Höllenodyssee mit Hennessy

Wer zu viel Cognac trinkt, kann durchaus einen bösen Trip erleben. Wie böse, veranschaulicht ein Spot der Marke Hennessy. Dieser beginnt mit blauem Wasser, welches noch von Bedeutung sein wird. Das Wasser wird alsbald in feuriges Rot getaucht, um die übliche Farbsymbolik abzufeiern. Die Kapitelnamen sollen indes die Eigenschaften des Getränks vermitteln.

01 Blaues Wasser

02 Chapter I

Das zweite Kapitel spielt in einer Wüste, womit ein Bezug zum antiken Ägypten hergestellt wird.

03 Chapter II

Das allsehende Horusauge lässt nicht lange auf sich warten.

04 Sonnenauge

Es folgt ein Mann, der in einen mehrfach gebrochenen Spiegel blickt. Dieser wird kurz darauf in satanisches Rot getaucht.

05 Spiegelsaal

06 Spiegelsaal rot

Das dritte Kapitel beginnt erst mal ganz unauffällig in einer Motorradwerkstatt.

07 Chapter III

Doch auch hier ist das allsehende Auge nicht weit.

08 Horusauge

Auffällig ist außerdem der Schmuck der Mechaniker. Neben einem Totenkopfring sticht hier besonders ein Armband hervor. Dieses zeigt zwei sich überkreuzende Motorkolben, die optisch stark an freimaurerische Schlägel erinnern.

09 Totenkopfring

Auf der Rückseite einer Jacke wird offenbar das Wassermannzeitalter angekündigt. Seltsam nur, dass dieser grimmige Wassermann Vampirzähne hat.

10 Wassermannjacke

Bevor das Wassermannzeitalter anbricht, muss das alte Zeitalter aber erst in Flammen enden.

11 Chapter IV

Im vierten Kapitel wird das Motiv des Wassermanns noch einmal wiederholt.

12 Wassermann

Es könnte sich aber auch um Moloch handeln.

13 oder Moloch

Als Zugabe gibt es noch eine Hand mit Auge. Dieses Symbol ist insbesondere in der Esoterik-Szene verbreitet, welche das Wassermann-Zeitalter herbeisehnt.

14 Hand mit Auge

Die Schokolade bezieht sich wohl wieder auf den Geschmack des Gesöffs. Aber vielleicht geht es hier auch um das Ritual des Eintauchens.

15 Chapter V

16 Eintauchen

Das sechste Kapitel steht schließlich ganz im Zeichen des Vollmondes.

17 Chapter VI

Es zeigt ein infernalisches Zerstörungswerk, bei welchem die Natur geopfert wird.

18 Zerstörter Wald

Das siebte Kapitel kommt endlich zu Sache und bewirbt das Produkt.

19 Chapter VII

Auch hier gibt es wieder eine Betonung auf das linke Horusauge.

20 Horusauge

Das Produkt wird zum Schluss in den Freimaurerfarben Blau und Rot dargeboten. Ein Farbschema, welches den gesamten Spot durchzieht.

21 Blau-Rot

Das „X.O.“ steht hier übrigens wie bei allen alkoholischen Getränken für „extra old“. Angesichts der okkulten Symbole im Werbespot könnte sich hier allerdings durchaus eine Doppelbedeutung ergeben.

22 XO

Der Regisseur dieses Hennessy-Spots ist übrigens der Däne Nicolas Winding Refn, welcher u.a. den extrem brutalen „Only God Forgives“ (2013) verbrochen hat. Ausgerechnet beim 66. Filmfest 2016 (666) in Cannes wurde er mit seinem bezeichnenden Werk „The Neon Demon“ zum dritten Mal für den Hauptpreis nominiert. Selbstredend, dass dieser Mann weiß, was er tut.

Nicolas Winding Refn

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Mercedes und die Freimaurer

In einem Superbowl-Werbespot von 2013 spielt der bekannte Hollywood-Star Willem Dafoe den Teufel, der einem jungen Mann einen Mercedes CLA im Tausch für dessen Seele verspricht. Passenderweise ist der Spot mit dem Song „Sympathy for the Devil“ untermalt.

01 Traumauto

02 Teufel

Der Teufel trägt in dem Fall nicht Prada, sondern einen Freimaurerring.

03 Freimaurerring

Im Verlauf eines Tagtraums tanzt der junge Mann mit Usher vor einer Doppelpyramide, welche das Prinzip „Wie im Himmel, so auf Erden“ verkörpert.

04 Usher

Weiter geht es mit dem Mercedes in den Sündenpfuhl Las Vegas.

05 Las Vegas

Die Traumvorstellung endet damit, dass der Typ total berühmt wird, alle Titelblätter ziert und von Frauen begehrt wird. Für diesen abgrundtiefen Materialismus muss er nur einen Vertrag mit dem Teufel unterzeichnen.

06 Vertrag mit dem Teufel

Als er jedoch sieht, dass es den Wagen schon ab einer Anzahlung von 29.000 gibt, lehnt er dankend ab und der Teufel löst sich in Rauch auf.

07 In Rauch aufgelöst

Interessanterweise haben sich einige Freimaurer extrem über diesen Spot empört, da er die Freimaurerei mit Satanismus in Verbindung bringt. Der Leiter der Media Relations von Daimler, Norbert Giesen, meinte auf Anfragen, bei dem Ring handele es sich lediglich um ein „Fantasieprodukt“. Der Spot wurde dennoch digital überarbeitet, sodass inzwischen kein Freimaurerring mehr zu sehen ist.

Quelle

Der Teufel steckt hier natürlich im wahrsten Sinne des Wortes im Detail. Selbstverständlich war der Freimaurerring nie als „Fantasieprodukt“ gemeint, denn die Freimaurer sind ja keinem Märchenbuch entsprungen. Entweder handelt es sich um Willem Dafoes persönlichen Schmuck oder der Ring wurde ganz bewusst an seinem Finger platziert. In jedem Falle wimmelt es in der Chefetage des Daimler-Konzerns von Freimaurern und auch die Stars im Werbespot sind Logenbrüder. Wer hier an Zufälle glaubt, hat nichts begriffen.

Warum also regen sich einige Freimaurer über diesen Spot auf? Nun, es dürfte wohl klar sein, dass es sich bei den Betreffenden um Mitglieder von Johanneslogen handelt. Dies beweist einmal mehr, dass die blauen Grade nicht wissen, was bei den hohen Graden des Schottischen Ritus abgeht. Sonst wäre ihnen vielleicht schon aufgefallen, dass auch in Filmen wie „Im Auftrag des Teufels“ der Leibhaftige in Kombination mit Freimaurersymbolen zu sehen ist. Die Liste der Beispiele ist lang und viele sind bereits auf diesem Blog zu finden.

Scheinbar wissen wir mehr über die Freimaurerei, als die Logenbrüder auf den unteren Rängen. Statt sich über den Ring in dem Mercedes-Spot aufzuregen, sollten sie sich lieber fragen, warum ihre Brüder aus der Hochgradfreimaurerei den Ring am Finger des Teufels platziert haben? Vielleicht würden sie dann erkennen, in welches Kontrollsystem sie hineingeraten sind. Es ist nie zu spät, aus der Freimaurerei auszusteigen.

Vor allem erspart man sich dann einige peinliche Rituale, von denen Bruder Willem Dafoe sicherlich ein Lied singen kann. Der musste nämlich 2016 für einen weiteren Superbowl-Spot von Snickers in ein Frauenkleid schlüpfen. Offensichtlich ist er selbst einen Deal mit dem Teufel eingegangen und muss nun die Rechnung für seinen materiellen Wohlstand zahlen.

Marilyn Dafoe_1

Marilyn Dafoe_2

Obama auf Werbetour für TTIP

Es war der letzte Deutschlandbesuch Barack Obamas als US-Präsident. Seine Air Force One landete am 24. April 2016 in der niedersächsischen Landeshauptstadt, wo er am Montag zusammen mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) die Hannover-Messe eröffnete. Die USA ist zum ersten Mal offizieller Partner der Messe, was gleich mal mit einem roten Chevron in einem offenen Pentagramm beworben wurde. Das Ganze natürlich in den üblichen Freimaurerfarben.

Hannover Messe Partner USA

Der Teufel hinterließ aber auch noch andere Fußabdrücke. Obama kam nämlich nicht nur wegen der Messe, sondern auch, um für das Freihandelsabkommen TTIP zu werben. Die Initiative „Soziale Marktwirtschaft“ widmete den Verhandlungen zwischen den USA und Deutschland ein entsprechendes Plakat mit den Konterfeis der beiden Regierungschefs. In Anspielung auf den ersten Präsidentschaftswahlkampf von Barack Obama trug dieses den Titel „TTIP is Hope“. Das stimmt sogar, denn TTIP ist die Hoffnung einer kleinen, verdammt reichen Elite, die Welt nun endgültig versklaven zu können.

Wie unter diesen Bedingungen die Marktwirtschaft noch sozial gestaltet werden soll, muss die Initiative allerdings erst einmal erklären. Immerhin können dann US-Konzerne vor Schattengerichten gegen Mindestlöhne sowie Arbeits- und Verbraucherschutzstandards klagen. Der Slogan ist neoliberale Propaganda auf niedrigstem Niveau, wobei die Initiative auch noch die bodenlose Frechheit besaß, eines der Plakate an der Aufmarschroute einer Anti-TTIP-Demo zu platzieren.

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Die Demonstration fand bereits am 23. April statt und konnte über 100.000 Menschen gegen TTIP, CETA und TISA mobilisieren. Das waren zwar nur halb so viele wie am 10. Oktober 2015 in Berlin, aber immerhin noch eine beachtliche Zahl von Leuten. Die Polizei und Massenmedien spielten die Teilnehmerzahl selbstverständlich auf 35.000 herunter. Inzwischen wird also nicht mehr halbiert, sondern gleich durch drei geteilt. Sonst ließe sich nicht mehr das Bild aufrechterhalten, TTIP wäre mehrheitsfähig.

Unter anderem behauptete Reinhold Festge erst kürzlich, die „schweigende Mehrheit“ der Bundesbürger befürworte das Freihandelsabkommen. Nur wenige Tage später wurde der Präsident des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau ausgerechnet durch eine Umfrage der wirtschaftnahen Bertelsmann-Stiftung Lügen gestraft. Rund 70% der Bevölkerung haben sich bereits mit TTIP beschäftigt und die große Mehrheit lehnt das Abkommen ab. Die 30% Uniformierte, die noch gar nicht abschätzen können, was da auf sie zukommt, kann man indes wohl kaum als Fürsprecher des Freihandelsabkommens zählen.

Würde die Bundesregierung das Volk über TTIP, CETA und TISA abstimmen lassen, wären diese Abkommen wohl endgültig vom Tisch. Die Demonstration war jedenfalls ein weiterer großer Erfolg im Kampf gegen alle drei Abkommen. In diesem Sinne: „Yes we can stop TTIP!“

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Ein roter Chevron zeigt nach links

Uns wird ja immer wieder vorgeworfen, wir würden die politische Linke außen vor lassen, wenn es um Okkultismus und elitäre Zirkel geht. Das stimmt einfach nicht. Tatsächlich bietet die linke Bewegung einfach nur wenig Angriffsfläche, während ihre Forderungen überwiegend vernünftig sind. Vor allem in den Bereichen Frieden, soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz.

Dies gilt auch für die Europäische Linke (European Left), welche ein Zusammenschluss linker Parteien aus allen EU-Ländern ist. Ihr Logo ist allerdings, im Gegensatz zu denen der meisten nationalen Einzelparteien, sehr auffällig. Es zeigt einen roten Spitzwinkel als Teil eines Pentagramms und dazu weitere 9 fünfzackige Sterne.

Zumindest bei den 9 gelben Pentagrammen sollte klar sein, dass es sich um einen Teil der EU-Flagge handelt, welche nicht auf dem Mist der EL gewachsen ist. Der rote Winkel dürfte indes als Pfeil gemeint sein, der nach links zeigt. Erklärungsbedürftig ist jedoch, wieso dieser vermeintliche Pfeil ganz klar Teil eines Pentagramm ist, welches obendrein auch noch eine Öffnung aufweist. Laut Manly P. Hall ist ein derart offenen Pentagramm das Zeichen des „gespaltenen Hufes“.

Den meisten Mitgliedern der Europäischen Linken dürfte diese Bedeutung unbekannt sein, zumal jedes Mitglied einer nationalen Linkspartei automatisch auch Mitglied der EL ist. Den Politikern der EL pauschal vorzuwerfen, sie seien Satanisten, wäre daher eine ungeheuerliche Verleumdung. Zumindest der Designer des Logos, welcher wohl eher einer Werbeagentur als einer linken Partei angehört, wusste aber durchaus, was er tut. Immerhin hat er das Pentagramm mit dem Chevron in den Farben der Freimaurer gehalten. Die EL sollte sich ernsthaft überlegen, sich ein neues Logo zuzulegen und sich von etwaigen Logenbrüdern zu trennen.

European Left

Chevron 7 aktiviert – Eingehendes Wurmloch

Die Sternentore aus den „Stargate“-Serien haben 9 Chevrons, mit denen Toradressen zu anderen Planeten angewählt werden können. 7 werden für Reisen innerhalb einer Galaxie gebraucht, was in einem dreidimensionalen Koordinatensystem durchaus Sinn macht. Um die okkulte Zahl 9 zu rechtfertigen, wurde in der Serie „Stargate Universe“ das Antiker-Raumschiff Destiny eingeführt, welches mit dem neunten Chevron angewählt werden kann.

Stargate Wurmloch

Die Bezeichnung „Chevron“ ist natürlich von der V-Form abgeleitet.

Stargate Chevron

In Kombination mit dem Stargate-Symbol für die Erde, einem aufrechten Winkel, ergibt sich das Zeichen der Freimaurer. Bei einer Serie, in der es von altägyptischen Göttern und Pyramiden nur so wimmelt, sollte das nicht weiter überraschen.

SG Center Logo

Der Sternenflottenwinkel

In der „Star Trek“ Klassik-Serie trug die Crew der U.S.S. Enterprise einen Sternenflottenwinkel auf der Uniform, welcher die Zugehörigkeit zu den entsprechenden Abteilungen anzeigte. Da viele Raumfahrtagenturen, darunter die NASA und Roskosmos, einen ähnlichen Winkel benutzen, kursierte alsbald das Gerücht, dies sei auf Serienfans innerhalb der Raumfahrtagenturen zurückzuführen. Obwohl der Seriendesigner Michael Okuda tatsächlich einige Abzeichen für die NASA entwarf, ist diese Annahme jedoch falsch, da das spitze Chevron bereits vor dem Serienstart 1966 in Gebrauch war.

Der Umkehrschluss, dass sich „Star Trek“ bei der realen Raumfahrt bedient hätte, dürfte ebenfalls ein Trugschluss sein. Der Okkultismus scheint in beiden Fällen die Wurzel zu sein, da der spitze Winkel ein Teil des Pentagramms ist. Als Symbol der Kommandoebene im Sternenflottenlogo diente in der Kirk-Ära sogar ein fünfzackiger Stern.

Enterpriselogo

In der Klassik-Serie trug nur die Enterprise-Besatzung das Chevron. Die Crew der U.S.S. Huron hatte indes ein Chevron mit seitlichen Auswüchsen. Besatzungen anderer Raumschiffe trugen meist nur geometrische Figuren und das Sternenflottenkommando eine Blütenform.

Sternenflottenlogos 23 Jahrhundert

Ab dem ersten Kinofilm wurde das Logo der U.S.S. Enterprise für die gesamte Sternenflotte übernommen, wobei das Pentagramm der Kommandoebene auf alle Abzeichen übertragen wurde.

Sternenflotte

In den späteren Serien verschwand das Pentagramm und das Chevron erhielt immer neue Einfassungen.

Sternenflottenlogos 24 Jahrhundert

Zuletzt wurde das Sternenflottenlogo für die Prequel-Serie „Enterprise“ derart abgewandelt, dass es einen Übergang von den Logos realer Raumfahrtagenturen zum typischen Abzeichen der Sternenflotte darstellt.

Sternenflotte 2151

Bis in den letzten Winkel des Universums

Beim Logo der US-Raumfahrtagentur NASA muss man schon genau hinsehen, um das Chevron zu finden, dabei ist es eigentlich gut sichtbar platziert. Es ist lediglich stark verzerrt. Weitaus deutlicher ist da schon das Air Force Space Command mit Hauptsitz auf der Peterson Air Force Base (Colorado, USA). Das Logo dieses Hauptkommandos der US-Luftwaffe zeigt einen Pentagrammwinkel, welcher obendrein mit 7 Pentagrammen garniert ist.

Air Force Space Command

Das Air Force Research Laboratory hat ein ähnliches Logo, aber nur 5 Pentagramme.

Aif Force Research Lab

Beim AFRL Sensors Directorate sind es lediglich noch drei Pentagramme neben dem Chevron.

AFRL Sensors Directorate

Das Space Innovation & Development Center hat den V-Winkel mit Doppelblitzen eingerahmt.

Space Innovation & Development

Bei den diversen Schwadronen kommt ebenfalls überall der V-Winkel vor. Auffällig ist dabei, dass der Winkel oftmals das Raumfahrzeug darstellt. Angeblich soll es sich um die vereinfachte Darstellung eines Überschallflugzeugs handeln, was aber keineswegs alle Beispiele zufrieden stellend erklärt.

Space Test Squadron

45th Range Squadron

23d Space Operations

Space Squadrons

Ähnlich sieht es bei diversen NASA-Abzeichen für Spaceshuttle-Missionen aus. Bei dem folgenden Missionsabzeichen wird das Chevron auch gleich wieder vom Pentagramm abgeleitet.

Spaceshuttle Chevronpentagramm

Der typisch verzerrte NASA-Spitzwinkel findet sich ebenfalls bei einigen Missionen.

Spaceshuttle STS 135

Bei anderen Abzeichen muss man dagegen schon etwas genauer hinsehen oder das Patch drehen, um den Winkel zu erkennen.

Spaceshuttle Columbia blauer Winkel

Spaceshuttle gedreht

Und manchmal steckt der Teufel wirklich im Detail. Z.B. wenn eine Sternengruppe zu einem Chevron angeordnet ist.

Space Shuttle Programm

Das Chevron – Mehr als nur ein Winkel

von Shinzon

Das Winkelmaß ist eines der wichtigsten Symbole in der Freimaurerei und einige Logenbrüder behaupten, den rechten Winkel bis auf altägyptische Gottheiten zurückführen zu können. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass das Winkelmaß ebenso wie Hammer und Zirkel auf die Werkzeuge der Dombauhütten zurückgeht. Das Winkelmaß gehört jedenfalls zu den so genannten Kleinodien der Freimaurerei, zu denen auch Senkblei, Wasserwaage usw. zählen. Dem Winkelmaß kommt bei alledem besondere Bedeutung zu, da es vom Stuhlmeister als Zeichen seiner Amtswürde getragen wird. Darüber hinaus bildet das Winkelmaß in Kombination mit dem Zirkel das Erkennungszeichen der Freimaurerei.

Wichard Lange (1826-1884)

Wichard Lange (1826-1884)

Symbolisch steht der rechte Winkel für Gewissenhaftigkeit sowie das Ausrichten des eigenen Handels nach Recht, Gerechtigkeit und Menschlichkeit. Die Freimaurer werden damit im wahrsten Sinne des Wortes dazu aufgefordert, Maß zu halten. Die angestrebte Freiheit von Eigennutz kann jedoch insbesondere bei Brüdern der Hochgradfreimaurerei keineswegs attestiert werden. Maß halten ist ein Ideal, welches in der Praxis oft durch Maßlosigkeit ersetzt wird.

Der Winkel hat aber noch weitaus mehr Bedeutungen, die weit über die Freimaurerei hinausgehen. Der Winkel mit der Spitze nach unten kann z.B. auch für den weiblichen Schoß stehen, wogegen der aufrechte Winkel folgerichtig ein Phallussymbol darstellt. Beispiele gibt es zuhauf in der Heraldik, wo der Winkel auch „Sparren“ genannt wird.

Winkel Sparren

Eine weitere Anwendungsmöglichkeit findet sich als Rangabzeichen beim Militär. Je höher der Rang, desto mehr Phallusse.

Militär Rangwinkel

Neben dem rechten Winkel gibt es noch V-förmige Winkel, wobei dieser Buchstabe selbst das beste Beispiel ist. Mit dem Winkelmaß der Freimaurer hat dies zwar nichts mehr zu tun, um ein okkultes Symbol handelt es sich aber dennoch. Abgeleitet ist das spitze Chevron vom Pentagramm.

Chevron Pentagramm

Seltsamerweise haben zahlreiche Raumfahrtbehörden ein V-förmiges Chevron als Logo. Angefangen bei der NASA, welche ein leicht verzerrtes rotes Chevron im Logo hat. Das Ganze natürlich auf blauem Grund mit weißer Schrift, womit hier mal wieder die Freimaurerfarben bedient werden.

NASA Logo

Das in Kalifornien gelegene Ames Research Center der NASA wird noch etwas deutlicher. Der V-Winkel im Logo des Forschungszentrums ist gut zu erkennen, diesmal jedoch in blau gehalten.

Ames Research Center

Bei den Russen, Indern und Chinesen sieht es nicht viel anders aus.

Roskosmos Logo

ISRO Logo

CNSA Logo

Es kursiert die scherzhafte Behauptung, dass es sich um eine Anlehnung an das Sternenflottenlogo aus „Star Trek“ handeln soll. Die Serie wurde jedoch erst ab 1966 ausgestrahlt, während die NASA bereits am 19. Juli 1958 gegründet wurde. Die japanische Raumfahrtagentur JAXA macht zudem noch einmal überdeutlich, dass das Chevron vom Pentagramm abgeleitet ist.

JAXA Logo

Das Lothringer- und das Patriarchenkreuz – Doppelt hält besser

von Shinzon

Das eigentliche Lothringerkreuz besteht aus einem vertikalen Balken und zwei gleichlangen Querbalken. Erstmals kann dieses Symbol für das frühe Mittelalter nachgewiesen werden, wo es u.a. als Rune in Gebrauch war.

Lothringer Kreuz

Spätestens seit dem 14. Jahrhundert fand sich das Kreuz mit zwei gleichlangen Querbalken auf dem Wappen des Großfürsten von Litauen wieder. Es müsste also eigentlich Litauerkreuz heißen. Nach Lothringen gelangte es nämlich erst im 16. Jahrhundert als Symbol der Grafen von Anjou, wo es seine heutige Bezeichnung erhielt.

Wappen Litauen

Wappen Litauen

Nach dem 1. Weltkrieg wurde Elsass-Lothringen vor der Eingliederung in die französische Nation vorübergehend zur Räterepublik. Diese Phase dauerte jedoch nur vom 11. bis 21. November 1918. In dieser Zeit hatte die Region eine rot-weiße Flagge mit gelbem Doppelkreuz. Dieses hatte jedoch zwei unterschiedlich lange Balken und stellte damit eher ein Patriarchenkreuz dar.

Flagge Republik Lothringen

Flagge Republik Lothringen

Die fälschliche Bezeichnung des Patriarchenkreuzes als Lothringerkreuz wurde während des 2. Weltkriegs von der französischen Exilregierung übernommen. Das Symbol wurde General Charles de Gaulle (1890-1970) am 1. Juli 1940 als Gegensymbol zum Hakenkreuz der Nazis vorgeschlagen. Im Widerstand gegen die Deutschen wurde das unechte Lothringerkreuz daraufhin von den freien französischen Kräften zu Land und zur See genutzt.

Freie Französische Kräfte

Freie Französische Kräfte

Freie Französische Seekräfte

Freie Französische Seekräfte

Es zierte eine ganze Reihe von Verdienstorden und 1972 wurde es sogar für ein Denkmal zu Ehren von Charles de Gaulle verwendet.

de Gaulle Denkmal

Wie gesagt handelt es sich bei dieser Form des Lothringerkreuzes eigentlich um ein Patriarchenkreuz, welches die katholische erzbischöfliche Metropolitangewalt repräsentiert. Im Kern bildet das Patriarchenkreuz das Kreuz ab, an dem Jesus hingerichtet wurde, wobei der kleinere zusätzliche Balken über dem großen Querbalken die Kreuzinschrift INRI darstellt. Eine weitere Variante, welche von der russisch-orthodoxen Kirche verwendet wird, hat einen dritten schrägen Balken am unteren Ende. Dieser soll das Brett zum Abstützen der Füße von Jesus darstellen. Ein solches Brett ist jedoch historisch nicht belegt und fehlt ebenso in der klassischen Darstellung der Kreuzigung.

Patriarchenkreuze

Erstmalige Verwendung fand das Patriarchenkreuz im einstigen Byzantinischen Reich, wo es ab dem 10. Jahrhundert weit verbreitet war. Die älteste Abbildung wurde in der Stadt Chersones auf der Halbinsel Krim entdeckt. Bei diesem Ursprung sollte es nicht weiter verwundern, dass das Patriarchenkreuz damals wie heute vor allem in Osteuropa verbreitet ist.

Das Patriarchenkreuz findet sich u.a. auf den Staatswappen der Slowakei und Weißrusslands. Letzteres Wappen ähnelt stark dem von Litauen, wobei letzteres jedoch ein Lothringerkreuz anstelle des Patriarchenkreuzes aufweist.

Wappen Slowakei

Wappen Slowakei

Wappen Weißrussland

Wappen Weißrussland

Es gibt noch einen zweiten osteuropäischen Ursprung des Symbols, welcher nichts mit dem Christentum zu tun hat. Ein Doppelkreuz mit langem und kurzem Querbalken findet sich nämlich auch als Buchstabe GY im altungarischen Runenalphabet.

Altungarisches Runenalphabet

Das Patriarchenkreuz auf dem ungarischen Staatswappen geht jedoch auf den ersten christlichen König Ungarns zurück. Stephan I. der Heilige (969-1038) hatte das Kreuz im Jahr 1000 ins Wappen integriert und ließ es auf Münzen prägen.

Wappen Ungarn

Wappen Ungarn

Beim Patriarchenkreuz handelt es sich um ein rein christliches Symbol, weshalb es nicht mit okkulten Geheimgesellschaften in Verbindung gebracht werden kann. Das Lothringerkreuz ist indes ein altes Symbol, welches gleichermaßen wie das Patriarchenkreuz in der Heraldik präsent ist. Die ursprüngliche Bedeutung lässt sich dabei jedoch nicht gänzlich klären und ebenso ungeklärt ist der Eingang des Lothringerkreuzes in den Okkultismus, wo es jedoch eher selten vorkommt. Verwendung findet Lothringerkreuz u.a. auf Freimaurermützen.

Lothringer Kreuz Freimaurer

Die weiße Taube – Mehr als nur ein Friedenssymbol

von Shinzon

Die weiße Taube wurde 1949 auf dem Pariser Weltfriedenskongress zum Friedenssymbol erklärt, obwohl Tauben alles andere als friedliche Tiere sind und sich vor allem untereinander eher aggressiv verhalten. Entworfen wurde die Friedenstaube von Pablo Picasso (1881-1973), welcher auch seiner am Abend des Kongresses geborenen Tochter den Namen Paloma (spanisch für Taube) gab. 1955 erhielt er für seine Lithografie den Weltfriedenspreis.

Pablo Picassos Friedenstaube (1949)

Pablo Picassos Friedenstaube (1949)

Die Friedenstaube ist bis heute ein verbreitetes Symbol der Friedensbewegung. In der DDR wurde ihr sogar ein Kinderlied mit dem Titel „Kleine weiße Friedenstaube“ gewidmet.

Friedenstaube

Ihr Ursprung liegt jedoch keineswegs in der modernen Friedensbewegung. Die Taube ist ein biblisches Symbol und stammt aus dem Alten Testament. Genauer gesagt aus der Sintflut-Erzählung, in der Noah eine Taube ausschickt, die mit einem Ölzweig im Schnabel zurückkehrt. Dies sollte ein Zeichen sein, dass Gott seinen Krieg gegen die Menschheit für beendet erklärt hat.

Friedenstaube Noah

Das von Johannes Paul II. eingeführte vatikanische Ritual, bei dem der Papst zum Angelusgebet eine weiße Taube steigen lässt, scheint oberflächlich betrachtet daran angelehnt zu sein. Allerdings ist im Alten Testament nur von einer Taube die Rede und nicht explizit von einer weißen Taube.

Vatikantauben

2015 wurden die Tauben, welche Papst Franziskus mit zwei Kindern steigen ließ, von einer Krähe und einer Möwe attackiert. Zwar überlebten die Tiere, dennoch wurden die traditionellen Tauben 2016 aus Tierschutzgründen durch Luftballons ersetzt. Es mag wie ein finsteres Omen wirken, dass kurz vor dem finalen Ausbruch des 3. Weltkrieges die Friedenstauben angegriffen wurden. Das wirft schon fast die Frage auf, ob die Krähe und die Möwe vielleicht darauf abgerichtet waren?

Bird Attack

Wenn die Taube nun ein Friedenssymbol ist, welches seine Wurzeln im Alten Testament hat, warum tauchen Tauben gleichermaßen in der okkulten Symbolik auf? Und warum sind diese immer explizit weiß? Das hat astrologische Hintergründe, denn die weiße Taube am Himmel gleicht dem glänzenden Morgenstern Luzifer. Es handelt sich also um ein Venussymbol.

Verwendung findet die weiße Taube u.a. in der Freimaurerei und bei den Rosenkreuzern. Neben dem Adler gilt sie als Vogel des Lichts, was abermals auf den Lichtbringer Luzifer anspielt. Darüber hinaus ist sie ein Symbol weiblicher Fruchtbarkeit, womit wir wieder bei der römischen Fruchtbarkeitsgöttin Venus wären. Diese ist identisch mit der griechischen Aphrodite, der babylonischen Astarte sowie der ägyptischen Isis. Die Bedeutung der weißen Taube erstreckt sich also auf all diese Göttinnen und teilweise werden diese sogar mit Taube dargestellt.

Venus mit Taube - Jacques François Courtin (1780)

Venus mit Taube – Jacques François Courtin (1780)

Es wäre durchaus denkbar, dass die Verwendung weißer Tauben in der Friedensbewegung und im Vatikan entsprechende okkulte Hintergründe hat. Dennoch müssen zumindest bei der Friedenstaube Abstriche gemacht werden. Zum einen wegen der biblischen Symbolik mit der Taube, die einen Ölzweig hält. Der Ölzweig ist dabei das ausschlaggebende Element, denn die Venustaube im Okkultismus trägt diesen nicht. Zum anderen hat sich die Taube als Friedenssymbol etabliert und wird von den meisten Menschen in diesem Kontext verstanden. Es sollte daher genau darauf geachtet werden, in welchem Zusammenhang die Symbolik der weißen Taube benutzt wird.