Eugenische Zukunftsvisionen

In der Serie „Andromeda“, welche auf einer Idee von „Star Trek“-Schöpfer Gene Roddenberry (1921-1991) basiert, gibt es einen genetisch verbesserten Menschenzweig. Diese Übermenschen nennen sich Nietzscheaner, nach Friedrich Nietzsche (1844-1900), und sind skrupellose Sozialdarwinisten. Für sie zählt nur das Überleben des Stärkeren, ihren Mitmenschen gegenüber verhalten sie sich wie Psychopathen.

Nitzscheanerin

In „Star Trek“ selbst gibt es ebenfalls eine Gruppe genetisch verbesserter Übermenschen, angeführt von Khan Noonien Singh (Ricardo Montalbán, †). Dieser wollte laut Serienkanon in den 1990ern die Weltherrschaft an sich reißen, was zum Ausbruch der Eugenischen Kriege führte. Nach Kriegsende floh Khan mit einigen Getreuen in den Weltraum, wo sein Schiff, die S.S. Botany Bay, rund 260 Jahre später auf die U.S.S. Enterprise trifft.

Khan

In der Serie „Enterprise“, die Mitte des 21. Jahrhunderts spielt, forscht der Genetiker Arik Soongh (Brent Spiner) ebenfalls an den so genannten „Augments“, die jedoch außer Kontrolle geraten. Der genetische Virus, den sie in sich tragen, erklärt, warum die Klingonen ein Jahrhundert später, also zu Captain Kirks Zeiten, zeitweilig keine Stirnhöcker haben.

Augments

In der Föderation sind daraufhin genetische Aufwertungen aus gutem Grund verboten. Dennoch gibt es Fälle, in denen Eltern gerade bei genetisch benachteiligten Kindern illegal nachhelfen lassen. Im Verlauf der Serie „Deep Space Nine“ stellt sich Dr. Bashir als solcher Fall heraus. Da er selbst nicht für seine Veränderung verantwortlich gemacht werden kann und er im Gegensatz zu den Augments auch nicht psychisch instabil ist, darf er seinen Titel und Status behalten. Seine Eltern werden jedoch zu Haftstrafen verurteilt.

Ein geradezu erschreckendes Beispiel genetischer Manipulation sind die Jem’Hadar, welche das Dominion als Kriegerkaste züchtet. Diese Gentech-Monster sind sogar Dr. Bashir überlegen.

Bashir & JemHadar

4 Kommentare zu “Eugenische Zukunftsvisionen

      • Nein also so würde ich das nicht sehen.
        1. hat jedes Individuum das Potenzial zur Selbstverbesserung, indem das Individuum Progress macht, macht zwangsläufig die ganze Spezies Progress.
        2. wiegen die Bedürfnisse vieler mehr als die eines Einzelnen.
        Gewiss ist etwas Sorge bei unseren heutigen Gesellschaftssystemen berechtigt, da wir alle in Konkurrenz stehen, was wäre aber, wenn die Menscheit als Ganzes am Fortbestand des Planeten und der Art beteiligt wäre.
        Ich fänds klasse.
        Achja btw. Sozialdarwinismus mit jeder gegen jeden führt nicht zum Ubermenschen (ohne Ü als tipp), sondern bewirkt genaues Gegenteil.

        • 1. stimmt durchaus. Nur braucht man dazu keinen Transhumanismus.
          2. Die Bedürfnisse Einzelner unterliegen eben nicht denen der Masse, denn die Masse besteht aus Individuen. Die Mehrheit hat sich außerdem an gewisse Regeln zu halten. Wie Du schon richtig erkannt hast, ist unsere Gesellschaft total kaputt und viele haben kein Problem damit, wenn für ihre Bedürfnisse geraubt und gemordet wird. Außerdem muss man als Individuum auch das Recht haben, „Fortschritt“ – sei es in Form von Gentechnik oder Cyborgimplantaten – abzulehnen.

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