KenFM zu Köln

Während ein Teil der Truther-Szene seit Köln gänzlich dem Rassismus verfallen ist, hinterfragt der harte Kern die Ereignisse. Grund genug gibt es dazu, denn pauschale Verteufelungen von Flüchtlingen entsprechen einfach nicht den Tatsachen. So gab es am Kölner Bahnhof keinen Mob von 1.000 Vergewaltigern, sondern eine große Menschenmenge, zu der auch die Opfer, völlig Unbeteiligte und dutzende Schaulustige gehörten. Des Weiteren befinden sich unter den Tatverdächtigen vom Kölner Bahnhof drei Deutsche und ein US-Amerikaner, während es auf der anderen Seite Flüchtlinge gab, die den Frauen geholfen haben und sich für die Täter schämen.

Eine weitere differenzierte Betrachtung der Ereignisse gibt es nun auch von Ken Jebsen in seiner Reihe „Me, Myself und die Medien.“ Im Zentrum steht die Frage „Wem nützt es?“ Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.

Advertisements

Wolfsangeln in der Pop-Okkultur

Die Verwendung der Wolfsangel in der Pop-Okkultur hat weniger einen okkulten Hintergrund. Es handelt sich viel eher um mögliche Verbindungen zum Rechtsextremismus. Dennoch gibt es Überschneidungen zum Okkulten, wie die Elektro-Band Aslan Faction belegt. Diese glänzt durch Titel wie „Hell on Earth“.

Aslan_Wolfsangel

Die Wolfsangel – Vom Jagdgerät zum NS-Symbol

von Shinzon

Mit Wolfsangeln angelt man Wölfe. Klingt erst mal komisch, ist aber so. In früheren Zeiten wurden die eisernen Jagdgeräte mit Ködern versehen und mittels eines Ankers in Bäume gehängt. Wölfe, die danach sprangen, blieben mit der Schnauze an den Widerhaken hängen und verendeten elendig. Das Prinzip ähnelt also tatsächlich Fischangeln und wurde über Jahrhunderte zur Bekämpfung von Wölfen angewendet. Die ältesten Nachweise für den Gebrauch von Wolfsangeln reichen bis ins 9. Jahrhundert zurück, während die letztmalige Verwendung auf Ende des 19. Jahrhunderts datiert werden kann. Heute gilt die Wolfsangel als Tierquälerei.

Wolfangel als Jagdwaffe

Es ist nahe liegend, dass die Wolfsangel in Norddeutschland schon sehr früh als Forstzeichen in Gebrauch war und zahlreiche Grenzmarkierungen ziert. Außerdem fand sie Einzug in die mittelalterliche Heraldik und ist auf zahlreichen Städte- und Gemeindewappen zu finden. Ein rechtsextremer Hintergrund kann aufgrund des Alters dieser Beispiele ausgeschlossen werden. Außerdem ist die Wolfsangel von ihrem Ursprung her kein okkultes Symbol.

Wappen mit einfacher Wolfsangel.

Wappen mit einfacher Wolfsangel.

Wolfsangeln mit Querbalken.

Wolfsangeln mit Querbalken.

Erst die Nazis haben der Wolfsangel einen mystischen Bezug gegeben, indem sie das Symbol zu einer germanischen Rune erklärten. Dafür gibt es jedoch keinerlei wissenschaftlichen Beleg. Die Wolfsangel ist gänzlich der Form des gleichnamigen Jagdwerkzeugs nachempfunden und stammt aus einer Zeit, in der das germanische Runenalphabet längst durch die lateinischen Buchstaben ersetzt worden war. Das hielt die Nazis jedoch nicht davon ab, fleißigen Gebrauch von der Wolfsangel zu machen.

Bereits in den 1930er Jahren verwendete die vom späteren Nazikollaborateur Hermann Bickler (1904-1984) gegründete elsässisch-autonomistische Jungmannschaft Armbinden mit Wolfsangel auf brauner Uniform. Später fand sich die Wolfsangel bei der 2. Panzerdivision der SS wieder.

Wolfsangel SS

Die Organisation Werwolf, welche Heinrich Himmler gegen Kriegsende ins Leben rief, verwendete ebenfalls die Wolfsangel. Ebenso wie die SS machten sie jedoch nicht Jagd auf „Onkel Wolf“ (Hitlers Spitzname), sondern auf Deserteure und kriegsmüde Deutsche. Auffällig bei der Verwendung durch die Nazis sind die Drehung in eine waagerechte Position sowie der zusätzliche senkrechte Balken durch die Wolfsangel. Die Wolfsangeln in der mittelalterlichen Heraldik standen nahezu immer aufrecht und hatten nicht in jedem Fall einen zusätzlichen Querbalken. Sie sind daher gut von der NS-Wolfsangel unterscheidbar.

Werwolfsangel

Von den alten Nazis fand die Wolfsangel ihren Weg direkt zu den Neonazis. Unter anderem bei der 1982 verbotenen Jungen Front, der Jugendorganisation der ebenfalls seit 1982 verbotenen Volkssozialistischen Bewegung Deutschlands/Partei der Arbeit. Aufgrund der Verwendung durch solch verfassungsfeindliche Organisationen steht die Wolfsangel auf der Liste der in Deutschland verbotenen NS-Symbole und darf laut § 86a des Strafgesetzbuches nicht als Kennzeichen betreffender Organisationen gezeigt werden. (Mit Ausnahme von historischen Dokumenten und Material zur Aufklärung über NS-Symbolik.) Vom Verbot ausgenommen sind alle Wolfsangeln ohne NS-Bezug, wie z.B. auf Städte- und Gemeindewappen.

Bei der rechtsextremen Modemarke Thor Steinar war der NS-Bezug selbstverständlich gegeben, was zum ersten Prozess gegen die Marke führte. Deren Logo zeigte ursprünglich eine Kombination aus Wolfsangel und Tiwaz-Rune. Sämtliche Kleidung mit dem verfassungsfeindlichen Kennzeichen wurde beschlagnahmt, woraufhin Thor Steinar ein neues Logo entwarf. Dieses zeigt nun eine Gebo-Rune bzw. ein X mit zwei Punkten. Über die okkulte Bedeutung kann spekuliert werden, zumal sowohl das alte als auch das neue Logo in den Farben der Venus gehalten sind.

Thorten Schneidar

Nebenbei sollte erwähnt werden, dass die Kleidung der Nr. 1 Modemarke aller stolzen deutschen Nazis in der Türkei und China produziert wird. Von wegen „gute deutsche Wertarbeit“. Die Geschäftsleitung hat seit 2009 zudem Faisal al Zarooni von der International Brands General Trading (IBGT) mit Sitz in Dubai. Die deutschen Nazis verkommen mit dieser Klamotte endgültig zur Lachnummer.

Doch kommen wir zurück zur Wolfsangel. Im Ausland scheren sich die Nazis selbstverständlich nicht um das deutsche Verbot von NS-Symbolen. Insbesondere in der Ukraine hat sich die NS-typische Wolfsangel bei Neofaschisten durchgesetzt. Von 1991 bis 2004 war sie z.B. das Logo der rechtsextremen Swoboda-Partei. Inzwischen hat diese sich jedoch ein neues, unauffälligeres Logo gegeben, um breitere Wählerschichten anzusprechen.

Altes Swoboda-Logo

Diese Mühe gibt sich der militärische Arm der ukrainischen Faschisten nicht. Sowohl das alte als auch das neue Logo des verbrecherischen Asow-Bataillons enthält eine Wolfsangel.

Asow-Bataillon

Asow-Logo neu

Wie die Naziszene mit Aussteigern umgeht

In den meisten Subkulturen herrscht ein reges Kommen und Gehen. Egal ob Punk, Gothic oder Sci Fi Nerd, Geschmäcker ändern sich zuweilen und das ist auch vollkommen okay. Ebenso können sich politische Meinungen ändern und die meisten Parteien und Vereine nehmen den Verlust von Mitgliedern als gegeben hin. Insbesondere in der linken Szene kommen und gehen viele Menschen, aber das schlimmste, was Aussteigern passieren kann, ist ein klärendes Gespräch.

Nicht so bei der Naziszene. Wer da raus will, der wird als Verräter verfolgt. Beschimpfungen und Prügel sind da noch die harmloseren Sachen. Morddrohungen und Gewalt gegen die gesamten Familien von Aussteigern sind an der Tagesordnung. Es verhält sich bei rechtsextremen Parteien und Kameradschaften wie mit Psychosekten und Geheimbünden. Wer einmal dabei ist, kann nicht einfach mal so die Mitgliedschaft hinwerfen. Wer richtig tief hinein geraten ist, muss nach dem Ausstieg sogar meist untertauchen. Die einstigen Kameraden zeigen plötzlich ihr wahres Gesicht und werden zu Todfeinden.

In der folgenden Doku ist vor allem die Erkenntnis des Aussteigers Felix B. interessant, dass seine Kameraden gar nicht wollen, dass die Deutschen gut bezahlte Arbeitsplätze bekommen. Damit hätte ihre rassistische Hetze nämlich keinen Nährboden mehr hätte. Er spricht dabei aus Erfahrung und hat selbst jahrelang Propaganda gemacht, über die er heute nur noch den Kopf schütteln kann.

Silvester in Köln – Eine Inszenierung?

von Shinzon

Was in der Silvesternacht am Kölner Hauptbahnhof sowie in einigen anderen Großstädten geschehen ist, spottet jeder Beschreibung. Sexuelle Massenübergriffe, offensichtlich begangen von einem Mob mit Migrationshintergrund. Das ist natürlich Wasser auf die Mühlen von AfD, Pegida, NPD, Identitären und anderen Rassisten. Scheinbar ist nun genau das eingetreten, wovor sie immer gewarnt haben. Allerdings nur scheinbar.

Es ist ziemlich offensichtlich, dass die Täter keine Kriegsflüchtlinge sind, die ja oft selbst erst ihre Familien vor der sexuellen Versklavung durch den IS gerettet haben. Die Annahme, dass sich einige Hundert völlig fremde Menschen, die zum Teil nicht mal dieselbe Sprache sprechen, spontan zum Gang Bang treffen, ist vollkommen absurd! Tatsächlich konnten zwar einige Scheinflüchtlinge als Täter ermittelt werden, es dürfte sich bei den Betreffenden jedoch um unter falschen Vorwänden eingereiste Islamisten handeln.

Der angebliche Fund von Asylanträgen auf dem Bahnhofsgelände erinnert indes an Mohammed Attas magischen Pass, der in den Trümmern am Ground Zero gefunden wurde. Wie dumm müsste ein Flüchtling schon sein, um ein solches Papier an einen Tatort mitzunehmen? Hinter den Übergriffen in Köln stecken mit Gewissheit keine Kriegsflüchtlinge und mit Sicherheit sind Flüchtlinge auch keine niederen Tiermenschen, die es nur auf unsere Frauen abgesehen haben. Wer derartiges behauptet, ist einfach nur ein hohler Rassist!

Kommen wir stattdessen lieber zu den Fakten. Der Mob am Kölner Bahnhof sowie in Hamburg und anderen Großstädten war bestens organisiert und kannte die Umgebung. Das setzt zum einen voraus, dass ein Großteil Täter schon längere Zeit in Deutschland lebt, möglicherweise sogar schon in zweiter Generation. Des Weiteren müssen die Täter bereits lange im Vorfeld vernetzt gewesen sein, um eine solche Tat zu planen. Interessanterweise geht davon inzwischen sogar der Bundesinnenminister Heiko Maas (SPD) aus.

Aufgrund der frauenverachtenden Ausrichtung der Übergriffe ist ein islamistischer Hintergrund sehr wahrscheinlich. Doch ist dies das alleinige Werk von Salafisten? Oder wurde der Mob von Geheimdiensten angeleitet? Der Einfluss von CIA und Verfassungsschutz auf Islamisten ist seit den Enthüllungen um den IS sowie dem öffentlichen Geständnis von Ex-V-Mann Irfan Peci längst kein Geheimnis mehr. In diesem Zusammenhang sind auch die bisher ermittelten 32 Täter interessant. Neben 9 Algeriern, 8 Marokkanern, 5 Iranern, 4 Syrern, einem Iraker und einem Serben gehört offenbar auch ein US-Amerikaner zu den Tätern.

Eine mögliche Verwicklung von Geheimdiensten in die Ereignisse würde mitunter das Verhalten der Kölner Polizei erklären, welche den Mob lediglich ins Bahnhofsgebäude drängte, danach wegschaute und alle Notrufe ignorierte. Auffällig ist darüber hinaus, dass die Verantwortlichen bei der Polizei in Nachhinein versuchten, die Übergriffe zu vertuschen und von einer ruhigen Nacht ohne größere Zwischenfälle sprachen.

Es scheint so, als wollten hier einige verborgene Kräfte mit derartigen Übergriffen die rassistische Stimmung in der deutschen Bevölkerung weiter anheizen und das Land an den Rand eines Bürgerkrieges treiben. Die Rechnung geht auf jeden Fall auf, wenn man sich die Kommentare in sozialen Netzwerken durchliest. In diesen wird munter gegen Flüchtlinge gehetzt und offen zu Racheakten aufgerufen. Aber Racheakte an wem? Was hat beispielsweise ein indischer Student in Jena oder eine syrische Flüchtlingsfamilie in Sachsen mit den sexuellen Übergriffen am Kölner Bahnhof zu tun? Brennende Asylheime und verprügelte Ausländer haben absolut nichts mit Vergeltung zu tun, sondern sind ebensolche Straften.

Die faschistischen Forentrolle überbieten sich derzeit mit menschenverachtenden Kommentaren. So wird im Facebook und auf Youtube u.a. bedauert, dass die Übergriffe nicht Flüchtlingshelferinnen getroffen haben. Den Nazis wäre es also durchaus recht, wenn deutsche Frauen vergewaltigt werden, sofern diese Menschen in Not helfen. Was unterscheidet solch abartige Menschenfeinde eigentlich noch von dem Mob am Kölner Bahnhof? Wahrscheinlich hätten jene, die solche Kommentare verfassen, sogar beim Gang Bang mitgemacht, wenn diesem nur Frauen mit humanistischem oder gar linkem Weltbild zum Opfer gefallen wären.

Solchen Kommentare verdienen ausnahmslos Dislikes, was jedoch bei Facebook nicht möglich und bei Youtube zwar möglich, aber nicht sichtbar ist. Die rassistischen Parolen von Pegida, Björn Höcke und diversen Neonazis nutzen das Leid der Betroffenen für ihre Propaganda schamlos aus. Die rechte Hetze hat daher mit Solidarität nichts zu tun, sondern einzig mit pauschalisierendem gruppenbezogenem Menschenhass.

Dazu passt auch die völlige Ignoranz gegenüber der Tatsache, dass die restlichen drei der bereits erwähnten 32 Tatverdächtigen Deutsche sind. Wenn wegen Köln und Hamburg alle Ausländer Vergewaltiger wären, dann wären dieser kruden Logik zufolge die deutschen Männer ebenfalls allesamt Sexualstraftäter. Und tatsächlich kam es erst letztes Jahr auf dem Oktoberfest zu einem sexuellen Übergriff eines Deutschen auf eine amerikanische Besucherin. Wo war da der Aufschrei? Die bayrische Polizei nannte den Deggendorfer Genitalgrabscher in einer Pressemitteilung stattdessen einen „kecken Burschen“. Bestraft wurde zudem lediglich das Opfer, welches sich mit einem Bierkrug zu wehren wusste.

Angesichts dessen ist die aktuelle Hexenjagd auf Ausländer und Muslime einfach nur widerwärtig. Dabei haben die Opfer der sexuellen Übergriffe bereits genug zu erdulden. Darunter die unqualifizierten Äußerungen von Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker. Die empfahl allen Frauen, nicht die Nähe zu fremden Männern zu suchen, nicht mit Fremden mitzugehen und eine Armlänge Abstand zu wahren. Wie sie aus eigener Erfahrung weiß, hat das bei der Messerattacke vom 17. Oktober 2015 ja super geklappt. Oder etwa nicht? Frau Reker hätte dem weiblichen Teil der Bevölkerung genauso gut empfehlen können, das Haus in Zukunft nicht mehr ohne Burka zu verlassen.

Für die Opfer müssen derartige Verhaltenstipps wie blanker Hohn klingen. Zumal sich in der fraglichen Nacht niemand freiwillig begrabschen lassen hat und die Einhaltung eines Mindestabstandes von einer Armlänge bei einer Übermacht von hunderten Sexualstraftätern kaum möglich war. Während Frau Reker bei der letzten Bürgermeisterwahl noch auf das Mitgefühl der Massen setzten konnte, dürfte ihr Mangel an Mitleid und Respekt gegenüber anderen Opfern von gewaltsamen Übergriffen wohl gehörig die Wiederwahl versauen.

Statt dummes Zeug zu labern, wäre nun eine lückenlose Aufklärung der Ereignisse sowie eine juristische Verurteilung der Täter angebracht. Ermittelt werden sollte dabei ebenso gegen die Kölner Polizei, welche sich zumindest der unterlassenen Hilfeleistung schuldig gemacht hat. Über eine Verstrickung staatlicher Behörden in die Ereignisse werden wir indes von offizieller Seite ohnehin nie etwas erfahren.

Die Silvesternacht in Köln wird als Nacht der Schande in die Geschichte eingehen. Allerdings nicht nur die Schande der sexistischen Vergewaltiger, sondern auch die Schande der untätigen Polizei, die Schande unqualifizierter Politiker und die Schande der rassistischen Hetzer. Von letzteren sollten die Deutschen auf Distanz gehen, wenn sie zukünftig nicht in einem totalitärfaschistischen Überwachungsstaat mit Konzentrationslagern leben möchten. Aber leider, so scheint es, geht die Rechnung der Elite wohl abermals auf. Nach Paris im letzten Jahr ist es ihnen erneut gelungen, mittels Chaosagenten Hass in die Köpfe der Menschen zu säen, welcher uns zielsicher in die neue Weltordnung führen wird.

Wir wollen uns jedoch nicht zu Marionetten der NWO machen lassen, die sich in die vorgesehene Richtung bewegen, wenn oben jemand an den Fäden zieht. Wir brauchen daher auch keine Debatte über Migranten, sondern eine Debatte über Sexismus. Respektlosigkeit und Gewalt gegenüber Frauen ist immer widerwärtig, egal welche Nationalität, Hautfarbe oder Religion die Täter besitzen.