Humanoide Sternenvölker – Raumbrüder oder falsche Propheten?

von Shinzon

Wer an Außerirdische denkt, hat meist exotische Wesen vor Augen und tatsächlich sind Sichtungen von fremdartigen Grey-Aliens am häufigsten. An zweiter Stelle kommen jedoch nicht etwa Retiloide, Insektoide oder noch bizarrere Wesen, sondern Humanoide. Diese gibt es scheinbar in allen Phänotypen und Hautfarben.

Das wirkt ein wenig wie in „Star Trek“, wo die meisten Außerirdischen aus Kostengründen nur umgeschminkte Menschen sind, zuweilen auch mit kleinen Latexverzierungen an den Ohren, an der Stirn oder auf der Nase. Doch letztendlich könnte „Star Trek“ der Realität damit näher kommen als gedacht. In der TNG-Episode „Das fehlende Fragment“ (OT: „The Chase“) wurde die Ähnlichkeit der meisten Völker schließlich mit einem gemeinsamen Ursprung erklärt und tatsächlich könnte dies auch auf die Realität zutreffen. Laut Aussagen einiger Entführungsopfer sollen wir teilweise von Außerirdischen abstammen, einige könnten allerdings auch durchaus von uns abstammen. Auf die wichtigsten Humanoiden werden wir im Folgenden etwas genauer eingehen.

Das Blaue Volk

Da diese Spezies einen eigenständigen Symbolcharakter besitzt, haben wir sie in einem separaten Artikel behandelt.

Krishna mit Baphomet-Geste

Krishna mit Baphomet-Geste

Hybride

Hybride sind eine Kreuzung aus Grey und Menschen, die immer wieder von Entführungsopfern an Bord von Raumschiffen gesichtet werden. Frauen werden dabei zuweilen ihre eigenen Kinder gezeigt, die sie einst in sich getragen haben, bis die Schwangerschaft unter mysteriösen Umständen ohne Fehlgeburt endete. In einigen Fällen können sich die betroffenen Frauen sogar daran erinnern, wie ihnen die Föten vorzeitig entnommen wurden. Diese reifen anschließend in Tanks heran, von denen es ebenfalls zahlreiche Berichte gibt.

Föten_2

Der Grund für die vorzeitige Entnahme liegt auf der Hand, denn wenn die Hybriden unter normalen Umständen in einem irdischen Krankenhaus zur Welt kämen, würde das sehr schnell Fragen aufwerfen. Immerhin sehen einige noch sehr alienhaft aus. Bei der Mischrasse gibt es dabei mehrere Abstufungen. Manche sehen bereits perfekt menschlich aus, sodass sie problemlos unter uns leben könnten. Andere wirken zwar sehr menschlich, haben jedoch einen großen Kopf oder überdimensionierte Augen. Am gruseligsten sind die Hybriden, die ihre schwarzen Augen von Papa geerbt haben.

Hybrid_3

Hybrid_2

Hybrid_1

Der Zweck der Hybridisierung ist noch unklar, zumal sich die Aussagen der Entführungsopfer teilweise widersprechen. Einigen wurde vermittelt, die Grey wären eine aussterbende Spezies, deren Gene durch zu häufiges Klonen degeneriert seien. Das würde sich mit dem Asgard-Szenario aus „Stargate SG1“ decken. Andere Entführte behaupten, dass die Grey eine neue Spezies erschaffen, für den Fall, dass wir Menschen uns selbst vernichten. Möglicherweise sollen die Hybriden uns sogar als neue, verbesserte Sklavenrasse ersetzen.

Da es auch Kreuzungen zwischen Grey und anderen Spezies wie den Reptiloiden gibt, wäre es auch möglich, dass wir es mit Genparasiten zu tun haben. Was letztendlich zutrifft, steht sprichwörtlich in den Sternen. Fakt ist nur, dass es ein Hybridenprogramm gibt und ebenso historische Hinweise dafür, dass es schon seit Jahrtausenden andauert. Die mittelalterlichen Geschichten über Wechselbälger sind z.B. mit den Schilderungen heutiger Entführungsopfer nahezu identisch.

Nordics

Die Nordics sind nach ihrem „nordischen“ Aussehen benannt. Es handelt sich um ca. 2,30 m große, blonde Humanoide mit blauen Augen. Es gibt sogar Theorien, dass der skandinavische Phänotyp das Ergebnis einer Auskreuzung mit den Nordics sein könnte. In Nazikreisen wird diese Spezies daher mit den Urariern gleichgesetzt, was jedoch vollkommener Mumpitz ist. Die Arier waren nämlich ein Perserstamm und es gibt keinerlei Anzeichen dafür, dass die Nordics in irgendeiner Weise mit braunem Gedankengut sympathisieren oder vom Aldebaran stammen.

Sympathien scheinen sie allerdings für die Grey zu haben, denn die Nordics werden immer wieder zusammen mit den Grauen gesichtet. Es ist jedoch unklar, wer höher in der Hierarchie steht. Möglicherweise handelt es sich bei den Nordics sogar um Hybriden, denn diese werden ebenfalls oft als blond und blauäugig beschrieben. Es wäre also möglich, dass die Nordics gar keine eigenständige Spezies sind. Ebenso wie die Hybriden sollen sie über telepathische Fähigkeiten verfügen und werden meist als sehr freundlich beschrieben. Andererseits stehen sie jedoch auch mit einigen eher negativen Sichtungen von Man in Black in Zusammenhang.

Auf keinen Fall sollten die Nordics mit der Figur des Ashtar gleichgesetzt werden. Zwar wird die Ikone der UFO-Sekte Ashtar Command ebenfalls als blonder Hüne dargestellt, allerdings handelt es sich hierbei um eine reine Kunstfigur. Es gibt keine glaubwürdigen Sichtungsberichte, in denen Ashtar auch nur erwähnt wird. Er taucht lediglich in Channelingbotschaften auf und was davon zu halten ist, haben wir schon mehrfach deutlich gemacht. Nicht jeder humanoid wirkende Alien ist das, was er zu sein behauptet.

Ashtareptile

Plejader

Die angeblichen Bewohner des Plejaden-Sternhaufens sind vor allem in esoterischen UFO-Sekten populär, darunter bei den Alcyone-Plejaden. Am bekanntesten dürften jedoch die angeblichen Begegnungen des Schweizer Kontaktlers Eduard Albert „Billy“ Meier sein. Die zahlreichen vermeintlichen UFO-Fotos von Billy Meier wurden längst als Fälschungen entlarvt und die angebliche Außerirdische „Asket“ stellte sich als die Sängerin Michelle DellaFave heraus, die in den 1970ern in der „Dean Martin Show“ auftrat. Der UFO-Guru hatte sie dreist vom TV-Bildschirm abfotografiert.

Michelle DellaFave

Fernab der UFO-Sekten gibt es nur wenige Berichte über Bewohner der Plejaden und es ist mehr als fraglich, ob es dort überhaupt höheres Leben geben kann. Der offene Sternenhaufen ist nämlich gerade einmal um die 100 Millionen Jahre alt und damit weitaus jünger als unser Sonnensystem. Die große Bedeutung des Siebengestirns in antiken Kulturen dürfte wohl eher auf die Auffälligkeit des Sternenhaufens am Nachthimmel zurückzuführen sein. Unter anderem verehrten die Sumerer und Japaner das Siebengestirn und auch in Europa war es schon vor Jahrtausenden bekannt, wie die Himmelsscheibe von Nebra belegt.

Himmelsscheibe

Ummiten

Die Ummiten sind das wohl interessanteste Kapitel in Sachen Humanoiden. Sie stammen angeblich vom Planeten Ummo, welcher den 15 Lichtjahre entfernten Doppelstern Wolf 424 umkreisen soll. Nachdem sie durch die ersten Funkübertragungen der Menschheit auf die Erde aufmerksam geworden sind, sollen sie in den 1950ern in Spanien gelandet sein. Zunächst sollen sie uns studiert haben, bis sie 1965 Kontakt zu diversen Wissenschaftlern und Politikern aufgenommen haben.

Als gesichert kann dabei gelten, dass tatsächliche einige hochrangige Personen Briefe mit dem Ummo-Logo erhalten haben, die wissenschaftliche Rätsel und Botschaft enthielten. Eine Theorie geht davon aus, dass sich dabei um einen geschickten Hoax gehandelt haben könnte. Da sich die anspruchsvollen wissenschaftlichen Behauptungen jedoch allesamt als korrekt herausstellten, fallen die üblichen UFO-Sekten und jugendliche Kasperköpfe als Urheber aus. Es wurde schon darüber spekuliert, ob ein Geheimdienst hinter der ganzen Aktion stecken könnte, allerdings verraten sich diese meist durch ihre allzu irdische Symbolik.

Das Ummo-Logo sieht indes wie ein H mit einem zusätzlichen Vertikalbalken und nach außen stehenden Enden aus. Dieses Zeichen ist mit keinem Symbol des irdischen Okkultismus vergleichbar, ganz im Gegensatz zu den Logos diverser UFO-Sekten, die leicht auf Freimaurer und Theosophen zurückgeführt werden können.

Ummo-Logo

Leider haben sich diverse UFO-Sekten und Desinformationsseiten bereits der Ummiten angenommen. Deren inkorrekte Version des Ummo-Logos gleicht einer Fleur de Lys. Webseiten, welche diese Abwandlung benutzen, sollten mit äußerster Skepsis betrachtet werden.

Fleur de Ummo

Die Story ist auch ohne zusätzliche Desinformation abgefahren genug. Glaubt man den im Internet kursierenden Behauptungen, soll es sogar schon zu direkten Kontakten mit Ummiten gekommen sein. Sie sollen uns Menschen sehr ähnlich sehen, weshalb sie lange Zeit unbemerkt unter uns leben konnten. Lediglich ihre Finger sollen sehr empfindlich sein, weshalb sie angeblich den Kontakt zu irdischer Technologie meiden. Ihre Lippen sollen indes weniger sensiblen als unsere sein, weshalb sie kein Bedürfnis haben, sich zu küssen. Wie die meisten Außerirdischen sollen auch die Ummiten Telepathen sein. Wir Erdlinge wären damit die degenerierteste aller humanoiden Spezies.

Die Beweislage im Ummo-Fall ist wie so oft sehr dürftig und die Fotos von angeblichen Ummo-Raumschiffen wirken ebenfalls nicht gerade überzeugend. Erschwerend kommt hinzu, dass die Ummiten die Erde aufgrund der aktuellen Weltkriegsgefahr kürzlich evakuiert haben sollen, womit zukünftige Kontakte und damit auch jegliche Beweise ihrer Existenz so gut wie ausgeschlossen sind.

Ohnehin ist an der Ummo-Geschichte einiges faul. So sollen die Ummiten erst 1948 durch unsere Funksignale auf uns aufmerksam geworden sein. Die erste ausreichend starke Funkübertragung waren die Olympischen Spiele 1936. Das System Wolf 424 liegt, wie bereits erwähnt, 15 Lichtjahre von unserem Sonnensystem entfernt. Die Übertragung wäre also erst 1951 bei Ummo angekommen und nicht 1948. Aber okay, vielleicht ist die Botschaft ja von einem Raumschiff aufgefangen worden. Kommen wir also zum nächsten Punkt

Die Ummiten sollen in unserer galaktischen Nachbarschaft leben und darüber hinaus Mitglied einer Planetenföderation sein. Angesichts dessen ist es höchst unglaubwürdig, dass sie nicht schon eher auf die Erde gestoßen sein sollen. Wir Menschen haben bereits entfernte erdähnliche Exoplaneten mit weitaus primitiveren Methoden entdeckt, z.B. im 20 Lichtjahre entfernten System Gliese 581. Mittels Spektralanalyse können wir zudem feststellen, ob diese Planeten Wasser sowie eine atembare Atmosphäre besitzen. Eine Spezies, welche die Technologie für interstellare Reisen besitzt, sollte ihre unmittelbare Nachbarschaft längst erforscht haben.

Hinzu kommt, dass Wolf 424 aus zwei roten Zwergen besteht, deren habitable Zone sehr nah am Stern liegen müsste. Da in diesem System allerdings schon gigantische Flares beobachtet wurden, scheint Wolf 424 recht lebensfeindlich zu sein. Wenn dort tatsächlich Ummiten leben sollten, wären wir auf deren Erklärungen gespannt. Leider sind sie den Gerüchten zufolge weniger wissenschaftlich veranlagt und glauben stattdessen an einen Schöpfergott. Mit anderen Worten so eine Art Space-Christen, was erneut Zweifel am Wahrheitsgehalt der Ummo-Story aufkommen lässt.

Zusammenfassung

Abschließend lässt sich sagen, dass es lediglich für die Hybriden, Nordics und das blaue Volk haltbare Indizien gibt. Die unzähligen Augenzeugenberichte voneinander unabhängiger Quellen decken sich mit historischen Hinweisen aus zahlreichen Kulturkreisen. Die Plejader sind dagegen im Bereich der UFO-Sekten anzusiedeln, gleiches gilt für die Lyraner und Andromedaner. Die Ummiten sind indes ein höchst umstrittener Fall und möglicherweise der intelligenteste sowie aufwendigste Hoax aller Zeiten. Unwiderlegbare Beweise für die Existenz jeder erwähnten Spezies nehmen wir selbstverständlich gern entgegen. Bis dahin betrachten wir dieses Thema mit angemessener Skepsis.

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