Musik vom mystischen Schrein

Mit ihrem 1985 erschienen Album „Frankenchrist“ sorgten die Dead Kennedys für ziemlichen Rummel. Grund war ein beigefügtes Poster, welches ein Werk des Schweizer Okkultisten H.R. Giger mit dem Titel „Penis Landscape“ zeigte. Die Klagen besorgter Eltern hätten die Band fast in den finanziellen Ruin getrieben und nach dem Prozess erklärten sich die Dead Kennedys für aufgelöst. Auf dem Cover des fraglichen Albums ist eine Parade der Shriners zu sehen.

Dead Kennedys - Frankenchrist

6 Kommentare zu “Musik vom mystischen Schrein

  1. Heißt das, die Dead Kennedys hatten auch mit den geheimen Zirkeln zu tun? Gibt ja auch ein Foto auf eurer Seite wo Jello Biafra mit H.R. Giger zu sehen ist. Im Hintergrund mit Freimaurerschurz. Dachte aber immer die wollten mit ihrer Musik auf die Missstände aufmerksam machen, also gegen die Ausbeuterei der Elite.

    • Zumindest die Verbindung zu Giger wird ja an diesem Beispiel einmal mehr deutlich. Was die Verbindung zur Freimaurerei angeht, ist diese ebenfalls nicht unwahrscheinlich, zumal auf dem anderen Bild ja schon die Schürzen an der Wand hängen. Auf Missstände weisen so einige Freimaurer hin. Teils sind es niedere Grade, die das System selbst noch nicht durchschaut haben, teils handelt es sich auch um autorisierte Helden. Eine Pseudo-Opposition ist von den Herrschenden durchaus gewünscht, um Proteste gegen ihre eigene Politik unter Kontrolle zu halten.

      • Scheint ja, dass leider auch im Punk einige Bands dafür ausgenutzt wurden, bei dem Spiel mit zu machen. Hatte persönlich immer die Hoffnung, dass die Bandmitglieder cleverer sind und sich dann ihrer Rolle bewusst sind. Sollten es jedoch auch noch autorisierte Helden sein, ist es ja noch schlimmer. Aber ich denke da ist das Genre ja egal, sobald eine gewisse Beliebtheit vorhanden ist, kommen Bands wohl nicht drum rum sich auf die Kontrolle der Elite einzulassen. Auch wenn die Musik dadurch an Ausdruck verliert, Punkrock bietet immer noch für viele eine Möglichkeit, über den Wahnsinn hier nachzudenken und evtl. auch etwas zu ändern. Zumindest war es bei mir so;)

        • Die großen Punkbands sind ja inzwischen alle Edelpunks. Der Bruder des Toten Hosen-Sängers Campino ist z.B. ein reicher Rechtsanwalt, der u.a. 2012 Insolvenzverwalter von Lehman Brothers war. Wer aus so einem Familienumfeld kommt und von seiner Musik mehr als gut leben kann, vergisst schon mal seine Ideale. Kleinere Punkbands sind aber immer noch sehr politisch und frei von okkultem Gedöns. Z.B. die Terrorgruppe, die das Affen-Selfi aufs letzte Albumcover gebracht hat. Es geht also auch anders.

  2. Und deswegen sind die Dead Kennedys die beste „Punkband“ der Welt, ich empfehle auch mal andere Alben bzw. Songs, die sind Stellenweise noch besser;) „I am the OWL“ sagt doch alles. Ich feier die regelmäßig und dabei höre ich eigentlich kein Punk^^

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