Humanoide Völker in Star Trek

In Zeiten der Classic-Serie waren noch die meisten Völker des „Star Trek“-Universums humanoid. Es gab zwar durchaus Spezies wie die Tholianer, Meduser oder Melkoten, die nur ganz kurz zu sehen waren, oder die Gorn, Excalbianer und Mugatos in Ganzkörperkostümen. Aus Kostengründen blieben diese Exoten jedoch die Ausnahme. Bei den Humanoiden machte man sich oft nicht einmal die Mühe, die Schauspieler zu schminken, es reichte ein kurioses Kostüm.

Humanoide

Die Vulkanier und Romulaner erhielten immerhin spitze Ohren, allerdings beschränkten sich die Maskenbildner auf eine Handvoll Hauptcharaktere. Den meisten Romulanern wurden Helme aufgesetzt, um Kosten zu sparen.

Romulaner

Während die Vulkanier und Romulaner aufgrund ihres grünen Blutes nur blassgrün geschminkt waren, wirkten die Orioner mit ihrer intensiv grünen Haut schon weitaus exotischer.

Vina Orion Girl

Die Klingonen hatten in den 1960ern noch nicht ihre typischen Stirnhöcker, sondern wurden einfach braun geschminkt und mit falschen Bärten versehen.

Kor

Die Kinofilme hatten schon ein etwas höheres Budget, weshalb die Klingonen in „Star Trek – Der Film“ erstmals mit Stirnhöckern zu sehen waren. Sie zählten damit allerdings immer noch zu den humanoiden Völkern.

Klingone

In „Star Trek – Das nächste Jahrhundert“ mussten zunächst ebenfalls ungeschminkte Darsteller als Edo oder Ligonier herhalten. Es macht daher kaum Sinn, alle humanoiden Spezies aufzuzählen. Einzig die Betazoiden stachen ein wenig hervor, da Deanna Troi (Marina Sirtis) zur Hälfte dieser telepathischen Spezies angehörte. Empathische Fähigkeiten kosteten nichts und der einzige andere Unterschied zwischen Menschen und Betazoiden bestand in schwarzen Kontaktlinsen.

Deanna Troi

Später kamen häufiger Halbmasken dazu, die meist die Stirn betrafen. Den sehr menschenähnlichen Malcorianern aus der Episode „Erster Kontakt“ wurden immerhin noch vierfingrige Hände verpasst, um sie etwas stärker von uns abzuheben. Gesellschaftlich befanden sie sich jedoch auf exakt demselben Niveau wie die Menschheit heute.

Malcorianer

Als Begründung für die zahlreichen humanoiden Spezies wurde in der sechsten Staffel in der Episode „Das fehlende Fragment“ (OT: „The Chase“) eine humanoide Urrasse eingeführt, welche ihre DNS vor Milliarden von Jahren in der gesamten Galaxis verteilt hatte.

Urmensch

Alles in allem konnte TNG jedoch mit weitaus mehr exotischen Aliens aufwarten als die Classic-Serie. Ausgerechnet eine humanoide Spezies, die ursprünglich nur für die Episode „Fähnrich Ro“ (OT: „Ensign Ro“) angedacht war, schaffte es dann allerdings, eine zentrale Rolle in der Folgeserie „Deep Space Nine“ einzunehmen. Die Rede ist von den religiösen Bajoranern, deren Maske lediglich aus einem Nasenteil und einem Ohrring bestand.

Kira Nerys

Die Trill hatten zwar in der TNG Episode „Odan, der Sonderbotschafter“ (OT: „The Host“) noch auffällige Stirnteile, doch als in „Deep Space Nine“ mit Jadzia Dax ein Hauptcharakter dieser Spezies eingeführt wurde, beschränkte man sich auf eine Fleckenbemalung. Immerhin stachen die Trill noch durch ihre Symbionten hervor, die allerdings nur selten zu sehen waren. Alles in allem ein sehr kostengünstiges Volk.

Jadzia Dax

Es gab noch eine Reihe weiterer humanoider Spezies in DS9, die sich teilweise nur durch spektakuläre Frisuren voneinander abhoben, wie z.B. die T’Lani aus der Folge „Das Harvester-Desaster“ (OT: „Armageddon Game“). Die meisten humanoiden Spezies waren auch in dieser Serie nur das Alien der Woche und tauchten später nie wieder auf.

TLani

In „Voyager“ wurden gleich zu Beginn die Ocampa eingeführt, die ähnlich den Vulkaniern lediglich auffallende Ohren hatten. Diesen konnten zuweilen unter den Haaren versteckt bzw. mit diesen Trick eingespart werden.

Kes

Die Kazon hatten derweil nur ein Stirnteil, welches an die Klingonen erinnerte, sowie auffällige Betonfrisuren.

Kazon

Vor allem in den ersten Staffeln wimmelte es im Deltaquadranten noch von menschlichen Spezies, bei denen radikal an allem gespart wurde. Immerhin konnte sich ein Großteil der Voyager-Crew dadurch unbemerkt unter diese Völker mischen. Erst ab der vierten Staffel tauchten immer exotischere Wesen auf, von denen Spezies 8472 dank modernster CGI-Technik erstmalig komplett computeranimiert war.

Humanoide Voyager

Ähnlich sah es bei „Enterprise“ aus, obgleich auch in der letzten „Star TreK“-Serie einige Völker stark humanoid waren. Bei den Xindi war schließlich die gesamte Bandbreite vertreten. Neben reptiloiden, insektoiden, aquatischen und affenartigen Untergruppen entschied man sich auch im Fall der Xindi wieder für eine humanoide Erscheinungsform dieser Spezies. Stirnteile waren halt immer noch billiger als CGI.

Xindi Humanoid

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