Pädonazis und die Todesstrafe

„Todesstrafe für Kinderschänder“ ist eine weit verbreitete Parole unter Rechtsextremisten. Sie benutzen das sensible Thema des Kindesmissbrauchs gezielt für die Verbreitung ihrer menschenverachtenden Ideologie, womit das Leid der betroffenen Kinder schamlos ausgeschlachtet wird. Die Todesstrafe wollen die Nazis in erster Linie gegen politische Gegner sowie religiöse und ethnische Minderheiten einsetzen. Die Bestrafung von Kinderschändern ist nur ein Vorwand und im schlimmstmöglichen Fall würde die Todesstrafe noch eher gegen die Opfer eingesetzt werden, um sie zum Schweigen zu bringen.

Wie ernst es den Faschisten mit ihrer Forderung ist, zeigen zahlreiche Fälle von Kinderschändern in ihren eigenen Reihen. Bisher hat sich noch keiner dieser Täter das Leben genommen. Im Gegenteil werden einige in der Szene sogar noch als Helden verehrt. Eine konsequente Durchsetzung der eigenen Forderung sieht anders aus. Aber zumindest berufen sich die Neonazis auf ihre historische Tradition.

Schon ihr Führer Adolf Hitler (1889-1945) stand auf junge, teils minderjährige Damen. Darunter seine eigene Nichte Geli Raubal (1908-1931), die gerade einmal 15 war, als sie in die Fänge ihres Onkels geriet. Die Grenze zur Pädophilie hatte Hitler dabei zwar nicht überschritten, aber es gibt genügend Indizien für seine abartigen Neigungen. Ebenso offensichtlich waren die okkultistischen Verbindungen von Hitlers engstem Umfeld, die nichts Gutes erahnen lassen.

Gelegenheiten für Kinderschänder, Vergewaltiger und Mörder gab es vor allem in den Konzentrationslagern sowie an der Ostfront reichlich. Wer dort in die Fänge der Nazis geriet war praktisch Freiwild. Über die Massenmorde und ethnischen Säuberungen im Zweiten Weltkrieg ist die Weltbevölkerung inzwischen bestens informiert, doch die pädophilen Verbrechen sind weit weniger bekannt.

Als Paradebeispiel kann die SS-Sondereinheit Dirlewanger gesehen werden, welche im Mai 1940 auf Betreiben des SS-Generals Gottlob Berger (1896-1975) zunächst aus verurteilten Wilderern unter dem Namen „Wilddiebkommando Oranienburg“ zusammengestellt wurde. Später gesellten sich zu den 250 Wilddieben noch rund 1200 Kriminelle und Asoziale sowie 200 wegen Disziplinarvergehen belangte SS-Soldaten. Mit anderen Worten wurde der größte Abschaum aus den Gefängnissen freigelassen. Die SS-Führung konnte sich darauf verlassen, dass dieser Haufen von Psychopathen besonders gründlich an der Ostfront wüten würde.

Das Kommando der Sondereinheit ging an den mehrfach vorbestraften Verbrecher Oskar Dirlewanger (1895-1945), nach dem die Einheit schließlich umbenannt wurde. Dirlewanger schloss sich bereits kurz nach dem 1. Weltkrieg rechten Freikorps an, die zahlreiche Massaker an deutschen Arbeitern verübten, und trat am 1. Oktober 1922 in die NSDAP ein. Außerdem schloss er sich den SA-Horden an und erhielt 1932 eine Stelle als hauptamtlicher SA-Führer in Esslingen am Neckar.

Zunächst erwiesen sich seine gewalttätigen Neigungen als karrierefördernd, doch mit der Vergewaltigung einer 13-Jährigen sowie der sexuellen Belästigung weiterer Mädchen hatte er die rote Linie überschritten. Die Strafe fiel mit zwei Jahren Zuchthaus sowie dem Verlust seiner Stellung und Auszeichnungen dennoch viel zu milde aus. Mit der Todesstrafe für Kinderschänder hielt man sich also schon im 3. Reich zurück, wenn es die eigenen Parteikader betraf. Die weiteren Verurteilungen Dirlewangers, u.a. wegen Korruption, führten zu ähnlich weichen Verurteilungen.

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Mit dem Sonderkommando Dirlewanger konnten sich die Kriminellen schließlich gänzlich straffrei austoben. Der erste Einsatz führte die Sondereinheit ab dem 1. September 1940 in den Raum Lublin, wo sie zur Überwachung jüdischer Zwangsarbeiter eingeteilt wurde. Im Januar 1942 folgte die Verlegung nach Weißrussland, wo Dirlewangers Einheit direkt dem Kommandostab des Reichsführers SS unterstellt wurde.

In Weißrussland verübte das Sonderkommando Dirlewanger zahlreiche Massaker an Zivilisten und entvölkerte ganze Dörfer. Es kam zu Plünderungen, Folter an Gefangenen, Vergewaltigungen an Frauen und insbesondere auch zu sexuellen Übergriffen auf Kinder, an denen Dirlewanger selbst beteiligt war. Statt der Todesstrafe erhielt der Kinderschänder am 5. Dezember 1943 das Deutsche Kreuz in Gold für „Verdienste im Partisanenkampf“, weil er 15.000 vermeintliche „Banditen vernichtet“ hatte.

Doch nicht nur damals wurde der pädophile Kindermörder Oskar Dirlewanger als Held gefeiert. Bis heute wird er von Neonazis geehrt. So gründete sich 2005 im thüringischen Gotha die Rechtsrockband SKD (Abk. für Sonderkommando Dirlewanger). Da sämtliche Bandmitglieder schon mehrfach wegen Diebstahl, Körperverletzung und Volksverhetzung verknackt wurden, hätten sie als vorbestrafte Verbrecher wohl sehr gut in diese Sondereinheit gepasst. Außerdem veranstaltete die Band Spendenkonzerte für die Ballstädt-Schläger, welche im Februar 2014 eine Kirmesgesellschaft überfallen und krankenhausreif geschlagen hatten. Ein brutaler Übergriff auf Zivilisten, bei dem nur durch Glück niemand zu Tode kam. Unter den Angeklagten waren auch die SKD-Mitglieder Thomas Wagner und Tony Steinau.

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Unter anderem wegen des Gerichtsprozesses löste sich die Band 2015 auf. Doch damit ist die braune Horrorstory um pädophile Gewaltverbrechen noch längst nicht beendet. Im Gegenteil offenbart das Umfeld von SKD weitere Hinweise. Zu den befreundeten Bands gehörten u.a. Gigi und die brauen Stadtmusikanten, welche bereits vor dem Auffliegen des NSU Lobeshymnen auf das Terrortrio sangen.

Ähnlich wie das Sonderkommando Dirlewanger werden auch die Serienmörder Uwe Mundlos (1973-2011), Uwe Böhnhardt (1977-2011) und Beate Zschäpe in der Neonaziszene gefeiert. Dabei legte das Trio ein ebenso ähnliches Verhalten an den Tag, denn neben dem staatlich orchestrierten Terror und den Raubüberfällen verdienten sie ihre Brötchen auch durch den Vertrieb von Kinderpornografie und der Zwangsprostitution Minderjähriger.

Auf diese Fährte kamen die Ermittler aufgrund einer DNA-Spur von Uwe Böhnhardt am Leichenfundort der 2001 ermordeten Peggy. Das 9-jährige Mädchen verschwand damals spurlos aus dem oberfränkischen Ort Lichtenberg und wurde erst 2016 in einem rund 12 Kilometer entfernten Waldstück im benachbarten Thüringen tot aufgefunden. In der Nähe des Leichenfundortes befand sich ein bekannter Treffpunkt der Neonaziszene, was den Verdacht auf Böhnhardt und dessen Kameraden erhärtet.

Inzwischen haben mehrere Bundesländer eine erneute Überprüfung von unaufgeklärten Fällen vermisster und ermordeter Kinder angeordnet, die in den Zeitraum der NSU-Aktivitäten fallen. Der Absatzmarkt lässt sich dabei zu einem nicht unerheblichen Teil in der eigenen Szene verorten, wie die folgenden Beispiele zeigen. Ob die Ermittlungsbehörden diesen Zusammenhang irgendwann ebenfalls erkennen, kann man nur hoffen.

Beginnen wir mit dem ehemaligen Thüringer NPD-Vorsitzenden Tino Brandt, der eine direkte Verbindung sowohl zum NSU als auch zum Verfassungsschutz hatte. In den 1990er Jahren erhielt er nämlich 200.000 DM vom Staat, mit denen er den Thüringer Heimatschutz aufbaute. Also genau jene rechtsextreme Organisation, in welcher sich das Terrortrio radikalisierte und ein Unterstützernetzwerk aufbaute. Im Mai 2001 flog Tino Brandt schließlich als V-Mann auf, was zwar seine politische Karriere bei der NPD beendete, jedoch keine personellen Konsequenzen beim Thüringer Verfassungsschutz oder bei der damaligen CDU-Landesregierung hatte.

Der wirklich interessante Aspekt wurde jedoch erst 2014 aufgedeckt, als Tino Brandt im Dezember vom Landgericht Gera zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt wurde. Nicht etwa wegen szenetypischer Straftaten wie Volksverhetzung oder Körperverletzung, sondern wegen sexuellem Missbrauch von Kindern und Jugendlichen sowie Beihilfe zum sexuellen Missbrauch und Förderung von Prostitution in 66 Fällen. Nun sind wir ja keine Befürworter der Todesstrafe, aber eine lebenslängliche Haftstrafe mit anschließender Sicherheitsverwahrung wäre in Brandts Fall weit angemessener gewesen.

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Zumal es weitere 91 Verdachtsfälle gibt. Bei diesen wurde das Verfahren jedoch mit der fadenscheinigen Begründung eingestellt, dass sich das Gericht auf die schweren Verdachtsfälle konzentrieren wollte. Oder wollte man einfach, dass statt der insgesamt 157 Fälle am Ende die okkulte Zahl 66 steht? Das wirkt schon fast wie ein Wink mit dem Zaunpfahl, zumal die rechtsextreme Szene starke Verbindungen zum Satanismus hat, welcher womöglich ebenfalls ein Abnehmer des NSU-Trios war. Wir werden es jedoch nie erfahren, da die verantwortlichen Behörden einen Teufel tun werden, in diese Richtung zu ermitteln.

Mit Sicherheit kann indessen gesagt werden, dass Tino Brandt kein Einzelfall in der NPD ist. Bleiben wir noch kurz in Thüringen und betrachten uns den nächsten ehemaligen NPD-Landesvorsitzenden Patrick Wieschke, welcher inzwischen Bundesorganisationsleiter der NPD ist. Verurteilt wurde er u.a. schon wegen Körperverletzung, darunter ein Fall von 2005, bei dem er einen eigenen Kameraden angegriffen hatte, weil dieser sich weigerte, Flugblätter zu verteilen. So viel zum Zusammenhalt der Szene.

Zuvor hatte Wieschke bereits eine höchst fragwürdige Karriere als Bombenleger gemacht. Am 10. August 2000 führte er einen Sprengstoffanschlag auf einen türkischen Imbiss in Eisenach durch, für den er zwei Jahre später verknackt wurde. Es folgte ein vorübergehender Austritt aus der NPD, um Schaden von der Partei abzuwenden. Nachdem Wieschke jedoch schon 2004 vorzeitig aus der Haft entlassen wurde, nahm er seine politische Arbeit umgehend wieder auf. 2009 wurde er trotz seiner rechtsterroristischen Vergangenheit mit einen NPD-Stimmanteil von 5% in den Eisenacher Stadtrat gewählt und schaffte 2014 erneut den Einzug.

Kurz vor der Landtagswahl im gleichen Jahr, bei der er als Direktkandidat für die NPD antrat, wurde schließlich bekannt, dass 2001 wegen sexuellen Missbrauchs an einer damals 12-Jährigen gegen Patrick Wieschke ermittelt wurde. Die Staatsanwaltschaft stellte die Ermittlungen jedoch kurioserweise ein und begründete dies mit dem gleichzeitig laufenden Verfahren wegen des oben genannten Sprengstoffanschlags. Warum nicht gleichermaßen wegen beider Delikte ermittelt wurde, ist erklärungsbedürftig. Man könnte fast den Eindruck gewinnen…

Aber lassen wir die Spekulationen. Fakt ist, dass die Ermittlungen mehr als ein Jahrzehnt geheim gehalten wurden und selbst nach ihrem Auffliegen 2014 die Karriere von Wieschke nicht beendet war. Er sitzt nach wie vor in hohen Parteiämtern sowie im Stadtrat von Eisenach. Wieschke war sogar dreist genug, auf NPD-Demonstrationen die „Todesstrafe für Kinderschänder“ zu fordern. Selbstverständlich ohne zu erwähnen, dass er einer der Ersten wäre, die dann auf dem Schafott landen müssten.

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Verlassen wir an dieser Stelle Thüringen und reisen auf der Landkarte weiter ostwärts an den rechten Rand der Bundesrepublik. In Sachsen schaffte die NPD 2004 mit einem erschütternden Ergebnis von 9,2% den Sprung in den Landtag. Nur zwei Jahre später musste ihr Fraktionsmitglied Matthias Paul jedoch sein Amt niederlegen, da die Staatsanwaltschaft Dresden wegen des Besitzes und der Verbreitung von Kinderpornografie gegen ihn ermittelte.

Ob er die Schmuddelbildchen beim NSU gekauft hat oder sich hier noch weitaus schlimmere Abgründe auftun, werden wir abermals nie erfahren. Das Verfahren wurde 2009 vor dem Amtsgericht Meißen gegen Zahlung einer Geldauflage von lächerlichen 1.000 € eingestellt. Der Sachsensumpf lässt grüßen.

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Eine ähnlich milde Strafe erhielt der Kamenzer NPD-Stadtrats- und Kreistagsabgeordnete Martin S., bei dem 2017 tausende Kinderpornobilder entdeckt wurden. Zunächst erhielt er 14 Monate Haft, doch nur wenige Monate später verringerte das Landgericht Bautzen die Strafe auf ein Jahr und setzte den Pädonazi zur Bewährung auf freien Fuß. Wieder einmal typisch Sachsen!

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Ein weiteres ostdeutsches Bundesland, in dem es die NPD 2006 und 2011 in den Landtag schaffte, ist Mecklenburg-Vorpommern. Gegen den damaligen Fraktionsvorsitzenden Udo Pastörs wurden zwar nie direkt Vorwürfe wegen Kindesmissbrauchs erhoben, allerdings gab er in einem Interview mit der Zeitschrift Stern offen zu, zweimal die Colonia Dignidad in Chile besucht zu haben.

Die christlich-totalitäre Sektensiedlung wurde 1961 von Paul Schäfer (1921-2010) und einigen aus Deutschland emigrierten Altnazis gegründet. Wer einmal in die Fänge der Colonia Dignidad geriet, hatte es äußerst schwer. Nur wenigen gelang die Flucht aus der schwer bewachten und ringsum verminten Siedlung. Der Alltag der ca. 250 bis 350 Internierten war von Zwangsarbeit, Gehirnwäsche, strikter Geschlechtertrennung und drakonischen Strafen geprägt.

Ab dem Militärputsch am 11. September 1973 diente die Colonia Dignidad dem Pinochet-Regime als Folterzentrum und Gulag für politische Gegner. Die Sekte hatte jedoch nicht nur gute Beziehungen zur chilenischen Diktatur, sondern auch zur Bundesrepublik Deutschland. Bis heute ist die deutsche Beihilfe zu den Verbrechen der Colonia Dignidad nicht vollständig aufgearbeitet und die zahlreichen Politiker von CDU und CSU, welche den Gulag besucht haben, mussten sich nie dafür verantworten.

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Immerhin einen Erfolg konnte die chilenische Justiz nach dem Ende der Pinochet-Diktatur verbuchen. Am 24. Mai 2006 wurde der Sektenführer Paul Schäfer von einem chilenischen Gericht wegen sexuellen Missbrauch von Kindern in 25 Fällen verurteilt. Er musste umgerechnet über 1 Million Euro an elf seiner Opfer zahlen, von den 20 Jahren Haftstrafe erlebte er allerdings nur noch 4.

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Was sagt das alles nun über Udo Pastörs aus, der lobende Worte für dieses Ungeheuer fand und laut eigenen Aussagen von dessen Siedlungsprojekt „viel gelernt“ haben will? Wenn er meint, in der Colonia Dignidad ein Vorbild zu sehen, nach dem völkische Siedlungen in Deutschland aufgebaut werden könnten, schließt das auch Paul Schäfers Methoden der „Kindererziehung“ mit ein? Nun kann man das natürlich nicht einfach so unterstellen, aber einigen seiner Kameraden würde das sicherlich gefallen.

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Neben den bereits erwähnten NPD-Spitzenkadern wäre da noch der ehemalige NPD-Kreistagsabgeordnete Dominique Oster aus Siegburg zu nennen. Dieser wurde 2010 vom Bonner Landgericht zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt, weil er sich an der Tochter seiner damaligen Freundin vergangen hatte. Zwischen 2001 und 2003 hatte er mindestens sechs Übergriffe auf die zu Beginn gerade einmal 4-Jährige verübt.

Die Strafe wäre wohl höher ausgefallen, wenn ihm eine direkte Vergewaltigung nachgewiesen worden wäre. Leider kamen die Vorfälle aber erst 2009 ans Licht, nachdem sich die Kleine einer Psychiaterin anvertraut hatte. Immerhin wurde Oster jedoch nicht wie 2004 freigesprochen, wo er schon einmal wegen Vergewaltigung angeklagt war. Außerdem hat er eine zusätzliche Haftstrafe erhalten, da er zwischen 2007 und 2008 eine 15-Jährige mit hunderten Anrufen, E-Mails und Briefen belästigt und gestalkt hatte.

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Wie es scheint, ist die NPD eine Sammelbewegung für Päderasten, während der NSU nicht nur eine Terrorzelle, sondern auch ein Zulieferernetzwerk war. Angesichts dessen erscheinen ihre Familienfeste in einem völlig anderen Licht. Doch ist sie die einzige rechte Partei mit solchen Fällen? In Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern wurde die NPD inzwischen von der AfD verdrängt und auch insgesamt gräbt die AfD den Rechtsextremen das Wählerpotential ab.

Zwar fordert die neue rechtspopulistische Kraft im Gegensatz zur NPD nicht offen die Todesstrafe für Kinderschänder, springt aber auf den Zug der angeblichen Frühsexualisierung auf. Verbirgt sich dahinter vielleicht ebenfalls eine „Haltet den Dieb“-Strategie? Schauen wir mal etwas genauer hin.

2017 wurden Chatprotokolle des ehemaligen stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der AfD im Schweriner Landtag geleakt. In den über 12.000 Seiten fanden sich nicht nur die üblichen rassistischen und sexistischen Parolen sowie Beleidigungen der eigenen Parteigenossen (u.a. wurde Gauland als „Arschloch“ bezeichnet). Mit Abstand am widerwärtigsten waren Holger Arppes Vergewaltigungsphantasien.

So teilte er am 17. März 2012 einem Freund mit, wie er gegen einen Bekannten vorgehen wolle. Zitat: „Vielleicht sollten wir (Name anonymisiert) Mutter entführen, sie brutal vergewaltigen lassen von einem wilden Schimpansen und ihm (dem Bekannten) dann jeden Tag einen Finger zuschicken.“

Als wäre das noch nicht krank genug, schleuderte Arppe am 13. Oktober 2011 auch noch seine perversen Kinderschänderphantasien in den Chat. Er schrieb, dass man „auf so’ner Springburg (…) schön ficken“ kann. „Hunderte Kinder und deren Familien stehen um die Hüpfburg herum und gucken. Dann wollen die Kinder alle mitspielen. So‘n schönes zehnjähriges Poloch ist sicher schön eng…“

Schließlich veröffentlichte er am 16. Februar 2012 seine nekrophilen und kannibalistischen Neigungen: „Dann besaufen wir uns hemmungslos und pissen alles voll. Anschließend laden wir uns einen Stricher ein, vergewaltigen ihn und essen danach seine Leiche auf“. Solche Kommentare stellen sogar die geleakten Podesta-E-Mails in den Schatten, wobei sich Arppe nicht mal die Mühe gemacht hat, eine Code-Sprache zu verwenden.

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Natürlich musste er nach dem Bekanntwerden seiner abartigen Gedankenwelt sein Amt als stellvertretender Fraktionsvorsitzender niederlegen, sein Abgeordnetenmandat behielt Arppe jedoch. Er kündigte darüber hinaus an, aus der Partei austreten zu wollen, um Schaden von der AfD abzuwenden, zog dies Ende September 2017 aber wieder zurück. Gegenwärtig läuft ein Parteiausschlussverfahren gegen ihn, der Ausgang ist noch ungewiss. Offenbar hat Arppe immer noch Unterstützer und ohnehin mussten nicht wenige AfD-Delegierte bereits vorab von seinen Neigungen gewusst haben, als die Landesliste zur Landtagswahl aufgestellt wurde. Immerhin waren zahlreiche seiner Chatpartner Parteikameraden, die nicht den Mut zur Wahrheit besaßen, um seine Kandidatur auf Platz 3 der Liste zu verhindern.

Des Weiteren hatte Holger Arppe enge Kontakte zur Identitären Bewegung, darunter Daniel Fiß, welcher früher bei der NPD-Jugendorganisation JN aktiv war. Damit schließt sich der Kreis. Die AfD kann nach Arppes Abgang zwar erst einmal aufatmen, aber nur bis zum nächsten Eklat. Denn zumindest mit seinen rechtsextremen Äußerungen stand der nekrophile Päderast nie alleine da.

Fassen wir abschließend zusammen, dass sich die Verbindungen der Nazibewegung zu Kinderschändernetzwerken bis hin zu satanistisch-rituellem Missbrauch wie blutrote Fäden durch die Geschichte ziehen. Angefangen beim 3. Reich über die Colonia Dignidad bis hin zum NSU. Die Strafen für Dirlewanger und seine geistigen Erben grenzen dabei oft ans Lächerliche, was die Tragweite der ganzen Angelegenheit erahnen lässt. Den Slogan „Deutsche Frauen, schenkt dem Führer ein Kind!“ muss man angesichts dessen direkt schon doppeldeutig verstehen, wenn man weiß, dass der Führer pädophil ist.

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2 Kommentare zu “Pädonazis und die Todesstrafe

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