Das Templervermächtnis von Hollywood

„Das Vermächtnis der Tempelritter“ aus dem Jahr 2004 ist der wohl bedeutendste Film über die Templer, welcher zugleich eine enge Verbindung zur Freimaurerei zieht. Um den Schatz der Tempelritter zu finden, muss Benjamin Frankling Gates, gespielt von Nicolas Cage, einer Spur von Freimaurersymbolen durch die fünf Gründungsstädte der USA folgen. Der Schatz besteht aus rein materiellen Reichtümern und Gates sowie seine Freunde können gut vom Finderlohn leben.

Wäre der Film halbwegs realistisch, hätten die Charaktere den Schatz innerhalb der City of London suchen müssen, denn das wahre Vermächtnis der Templer besteht aus dem modernen Bankensystem. Dennoch offenbart der Streifen, welcher eine Disney-Produktion ist, viel über die Wurzeln der Freimaurer und deren Einfluss auf die Politik.

Vermächtnis der Tempelritter

Der Freimaurer Nicolas Cage scheint einen regelrechten Faible für die Templer zu haben, denn 2011 spielte er die Hauptrolle in „Der letzte Tempelritter“. Seine Rolle Behmen von Bleibruck kehrt den Kreuzzüglern nach einem Massaker zunächst den Rücken und wird daraufhin als Deserteur gesucht. Ihm wird schließlich die Freiheit versprochen, wenn er ein junges Mädchen zu einem Kloster überführt. Dort soll ihr der Hexenprozess gemacht werden. Entgegen der anfänglichen Zweifel an der Schuld des Mädchens stellt sich heraus, dass diese tatsächlich von einem Dämon besessen ist. Der Film rechtfertigt damit die Hexenverfolgung, was extrem frauenfeindlich ist. Der Transport in einem Käfig spricht dabei Bände.

Der letzte Tempelritter Hexe

In „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ von 1989 beschützt der letztere Tempelritter den Heiligen Gral in einer abgelegenen Höhle.

Templer

Um den heiligen Gral geht es auch in der deutschen Produktion „Das Blut der Templer“ von 2004. Dieser enthält zahlreiche Elemente von Dan Browns „DaVinci Code – Sakrileg“. Nur dass das fiktive Priorat von Zion diesmal nicht die Nachfahren von Jesus schützt, sondern selbige töten will. Die Behauptung, alle Templer seien Nachfahren von Jesus gewesen, ist natürlich vollkommen absurd. Gleiches gilt für den Niedergang des Ordens, welcher als innerer Zwist dargestellt wird, da einige Tempelritter aus dem heiligen Gral gesoffen haben, um Unsterblichkeit zu erlangen. Der reinste Fantasy-Schwachsinn auf niedrigstem Niveau, basierend auf einem Roman von Wolfgang Hohl.

Das Blut der Templer

Historisch überzeugend werden die Tempelritter im 2005 erschienenen „Königreich der Himmel“ dargestellt.

Königreich der Himmel

Die Billigversion erschien 2010 bei Tiberius Film. Allein der Untertitel von „Die Tempelritter – Die Rache Saladins“ ist vollkommen lächerlich: „Gab es den Orden der Templer wirklich?“ Ja, kein Historiker würde seine Existenz leugnen.

Die Tempelritter

Wo wir schon mal bei billigen Abklatschen sind – „Der verlorene Schatz der Tempelritter“ brachte es auf drei Teile, die zwischen 2006 und 2008 erschienen sind. Der Untertitel des dritten Teils lautet übrigens „Das Geheimnis der Schlangenkrone“, was mal wieder ziemlich luziferisch daher kommt.

Der verlorene Schatz der Tempelritter

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