Dr. Who gräbt nach Silurianern

von Shinzon

In der Doppelfolge „Hungrige Erde“/„Kaltblütig“ landet der elfte Doktor (Matt Smith) mit seiner Begleiterin Amy Pond (Karen Gillan) und deren Verlobten Rory Williams (Arthur Darvill) nicht wie geplant in Rio, sondern in der Nähe eines englischen Bergwerks 10 Jahre in der Zukunft. Dort ist kurz zuvor ein Arbeiter vom Boden verschluckt worden und bald darauf zieht es auch Amy in den Abgrund. Was zunächst nach einer skurrilen Story über intelligente Erde aussieht, entpuppt sich jedoch schon bald als interessante Reptiloiden-Ankündigung.

Nachdem die Reptos die Menschen an der Oberfläche unter einer Energieglocke festgesetzt haben, entsenden sie eine Kriegerin, die einen Jungen entführt. Während die Reptos nun schon drei Menschen in ihrer Gewalt haben, gelingt es dem Doktor, eine Reptilienkriegerin gefangen zu nehmen. Er warnt jedoch vor Racheakten, die einen Krieg auslösen könnten, und will zunächst einen Frieden aushandeln. Das ist jedoch nicht unbedingt das, was die Reptilienkriegerin will. Sie sieht in den Menschen lediglich minderwertige Affenwesen und will die Erdoberfläche für ihresgleichen beanspruchen.

Spätestens an dieser Stelle schrillen jedem, der sich schon mal mit Reptiloiden beschäftigt hat, die Alarmglocken. Sie leben im Untergrund, sind kriegerisch, entführen Menschen und insbesondere Kinder. Es kommt sogar zu einer Vivisektion an einem der Entführten, womit auf Menschenverstümmelungen angespielt wird. Der Doktor kennt die Wesen selbstverständlich und berichtet, dass die Homo Reptila eine einheimische Spezies sind. Derartige Andeutungen von intelligenten Dinosauriern gibt es in der Pop-Okkultur reichlich und gänzlich ausschließen lässt ein solches Szenario in der Tat nicht.

Die wissenschaftlichen Daten in „Dr. Who“ stimmen allerdings nicht, womit die Wahrheit hier wieder einmal verzerrt wird. So behauptet der Doktor, es handele sich um Silurianer, welche die Erde vor 300 Mio. Jahren bevölkert haben. Das kann nicht stimmen. Zum einen liegt das Erdzeitalter Silur bereits über 400 Mio. Jahre zurück (vor 443,4–419,2 Mio. Jahren), zum anderen entwickelten sich damals gerade einmal die ersten komplexeren Fische mit Kiefer. An landlebende Reptilien war zu dieser Zeit noch lange nicht zu denken, schon gar nicht an intelligente. Die ersten Dinosaurier entwickelten sich erst im Trias vor rund 250 Mio. Jahren. Eine Spezies intelligenter Reptiloiden dürfte sich frühestens im anschließenden Jura (vor 201,3–145 Mio. Jahren) herausgebildet haben.

Ebenso inkorrekt ist die Darstellung, dass sich der Großteil der Reptiloiden im Kälteschlaf befindet und seit dem Aufkommen der Menschheit den Kontakt zur Oberfläche abgebrochen hat. In dem Fall würde es wohl keine solchen Machwerke in der Pop-Okkultur geben. Was in den unterirdischen Städten abgeht, ist indes durchaus bedenklich.

Silurian City

Die Unterirdischen mögen es nämlich gar nicht, wenn ihre Höhlen angebohrt werden und in diesem Punkt erinnert der Zweiteiler sehr stark an die Schilderungen von Phil Schneider. Bei den realen Ereignissen in den USA handelte es sich zwar um einen Konflikt mit den Grey und nicht mit den Reptos, für die Botschaft hinter der Doppelfolge ist dies jedoch unerheblich. Zumal einige Silurianer Masken mit großen, schwarzen Augen tragen.

Silurian Grey Connection

Wirklich interessant wird es bei den Friedensverhandlungen zwischen Menschen und Reptiloiden. Amy bietet den Silurianern unbewohnte Gebiete wie das australische Outback, die Wüste Sahara und Nevada an, im Gegenzug wollen die Reptos ihre fortschrittliche Technologie mit den Menschen teilen. Genau das ist der Deal und die Erwähnung der Wüste von Nevada ist hier kein Zufall. Dort liegt nämlich die berüchtigte Area 51, in der laut Insiderinformationen außerirdische Technologie getestet wird. Die stammt zwar größtenteils von den Grey, aber die Reptiloiden spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.

Die Verhandlungen werden je unterbrochen, als die restlichen Menschen von der Oberfläche eintreffen und die Leiche der Reptiloidenkriegerin mitbringen. Die Mutter des Jungen hatte sie aus Sorge um ihr Kind umgebracht, was bei den Reptos gar nicht gut ankommt. Zumal die Anführerin der Kriegerkaste die Schwester der Toten ist. Die Krieger putschen daraufhin gegen ihre eigene Regierung und wollen die Erdoberfläche gewaltsam zurückerobern.

Silurian King

Das Oberhaupt der Silurianer lehnt dieses stumpfe Vorgehen ab, da ihm ein subtileres Vorgehen weitsichtiger erscheint, und so zwingt er die Kriegerkaste mittels eines Tricks in den Kälteschlaf zurück. Was nun folgt, ist wieder einmal bemerkenswert vielsagend. Da klar ist, dass die Reptiloiden in 1.000 Jahren wieder erwachen werden und die Menschheit den Planeten dann wohl oder übel mit ihnen teilen muss, schlägt der Doktor etwas Unfassbares vor. Er sagt zu den anwesenden Menschen, dass diese nun „1.000 Jahre Zeit hätten, den Planeten neu zu ordnen.“

Die neue Weltordnung wird hier in direkte Verbindung mit den Reptiloiden gebracht. Die Menschheit soll dabei mittels „Legende, Prophezeiung oder Religion“ auf die Wiederkehr der Echsenwesen vorbereitet werden. Legenden über Drachen, Schlangengottheiten und Reptiloide gibt es in der Tat mehr als genug. Ebenso Prophezeiungen über einen kommenden Antichristen und die neue Weltordnung. Bleibt zum Schluss noch die Religion und diese findet sich im Satanismus, dessen Anhänger völlig offen die Schlange Luzifer und andere reptiloide Gestalten anbeten.

So viele Gleichnisse können kein Zufall mehr sein, zumal es sich um eine britische BBC-Serie handelt. Die BBC ist seit den Enthüllungen um den Freimaurer und Kinderschänder Jimmy Savile für derartige Verbindungen berüchtigt, was durch die pädophilen und okkulten Anspielungen im „Dr. Who“-Spin Off „Torchwood“ deutlich zutage tritt. Die Drehbuchautoren werden also wissen, was sie da schreiben. Allerdings scheint es so, dass die Wiederkehr der Reptiloiden nicht 1.000 Jahre in der Zukunft liegt, sondern vor 1.000 Jahren angekündigt wurde.

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