Solidarität mit Orlando

Das Massaker in einem Schwulenclub in Orlando hat die Welt wieder einmal schockiert. Obwohl der Täter afghanischer Abstammung sich selbst in die Nähe des IS rückte, handelte es sich jedoch keineswegs um einen islamistischen Terroranschlag, sondern um die Homophobie eines Einzeltäters, der möglicherweise sogar selbst schwul ist und damit nicht klar kommt.

Solidarität mit den Opfern ist derweil zwar nicht verkehrt, doch die überzogenen „Wir sind Orlando“-Aktionen kommen in der Schwulen- und Lesbenszene nicht gerade gut an. Wir sind nämlich nicht Orlando, denn wir sind heterosexuell und hätten damit niemals zu Opfern des Täters gehört. Diese Heuchelei ist besonders perfide, wenn sie von AfD-Anhängern kommt, die selbst homophob sind, diesen Vorfall jedoch für ihre Islamfeindlichkeit ausnutzen und somit Moslem gegen Homosexuelle ausspielen.

16 Kommentare zu “Solidarität mit Orlando

  1. Hallo,

    ich weiß jetzt nicht, was ich jetzt von dem Sprecher des Videos halten soll? Allerdings wirft er meines Erachtens zu viel mit Handsymboliken um sich. Z.B. bei 0.57 666-Symbolik (erinnert mich an John Cena von WWE, praktiziert der ja auch und der neuerdings im blau/rot/weiß-Outfit rumläuft, im Namen des Memorial Days🙂 ), 1.37 Dreiecks-Symbolik und bei 2.24 auch noch X-Symbolik. Na ja, wie auch immer.

    Freundliche Grüße

    • Ernsthaft? Der gestikuliert einfach nur wild rum. Wo er z.B. die Hände kurz überkreuzt, ist das einfach nur eine ablehnende Geste. Bei der altägyptischen Geste der überkreuzten Arme werden die Hände völlig anders gehalten – zum Körper hin und zu Fäusten geballt.

      Der Teilzeitnerd ist viel für die Elite viel zu unbedeutend, als dass die ihn in eine Loge einladen würden. Ganz anders als LeFloid, der bei einem großen Label unter Vertrag ist und für dieses Meinung macht, sagt Teilzeitnerd zudem einfach frei seine Meinung heraus und würde sich niemals an ein Drehbuch halten. Von daher für die Elite völlig uninteressant.

      • Hm bei LeFloid hab ich auch schon überlegt. Auch mit seinen T-Shirts und bestimmten, zu undifferenzierten Aussagen und dem Hang zu Transhumanismus bringender Technik. Andererseits, ist er halt auch ein (weltweit gesehen) nicht soo großer Youtuber und ich glaub auch nicht, dass er insgeheim nach außen redlich und moralisch gut tut und hintenrum böse Absichten hat.
        Bei manchem ist er irgenwie zu unkritisch oder zu Mainstream (ist heute irgendwie mein Lieblingswort lol). Aber naja keine Ahnung bin vielleicht auch nur zu alt und dieses Internetz ist mir zu neu und fremd und darum bin ich skeptisch ;D

        • Als LeFloid noch relativ neu war, hatte er mal ein Video über Verschwörungstheorien gemacht, die sich als real herausgestellt haben. Wir hatten das sogar auf unserem Blog verlinkt. Nachdem er dann unter Vertrag genommen wurde, verschwand dieses Video und seitdem vertritt er in solchen Dingen die Meinung der Massenmedien. Das sagt eigentlich schon alles und mit fast 3 Millionen meist jungen Nutzern ist er zumindest im deutschsprachigen Netz durchaus einflussreich.

          • Achso echt? Werd ich mir mal anschauen.
            Hm, dachte LeFloid war auch einer der sich von Mediakraft losgesagt hatte oder halt woanders, wo es zu sehr um Vermarktung ging. Aber kann mich auch irren.
            Ja, ich finde es aber auch ziemlich bedenklich, wie er manches rüberbringt bzw. ist ja seine Meinung und vieles seh ich auch so. Aber er ist halt selbst mehr meinungsbildend anstatt dass er das nutzt um die Jugendlichen wirklich zum kritischen Analysieren anzuregen.
            Trotzdem wird niemand einfach so seine Meinung ändern bzw. verlogen agieren, oder ihm fällt nicht auf, wenn er selbst von seinen Vertragspartnern manipuliert wird. Aber als Psychologe (oder fast) bzw. auch mit Medienkompetenz sollte er das ja merken.

  2. Tja, der hat ziemlich viel Unlogisches dabei, wie z.B. wegen der Aufmerksamkeit – der Attentäter richtet das schlimmste Blutbad seit Langem an und braucht den IS bzw. Islam um selbst Aufmerksamkeit zu bekommen? Der Typ bringt alles durcheinander.
    Ich halte den auch für ein Teil der okkulten Elite, auch wegen der Gesten. Schau hinter die harmlose Maske.

    • Zum einen hat Teilzeitnerd ein Recht auf seine eigene Meinung und das meiste davon ist durchaus logisch. Klar hat der Täter auch ohne IS genügend Aufmerksamkeit, aber eben nur im negativen Sinne. Wäre also absolut denkbar, dass er den IS ins Spiel gebracht hat, um Anerkennung zu bekommen.

      Was Teilzeitnerd angeht, ist der gewiss kein Teil der okkulten Elite und mit seinen 85.750 Abonnenten nicht mal ansatzweise interessant für die. Beweise für seine angebliche Zugehörigkeit zur Elite bleibst Du uns hier schuldig. In jede Handbewegung etwas Satanisches hinein zu interpretieren grenzt dabei schon an paranoiden Wahn. Wir haben noch mal ganz genau auf seine Hände geachtet und nicht mal einen Baphomet entdecken können. Auch ist nicht jedes Zusammenkneifen von Zeigefinger und Daumen eine 666, denn er spreizt die anderen Finger keineswegs bewusst ab.

      Wir haben auf unserem Blog weitaus offensichtlichere Beispiele gesammelt, bei denen der Unterschied ziemlich deutlich wird. Ja, es gibt mächtige Geheimbünde, die zu viel Einfluss haben, aber nicht jeder, der mehr als 10 Follower hat, gehört dazu. Jeden zu verdächtigen, der nicht wie das eigene Spiegelbild aussieht, ist nicht unser Ziel. Das geht einfach zu weit und macht es der okkulten Elite obendrein allzu leicht, jeden Kritiker als paranoiden Verschwörungsspinner abzustempeln.

      • OK, nochmal zum Attentäter. Es ist die Strategie des IS solche „Einzeltäter“ zu mobilisieren – ein Aufruf dazu kam mal wieder vor einigen Wochen.

        Es gab schon etliche dieser Einzeltäter und dieses Mal hat es eben fast zufällig (!) eine soziale Minderheit getroffen. Man kann auch nicht sagen dass bisher nur gezielt Heteros oder Konzertbesucher oder Sportfans etc. getroffen werden sollten. Das Ziel ist immer eine größere Menschenmenge um eine maximale Anzahl von Toten und Verletzten zu bekommen. Charlie Hebdo hätte auch nicht jeden treffen können, weil nicht jeder solche Karikaturen veröffentlicht – da erzählt er Blödsinn. Man kann also nicht sagen wie ein einzelner Attentäter sein Ziel auswählt, so lange man nicht in seinen Schädel schauen kann.

        Der IS ist bekanntlich gegen bestimmte Orientierungen und bestraft sie mit dem Tod, was aber auch nur ein kleiner Ausschnitt aus deren Katalog ist, von daher sage ich, dass es zufällig war. Vielleicht auch nicht ganz zufällig weil es im Katalog stand, von daher eher eine Frage der Zeit.

        Die Aufmerksamkeit ist gezielt weg vom Attentäter hin zum IS gelenkt worden, nicht umgekehrt! Wenn man sich das weg denkt, würde nur ein geistig Verwirrter, ein Irrer, übrig bleiben, der die Tat ohne Sinn und Verstand verübt hätte (wie bei Columbine). Der IS (und nicht der Attentäter!) hat dann die maximale Aufmerksamkeit bekommen und wird dadurch nur bedrohlicher, in dem er mal wieder Angst und Schrecken verbreitet.

        Er muss vorher sein Zielgebiet auskundschaften, also verwundert es nicht wenn er dort mal zu Gast war. Daraus kann man nicht auf seine sexuelle Orientierung schließen. Ob der Täter nun homophob oder selbst homosexuell war ist sowieso belanglos.

        Der Teilzeitnerd bleibt mir suspekt, wenn er behauptet, es sei kein „islamistischer Terroranschlag“ gewesen und dazu noch solche Gesten macht. Es war ein Angriff auf die offene Gesellschaft, weil es ohne deren Toleranz gar keinen solchen Club (wie auch keine Karikaturen) gegeben hätte – warum streitet er das ab? Beim IS hätte man das bspw. nie toleriert.

        Ich meine, dass das ein schönes Beispiel für eine Verwirrungstaktik der okkulten Elite ist, die auf eine bestimmte Gruppe zielt – meine Meinung!
        Wir können das hier leider nicht auflösen.

        • „Charlie Hebdo hätte auch nicht jeden treffen können, weil nicht jeder solche Karikaturen veröffentlicht – da erzählt er Blödsinn.“

          In dem Punkt geben wir Dir absolut recht. Das hatten wir uns ebenfalls schon gedacht.

          „Es war ein Angriff auf die offene Gesellschaft, weil es ohne deren Toleranz gar keinen solchen Club (wie auch keine Karikaturen) gegeben hätte – warum streitet er das ab?“

          Weil unsere Gesellschaft gar nicht so offen ist. Klar wird in Deutschland der CSD nicht von prügelnden Polizisten aufgelöst, wie z.B. in Russland. In den USA hat Obama sogar die Homoehe legalisiert, was so ziemlich seine einzige anerkennenswerte Tat war. Dennoch ist Homophobie beiderseits des Atlantiks noch weit verbreitet. Der Anschlag in Orlando hätte genauso gut von Neonazis durchgeführt werden können, wobei es in Großbritannien tatsächlich schon einen solchen Anschlag durch Combat 18 gab. Damals übrigens ohne große Betroffenheitswelle. Vielleicht, weil die Täter keine Moslems waren? Wir können Teilzeitnerds Aussagen diesbezüglich durchaus nachvollziehen.

          „Der Teilzeitnerd bleibt mir suspekt“

          Wir haben Deine Kritik mal zum Anlass genommen, etwas über Andre Teilzeit zu recherchieren. Ein Freidenker mag er zwar sein, aber gewiss ist er kein freier Youtuber. Er ist bei MediaKraft unter Vertrag, die auch TopZehn und StrengGeheim im Programm haben. Das hat erst mal gar nichts zu heißen, außer, dass Andre Teilzeit mit seinem Hobby Geld verdient. Das könnten wir ebenfalls, haben aber einige Bedenken. Vorwerfen könnte man ihm lediglich, dass sein Merchendise überteuert ist und ehrlich gesagt geht uns die Werbung am Ende seiner Videos auch etwas auf den Sack.

          Konkrete Verbindungen zur Freimaurerei konnten wir indes bisher nirgendwo finden. Mit seinen bald 22 Jahren hätte er auch gewiss noch keinen hohen Grad erreichen können. Die Frage ist, wo er sich noch hin entwickelt und ob ihm der Ruhm irgendwann zu Kopf steigt, wie es bei LeFloid der Fall war. Sollte er diesen Punkt je erreichen, würden wir selbstverständlich auf Distanz gehen.

    • „Weil unsere Gesellschaft gar nicht so offen ist. Klar wird in Deutschland der CSD nicht von prügelnden Polizisten aufgelöst, wie z.B. in Russland.“

      Doch, doch. Es wird nie eine absolut offene Gesellschaft geben, das ist immer relativ – da halt ich mich an Einstein. Sie ist offen wie nie.

  3. Naja diese Aussage ansich find ich doof:
    “ Wir sind nämlich nicht Orlando, denn wir sind heterosexuell und hätten damit niemals zu Opfern des Täters gehört. “ bzw. wird ja auch allgemein so rübergebracht, wenn man ja angeblich nie verstehen könnte, weil man ja nicht dazu gehört. Finde ich gewissermaßen sogar etwas herablassend.
    Überhaupt versteh ich nicht wieso sich kleinere Gruppen immer in „Wir, die Besonderen, Geächteten, Total anderen“ und „Normalos“ unterscheiden wollen.
    Also hätten die „normalen“ Leute nicht auch Probleme und gehören somit wieder zu anderen Randgruppen, weil es nunmal keine Normalos gibt! Woher wollen die bitte wissen, wer oder was ich bin. Aber toll, teilen selbst auch nur in Gruppen ein.
    Gerade auf emotionaler, wenn auch unterschiedlich sensibel, sind wir wirklich ALLE Menschen wo sich das nicht von irgendwas anderem abhängt!
    Diese Einstellung: Ihr seid Mainstream, wir was besonderes (egal ob darunter leidend oder nicht) finde ich zum Kotzen, schon sehr lange!

    • Wir sehen das halt etwas anders. Diese ganze Betroffenheitsindustrie ist in der Tat zum Großteil Heuchelei. Nach den Anschlägen in Paris hatten z.B. plötzlich alle ihre Profilbilder in den Farben Frankreichs. Aber niemand hat die Farben des Irak oder Syriens, obwohl dort täglich tausende Menschen sterben.

      Es ist ja absolut korrekt, seine Solidarität mit Opfern terroristischer Anschläge zu zeigen, aber dabei sollte man doch konsequent sein und dies nicht nur tun, wenn es ein westliches Land trifft. Und tatsächlich ist das „Wir“ hier vollkommen fehl am Platz, denn „wir“ sind nicht die Opfer. Die Opfer sind tot, wir dagegen leben noch. Wir sind auch nicht Paris oder Orlando, die meisten von uns waren ja nicht einmal dort. Wir sind schockiert, wir sind betroffen, wir trauern, wir solidarisieren uns, aber wir sind nicht Paris, Orlando oder was auch immer!

      • Ja na das mit Betroffenheitsindustrie und deren Heuchelei oder halt schlimm, das instrumentalisieren der Opfer finde ich auch absolut schlimm.

        Mir ging´s auch allgemein um Leute, die, wie es halt auch unter den Überlebenden des Anschlags bzw. Homosexuellen, oder wasweißich, Leute mit sozialen Phobien gibt, dass das immer so dargestellt wird bzw. die anscheind denken, alle andere sind perfekte Menschen, die überall klarkommen und sich als Durchschnittsvertreter einer Gesellschaft sehen. Ok, ist mehr ein persönliches Ding. Ich fühl mich da angegriffen, weil es irgendwie ne Beleidigung ist eben auch nur als Teil „der anderen“ und nicht als Individuum dargestellt zu werden.

        Was ihr meint mit dem „Wir sind..“ finde ich auch (trotz der schrecklichen Sache) lächerlich.

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