Die 13 – Geschichte einer Unglückszahl

von Shinzon

Die 13 ist eine weitere wichtige Zahl im Okkultismus und ebenso wie die 11 eine Primzahl. In erster Linie ist die 13 von astrologischer Bedeutung, denn hinter ihr verbirgt sich das geheime 13. Tierkreiszeichen, der Schlangenträger. In anderen Kulturen, wie etwa in China, sind es ganz offiziell 13 Tierkreiszeichen, im westlichen Kulturkreis wurde der Zodiak jedoch auf 12 Sternzeichen reduziert und das 13. verborgen. Dies hat offiziell damit zu tun, dass die Grenze des Schlangenträgers in der Antike noch oberhalb der Ekliptik gesehen wurde.

Ophiuchus

Ophiuchus

Die 13 repräsentiert damit schon mal nichts wirklich Positives, doch warum gilt sie gemeinhin als Unglückszahl? Warum haben manche Menschen dermaßen große Angst vor dieser Zahl, dass es in einigen Gebäuden keine 13. Etage gibt und in manchen Hotels kein Zimmer mit der Nummer 13? Nicht zu vergessen der angebliche Unglückstag schlechthin: Freitag der 13.

Es gibt Stimmen, die behaupten, die 13 sei schon immer eine Unglückszahl gewesen und tatsächlich nannte der Volksmund sie lange Zeit das „Dutzend des Teufels“. In Kombination mit dem Wochentag, an dem Jesus gekreuzigt wurde, ergibt sich dementsprechend besonderes Unheil. Historisch belegbar ist diese Herleitung jedoch nicht und außerdem war der Freitag, an dem Jesus starb, kein Dreizehnter. Die christliche Deutung dieses Datums ist also ein moderner Mythos. Zudem ist die 13 mitnichten eine allgemeingültige Unglückszahl. In Japan sowie im Judentum ist sie ganz im Gegenteil sogar eine Glückszahl.

Als Ursprung des Aberglaubens wird Freitag der 13. Oktober 1307 angenommen, an dem auf Befehl des französischen Königs Philipp IV. die Mitglieder des Templerordens in Paris verhaftet wurden. Am 22. März 1312 folgte schließlich die endgültige Aufhebung des Templerordens durch die päpstliche Bulle Vox in excelso. Bekanntermaßen überlebten einige Templer die Säuberungsaktion und ihr Gedankengut wurde später teilweise von der Freimaurerei übernommen. Es ist davon auszugehen, dass dieser Freitag der 13., der das Ende der Tempelritter einleitete, sich tief ins Gedächtnis der Logenbrüder eingegraben hat.

Dennoch verliert sich die Spur dieses Datums für die nächsten 600 Jahre. Erst 1907 taucht „Freitag der 13.“ in Form eines Buchtitels wieder auf. Geschrieben hatte den Börsenroman der US-amerikanische Börsenmillionär Thomas William Lawson, der als Erfinder des verhängnisvollen Datums gilt und sehr wahrscheinlich Freimaurer war. Als Börsenmakler hatte er zudem viel mit den Templern gemein, deren Geldgeschäfte als Vorläufer des modernen Finanzsystems betrachtet werden können. Selbstverständlich geht es in seinem Roman um die Börse, was uns direkt zum schwarzen Freitag von 1929 führt. Zwar fand der New Yorker Börsencrash nicht an einen Freitag den 13. statt, sondern am 25. Oktober, aber dennoch wirkt das alles sehr prophetisch.

Thomas W

Nach Thomas William Lawsons Roman begann Hollywood den Begriff des Freitags den 13. aufzunehmen und festigte damit die negative Bedeutung. 1949/50 wurde gar in der Fassung des sechsten und siebten Buch Moses des Braunschweiger Planet-Verlages vor Unternehmungen an diesen Tagen gewarnt. Mehr als ein Aberglaube ist dies jedoch nicht, denn statistisch hebt sich kein Freitag der 13. von anderen Tagen ab, was Katastrophen und Unfälle betrifft.

Dennoch hält sich die Assoziation der 13 mit fatalen Ereignissen, was nicht zuletzt auch der gescheiterten Apollo 13-Mission von 1970 zu verdanken ist. Da die Mondlandungen ohnehin im Verdacht stehen, nicht ganz so abgelaufen zu sein, wie es der Weltöffentlichkeit verkauft wurde, wird vermutet, dass es sich bei der Apollo 13 um eine inszenierte Katastrophe gehandelt haben könnte. Demnach wäre die 13 nicht zufällig ausgewählt worden.

Apollo 13

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