ein Detail, was bei Zeichnungen von überlebenden Kindern immer wieder auffällt, sind Augen mit geschlitzten Pupillen. Dies wirft einige interessante Fragen auf. Tragen einige der Satanisten Kontaktlinsen, um der Schlange Luzifer ähnlicher zu sein? Oder sind bei einigen Opferritualen echte Reptiloide anwesend? Es ist jedenfalls sehr aufschlussreich, dass auch in Roman Polanskis Film „Rosemaries Baby“ das Kind des Teufels Reptilienaugen hat und es weitere Filmbeispiele gibt, in denen Reptiloide Menschen opfern und anschließend verzehren.

Rosemaries Repto

Waren letztendlich vielleicht die Götter, denen die Maya und Azteken die Herzen ihrer Opfer darboten, reale Wesen aus einer anderen Welt? Aßen diese Kreaturen Menschenfleisch, woraus sich später Rituale entwickelten, mit denen die antiken Völker die Rückkehr ihrer Götter erwirken wollten? Auffällig ist jedenfalls, dass die Maya und Azteken ihre Götter als menschenfressende Reptilienwesen darstellten und sich dies mit dem Schlangenkult des Satanismus deckt. Demnach wären Menschenopfer kein Produkt eines entgleisten Aberglaubens, sondern hätten einen praktischen Nutzen.

Quetzalcoatl

Quetzalcoatl

Fakt ist, dass die irdischen Satanisten bei ihren Ritualen selbst zum Kannibalismus neigen. Dies konnte von mehreren Überlebenden unabhängig voneinander bestätigt werden. Neben dem Verzehr von Menschenfleisch glauben die Satanisten außerdem, mit der Energie ihrer Opfer arbeiten zu können. Die Opferungen werden bewusst möglichst brutal und grausam gehalten, weil aus Sicht der okkulten Priesterschaft durch Leid und Schmerz besonders viel Energie freigesetzt werden soll und diese ihnen angeblich große Macht verleiht.

Es ist unerheblich, ob an diesem Hokuspokus etwas dran ist oder nicht. Die Satanisten glauben an diese Art der schwarzen Magie und das macht sie gefährlich. Ihre Glaubenssätze können u.a. in den Büchern von Aleister Crowley (1875–1947) nachgelesen werden. Laut ihm sollen sich blonde Jungen mit hoher Intelligenz besonders gut als Menschenopfer eignen, was keinen Zweifel an der geistigen Verfassung Crowleys aufkommen lässt.

Anschließend lässt sich festhalten, dass Menschenopfer und insbesondere Kindstötungen in Kombination mit rituellem Missbrauch alles andere als eine krude Verschwörungstheorie sind. Was im Satanismus zelebriert wird, ist genauso real wie es die Opferrituale der Karthager, Maya und Azteken waren. Psychopathisch veranlagte Menschen sind absolut zu solchen Grausamkeiten fähig, auch wenn dies für alle empathisch veranlagten Menschen schwer vorstellbar ist.

Um sich ein Bild von dem zu machen, wozu Menschen fähig sind, reicht jedoch ein Blick in die Geschichte. Dabei brauchen wir gar nicht einmal weit zurück zu gehen. Die Shoa, welche das Naziregime über die Juden und andere Minderheiten brachte, ist der beste Beweis für die menschliche Brutalität. Dabei kann dieser Genozid durchaus auch als satanisches Opferritual betrachtet werden. Zum einen gehörte die Nazielite der freimaurerisch-okkulten Thule-Gesellschaft an und allen voran Himmler glaubte fest an das Reich des Übernatürlichen. Zum anderen bedeutet der Begriff „Holocaust“, welchen die britische Presse nach dem 2. Weltkrieg prägte, übersetzt so viel wie „Brandopfer“.

Es gibt noch ein weiteres Beispiel für die Verweltlichung eines Opferkultes. Der Autor Karl Bruno Leder geht in seinem Buch „Todesstrafe“ davon aus, dass sich selbige ursprünglich aus der Opferung von Menschen entwickelt hat. Der moderneren Argumentation, dass mit der Tötung eines Kriminellen Gerechtigkeit getan sei, geht laut Leder der archaische Gedanke voraus, dass sich Götter oder Geister mit Menschenblut zufrieden zu stellen lassen.

Quelle

Death Row Marv

6 Kommentare zu “Rituelle Menschenopfer – Immer wenn der kleine Hunger kommt

  1. Zu der Stelle mit Abraham:

    Durch die Vertrauensprobleme der „Verschwörerszene“ hinsichtlich dem Folgen jeglicher Einrichtungen auf Grund ihrer dubiosen Verhältnisse und ihrer Gesinnungen geht scheinbar einher, das Verhalten der Herrschenden zu kritisieren aber ihren scheinbar erkannten Glauben auf Grund ihres mysteriösen, über lange Zeit bewahrtes, weitreichenden Insider-Wissens zu übernehmen.

    Es soll ja satanische Gesinnungen der Freunde der Kabbalah geben, die Moses als Propheten des „bösen“ Gottes sehen während ein geheimer jüdischer Rat eine Offenbarung Lucifers eruhr, welcher sich als wahrer gutmütiger Gott zeigte. Könnte dies ein weiterer Trick gewesen sein?
    Um diese Schlange Lucifer, die wohl ein herausgelöster göttlicher Teil Gottes selbst nach diesen Auffassungen sei, auf Erden zu bekräftigen, sei es notwendig alle Menschen auf Erden entweder „gut“ oder „böse“ werden zu lassen.
    Da es mit dem Bösen besser klappte, schrauben satanistische Juden seit dem Tode Salomos nun an dieser Bewegung. Da haben wir wieder die Gegensätze. Sünde ist demnach etwas gesegnetes.
    Ich weiß nicht ob all diese Verteidiger und Handlanger der Herrschenden wirklich wissen worauf sie sich einlassen. Sie waren nicht dabei und es ist doch wohl zweifelhaft, diese reptiloide Bande zu supporten. Allein, wenn man bei grundsätzlichem Menschenrecht bleibt. Es dreht sich doch alles nur um Macht, Ruhm, Reichtum, Aufmerksamkeit und Oberflächlichkeiten. Mit sexueller Enthaltsamkeit seine Chakras beladen um dann Kinder zu opfern und die Masse im Unwissen zu lassen…solchen „Göttern“ zu diesen ist fatal. Wenn nicht alles über Crowley total erfunden ist, war er ja zumindest sowieso von Drogen verseucht. Ob sie wirklich so glücklich waren…besonders am Ende?

    Es gibt Leute aus Teilen der Welt, in der die Schlange heute noch kulturell eine große positive Rolle spielt, die Schlangenwesen ebefalls als den Bewahrer vor dem „bösen“ Bibelgott ansehen. Gerade in der Bewegeung der Rastafarians geht es da sehr gemischt zu.
    Auch interessant ist vielleicht, dass Bob Marley nach seinem Album auf dessen Cover er ein biblisches weißes Pferd reitet und ein Reptil aufspießt, zu Tode kam.

    Es kann doch nicht möglich sein, dass der biblische Gott der Baal (heißt „Meister“ glaube ich, oder?) ist, wenn Jesus Christus oder sagen wir Yeshua (der wohl ursprünglichere Name) alles revolutionierte. Das Schlachten von Widdern ist Vergangenheit. „Die Wege Gottes sind unergründlich“. Wer etwas Glaube hat und schon gewillt ist so einiges an Verschwörungstheorien zu glauben, der kann sich fragen, was für eine Erscheinung dieses Widder wahr. „Gott gibt und Gott nimmt“. Ob es eine Erscheinung irgendeines herkömmlichen Widders wahr, das brutal unter Schmerzen starb. Diese Geschichten lassen sich mit physischen Begebenheiten bezogen auf die Gegenwart in Assoziation mit der heutigen Tierquälerei nicht verarbeiten, oder? Ich möchte nicht den Missionierer spielen. Ich möchte lediglich Auffassungen über die Bibel offen verarbeiten. Das es ein Produkt der Katholiken im jetzigen Zustand ist, samt Fehlübersetzungen und großer Interpretationen sowie Zweifel an Quellen gibt, ist mir klar. Doch wer war Jesus und der biblische Gott?

    Hätte dieser Schlangengott laut Auffasung dieser Gläubigen der Lehre der Kabbalah irgendwann übernommen, wieso wird dann von gewissen Dingen abgeraten, die wohl gerade die Herrschenden uns etwa zu Ostern mit dem Osterfeuer näher bringen möchten: , „Die Kinder lesen Holz, die Väter zünden das Feuer an und die Frauen kneten den Teig, dass sie der Himmelskönigin Kuchen backen, und fremden Göttern spenden sie Trankopfer mir zum Verdruss“ (Jeremia, 7,18)

    Oder bezogen auf die Opferrituale: „Von deinen Nachkommen darfst du keinen für Moloch darbringen“ (Lev. 18,21)

    Wieso sollte ein vermeintlicher Baal als biblischer Gott später den Messias senden und wieso sagt uns der, den sie Jesus nennen, Dinge wie: ,,Wir haben schon vorher gesehen, daß die erste Antwort des Herrn Jesus auf die Frage seiner Jünger nach den Kennzeichen der Endzeit und Seiner Wiederkunft die Warnung war: „Habt acht, daß euch niemand verführt!“ (Mt 24,4)

    Hinter dem schlechten Ruf des Vatikans gibt es sehr viele Berichte über Erscheinungen von Jesus. Das Thema Glauben ist also sehr komplex und nicht so leicht abgzutun.

    Trotz außerirdischen, extradimensionalen, okkulten und esoterischen Eindrücken, glaube ich persönlich an Gott und so kann ich nicht von anderen Standpunkten ausgehen. Fragt man mich dennoch nach meiner Haltung im Fall eines Irrtumes, wird es für mich nicht in Frage kommen etwas anderes so zu verehren wie ich meine jetzigen Grundwerte und diesen Gott an sich verehre.

    Danke fürs Lesen!

    .

    • Wir halten es für gefährlichen, judenfeindlichen Blödsinn, den Satanismus auf eine elitäre jüdische Elite herunter zu brechen. Der Satanismus ist ein globales Phänomen und durchzieht alle Kulturen sowie Religionen. Nehmen wir z.B. die bin Laden-Familie und den IS im Islam oder die Bushs und die Vatikanmafia im Christentum. Es sind also keineswegs nur die Rotschilds, Henry Kissinger oder Benjamin Netanjahu. Die Mehrheit der Juden, Christen Muslime sind anständige Menschen, die von ihren religiösen Führern getäuscht werden.

  2. Dem stimme ich vollkommen zu! Nur was hat das mit meinem Beitrag zu tun? Natürlich gibt es anständige Menschen in jeder Religion. Einen einfachen Gläubigen anzugreifen wäre fatal. Ein Satz, den ich so selbst unzählige Male äußerte. Der Glaube eines anderen Menschen ist zu respektieren und es lassen sich sogar einige Gemeinsamkeiten innerhalb der Weltreligionen finden, auf die aufgebaut werden kann.

    Sollte der Eindruck entstanden sein, dass ich eure Anspielung hinsichtlich der Verschmelzung des biblischen Gottes und Baal Hammon als gedankliches Resultat einer allein von einer jüdischen Gruppe im Umlauf gebrachten satanischen Agenda verstehe, dessen Herkunft nun hervorheben möchte, so wurde ich wiederrum nicht wirklich verstanden. Mit Anschuldigungen bestimmter Religionen hat mein Beitrag rein gar nichts zu tun!

    Ihr kommt ja in dem Beitrag auf ein biblisches Menschenopfer zu sprechen und sagt, dass eigentlich nur der Baal so etwas fordert.
    Diese Idee ließ mich an etwas denken, dass ich über AUSRICHTUNGEN der Lehre der Kabbalah las: Lucifer sei der uns wohlgesonnene Gott, während der eigentlich biblische Gott der „Böse“ sei. Weshalb sich DEMNACH unterschiedliche Glaubensströme bildeten. Das ist DEREN Lehre und ich habe es lediglich geschildert. Damit möchte ich auf gar keinen Fall sagen, dass nun jeder Jude oder gar die breite Masse der Gläubigen der Weltreligionen zwangsläufig Satan folgt. Diese Einschätzung halte ich doch für arg übertrieben. Die breite Masse ist niemals das Problem und auch einzelne Religionen assoziere ich nicht mit einer Art Kommandozentrale der Anbetung Satans.

    So genau weiß ich es tatsächlich nicht, aber ich denke es gibt einige Strömungen die den antiken Gott Enki als biblischen Satan und Erlöser ansehen und es gibt wie gesagt Afrikaner, die immer noch Schlangen heiligen und Schlangenwesen als dem „bösen“ biblischen Gott überlegen ansehen. Dies sind doch lediglich BEISPIELE.

    Worauf ich hinausswollte, ist eben diese Idee des „bösen“ Bibelgottes. Sollte der biblische Gott Baal Hammon sein, wieso werden dann in besagten Bibelzitaten wiederrum Opfer abgelehnt. Ein Widerspruch, der mich einfach interessiert. SOLLTE die Bibel lediglich ein Instrument Herrschender sein, wieso all diese Warnungen?

    Wenn ich mich also mit der Bibel und bestimmten Einflüssen (Ist Baal der Gott der Bibel? Welche Rolle spielt Satan?…) beschäftige, geschieht dies aus neutralen spirituellen Interesse an Auslegungsmöglichkeiten und niemals um gewisse Gruppen bloßzustellen.

    Dass der biblische Gott und Baal eins sind, ist also alles was ich hinterfragen möchte.

    • „Einen einfachen Gläubigen anzugreifen wäre fatal. (…) Der Glaube eines anderen Menschen ist zu respektieren und es lassen sich sogar einige Gemeinsamkeiten innerhalb der Weltreligionen finden, auf die aufgebaut werden kann.“

      Dann sind wir uns ja einig. Wir wollten auch nur sicher gehen.

      „Ihr kommt ja in dem Beitrag auf ein biblisches Menschenopfer zu sprechen und sagt, dass eigentlich nur der Baal so etwas fordert.“

      Wobei es bei Baal Hammon explizit um Kindstötungen geht und nicht um Menschenopfer allgemein.

      „Worauf ich hinausswollte, ist eben diese Idee des “bösen” Bibelgottes. Sollte der biblische Gott Baal Hammon sein, wieso werden dann in besagten Bibelzitaten wiederrum Opfer abgelehnt.“

      Weil beim Alten Testament aus hunderten älteren Texten abgeschrieben wurde. Im Neuen Testament gibt es ebenfalls Widersprüche, weil es von verschiedenen Autoren stammt. Man vergleiche nur mal den mitfühlenden Jesus der Bergpredigt mit dem gnadelosen Jesus aus der Johannesoffenbarung.

      „Dass der biblische Gott und Baal eins sind, ist also alles was ich hinterfragen möchte.“

      Wie gesagt ist das Gottesbild in der Bibel nicht einheitlich, sondern im Gegenteil sehr widersprüchlich. In der Genesis steht Gott sogar im Plural, wofür die Prä-Astronautik einen guten Erklärungsansatz hat.

      „SOLLTE die Bibel lediglich ein Instrument Herrschender sein, wieso all diese Warnungen?“

      Streng genommen ist sie beides in einem. So wie auch „Star Trek“ viele wunderbare Lösungsvorschläge für die Zukunft aufzeigt, aber gleichzeitig voll von Freimaurersymbolen steckt. In beiden Fällen waren mehrere Menschen beteiligt, von denen manche gute und manche schlechte Absichten hatten.

  3. Vielen Dank für die ausführliche Antwort! Ich möchte wie gesagt an Gott, ja sogar an den, den sie Jesus nennnen, glauben. Allerdings kann ich gegen euer Fazit, dass die Bibel unterschiedlichen (oder unterschiedlich gesinnten) Quellen, dessen Herkunft und Übersetzung wie auch von mir eingestanden suspekt sind, wenig sagen. Niemand von uns wird die wahre Herkunft und die wahren Absichten der Bibel beweisen können. Ich beschäftige mich gerne mit der Bibel aber in Zusammenhang mit anderen Themen wie den Traditionen verschiedener Kulturen ist es wohl eben manchmal zu komplex und müßig mit Bibelzitaten und Interpretationen daher zu kommen.

    Ich möchte auch nicht weiter auf meine spirituellen Ansichten eingehen. Sie überschreiten zumindest das vorliegende Thema.

    „Rituelle Menschenopfer – Immer wenn der kleine Hunger kommt“ hat mir aber dennoch sehr gut gefallen. Macht weiter so!

    • Danke für das Lob. Wir geben uns sehr viel Mühe, auf hohem Niveau zu recherchieren und wenn es zu einem bestimmten Apsekt keine eindeutigen, seriöen Quellen gibt, formulieren wir das auch entsprechend vage. Es gibt zu viele Verschwörungsblogs, die unsauber arbeiten und Behauptungen zu Fakten umdeuten.

      Was die Quellen der Bibel angeht, ist zumindest sicher, dass Teile des AT auf dem Gilgamesch-Epos basieren. Ebenso ist wissenschaftlich erwiesen, dass es vor ca. 12.500 Jahren eine Sintflut gab und dieses Ereignis in die Legenden vieler Kulturen und später auch in die Bibel einfloss.

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