Musik von und für Halloween

Halloween spielt auch in der Musikindustrie eine wichtige Rolle. Eine Band aus Detroit benannte sich sogar nach dem okkulten Fest. 1981 wurde sie noch unter dem Namen Bitch gegründet, die Umbenennung erfolgte 1984 an Samhain.

Halloween - Metal

Halloween - Terror

Die Misfits widmeten dem okkulten Fest eine Single.

Misfits - Halloween

Bei Ministry ist dagegen jeden Tag Halloween.

Ministry - Every Day is Halloween

Disney darf natürlich nicht fehlen.

Disney Halloween Album

Und so ziemlich jedes Jahr erscheinen diverse Halloween-Sampler mit Gruselmucke für Partys.

Halloween Party

The Sounds of Halloween

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Halloween in Springfield

Geradezu legendär sind die „Simpsons“-Horrorfolgen, die jedes Jahr zu Halloween ausgestrahlt werden. Jede Folge besteht aus drei gruseligen Einzelepisoden. Manche sind halbwegs witzige Parodien auf bekannte Filme wie „Harry Potter“, „Nightmare on Elmstreet“, oder „The Dead Zone“. Andere Kurzgeschichten sind einfach nur blutrünstig und brutal.

Wessen Geistes Kind die „Treehouse of Horror“-Folgen sind, bekommt man gleich durch Subliminals im Vorspann vermittelt. Wer hat die 666 entdeckt?

666 Kasse

El Bartomet darf ebenfalls nicht fehlen.

Bartomet

Neben einem ganzen Zoo weiterer Dämonen, darunter H.P. Lovecrafts Cthulhu.

Cthulhu Bart

Zu den wiederkehrenden Charakteren der Halloween-Episoden gehören die beiden Aliens Kang und Kodos, benannt nach einem Klingonen und einem Henker aus der „Star Trek“ Classic-Serie. Man beachte, dass die beiden nur ein allsehendes Auge mit einer geschlitzten Reptilienpupille haben.

In der VII. Auflage schlüpfen die beiden Aliens in die Rollen der Präsidentschaftskandidaten Bill Clinton und Bob Dole. Besser kann man nicht auf den Punkt bringen, wie das Zweiparteiensystem der USA funktioniert und wer im Hintergrund die Strippen zieht.

Kang & Kodos for President

Halloween in Hellywood

„Halloween“ bietet jede Menge Stoff für schauerliche Geschichten. Am bekanntesten dürfte dabei die gleichnamige Slasher-Filmreihe sein, welche auf das Opfern von Menschen an diesem okkulten Datum anspielt. Ähnlich wie die „Freitag der 13.“-Reihe dreht sich alles um einen psychopathischen Serienmörder, der mit Vorliebe Teenager dahinschlachtet, selbst aber nicht totzukriegen ist.

Den ersten Teil der Reihe lieferte Horrorlegende John Carpenter 1978 ab. „Halloween II – Das Grauen kehrt zurück“ folgte 1981.

Halloween I & II

„Halloween III“, der im Originaltitel den Zusatz „Season of the Witch“ trägt, kam bereits im Folgejahr in die Kinos. Allerdings taucht im dritten Teil Michael Myers nur kurz im Fernsehen auf. Die eigenständige Handlung dreht sich stattdessen um eine bizarre Verschwörung, welche vom Spielzeugfabrikanten der Firma „Silver Shamrock“ ausgeklügelt wurde. Dieser hat präparierte Halloweenmasken auf den Markt gebracht, mit welchen tausende von Kindern auf einen Werbespot hin getötet werden sollen. Dem Protagonisten gelingt es zwar, die Verschwörer zur Strecke zu bringen, doch er schafft es nicht, die Ausstrahlung des Werbespots zu verhindern.

Halloween III Masken

Im Vordergrund dieser kruden Handlung steht selbstverständlich die Opferung von Kindern an Samhain. Die Halloween Masken, mit denen die Kleinen umgebracht werden sollen, enthalten indes Mikrochips, was ein direkter Hinweis auf die RFID-Agenda ist. Die Chips, welche bereits von Anbietern wie IBM zum Implantieren angeboten werden, könnten tatsächlich auch für Morde per Stromstoß benutzt werden. Im Film fangen die Kinder jedoch an, Insekten und Schlangen zu spucken, was technisch so nicht machbar ist.

Schlussendlich wäre da noch der unterschwellige Trigger in einem Werbespot, was auf die Strategie der Sublimals anspielt. Wie ein visuelles Subliminal auf einen Mikrochip wirken soll, ist allerdings mehr als fragwürdig. Wirklich logisch ist der Film nicht und zudem ist die deutsche Synchronisation dermaßen grottig, dass man ihn getrost in die Tonne kloppen kann.

TV Trigger

Nach diesem unsäglich okkulten Flop ging es erst 1988 weiter und zwar in gewohnter Manier. „Halloween IV – Michael Myers kehrt zurück“. Die Reihe wurde dann chronologisch mit „Halloween V – Die Rache des Michael Myers“ von 1989 und „Halloween VI – Der Fluch des Michael Myers“ von 1995 fortgesetzt. Mit „Halloween H20“, der 1998 in die Kinos kam, wurden die letzten Teile jedoch ignoriert und eine neue Zeitlinie präsentiert, die 20 Jahre nach den Ereignissen der ersten beiden Filme einsetzt. 2002 durfte Michael Myers in „Halloween: Resurrection“ noch einmal eine Reality TV-Show aufmischen und ihre Teilnehmer niedermetzeln, womit die alte Serie beendet wurde.

Halloween H20 & Resurrection

Totgeglaubte leben bekanntlich länger und manchmal werden sie auch wiedergeboren. 2007 und 2009 drehte der Satansrocker Rob Zombie Remakes der ersten beiden Teile. Der Charakter des Serienmörders wurde dabei etwas tiefgründiger herausgearbeitet, aber sonst handelte sich um die alte Story in neuem Gewand.

Halloween Ramakes

Der hochgradig okkulte Disney-Konzert hat ebenfalls eine Filmreihe zum Thema abgeliefert. Den Beginn machte 1998 „Halloween Town – Meine Oma ist ’ne Hexe“. Geopfert werden die Kinder in diesem Streifen zwar nicht, aber sie werden zu schwarzer Magie verführt.

Der kleinen Marnie Piper-Cromwell (Kimberly J. Brown) wird von ihrer Mutter verboten, jemals an Halloween teilzunehmen, was eine sehr weise Entscheidung ist. Immerhin weis Gwen (Judith Hoag) um die abartige Bedeutung dieses Spuks, da sie in einem Hexenzirkel aufgewachsen ist. Die Opfer rituellen Missbrauchs wissen, was das zu bedeuten hat. Gwens Mutter Agatha (Debbie Reynolds) ist über den Ausstieg ihrer Tochter wenig begeistert und streckt ihre giftigen Krallen nach der Enkelin aus, damit die Familientradition fortgeführt wird. Sie bringt Piper in eine Art magische Paralleldimension, wo das ganze Jahr über Halloween ist.

2001 folgte die Fortsetzung „Halloweentown II“, 2004 ging es dann in die „Halloweentown Highschool“ und 2006 auf das „Hexencollage“.

Halloweentown

Ein Film, in dem Halloween nur am Rande auftaucht, ist „E.T. – Der Außerirdische“ aus dem Jahr 1982. Es ist jedoch alles andere als ein Zufall, dass ausgerechnet dieser Zeitraum für die Ankunft des Aliens ausgewählt wurde. Immerhin glaubten die Kelten, dass sich an Samhain ein Tor zur Geisterwelt öffnen würde. Es geht also mitnichten darum, E.T. in einem Gespensterkostüm aus dem Haus zu schmuggeln und mit Meister Yoda bekannt zu machen. Es geht um die Alien-Demon-Connection, denn die geisteskranke Elite betet Außerirdische als Dämonen an.

ET Yoda

Halloween – Monsterspaß mit dunklem Hintergrund

von Shinzon

Jedes Jahr am 31. Oktober verkleiden sich kleine Kinder als Monster und Geister, ziehen von Haus zu Haus und sammeln dabei Süßigkeiten. Gibt es nichts Süßes, dann gibt es halt Saures. Die größte Popularität genießt das schaurige Treiben in den USA und auch in Europa breitet es sich zunehmend aus. Die Ironie dabei ist, dass Halloween keineswegs ein US-Export ist, sondern ursprünglich aus Europa stammt. Um genau zu sein aus Irland, wo es unter dem Namen Samhain bzw. Oíche Shamhn bekannt ist.

Samhain ist wahrscheinlich an den keltischen Monat Samoni angelehnt und kann als keltisches Neujahrsfest gesehen werden, wobei in alten irischen Rechtstexten aber auch das Beltane-Fest am 1. Mai als Jahresanfang genannt wird. In jedem Falle markiert die Nacht vom 31. Oktober zum 1. November den Beginn der dunklen Jahreszeit und ebenso dunkel sind die Traditionen dieses Festes.

In früheren Jahrhunderten zogen die Menschen keineswegs als Geister verkleidet durch die Straßen. Im Gegenteil glaubten sie, dass sich in dieser Nacht ein Zugang zu Verstorbenen und Wesen aus der anderen Welt öffnen würde, weshalb es ratsam war, das Haus lieber nicht zu verlassen. Es war also so ziemlich das genaue Gegenteil von dem, was Halloween oder auch die Neuinterpretation von Samhain im Neuheidentum heute sind.

Statt Süßigkeiten gab es in früheren Jahrhunderten zudem Blutopfer, welche dem Unterweltgott Cenn Crúach („Blutiger Kopf“) dargebracht wurden. Mit den Opfern wurden er und andere chthonische Gottheiten um Fruchtbarkeit gebeten. Bei der Anbetung des Cenn-Crúach-Idols zu Samhain soll des Weiteren der irische Sagenkönig Tigernmas gestorben sein und dabei drei Viertel der Iren mit in den Tod genommen haben. Er galt den irischen Kelten daher ebenfalls als ein Gott des Todes.

Über die Art der Blutopfer gibt es verschiedene Quellen. Laut der Encyclopædia Britannica wurden auf den Hügeln Irlands so genannte Knochenfeuer entzündet, was sich auf das Verbrennen der Knochen des Schlachtviehs bezieht. Böse Zungen behaupten indes, die Druiden hätten ein Kindesopfer auserwählt, in einen Weidenkorb gesteckt und darin lebendig verbrannt. Das Haus der Familie, welche ein Opfer zu bringen hatte, soll dabei mit einer ausgehöhlten Steckrübe markiert worden sein.

Es gibt zwar tatsächlich Hinweise auf derartige Opferungen, doch der Zusammenhang mit Samhain und den ausgehöhlten Rüben bzw. Kürbissen ist fraglich. Der offiziellen Version über die Herkunft der ausgehöhlten Steckrübe, die in den USA durch einen Kürbis ersetzt wurde, mangelt es allerdings noch mehr an Glaubwürdigkeit. Die so genannte Jack O’Lantern soll auf einen Hufschmied namens Jack Oldfield zurückgehen, welcher der Legende nach vor langer Zeit den Teufel mehrfach austrickste. Er soll den Leibhaftigen dabei erpresst haben, seine Seele in Ruhe zu lassen. Da der Trunkenbold Zeit seines Lebens aber nicht sonderlich tugendhaft war, soll er nach seinem Tod auch im Himmel abgewiesen worden sein.

Jack landete also wieder auf der Erde und damit er im Winter nicht fror, schenkte ihm der Teufel eine glühende Kohle, die der alte Oldfield in eine ausgehöhlte Rübe steckte. Seitdem soll seine verdammte Seele am Vorabend zu Allerheiligen mit der Laterne durch die Dunkelheit ziehen. Mehr als ein Märchen ist dies jedoch nicht.

Quelle

Halloween Kürbis

Nachweisbar ist lediglich, dass das Licht im Kürbis Bezüge zum Grablicht an Allerseelen hat. Warum dieses jedoch in eine Rübe bzw. einen Kürbis gesteckt wird, bleibt fraglich. Die Ursprünge des Brauchs sind ungeklärt, es könnte sich allerdings um eine Erntedank-Tradition handeln. Diese ist keineswegs nur in Irland und den USA verbreitet. In Rübenanbaugebieten innerhalb von Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es gleichermaßen den Brauch des Rübengeisterns, wenn auch ohne Kostüme.

Quelle

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das moderne Halloween Aspekte des irischen Samhains mit Traditionen des Erntedanks und des christlichen Allerseelen vermischt. Bei näherer Betrachtung ist diese Vermischung äußerst obskur, da die Elemente des heidnischen Totenfestes eindeutig überwiegen. Allerseelen mag zwar in denselben Zeitraum fallen und ebenfalls Bezüge zu Verstorbenen haben, doch der okkulte Charakter von Halloween lässt sich kaum leugnen.

In der Tat dürfte der Hype um die Monsterparty auf okkulte Geheimgesellschaften zurückzuführen sein, welche sowohl die Kontaktaufnahme zu Toten als auch die Anbetung dämonischer Entitäten propagieren. Auf alten Halloweenkarten sind daher nicht zufällig Hexenspiegel abgebildet. Es handelt sich um okkulte Transkommunikationsmittel. Zumindest wenn man daran glaubt, denn in der Realität funktioniert solcher Mumpitz selbstverständlich nicht.

Grußkarte von 1904

Grußkarte von 1904

Die meisten Kostüme stellen dementsprechend Geister, Monster, Hexen und andere unheimliche Gestalten dar. Behauptungen, die schrecklichen Verkleidungen wären dazu gedacht, Geister abzuhalten, sind einfach nur lächerlich. Im Gegenteil sind sie eine Verherrlichung des Okkulten.

Satansbraten

Das sehen auch die Satanisten so, die in der Halloweennacht bis heute Blutopfer darbringen. Das geht sogar so weit, dass in den einigen Bundesstaaten der USA vor Halloween der Verkauf von schwarzen Katzen und Hunden verboten ist. Zum einen, weil viele Kunden sie lediglich als Halloween-Deko missbrauchen und danach aussetzen, aber auch, weil die armen Tiere regelmäßig nach dem 31. Oktober in großer Zahl verstümmelt aufgefunden werden. Mancherorts tauchen gar menschliche Leichen auf, deren Verletzungen auf okkulte Rituale hindeuten. Es ist zwar nicht historisch belegt, ob es schon bei den alten Kelten Menschenopfer zu Samhain gab, aber heute gibt es sie auf jeden Fall.

Die gruseligen Abgründe des Samhain-Festes sind allerdings nicht der einzige Grund, warum Halloween heute ein wichtiges Datum im Kalender der Okkultisten ist. So wie das Beltane-Fest der Gegenpart zu Samhain ist, so ist die Walpurgisnacht das Gegenstück zu Halloween. Die beiden nächtlichen Feiern finden im Abstand von exakt 6 Monaten statt. Während die Nacht der Hexen Ende April jedoch eher eine Veranstaltung der Wicca und Neoheiden ist, verführt Halloween eine viel breitere Bevölkerungsmasse zum Okkultismus. Gruseln ist in und kaum einer hinterfragt das.

Wer die Wahrheit sagt, kommt in die Anstalt

Die Anstalt beschäftigte sich am 20. Oktober hauptsächlich mit den Themen Flüchtlinge und Flüchtlingsursachen. Der beste Part war jener über die amerikanischen Kriegspläne, -lügen und –verbrechen. Zum Abschluss gab’s noch mal etwas zur Korruption und den wahren Wirtschaftsflüchtlingen.

Wie objektiv ist Wikipedia?

Da wir selbst ab und an auf Wikipedia recherchieren, haben wir uns diese Frage schon des Öfteren gestellt. Dabei ist uns aufgefallen, dass Wikipedia insbesondere im Bereich Wissenschaft durchaus gute Artikel bietet.

Kritisch wird es, sobald es um aktuelle Politik und Themen wie Krieg, 9/11, Klimawandel oder UFO-Forschung geht. In all diesen Bereichen findet man nur die offiziellen Versionen und für Kritiker hagelt es schnell mal Bezeichnungen wie „Verschwörungstheoretiker“. In der amerikanischen Wikipedia geht das sogar so weit, dass jegliche Kritik an den US-Streitkräften konsequent unterbunden wird.

Bei den Administratoren fällt schnell auf, dass einige 7 Tage die Woche rund um die Uhr arbeiten. Selbst einem Arbeitlosen könnte nicht dermaßen langweilig sein, dass er über Jahre hinweg immer auf denselben Artikeln herumtrollt. Der Verdacht liegt nahe, dass es sich um bezahlte Forentrolle im Dienste von Think Tanks und Geheimdiensten handelt. Die folgende Doku beleuchtet das unseriöse Treiben auf der freien Internet-Enzyklopädie sehr detailliert am Beispiel des Artikels über den Historiker Daniele Ganser.

Die Geheimarchive der BRD

Es gibt einiges, was Bananenrepublik Deutschland vor ihren Bürgern geheim hält. Selbst uralte Akten über längst verstorbene Nazis werden weiterhin unter Verschluss gehalten. Doch warum dieser NS-Täterschutz? Ganz einfach, weil das Naziregime in der BRD fortbestanden hat. So legen die wenigen bekannten Fakten nahe, dass die BRD Israel während des Eichmann-Prozesses bestochen hat, damit die Nazivergangenheit des damaligen Kanzleramtschefs Globke unerwähnt bleibt.

Auf der einen Seite bemüht sich der Staat also, seine schmutzigen Geheimnisse unter Verschluss zu halten. Die Geheimnisse seiner Bürger sind auf der anderen Seite keineswegs sicher. Allein in den ersten Jahren der BRD wurden unzählige Briefe vom und in den Osten geöffnet, ausgewertet und zensiert. Die heutige Spitzelei der NSA mit BND-Unterstützung setzt diese Kontinuität in noch größerem Umfang fort und obwohl die Überwachung durch Edward Snowdens Enthüllungen längst publik ist, tut die BRD einfach so, als müsste sie diese Tatsachen weiterhin vertuschen.

86 Tote bei Terroranschlag in Ankara

Am 10. Oktober starben bei einem Bombenanschlag auf eine Friedensdemo in der türkischen Hauptstadt Ankara 86 Menschen. Absurderweise beschuldigte die Regierung unter Kalif Erdogan sofort die kurdische Arbeiterpartei PKK, für den Anschlag verantwortlich zu sein. Auch die westlichen Massenmedien übernahmen diese absurde Anschuldigung, obwohl einfach alles dagegen spricht.

1. Die PKK hatte zwar in den vergangenen Wochen wiederholt türkisches Militär sowie Polizei angegriffen. Dabei handelte es sich um Vergeltungsschläge wegen der türkischen Angriffe auf PKK-Stellungen in Syrien. Zuvor führte die PKK noch Friedensgespräche mit der Türkei, welche jedoch von Erdogan aufgekündigt wurden. Der Angriff auf eine Friedensdemonstration, welche sich gegen die aggressive Politik der AKP-Regierung richtet, passt einfach nicht ins Bild.

2. Zu der Demonstration hatte unter anderem die kurdische Partei HDP aufgerufen. Warum sollte die PKK kurz vor den Neuwahlen des türkischen Parlaments die Anhängerschaft einer kurdischen Linkspartei in die Luft sprengen? Um der AKP zur absoluten Mehrheit zu verhelfen? Eine kurdische Arbeiterpartei, die kurdische Sozialisten und türkische Kommunisten in tötet, wäre ein Widerspruch in sich.

Nun haben wir allerdings schon die Profiteure des Anschlags genannt. Kalif Erdogan hatte bei der letzten Parlamentswahl die absolute Mehrheit verloren, da die HDP die äußerst hohe 10%-Hürde genommen hatte. Seitdem lässt er reihenweise Kurden meucheln, um die HDP wieder unter 10% zu bringen. In jedem anderen Land wäre politischer Massenmord als Wahlkampfmittel unzulässig, aber nicht in Erdogans Kalifat. Der Anschlag auf eine Friedensdemo, die schon aus Prinzip der Opposition angehören muss, passt da perfekt ins Programm.

Inzwischen konnte zumindest einer der Selbstmordattentäter dem IS zugeordnet werden. Eben jenem IS, dem Erdogan seit Wochen mit der Bombardierung der PKK den Weg ebnet. Und wie konnten die Islamisten des IS bis nach Ankara vordringen und unter den Augen der Polizei eine Bombe zünden? Haben Geheimdienst und Sicherheitsbehörden geschlafen oder bewusst weggeschaut? Es ist geradezu eine Frechheit, dass die türkische Polizei nach dem Auffliegen der Rolle des IS bei dem Anschlag immer noch in Richtung PKK ermittelt. Das ist in etwa so, als würde die deutsche Polizei nach dem Auffliegen des NSU bei dessen Morden in Richtung Antifa ermitteln.

Nach „Stoppt Putin jetzt!“ kommt nun „Putin greift an!!!“

Als vor einem Jahr die USA Syrien beschossen haben, da waren unsere Massenmedien ruhig. Immerhin sind das ja die Guten und die dürfen schlechte Dinge tun. Da nun die Russen am Abzug sind, entblödet sich der Spiegel nicht, mit der Schlagzeile „Putin greift an!“ Stimmung gegen Russland zu machen. Dabei haben die Russen bisher gerade einmal knapp halb so viele Raketen auf Syrien abgeschossen, wie ein Jahr zuvor die Amerikaner.

Ken Jebsen zur Anti-TTIP-Demo, Syrien und Flüchtlingskrise

Laut Spiegel waren am 10. Oktober in Berlin eine Viertelmillion Rechtspopulisten unterwegs. Diese verglich der Spiegel dann auch gleich noch mit dem republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump. Nur ist Trump dummerweise für TTIP, da genau seine Wählerklientel von solchen Freihandelsabkommen profitiert. Sollte er zudem die US-Präsidentschaftswahl gewinnen, wird der Spiegel wohl nie wieder ein schlechtes Wort über ihn verlieren. Dann wäre er nämlich ganz plötzlich der Gute und jede Kritik an ihm rechtspopulistisch.

Ähnlich lächerlich sind die Verlautbarungen des Spiegels zu Russlands Einsatz in Syrien. Wer dagegen mal echten Rechtspopulismus erleben will, der muss Anne Will einschalten.