Wie die Naziszene mit Aussteigern umgeht

In den meisten Subkulturen herrscht ein reges Kommen und Gehen. Egal ob Punk, Gothic oder Sci Fi Nerd, Geschmäcker ändern sich zuweilen und das ist auch vollkommen okay. Ebenso können sich politische Meinungen ändern und die meisten Parteien und Vereine nehmen den Verlust von Mitgliedern als gegeben hin. Insbesondere in der linken Szene kommen und gehen viele Menschen, aber das schlimmste, was Aussteigern passieren kann, ist ein klärendes Gespräch.

Nicht so bei der Naziszene. Wer da raus will, der wird als Verräter verfolgt. Beschimpfungen und Prügel sind da noch die harmloseren Sachen. Morddrohungen und Gewalt gegen die gesamten Familien von Aussteigern sind an der Tagesordnung. Es verhält sich bei rechtsextremen Parteien und Kameradschaften wie mit Psychosekten und Geheimbünden. Wer einmal dabei ist, kann nicht einfach mal so die Mitgliedschaft hinwerfen. Wer richtig tief hinein geraten ist, muss nach dem Ausstieg sogar meist untertauchen. Die einstigen Kameraden zeigen plötzlich ihr wahres Gesicht und werden zu Todfeinden.

In der folgenden Doku ist vor allem die Erkenntnis des Aussteigers Felix B. interessant, dass seine Kameraden gar nicht wollen, dass die Deutschen gut bezahlte Arbeitsplätze bekommen. Damit hätte ihre rassistische Hetze nämlich keinen Nährboden mehr hätte. Er spricht dabei aus Erfahrung und hat selbst jahrelang Propaganda gemacht, über die er heute nur noch den Kopf schütteln kann.

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