Flash Gordon trifft Anton Lavey

von Joe Doe

„Flash Gordon” war ursprünglich eine Comic-Reihe, die 1934 als Konkurrenz zu „Buck Rogers“ entstand. Ebenso wie bei „Buck Rogers“ folgten ab 1936 Serials, die im Kino liefen. In Serienform sollte es „Flash Gordon“, abgesehen von zwei Zechentrickvarianten aus den 1980ern und 90ern, aber erst 2007 wieder geben und aufgrund des mangelnden Erfolgs war nach einer Staffel auch schon wieder Schluss. Die mit Abstand kultigste Interpretation ist bis heute der Kinofilm von 1980, der schon aufgrund des legendären Soundtracks von Queen im Gedächtnis haften bleibt.

Leider ist diese Verfilmung von „Flash Gordon“, die nicht mit der Pornoversion „Flesh Gordon“ verwechselt werden sollte, ebenso ein Feuerwerk freimaurerischer Symbolik. Ja, der Film ist cool, aber es vergeht kaum eine Szene, in der nicht irgendwo Zirkel und Winkelmaß oder andere Symbole zu sehen sind. Gleiches trifft auf die Handlung zu, die für Science Fiction ungewöhnlich religiöse Züge trägt.

Gleich in der ersten Einstellung, in der die Erde ins Visier des galaktischen Tyrannen Ming (Max von Sydow) gerät, sind jede Menge Blitze zu sehen. Diese lassen sich hier als Zeus‘ Donnerkeil lesen, da Ming ähnliches anstellt und damit Katastrophen wie Erdbeben auslöst. Wirklich schlimm, wenn Sadisten Langeweile haben.

Im Vorspann hagelt es dann gleich noch Doppelblitze und auch der Name des Protagonisten heißt übersetzt „Blitz“. Wenigstens ist aber der Soundtrack gut und die ursprünglichen Comics werden gewürdigt.

Die erste Szene nach dem Vorspann spielt auf der Erde und ist noch relativ frei von surrealistischen Settings und okkulter Symbolik. Sie führt die Charaktere Flash Gordon (Sam J. Jones) und Dale Arden (Melody Anderson) ein, deren Flugzeug von Mings Katastrophen zum Absturz gebracht wird. Es regnet Lavabomben und der Himmel verfärbt sich rot.

Erst in der nächsten Einstellung, in der Dr. Hans Zarkov (Chaim Topol) und sein Assistent eingeführt werden, ist eine chinesische Trennwand mit Drachen und Schlangen zu sehen. Das mag zwar ein typisch fernöstliches Motiv sein, ist allerdings nicht gänzlich ohne Bedeutung. Es passt sowohl zu dem chinesisch klingenden Namen des Schurken Ming als auch zu dessen satanischer Natur.

Zarkov erkennt als Einziger, dass es sich bei den scheinbaren Naturkatastrophen um einen außerirdischen Angriff handelt. Mit seiner selbstgebauten Rakete will er zur Quelle des Angriffs aufbrechen und die Erde retten. Nur leider ist sein Assistent feige und ergreift die Flucht. Da kommen dem Doktor die gerade in seinem Gewächshaus bruchgelandeten Flash und Dale sehr gelegen, denn alleine kann er die Rakete nicht bedienen. Er lockt sie unter falschem Vorwand in die Klapperkiste und startet, bevor die beiden abhauen können.

Sein Gewächshaus fungiert als Startrampe und irgendwie sieht das Gebäude stark nach einem Phallus aus. Doch keine Sorge, es handelt sich nicht um den Pornofilm „Flesh Gordon“, bei dem die Rakete noch mehr einem intergalaktischen Schwanz ähnelt.

Auf dem Flug fällt zum ersten Mal auf, dass Dale eine Uhr in Form eines Hexagons trägt. Der Auftakt zum Dauerfeuer okkulter Symbolik, die den gesamten Rest des Films bestimmt.

Gleich als nächstes sieht man einen Sensortechniker des Ming-Imperiums, auf dessen Brille deutlich das Freimaurerlogo prangt.

Zarkovs Rakete fliegt durch ein surreal wirkendes Wurmloch…

…und landet auf dem Planeten Mongo, der nicht minder surreal ausschaut.

Schon kurz nach der Landung werden Zarkov, Flash und Dale gefangen genommen. Mings Wachen tragen allesamt Rot, die Farbe des Teufels.

Mings Palast ist ebenfalls rot angestrichen.

Das gilt nicht nur außen, sondern auch innen. Da fühlt man sich gleich wie in der Hölle.

In der Hölle wimmelt es bekanntlich von Reptiloiden, doch der erste Echsenmann ist offensichtlich ein Gefangener und wird auf der Flucht atomisiert. Diese Szene soll natürlich verdeutlichen, in welch tödlicher Gefahr sich die drei Gefangenen befinden.

Hingerichtet übrigens von einer fliegenden Goldkugel, die man als geflügelte Sonne interpretieren könnte.

Dale und Flash sind eigentlich ganz passend für diesen Ort gekleidet. Beide tragen Weiß und Rot, die Farben der Venus. Außerdem gibt Dale hier die Frau im roten Kleid.

Die drei werden zu Ming gebracht, der gerade die Tribute seiner eroberten Monde empfängt. Einige Gäste tragen ebenfalls sehr symbolbehaftete Outfits. Manche sind im Schwarz/Weiß des freimaurerischen Schachbrettbodens erschienen…

… der Anführer der Falkenleute Prinz Vultan (Brian Blessed) hat ein Hexagramm auf dem Helm…

…die Wachen von Ming tragen derweil Totenkopfmasken…

… und seine rechte Hand Klytus (Peter Wyngarde) sieht aus wie der Grim Reaper. Der personifizierte Tod scheint darüber hinaus der Meister vom Stuhl(gang) der örtlichen Loge zu sein, da er über und über mit Freimaurerzeichen geschmückt ist.

Das schrillste Kostüm von allen trägt jedoch der Imperator selbst. Er ist komplett in satanisches Rot gekleidet und mit einen achtzackigen Ištarstern geschmückt.

Außerdem gleicht er optisch dem Gründer der Church of Satan, Anton Szandor Lavey. Dies ist sicherlich kein Zufall. Zum einen, weil Ming das personifizierte Böse darstellt, zum anderen war Lavey in Hollywood ein gern gesehener Berater, insbesondere für Horrorfilme. Offensichtlich wurde ihm hier ein Denkmal gesetzt.

In der Church of Satan soll es zwar keine Menschenopfer geben, im Satanismus aber sehr wohl. Das weiß auch Ming und so verlangt dieser von einem Prinzen, der außer seiner Loyalität keinen Tribut anzubieten hat, dass dieser sich in sein Schwert stürzen möge. Stattdessen versucht der Unterdrückte jedoch, Ming mit seinem Schwert zu stürzen. Der Versuch misslingt und der Tyrann führt das rituelle Menschenopfer eigenhändig aus. Das blaue Blut seines Opfers deutet auf dessen adelige Herkunft hin.

Als nächstes findet der Imperator Gefallen an Dale. Als diese sich weigert, sich ihm zu präsentieren, wendet er seinen Zauberring an, mit dem er u.a. Gedankenkontrolle ausüben kann. Er kommt auch gleich zur Sache und lässt sie für sein Vergnügen in seine Gemächer bringen. Interessant dabei ist, dass er sie „Erdenkätzchen“ nennt. In Kombination mit dem gerade zur Schau gestellten Mind Control, spielt das wohl auf eine Sexkätzchen-Programmierung an.

Flash will das natürlich nicht zulassen und veranstaltet ein kleines Football-Spiel. Das funktioniert anfangs ganz gut, aber am Ende haut ihm Zarkov aus Versehen einen Ball an die Birne. Damit findet die Palastrevolte ein jähes Ende. Ming ordnet an, dass Zarkov einer Gehirnwäsche unterzogen und Flash noch am selben Abend hingerichtet werden soll. Als letzten Wunsch möchte Gordon seine Geliebte Dale noch einmal sehen. Diese wurde zwischenzeitlich in ein komplett rotes Kleid gesteckt, welches Flash offensichtlich zu gefallen scheint.

Klytus lässt den beiden jedoch nur wenig Zeit. Der Grim Reaper gewährt ihnen nur die Dauer einer Sanduhr, was angesichts der bevorstehenden Hinrichtung kaum eine trefflichere Symbolik sein könnte.

Zur Hinrichtung erscheint derweil sogar Ming in Schwarz.

Seine Leibgarde trägt dagegen blau und rot, womit auch die Symbolik der Freimaurergrade abgehakt wäre.

Die Hinrichtung findet in einer Gaskammer statt. Allerdings hat Mings Tochter Aura (Ornella Muti) Flash ein Mittel injizieren lassen, welches das Giftgas neutralisiert. Sie hat ein sexuelles Interesse an dem Football-Star, wie an so ziemlich jedem anderen gutaussehenden Mann.

Mit dem Arzt, der durch diese Aktion sein Leben riskiert, hat Aura selbstverständlich ebenfalls eine Affäre. Passend dazu tritt sie ihm gegenüber als Femme Fatale auf.

Flash gegenüber tritt sie gleichermaßen als Lady in Rot in Erscheinung, doch der hat nur Augen für Dale. Dennoch lässt sie ihn ziehen.

Während Flash sich aus dem Staub macht, erklärt Ming Dr. Zarkov, dass er die Erde getestet hat. Alle tausend Jahre überzieht er alle Welten mit Erdbeben und dergleichen. Halten die Bewohner dies für Naturkatastrophen, sind sie unwissend und werden verschont. Da Zarkov jedoch die Wahrheit aufgedeckt hat, stuft Ming die Erde als Gefahr für seine Macht ein. Unwissentlich hat der Doktor damit das Todesurteil für seinen Heimatplaneten unterzeichnet.

Ming erzählt ihm das alles aus purem Sadismus, da anschließend Zarkovs Gehirn gelöscht werden soll. Er dachte, diese Offenbarung würde den Doktor „amüsieren“.

Den Erinnerungen nach ist Zarkov ein Jude, der das Grauen der Shoah überlebt hat. Als Bilder von Hitler in seinen Erinnerungen auftauchen, meint Klytus, dass dies ein „vielversprechender Mann“ gewesen sei. Deutlicher kann man nicht zur Schau stellen, welche Mächte sich hinter dem Faschismus verbergen. Das schließt auch die Symbole auf der Kleidung des Grim Reapers und General Kalas (Mariangela Melato) mit ein.

Mings Tochter offenbart Flash derweil auch eine wichtige Information. Ihr Vater hält die Monde von Mongo in ständiger Feindschaft, denn solange sie sich gegenseitig bekämpfen, können sie sich nicht vereint gegen ihn stellen. Das Prinzip „Teile und herrsche“ kommt hier wieder einmal zur Anwendung.

Aura hat indessen nur ihre Lust im Kopf, doch Flash weist ihre Avancen zurück. Stattdessen möchte er über Telepathiefunk mit Dale verbunden werden. Die ist gerade erst mit einem Trank abgefüllt worden, welcher die Nächte mit Ming erträglicher machen soll, weshalb sie Flashs Stimme zunächst ihrem Rausch zuschreibt. Das rote Kleid hat sie inzwischen gegen ein weißes eingetauscht, womit sie ihrem anfänglichen Look treu bleibt.

Nachdem sie wieder halbwegs nüchtern ist, füllt Dale eine Kammerzofe ab und tauscht die Kleidung mit ihr. So gelingt es ihr, Ming zu entfliehen, bevor er sie missbrauchen kann.

In der Zwischenzeit hat Zarkov eine Hirnwäsche durchlaufen und wurde entsprechend der Ming-Mode umgekleidet. Das Hexagramm auf dem roten Fummel ist dabei allerdings nicht als Anspielung auf seinen jüdischen Glauben zu sehen. In Anbetracht der restlichen Symbolik handelt es sich wohl eher um ein freimaurerisches Hexagramm.

Zudem hat Aura ebenfalls ein rotes Hexagramm auf dem Stirnband und die ist keine Jüdin.

Agent Zarkov, der sein Gedächtnis vor der Löschung bewahren konnte, verhilft Dale zur Flucht. Doch leider plappert sie vor laufender Überwachungskamera aus, dass Flash noch lebt und sich auf Aboria befindet. Ming stattet genau in diesem Moment der Überwachungszentrale einen Besuch ab und verlangt die Ergreifung des Verräters, der Flash geholfen hat. Natürlich unwissend, dass es sich dabei um seine eigene Tochter handelt. Die Symbole in der Zentrale sind jedenfalls wieder einmal sehr explizit.

Direkt neben seinem Geheimdienstchef Klytus sehen die beiden zudem aus, wie Repräsentationen von Saturn und Satan. Die Schwarz/Rot-Symbolik erscheint noch häufiger im Film.

Auf Aboria ist Auras Geliebter Prinz Barin (Timothy Dalton) wenig von der Ankunft Flashs begeistert und lässt ihn sofort einsperren. Von dem Angebot, Ming gemeinsam zu stürzen, hält er sogar noch weniger.

Insgeheim plant Barin Flashs tot und schickt seinen Flötenspieler aus, den Gefangenen zu holen. Man beachte dabei die Flöte in Form einer Schlange.

Aura wird derweil nach ihrer Rückkehr in den Palast von Klytus gefoltert. Ihr Vater hat damit offenbar kein Problem, lehnt jedoch den Vorschlag einer Hinrichtung ab und will Aura stattdessen ein Jahr ins Exil auf einen Eismond schicken.

Während Klytus ausgeschickt wird, Flash zu ergreifen, entflieht dieser der Gefangenschaft Barins. Allerdings kommt er nicht weit und muss sich Barin in einem Ritual stellen, bei dem beide ihre Arme in einen Baumstamm stecken in dem ein giftiger Waldmoloch lebt. Eine interessante Wortwahl für ein Tier, das für rituelle Tötungszeremonien verwendet wird. Flash überlebt zwar, wird aber eingesumpft und kurz bevor Barin ihn hinrichten kann, tauchen Falkenmänner auf.

Dale und Zarkov sind in der Zwischenzeit nämlich von Prinz Vultan entführt worden, der von den beiden erfährt, dass Flash noch lebt und wo er sich aufhält. Obwohl Vultan Ming hasst, gedenkt er, seine Gefangenen an ihn auszuliefern, um Zeit zu gewinnen und sich Mings Vertrauen zu erschleichen. Schlussendlich kommen alle in seiner Wolkenstadt zusammen und das im gleichen Jahr, in dem auch „Star Wars – Das Imperium schlägt zurück“ herauskam.

In Vultans Reich verlangt Barin ein Duell gegen Flash, in dessen Verlauf der Erdling ihm jedoch das Leben rettet. Damit steht er in Gordons Schuld. Ausgerechnet in diesem Moment taucht jedoch Darth Vader … äh … Klytus in der Wolkenstadt auf.

Allerdings wird er von Flash überrumpelt, wobei er einen hässlichen Tod stirbt.

Vultan ist jedoch wenig davon begeistert und flieht mit seinen Falkenmännern. Seine vier Gefangenen lässt er zurück und schon kurz darauf werden Dale, Zarkov und Barin von Mings Truppen gefangen genommen. Mit Flash sucht Ming derweil das Gespräch und hier wird es nun wirklich interessant. Überraschend bietet er dem Erdling ein Königreich auf der Erde an. So könnte sie vor der Zerstörung bewahrt werden, als unterworfene Welt mit Flash als Gouverneur. Im Gegenzug soll dieser seinen Widerstand gegen Ming sowie seine Geliebte Dale aufgeben.

Das erinnert nicht von ungefähr an die Versuchung Jesu aus dem Neuen Testament. Darin heißt es: „Wieder nahm ihn der Teufel mit sich und führte ihn auf einen sehr hohen Berg; er zeigte ihm alle Reiche der Welt mit ihrer Pracht und sagte zu ihm: Das alles will ich dir geben, wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest.“

Mit anderen Worten ist Ming der Teufel höchstpersönlich, was nach all der satanischen Symbolik eigentlich niemanden mehr verwundern sollte. Gleichzeitig wird der Footballspieler von der Erde aber auch zum Messias erhöht und wie dereinst Jesus lehnt er das Angebot des Teufels ab. Und das, obwohl er bereits die Farben von Satan und Saturn sowie Mings achtzackigen Stern trägt.

Ming lässt die Wolkenstadt zerstören und glaubt Flash tot. Dieser entkommt jedoch im letzten Moment mit einem Raketoped und verbündet sich mit Vultan. Doch halt, wozu haben geflügelte Falkenmänner ein Fluggerät in ihrer Stadt und warum zum Henker weiß Flash, wie man dieses Gefährt nennt?

Zurück in Mings Palast liefert sich Dale erst mal einen Kampf mit Aura. Diese scheint jedoch geläutert und gibt Dale ein Gift, mit dem sie Ming in der Hochzeitsnacht töten soll. So weit kommt es aber gar nicht mehr. Gordon kapert mit den Falkenmännern ein Raumschiff und crasht in die Hochzeit.

Eine Hochzeit wohlbemerkt, die so schlimm ist, dass die Braut wie auf einer Beerdigung gekleidet ist.

Im Innern des Palastes befreit Aura derweil Barin und Zarkov, die unsinnigerweise Augenbinden tragen, während sie an die Kerkerwand gekettet sind.

Nach ihrer Rettung besetzen sie die Sicherheitszentrale und schalten General Kala aus. Aus Kalas Leichnam fließt Black Goo, was ein interessantes Detail am Rande, aber für die Handlung nicht weiter relevant ist. Es unterstreicht lediglich ihre Boshaftigkeit.

Kalas Überwacher stellen sich indessen als Cyborgs heraus, die im Innern aus Kabeln und Schaltkreisen bestehen. Kurioserweise muss Zarkov nur einem die Brille abreißen, um alle lahmzulegen.

Ming ahnt derweil noch nichts von den Angriffen, die innen und außen stattfinden. Er legt weiter den Hochzeitsschwur ab, laut dem er schwört, Dale zu benutzen, wie es ihm gefällt und sie erst in den Weltraum zu schießen, wenn er ihrer überdrüssig ist. Doch noch bevor er ihr den Trauring anstecken kann, deaktiviert Barin das Blitzfeld, welches den Palast schützt, sodass Flash mit dem gekaperten Raumschiff Ajax den Thronsaal penetrieren kann. Bei der Gelegenheit penetriert er auch gleich noch Ming mit der Antenne am Bug des Schiffes.

Bevor Flash ihm den Rest geben kann, begeht Ming scheinbar mit seinem Ring Suizid. Der neue Imperator wird Barin und Vultan General über die Streitkräfte. Doch ist Ming wirklich tot? Seine Lache am Ende sowie das Fragezeichen hinter dem „The End“ lassen Raum für Spekulationen.

Fazit: „Flash Gordon“ ist auf seine Weise ein abstraktes Kunstwerk, das Kultstatus genießt. Gleichzeitig strotzt er aber auch nur so vor okkulter Symbolik. Insbesondere Zirkel und Winkelmaß sind allgegenwärtig, ebenso wie die Farbe des Teufels, der obendrein ausschaut wie Anton Lavey. Vom ganzen Kitsch fangen wir lieber erst gar nicht an.

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Mafiöse Computerspiele

Dank Computerspielen kann heute jeder in die Rolle eines Mafiosi schlüpfen. Am besten gleich als Mitglied der Corleone-Familie in den Games zur „Pate“-Trilogie. Wer wollte nicht schon immer mal Banken ausrauben, Läden unter seine Kontrolle bringen, abgetrennte Pferdeköpfe heimlich nachts in Betten deponieren oder einfach nur sinnlos Leute über den Haufen schießen?

Warum nicht gleich ein Spiel mit dem Titel „Mafia“ auf den Markt bringen? Inzwischen gibt es schon drei Teile davon!

In der „Grand Theft Auto“-Reihe wimmelt es ebenfalls von Gangstern, Kriminellen und Psychopathen.

Die andere Seite kann in den „Hitman“-Spielen erlebt werden, in denen der Spieler als Auftragskiller Drogenbosse, Rockerbanden und Mafiosi ins Jenseits befördern kann. Namentlich werden in „Hitman – Contracts“ die Triaden genannt, deren Organisationen gegeneinander aufgebracht und die Bosse ausgeschaltet werden müssen. Allerdings gibt es im Spiel einen kleinen Fehler, denn in der Realität gibt es die Rote und die Grüne Bande, während es im Spiel eine Rote und eine Blaue Bande sind.

Organisiertes Verbrechen auf Caprica

Das organisierte Verbrechen macht auch vor der „Battlestar Galactica“-Prequelserie „Caprica“ nicht halt. In dieser mischt sich die Mafia-Organisation Ha’la’tha sogar in die Geschäfte von Großkonzernen ein, was dem Zylonenerfinder Graystone einen Vorteil verschafft. Seine Helfer gehören der Familie Adama an, womit der spätere Admiral Adama einer Mafiafamilie entstammt.

Die Ha’la’tha gründete sich ursprünglich als Widerstandsorganisation auf der von Caprica unterdrückten Kolonie Tauron. Da sich die Widerstandskämpfer über teils illegale Wege finanzieren mussten, erwuchs aus ihren Reihen eine Verbrecherorganisation, die wie eine typische Mafia aufgebaut ist. Um die Parallelen auf die Spitze zu treiben, haben Tauronen ein eher südeuropäisches Aussehen. Mit anderen Worten ist die Ähnlichkeit zur italienischen Mafia gewollt.

Organisiertes Verbrechen in Star Wars

In kaum einer anderen Science Fiction-Reihe gibt es so viele Verbrecherorganisationen wie in „Star Wars“. Kein Wunder, präsentiert uns George Lucas doch ein durch und durch kapitalistisches Universum voller Korruption. Hier eine kurze Übersicht der wichtigsten Verbrechersyndikate.

Crimson Dawn

Crimson Dawn ist eine zur Zeit des galaktischen Imperiums aufstrebende Verbrecherorganisation unter der Führung von Dryden Vos. Im Hintergrund zieht jedoch Darth Maul die Fäden, in dessen Auftrag Han Solos einstige Geliebte Qi’ra ihren Boss ausschaltet. Als Belohnung nimmt sie Vos‘ Position ein, womit Crimson Dawn endgültig unter die Kontrolle des Schatten-Kollektivs fällt.

Hutten

Die Hutten sind eine schleimige Spezies, die abgesehen von organisierter Kriminalität scheinbar keine anderen Erwerbstätigkeiten kennt. Sie haben ihre Netzwerke weit über ihre Heimatwelt Nal Hutta und deren Mond Nar Shadda ausgedehnt und sind u.a. auf dem Wüstenplaneten Tatooine sehr aktiv. Die Hutten sind hauptsächlich in Schmuggelgeschäfte verwickelt, vor allem im Bereich Gewürze (ein Euphemismus für Drogen). Zu den bekanntesten Bossen zählen Jabba, Gardulla und Ziro.

Piratenbanden

In Star Wars wimmelt es von kleineren Piratenbanden, die zuweilen ganze Planeten und Raumsektoren kontrollieren. Die bekannteste unter ihnen ist jene des Weequay Hondo Ohnaka mit Sitz auf dem Planeten Florrum. Ohnakas Freibeuter sind bekannt für illegalen Gewürzhandel, Überfälle und Lösegelderpressungen. So gelang es der Bande sogar schon, Count Dooku, Obi Wan-Kenobi und Anakin Skywalker in ihre Gewalt zu bringen.

Pykes

Die Pykes betätigen sich vor allem als Gewürzschürfer und –schmuggler. Mit anderen Worten, sie betreiben ein Drogenkartell. Die Pykes kontrollieren u.a. die Gewürzminen auf Kessel/Kossal.

Schatten-Kollektiv

Nachdem Darth Maul scheinbar auf Naboo getötet wurde, hat sich sein Meister Darth Sidious längst einen neuen Schüler gesucht und verstößt den Zabrak, nachdem er wieder unter den Lebenden auftaucht. Zusammen mit seinem Bruder Savage Opress, der ebenfalls von seinem Meister Darth Tyranus verstoßen wurde, gründet er das Verbrechersyndikat Schatten-Kollektiv. Da Darth Maul ein Meister der dunklen Seite ist, gewinnt das Kollektiv schnell an Einfluss. Er kooperiert zeitweilig mit der mandalorianischen Death Watch sowie den Pykes und zieht sogar Han Solos Ex-Freundin Qi‘ra auf seine Seite.

Schwarze Sonne

Die Schwarze Sonne ist die größte Mafia-Organisation im „Star Wars“-Universum und kontrolliert den Untergrund in der gesamten Galaxis. Ihr Oberhaupt zu Zeiten des Imperiums ist der Falleen-Prinz Xizor. Das Imperium, welches durchaus mit Verbrechern wie den Hutten kooperiert und vor allem die Sklaverei toleriert, steht mit der Schwarzen Sonne jedoch auf Kriegsfuß. Sie ist einfach zu mächtig, als dass Imperator Palpatine sie neben sich dulden könnte.

White Worms

Die White Worms sind ein Verbrechersyndikat auf Corellia, welches von Lady Proxima geleitet wird. Diese Kreatur bemächtigt sich vor allem obdachloser Straßenkinder, die von klein auf zum Stehlen erzogen werden. Aufgrund der vorherrschenden Armut und Perspektivlosigkeit unter der Knute des Imperiums geraten die Kids schnell in Abhängigkeit von solchen Gangs. Darunter auch ein gewisser Han Solo, dem es zwar gelingt, von Corellia zu fliehen, der jedoch später rückfällig und als Schmuggler u.a. für Jabba den Hutten tätig wird.

Zann-Konsortium

Das Zann-Konsortium existiert bisher nur im erweiterten Universum und wurde von Tyber Zann gegründet. Dessen Methoden umfassen das gesamte Spektrum krimineller Aktivitäten, angefangen bei Schmuggel und Schwarzmärkten, Bestechung und Piraterie bis hin zu Sklaverei.

Organisiertes Verbrechen in Star Trek

In der idealisierten Welt von „Star Trek“ ist die Erde frei von organisiertem Verbrechen. Da es in der Zukunft kein Geld mehr gibt, fallen ohnehin alle Möglichkeiten weg, Geschäfte zu machen, was natürlich auch für illegale Geschäfte gilt.

Die Vergangenheit wird allerdings durchaus thematisiert, so im Buch „Chicago Mobs of the Twenties“, welches von der Crew des verschollenen Raumschiffs U.S.S. Horizon auf dem Planeten Sigma Iotia II hinterlassen wurde.

Die Bewohner des Planeten haben den Inhalt als Anleitung für ihre Gesellschaft missverstanden und Mafiabanden gegründet, welche sehr an den Waffen der „Enterprise“ interessiert sind. Die Bosse Okmyx und Krake versuchen jeweils Captain Kirk auf ihre Seite zu ziehen, doch als dies misslingt, setzen sie ihn mit anderen Mitteln unter Druck.

Während die Iotianer ein Paradebeispiel dafür sind, was passiert, wenn die oberste Direktive der Nichteinmischung missachtet wird, wimmelt es außerhalb des Föderationsgebiets von weiteren kriminellen Aliens. Piraterie wird u.a. von den Nausicaanern und Ferengi betrieben, aber das organisierte Verbrechen im großen Stil findet im Orion-Syndikat statt. Die Orioner sind in alle typischen kriminellen Machenschaften verstrickt, darunter Sklaverei (Menschen- und Alienhandel), Prostitution, illegale Bankengeschäfte und Erpressung.

Außerdem versucht das Syndikat, die Kontrolle über Bergbauunternehmen zu gewinnen. So wollten die Orioner die Aufnahme der Coridaner in die Föderation vereiteln (TOS „Reise nach Babel“), um deren Dilithiumminen auszubeuten, und auch das Minenunternehmen von Ezri Dax‘ Familie wurde vom Syndikat erpresst (DS9 „Die verlorene Tochter“).

Mafiöses Hollywood

Die italienische Mafia, insbesondere die amerikanische Cosa Nostra, hat schon früh Einfluss auf Hollywood genommen. Vor allem wurden italienischstämmigen Darstellern durch Erpressung Rollen in Filmen und Serien verschafft.

Ironischerweise wird dies sehr realistisch in der Mafia-Filmreihe schlechthin veranschaulicht. Die Rede ist von der „Pate“-Trilogie, welche das organisierte Verbrechen stark romantisiert. Am Ende wird sogar die Wandlung der Mafia zum freien Unternehmertum propagiert, was an eine Verharmlosung grenzt. Ebenfalls ironisch ist, dass einer der Hauptdarsteller Al Pachino ist, welcher aus dem sizilianischen Corleone stammt. Corleone ist zugleich der Name der Mafia-Familie in den „Pate“-Filmen. Zufall?

1972 / 1974 / 1990

Al Pachino spielte weiterhin den Drogenbaron Tony Montana in „Scarface“. Noch ein Film, der den dekadenten Lifestyle des organisierten Verbrechens feiert. Realistisch ist dabei allerdings, dass Montana recht früh eines unnatürlichen Todes stirbt, was auf viele Verbrecher wie Al Capone und Pablo Escobar zutrifft. Als Drogenkönig ist man zwar für eine kurze Zeit sehr reich und mächtig, aber es nimmt meist kein gutes Ende.

1983

Auf dem realen Drogenbaron Pablo Escobar (1949-1993) basieren gleich Dutzende Filme, darunter „Pablo of Medellin“ (2007), „Los Dos Escobar“, „Escobar: Paradise Lost“ (2014), „The Infiltrator“ (2016) und “Loving Pablo” (2017). Zudem gibt es eine ganze Reihe von Serien wie „El Chapo“ und „Narcos: Mexiko“.

Robert de Niro durfte ebenfalls in „Malavita“ einen Mafiosi spielen. In der Komödie steigt er zwar aus und wird als Kronzeuge in Frankreich versteckt, aber die Familie Malavita benimmt sich dennoch weiterhin wie eine Verbrecherbande.

2013

Eine ebenfalls komödiantische Rolle spielt die Mafia in der Zeichentrick-Serie „Die Simpsons“, wobei u.a. die „Pate“-Filme durch den Kakao gezogen werden. Der Gangsterboss Fat Tony ist allerdings eine absolute Verharmlosung.

Regelrecht verniedlichend ist der Verbrecherboss Mister Big in „Zoomania“, welcher deutlich an Don Corleone aus „Der Pate“ angelehnt ist. Er avanciert sogar zum Helden, als er mit der Polizei kooperiert, um eine bösartige Verschwörung aufzudecken. Die Polizei arbeitet in diesem Film allerdings nicht nur eng mit der Mafia zusammen, sie nimmt am Ende sogar einen Kleinganoven in ihre Reihen auf. Kindern wird hier der Eindruck vermittelt, die Polizei sei Freund und Helfer des organisierten Verbrechens, was teilweise tatsächlich auf die Realität zutrifft.

2017

In „Große Haie – kleine Fische“ gibt es ebenfalls deutliche Parallelen zu der „Pate“-Trilogie, wobei Don Linos vegetarischer Sohn Lenny wieder einmal die pure Verniedlichung des organisierten Verbrechens verkörpert.

2004

Wo wir schon einmal bei Dreamworks Animated sind, auch im Kinderfilm „Flutsch und weg“ gibt es einen fiesen Gangsterboss. Und siehe da, ein Freimaurer ist die Kröte obendrein, wie man an ihrem Ring erkennt.

Im Science Fiction-Genre wimmelt es gleichermaßen von Mafiosi-Aliens. In der britischen BBC-Serie „The Aliens“ werden auf der Erde gestrandete Außerirdische von den Menschen in ein abgesperrtes Ghetto gepfercht, in dem Korruption und Drogenhandel blühen. Die Aliens verkaufen dabei ihre eigenen Haare an die Menschen, da sie als Joint geraucht eine berauschende Wirkung haben. Auf der anderen Seite werden die Aliens von Waschmitteln high und schmuggeln diese ins Ghetto hinein.

Nachdem der Verbrecherboss Antoine (Michael Smiley) von seinem halbmenschlichen Sohn (Michael Socha) aus dem Gefängnis befreit wird, bricht ein erbitterter Bandenkrieg gegen den aktuellen Drogenboss Fabien (Trystan Gravelle) aus. Irgendwie ist das alles sehr menschlich, einschließlich der ganz und gar nicht außerirdisch klingenden Namen.

2016

In der amerikanischen SyFy-Serie „Defiance“ landen gleich mehrere Spezies auf der Erde. Die blasshäutigen Castithaner übernehmen dabei die Rolle des organisierten Verbrechens. Einer ihrer Mafiabosse ist der eiskalte Datak Tarr (Tony Curran).

Die Mafia – Geschichte des organisierten Verbrechens

von Anton Nymous

Eines vorweg: Wir werden in diesem Artikel nichts aufdecken, was nicht ohnehin schon allseits bekannt ist. Wir sind ja nicht lebensmüde. Es geht uns viel mehr um die Geschichte der bekanntesten Mafias mit besonderem Fokus auf deren Verbindungen zur Freimaurerei und dem Okkultismus. Für uns ist das Thema überhaupt nur deshalb interessant, weil Mafiastrukturen wie Geheimgesellschaften aufgebaut sind und selbige für ihre Zwecke nutzen.

Im Prinzip sind Mafiaclans selbst eine Art von Geheimbund, wobei sich Ziele wie Macht und politische Einflussnahme mit denen anderer Geheimgesellschaften wie z.B. Skull & Bones oder der Freimaurerei decken. Es ist also nicht verwunderlich, dass insbesondere bei der italienischen Loge Propaganda Due (oder kurz P2) die Fäden von Politik, Banken, Kirche und organisiertem Verbrechen zusammenlaufen.

Im Gegensatz zur regulären Freimaurerei, die sich wirtschaftlicher Monopolbildung bedient, spielen bei der Mafia allerdings vor allem kriminelle Geschäfte eine Rolle. Darunter illegale Müllentsorgung, Drogenhandel, Waffenhandel, Hehlerei, Menschenhandel, Prostitution, Schutzgelderpressung und dergleichen mehr. Restaurantketten, insbesondere Pizzerien und Eisdielen, gehören ebenfalls zum Geschäft, dienen aber vorrangig dem legalen Anstrich und der Geldwäsche.

Ein weiteres beliebtes Geschäftsfeld sind Spielotheken. Mancherorts gibt es gleich Dutzende Spielstuben auf engem Raum, sodass man sich fragt, ob es überhaupt so viele Glücksspielsüchtige in einer Stadt geben kann? Mit Sicherheit werfen die auch der Mafia ihr Geld in den Rachen, aber in erster Linie sind die kleinen Casinos ein prima Mittel, um Geld zu waschen. Die Drogendealer stecken nach Feierabend einfach ihre illegal erwirtschafteten Einnahmen in die Automaten und schon ist das Geld legal eingenommen.

Das mitunter größte Geschäftsmodell ist inzwischen jedoch die Spekulation mit Immobilien. Einen großen Anteil am aktuellen Mietwucher haben neben Vonovia und Deutsche Wohnen auch die italienische Mafia und arabische Familienclans. Ebenso steckt das Baugewerbe voller Mafia-Tarnfirmen. Bestes Beispiel hierfür ist der US-Präsident Donald Trump, der u.a. beim Bau seiner gescheiterten Casinos mit der amerikanischen Cosa Nostra und der russischen Mafia zusammengearbeitet hat.

In der Regel bekommt die Normalbevölkerung nicht viel von den kriminellen Aktivitäten mit und hilft der Mafia unbewusst durch einen schönen Abend mit Freunden beim Italiener bei der Geldwäsche. Allein die Schwarzgeldgeschäfte der italienischen Mafia betragen dabei weltweit rund 130 Milliarden Euro pro Jahr und ein Drittel davon wird nicht etwa in ihrem Heimatland erwirtschaftet, sondern in Deutschland. Ja, Deutschland ist das Mafiaparadies schlechthin!

In die Schlagzeilen schafft es das organisierte Verbrechen allerdings nur, wenn es einige Mafiaclans übertreiben und durch Schießereien auf offener Straße auffallen. So geschehen 2007 in Duisburg, wo sechs Menschen vor einer Pizzeria regelrecht hingerichtet worden sind. Besonders heikel wird es immer dann, wenn zwischen zwei Mafiaclans eine Vendetta besteht, was Blutrache bis zum bitteren Tod bedeutet. Mitunter kann dies sogar innerhalb ein und derselben Mafiaorganisation der Fall sein. So gehörten in Duisburg sowohl die Täter als auch die Opfer der ‘Ndrangeta an.

Das Ruhrgebiet ist im Übrigen ein extremer Seuchenherd mit stark vernetzten Mafiastrukturen. Zwar ist das organisierte Verbrechen seit der Wende Deutschlandweit vertreten und sogar auf abgelegenen Dörfern präsent, aber das Ruhrgebiet ist zweifelsohne ein Zentrum des Verbrechens mit einer der deutschlandweit höchsten Todesraten.

Allerdings sind solche Gewaltexzesse kein Alleinstellungsmerkmal der italienischen Mafia. Der deutsche Videoring-Betreiber Wolfgang Klenk hatte ebenfalls eine mafiaähnliche Struktur aufgebaut, welche auf die Kontrolle von Videotheken abzielte, wobei er jeden Widerstand mit dem Abschneiden der Ohren bestrafte. Im Prinzip braucht es also nur einen Psychopathen mit einer kriminellen Ader, um eine brutale Verbrecherorganisation aus dem Boden zu stampfen.

Die deutschen Beispiele sind jedoch nichts gegen die Gewalt, welche von Drogenkartellen in Mexiko oder von Straßenbanden in El Salvador ausgeht. In El Salvador bekriegen sich die beiden Gangs Mara Salvatrucha (kurz: MS-13) und Mara 18, die ursprünglich von Aussiedlern in den USA gegründet wurden und durch deren Abschiebung ins Heimatland gekommen sind. Nahezu jeder Einwohner El Salvadors wird gezwungen, sich einer der beiden Gangs anzuschließen. Eine Ablehnung ist dabei genauso ein Todesurteil wie der Anschluss an eine Gang. Es ist schlichtweg egal, wie man sich entscheidet und selbst wenn man nicht direkt bedrängt wird, endet man schnell als Kollateralschaden. Das ganze Land befindet sich in einer Art Blutrausch und hat eine der höchsten Todesraten durch Gewaltverbrechen weltweit.

In Mexiko sind derweil Entführungen an der Tagesordnung. Manchmal geht es um Lösegeld, manchmal werden die Entführten aber auch als Sklaven verkauft. Besonders grausam waren allerdings die Entführungen durch den Drogenboss und Sektenführer Adolfo Constanzo (1962-1989). Er war das Musterbeispiel für die Verbindung von organisiertem Verbrechen und Satanismus.

Der Psychopath Constanzo zerstückelte seine Opfer bei lebendigem Leibe und verspeiste ihre Organe in dem Glauben, so würde ihre Kraft auf ihn übergehen. Er ließ sogar einen amerikanischen Studenten entführen, um durch das Essen des Gehirns dessen Wissen und Weisheit zu erlangen. Gegen diese abscheulichen Verbrechen wirken die meisten anderen Mafias und Drogenkartelle geradezu kultiviert.

Abschließend lässt sich sagen, dass es bei der Mafia und mafiaähnlichen Verbrecherorganisationen in erster Linie um Macht und Geld geht. Die Strukturen sind dabei streng patriarchal, Frauen haben keinen Zugang zur Hierarchie und sind oft nur Handlanger oder schlimmer noch Ware. Gewalt gehört in jedem Fall zum Alltag, wobei ihre Anwendung jedoch unterschiedlichen Gesichtspunkten unterliegt. Während sich die einen Mafiaclans den äußeren Anstrich seriöser Unternehmer geben, was übrigens auch in der „Pate“-Trilogie propagiert wird, benutzen andere Gewalt gezielt öffentlich, um Angst und Terror zu verbreiten.

Die folgende Auflistung der wichtigsten Mafias und Drogenkartelle verschafft einen kleinen Überblick über die Vielfalt der Methoden. Außerdem stellt sie einen historischen Abriss mit den nötigsten Eckdaten dar. Beginnen wir mit den Klassikern schlechthin, den italienischen Mafia-Organisationen.

Cosa Nostra

Die Cosa Nostra bildete sich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf Sizilien, woher auch ursprünglich die Bezeichnung Mafioso stammt. Sie wurde um 1863 in der sizilianischen Komödie „Die Mafiosi des Gefängnisses von Vicaria“ geprägt und das daraus abgeleitete Wort „Mafia“ wird bis heute von der Cosa Nostra beansprucht, da sie die älteste Organisation dieser Art in Europa ist.

Dank des zeitlichen Vorsprungs konnte die sizilianische Mafia zur weltweit einflussreichsten kriminellen Organisation aufsteigen. Es gibt sogar einen offiziellen US-amerikanischen Ableger, der sowohl Einfluss auf die Politik in Washington als auch in Hollywood hat. Der Pate stand hier sprichwörtlich Pate für die „Pate“-Trilogie.

Die Mitglieder der Cosa Nostra bezeichnen sich selbst als „Ehrenmänner“ und folgen einem strikten Verhaltenscodex. Dies ist, neben der patriarchalen Struktur, eine der Hauptparallelen zur Freimaurerei, wobei es natürlich personelle Überschneidungen gibt. Nicht nur die sizilianischen Logen stehen unter Mafia-Kontrolle, auch in der P2 waren ranghohe Mitglieder der Cosa Nostra vertreten und der Logenbruder Roberto Calvi war sprichwörtlich bis zum Hals in deren Geldwäsche verstrickt, bis er an selbigem aufgehängt wurde.

Kosher Nostra

Nein, das ist keine antisemitische Verschwörungstheorie. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gründete sich in New York tatsächlich eine jüdische Mafia, welche ihren Namen an das Vorbild Cosa Nostra anlehnte, mit dieser allerdings nicht wirklich etwas zu tun hatte. Die jüdische Mafia wurzelte im starken Zustrom osteuropäischer Einwanderer gegen Ende des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts. Diese lebten in oft sehr ärmlichen Verhältnissen und illegale Aktivitäten boten einen schnellen finanziellen Aufstieg.

Die Kosher Nostra hatte ihren Schwerpunkt zwar in New York, spielte allerdings auch beim Aufbau der Zockerhochburg Las Vegas eine tragende Rolle. So wurde das berühmte Flamingo-Hotel, welches am 26. Dezember 1946 seine Tore öffnete, vom jüdischen Mafioso Bugsy Siegel (1906-1947) erbaut. Dieser wurde jedoch im Jahr darauf ermordet, da er zwei Millionen der stetig gestiegenen Baukosten auf sein Schweizer Nummernkonto abgezweigt hatte. Mit dem Ableben der anderen führenden Köpfe löste sich die Kosher Nostra nach und nach auf.

‘Ndrangeta

Die ‘Ndrangeta wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Kalabrien, der südlichsten Region Italiens, gegründet. Sie ist damit eine der ältesten Mafia-Organisationen und zumindest in Europa die mächtigste, wobei sie im Ruhrgebiet besonders aktiv ist. Das Zentrum ihrer Geldwäsche liegt allerdings in Erfurt. Ihr Aktionsradius umfasst zudem auch Russland, Australien sowie Nord- und Südamerika.

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Neben dem Drogenhandel ist vor allem die Müllentsorgung ein Kerngeschäft der ‘Ndrangeta. Dies schließt auch Giftmüll ein, womit die Mafia maßgeblich zur Umweltzerstörung beiträgt. Wo sie ihre Geschäfte machen wird, wenn die Erde unbewohnbar ist, steht sprichwörtlich in den Sternen. Doch dort hat bereits das Orion-Syndikat das Sagen.

Camorra

Die Ursprünge der Camorra liegen bis heute im Dunklen. Sie soll auf eine 1417 gegründete spanische Geheimgesellschaft namens „Garduña“ zurückgehen, womit sie die mit Abstand älteste Mafia-Organisation der Welt wäre. Allerdings ist unklar, ob es diese Geheimgesellschaft überhaupt jemals gab und wie sie von Spanien nach Italien gelangt sein soll. Dort hat die Camorra nämlich ihren Hauptsitz und machte durch Bandenkriege in Neapel von sich Reden, bei denen zwischen 2004 und 2005 rund 200 Menschen starben. Der Konflikt wurde nicht etwa mit anderen Mafia-Organisationen ausgetragen, sondern zwischen verschiedenen Camorra-Familienclans.

Neben den üblichen Betätigungsfeldern wie Schutzgelderpressung und Drogen- sowie Waffenhandel hat sich die Camorra auf Produktpiraterie spezialisiert. Zudem ist sie in der Müllentsorgung und im Baugewerbe aktiv. In Deutschland ist die Camorra vor allem in Stuttgart, München, Frankfurt a.M. und Leipzig aktiv. Sie soll sogar schon den Verfassungsschutz infiltriert haben, was mit Blick auf den Sachsensumpf durchaus plausibel klingt.

Sacra Corona Unita

Die Sacra Corona Unita ist eine recht junge Mafia-Organisation und wurde erst 1983 in der italienischen Region Apulien gegründet. Sie entstand aus einem Expansionsversuch des 1981 gegründeten Camorra-Ablegers Nuova Camorra Pugliese, der jedoch eine weitere Zersplitterung zur Folge hatte. Die Sacra Corona Unita besteht aus 47 unabhängigen Clans mit rund 1.600 Mitgliedern.

Ihr Kerngebiet ist immer noch die italienische Region Apulien, aber sie ist inzwischen auch in einigen europäischen Ländern, den USA, Australien und Argentinien aktiv. Eine besondere Verbindung hat sie nach Albanien, von wo aus sie illegale Einwanderer nach Italien einschleust, insbesondere albanische Zwangsprostituierte. Im Bereich Drogenhandel pflegt die Sacra Corona Unita ein enges Verhältnis zu Kolumbien. In Deutschland ist sie bisher vor allem durch Immobilienkäufe in Ferienorten an der Ostseeküste in Erscheinung getreten.

Stidda

Ebenfalls in den 1980ern wurde im südlichen Sizilien die Stidda gegründet. Sie ist damit nicht nur eine Konkurrenz zur Casa Nostra, sondern wurde tatsächlich von ehemaligen Mitgliedern selbiger gegründet. Dies führte Anfang der 1990er zu einem blutigen Krieg zwischen beiden Mafia-Organisationen mit hunderten Toten.

Der Name Stidda ist vom sizilianischen Wort für „Stern“ abgeleitet und entsprechend tragen ihre Mitglieder zwischen Daumen und Zeigefinger der rechten Hand ein Stern-Tattoo. Selbstverständlich handelt es sich um einen fünfzackigen Stern oder mit anderen Worten um ein Pentagramm.

Yakuza

Die japanische Yakuza sieht sich als Nachfolgerin von Glückspielsyndikaten der Edo-Periode, welche von ca. 1600 bis 1868 andauerte. Von daher leitet sich auch der Name ab. Ya-Ku-Za ist die japanische Aussprache der Zahlenkombination 8-9-3, welche im Kartenspiel Oicho-Kabu als wertlos gilt. Die Mitglieder sehen sich selbst als die Wertlosen der Gesellschaft, was darauf zurückzuführen ist, dass sich die frühen Glückspielsyndikate aus den niederen Kasten der Bauern, Handwerker und Kaufleute rekrutierten.

Die moderne Yakuza trat ab 1926 zunehmend in Erscheinung und erlebte nach der Niederlage 1945 einen erneuten Aufschwung. Zu Beginn war die japanische Mafia vor allem in Sachen Schmuggel und Schwarzmarkt sehr aktiv. Das Glückspiel hat sie selbstverständlich von den alten Syndikaten übernommen und inzwischen ist sie außerdem im Baugewerbe zu finden.

Ihre Mitglieder fallen vor allem durch starke Körpertättowierungen auf, welche in der japanische Gesellschaft allerdings verpönt sind und der Yakuza so manche Tür versperren. Auch sonst hat es die japanische Mafia in ihrem Heimatland etwas schwerer als andere Mafia-Organisationen. Vor allem, da der Besitz von Schusswaffen in Japan strengstens verboten ist. Stattdessen tragen Yakuza-Mitglieder scheinbar harmlose Gegenstände wie Haarkämme bei sich, die sie als Waffe einzusetzen wissen.

Mit anderen Mafia-Organisationen gemein haben sie die streng patriarchale Hierarchie. Frauen sind für die Yakuza lediglich Ware und einfache Mitglieder stellen ihre oft noch minderjährigen Töchter bereitwillig den Bossen für ihre Sexpartys zur Verfügung. Wer als Mädchen in eine japanische Mafiafamilie geboren wird, endet zwangsläufig als Prostituierte. Doch auch den Männern ergeht es dreckig, wenn sie Mist bauen. Schnipp schnapp ist da mal schnell ein Finger ab.

Triaden

Ihre Geschichte führten die alten Triaden auf chinesische Geheimgesellschaften des 17. Jahrhunderts zurück, so genannte Chiu-Chaus, welche aus Anhängern der Ming-Dynastie bestanden und diese gegen die aufstrebende mandschurische Quing-Dynastie verteidigten. Es ist historisch nicht belegt, dass diese Herleitung stimmt, allerdings kann es nicht ausgeschlossen werden, dass sich damals patriotische Kräfte durch kriminelle Aktivitäten finanzierten und daraus später die chinesische Mafia hervorging.

Belegt ist hingegen, dass sich die Triaden zunächst „Der weiße Lotus“ nannten, bis sie sich nach ihrem Symbol des Dreiecks zwischen Himmel, Erde und Menschheit umbenannten. Die chinesische Mafia nahm ihren Anfang im 18. Jahrhundert und ist damit älter als die italienische Mafia. Zunächst profitierte sie von einer korrupten Beamtenschaft, doch ihren großen Aufstieg erlebte sie ab 1772 durch den Opiumhandel der Briten.

Nachdem die chinesische Wirtschaft darunter zu leiden begann und China die Opiumeinfuhr aus Britisch-Indien zu stoppen versuchte, zettelten die englischen Kolonialherren 1840 den ersten Opiumkrieg an. Das britische Empire kann daher als großer Förderer der Triaden gelten. Die Rote Bande von Shanghai war sogar Partner der britischen Firma Jardine, Matheson & Co sowie des britischen Geheimdienstes. Die Grüne Bande arbeitete indessen mit dem französischen Geheimdienst zusammen.

An diesem Beispiel zeigt sich, dass Geheimdienste, Geheimgesellschaften und Mafia-Organisationen ein enges Geflecht bilden. Das war auch beim bereits erwähnten Sachsensumpf so und wir werden später noch einmal auf diese Verbindung zurück kommen. Ihren Ruf als vermeintliche Sicherheitsbehörden haben die Geheimdienste jedenfalls schon vor Jahrhunderten verspielt.

1926 vereinigten sich die Rote und Grüne Bande unter Führung des Triumvirats aller drei Bandenführer. Tu Yueh-sheng gründete zudem die Gewerkschaft „Allgemeine Fortschrittsvereinigung“, womit die Arbeiter in China zu einem erheblichen Teil von der Mafia organisiert sind. Die anderen beiden Bandenführer breiteten ihre Einflusssphären derweil nach Ost und West aus. Hu-angs erhielt dabei den amerikanischen Markt und die Changs den europäischen. Südostasien gehört ebenfalls zum Einflussbereich der Triaden, wo sie insbesondere den Opiumhandel und die Ausbeutung von Prostituierten kontrollieren.

Die kommunistische Revolution konnte den Triaden wenig anhaben. Zum einen, weil ihre Hauptsitze auf Taiwan und in Hong Kong liegen, Gebiete, die sich bis heute der vollen Kontrolle Pekings entziehen. Zum anderen ist das heutige China selbst längst im Kapitalismus angekommen und korrupt bis auf die Knochen. Insbesondere in den Sonderwirtschaftszonen wie Shanghai blüht das organisierte Verbrechen. Gleiches gilt für das pseudokommunistische Vietnam, in dem man heute kein Buch von Ho Chi Minh mehr zu kaufen bekommt, während die Triaden dort einen ihrer Hauptsitze haben.

Russische Mafia

Die russische Mafia entstand in den chaotischen 1990er Jahren nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Die Privatisierungswelle hat so manche Karriere befördert und Kriminelle waren dabei stets im Vorteil. Unter Putin werden die Mafiosi weitgehend toleriert und sogar mit Geheimdienstmissionen betraut, solange sie russische Interessen nicht ans Ausland verraten.

Wer sich jedoch mit Putin anlegt, dem ergeht es wie Michail Borissowitsch Chodorkowski, der völlig zu recht wegen Betrugs in ein sibirisches Gefangenenlager wanderte. Inzwischen wurde er jedoch vom Westen freigekauft und seitdem hofieren die neoliberalen Parteien der EU ihn bei jeder Gelegenheit, u.a. weil er die ukrainische Putschregierung unterstützte. Seine Verbrechen, die bis hin zu Auftragsmorden reichten, interessieren die korrupten Regierungen Europas herzlich wenig.

Neben den russischen Oligarchen und ihren mafiösen Netzwerken gibt es noch eine ganze Reihe weiterer russischer Mafia-Organisationen, die in ganz Europa und den USA tätig sind. Zu ihren Betätigungsfeldern zählen vor allem Waffenhandel sowie Drogen- und Menschenhandel. Neben der russischen Mafia gibt es zudem noch weitere osteuropäische Mafia-Banden, die in Deutschland vor allem durch den Handel mit Crystal Meth, Zwangsprostitution, Drückerkolonnen und Auto- sowie Fahrraddiebstahl im großen Stil auffallen.

Balkan-Mafia

Bereits vor 1985 waren Albaner für die italienische Cosa Nostra tätig. Mit dem Zusammenbruch der Pizza-Connection wurden die Albaner jedoch zunehmend eigenständig und nach dem Zusammenbruch des Sozialismus 1992 konnte erstmals von einer albanischen Mafia gesprochen werden. Mit der Zerschlagung Jugoslawiens konnte sich diese in albanische Gebiete wie den Kosovo ausbreiten, der heute weitgehend unter Mafiakontrolle steht.

Neben den üblichen Betätigungsfeldern wie Drogen-, Waffen- und Menschenhandel ist die albanische Mafia vor allem auf den Gebieten des Zigarettenschmuggels und illegalen Organhandels tätig. Wer also von den billigen Kippen Lungenkrebs bekommt, kann sich gleich eine neue Lunge hinterher liefern lassen.

Arabische Familienclans

Im Gegensatz zu üblichen Mafia-Familien, die nicht zwangsläufig nur aus Blutsverwandten bestehen, handelt es sich bei den arabischen Familienclans tatsächlich um Großfamilien. Diese sind meist weniger organisiert als andere Mafia-Organisationen und bereichern sich vor allem durch Diebstähle, Raubüberfälle und Schutzgelderpressung.

Arabische Familienclans, die vor allem aus dem Libanon und der südlichen Türkei stammen, sorgen in Deutschland schon seit längerem für Schlagzeilen. So waren Mitglieder des türkischen Remmo-Clans für den Raub der 100 kg schweren Goldmünze „Big Maple Leaf“ aus dem Berliner Bode-Museum verantwortlich. Die Täter wurden zwar gefasst, doch von der Münze fehlt bis heute jede Spur. Der Familienclan dürfte bis zu 3,8 Mio. Euro an Goldwert daran verdient haben.

Der Remmo-Clan ist außerdem in den Verkauf von Gangster-Rap involviert, wobei Bushido das wohl bekannteste Beispiel ist, seit er vom Abou-Chaker-Clan zu den Remmos wechselte. Wer diese vulgäre und sexistische Scheiße kauft, unterstützt damit also das organisierte Verbrechen. Bushido ist darüber hinaus ein bekannter Freimaurer, was er zusammen mit seinem Rapper-Kollegen Sido mit dem gemeinsamen Album „23“ und dem Video zur Single „So mach ich es“ ziemlich offen zur Schau stellte.

Wo die Freimaurer sind, ist die Spitzenpolitik nicht weit. Trotz seiner kriminellen Kontakte konnte Bushido 2012 ein Praktikum in der Unionsfraktion im Bundestag machen. Der CDU-Politiker Christian Freiherr von Stetten, der das Praktikum vermittelte, bekam darüber hinaus eine Zahlung in Höhe von 37.000 € von einem dubiosen Geschäftsmann, der ebenfalls aus dem Umfeld eines arabischen Familienclans stammt. Offenbar ging es dabei um einen Getränkedeal. Die Getränke hätte man sich natürlich auch in einem Supermarkt kaufen können, aber möglicherweise kam der Deal über Logenkontakte zustande. In jedem Falle handelt es sich um offenkundige Korruption, aber das ist im Mafialand Nummer 1 ja nix Neues.

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Ein weiteres Geschäftsmodell der arabischen Familienclans ist der Ankauf zahlreicher Mietwohnungen, vor allem in Berlin. Die betreffenden Mieter können sich in ihren eigenen vier Wänden nicht mehr sicher fühlen, denn wenn der Lohn nicht mehr für die Wuchermiete reicht, kommt nicht etwa der Gerichtsvollzieher, sondern der Berufsschläger. Als Nachbarn sind die Clanmitglieder sogar noch unerträglicher und tyrannisieren ganze Häuserblocks. Der Staat tut natürlich nix dagegen und auch die Rechtspopulisten schieben die Gewalt durch arabische Clans lediglich auf Flüchtlinge, obwohl sich diese Kriminellen schon vor Jahrzehnten hier breit gemacht haben und mit den meisten Flüchtlingen nichts zu tun haben, es sei denn es handelt sich um Familiennachzug.

Drogenkartelle

Drogenkartelle unterscheiden sich von der klassischen Mafia dahingehend, dass ihr Kerngeschäft aus Drogenanbau, -schmuggel und – handel besteht. Allerdings haben sich einige Kartelle, darunter vor allem mexikanische, weitere Geschäftsfelder wie Lösegelderpressung und Menschenhandel erschlossen. Außerdem gehören zuweilen auch okkulte Praktiken wie Voodoo zum Angebot, wie das beim durchgeknallten Menschenschlächter Adolfo Constanzo der Fall war.

Zu den Ländern mit der höchsten organisierten Drogenkriminalität gehören Mexiko und Kolumbien, wobei Lateinamerika allgemein ein Drogensumpf ist. Das liegt vor allem daran, dass von dort die Koka-Pflanze stammt, welche die Basis der Kokainherstellung ist. Opium wird derweil vor allem in Afghanistan angebaut, weshalb man auch die Taliban zu den Drogenkartellen zählen könnte.

Die größte Berühmtheit haben allerdings die kolumbianischen Drogenbosse erlangt. Darunter Pablo Escobar (1949-1993), dessen Gesamtvermögen sich auf rund 30 Milliarden belief, wobei er zu Spitzenzeiten 60 Millionen pro Tag verdiente. Er bot sogar an, Kolumbiens Staatsschulden in Höhe von 10 Milliarden $ zu tilgen, um nicht an die USA ausgeliefert zu werden. Die Regierung ging zwar nicht darauf ein, aber Escobar finanzierte tatsächlich einige Schulen, Krankenhäuser und Wohnbauprojekte, um politischen Einfluss zu gewinnen. Dieser Karriereweg scheiterte jedoch und letztendlich wurde er zum Staatsfeind Nr. 1 erklärt. Als solcher wurde er 1993 über den Haufen geschossen.

Dennoch hat er Kolumbien nachhaltig geprägt. Bis heute kontrollieren Drogenkartelle das Land und werden immer wieder Arbeiter sowie Gewerkschafter zu Tausenden von Todesschwadronen ermordet. Der vermeintliche Kampf gegen die Drogen ist eine Farce, denn immer wieder sind Regierungspolitiker in Drogengeschäfte verwickelt. Darunter der Bruder des einstigen Präsidenten Uribe, der für die gleiche Partei im Parlament saß.

Ebenso ist der Kampf der US-Regierung gegen die Drogenkartelle nicht mehr als eine Image-Kampagne, denn längst ist die CIA zum größten Drogenkartell der Welt avanciert. Die umfangsreichsten Drogenlieferungen kommen nicht in Schlauchbooten und Bananenkartons in die USA, sondern durch schwarze Flüge des US-Geheimdienstes.

Außerdem benutzt die CIA immer wieder Drogengelder für inszenierte Staatsstreiche und Konterrevolutionen, insbesondere wenn es gegen sozialistische Regierungen in Lateinamerika geht. Bestes Beispiel ist die Iran-Contra-Affäre, in deren Rahmen die CIA Drogenschmuggel wissentlich duldete, mit dessen Erlösen anschließend die Contras gegen die sandinistische Regierung in Nicaragua unterstützt wurden.

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Mit kubanischen Drogenbossen arbeitet die CIA ebenfalls schon seit Jahrzehnten zusammen, um die sozialistische Regierung des Landes zu stürzen. Bisher zum Glück ohne Erfolg, wobei es allerdings schon zu zahlreichen Terroranschlägen kam, bei denen auch europäische Touristen ums Leben kamen. Zeitgleich brachte die involvierte Firma Bacardi ein Getränk mit dem zynischen Namen „La Bomba“ auf den Markt.

Es war absolut legitim und richtig, dass Fidel Castro solche Firmen enteignet und sämtliche Schwerkriminellen von der Insel verbannt hat. Kuba ist eines der wenigen Ländern, in denen die Mafia keinen nennenswerten Einfluss hat. Die USA würden das gern wieder ändern und Kuba zurück in das drogenverseuchte Freudenhaus verwandeln, was es einst unter dem Diktator Batista war.

Weiterhin versuchte die CIA 2013 die Wiederwahl des sozialistischen Präsidenten Rafael Correa in Ecuador zu verhindern, indem sie die Opposition mit Drogengeldern finanzierte. Dieser Versuch flog jedoch auf und scheiterte furios mit einem Wahlergebnis von 56,9 % für Correa. Leider hat sich mit seinem Nachfolger Lenín Moreno das Blatt gewendet. Dieser ist vor den USA eingeknickt, was sich u.a. in der Auslieferung von Julien Assange äußerte.

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Neben der CIA haben auch andere Geheimdienste mit Drogenbossen paktiert, um sozialistische Bestrebungen in Lateinamerika mit brutaler Härte zu unterdrücken. Unter anderem haben britische sowie israelische Söldner Pablo Escobars Säuberungsaktionen gegen die FARC-Guerilla unterstützt. Später haben sich Teile der FARC allerdings selbst durch Drogenhandel finanziert.

Straßengangs

Die Geschichte der Straßengangs reicht im Prinzip bis in die Antike zurück, denn Diebesbanden und dergleichen hat es schon immer gegeben. Größere Banden haben sich im 19. und 20. Jahrhundert vor allem in den USA gegründet, wobei die meisten aus spezifischen ethnischen Einwandergruppen hervorgegangen sind. So erlangten die irischen Gangs von New York oder die italienischen Mobster von Chicago weltweite Bekanntheit.

Der berühmteste Name dürfte mit Abstand Al Capone (1899-1947) sein, der die Chicagoer Unterwelt mit illegalem Glücksspiel, Prostitution und Schutzgelderpressung überzog. Das größte Geschäft machte er jedoch während der Prohibition mit illegalem Alkoholhandel, der auch in der gehobenen Gesellschaft gefragt war. Die Prohibition zeigt, dass Alkoholverbote den Konsum nicht etwa einschränken, sondern eher das organisierte Verbrechen stärken. In dieser Hinsicht sollte ernsthaft über eine Legalisierung von Cannabis nachgedacht werden. Für Al Capone bedeutete die Aufhebung des Alkoholverbots jedenfalls den wirtschaftlichen Niedergang.

Chicago hat indessen bis heute einen schlechten Ruf und tatsächlich hat die Stadt immer noch eine der höchsten Kriminalitätsraten der USA. Die dominierenden Gangs bestehen heute allerdings aus Afroamerikanern und Latinos. Diese kontrollieren nicht nur den lokalen Drogenmarkt und das Rotlichtmilieu, sondern haben zudem massiven Einfluss auf die Musikindustrie. Die Bezeichnung „Gangster-Rap“ kommt hierbei nicht von ungefähr.

Zu den gefährlichsten Gangs zählen allerdings die lateinamerikanischen, da diese den gesamten Doppelkontinent durchziehen, wo sie ihre Wurzeln in den lateinamerikanischen Kokaplantagen haben. Eine der brutalsten Banden ist mit Abstand die Mara Salvatrucha, die in den 1980ern auf einem Spielplatz in Los Angeles gegründet wurde. Die MS-13 besteht vor allem aus Migranten aus El Salvador, wo sie sich nach deren Abschiebung ebenfalls breit gemacht hat, inzwischen existiert sie aber auch in anderen lateinamerikanischen Ländern. Hauptbetätigungsfelder der Clikas sind Drogen-, Waffen- und Menschenhandel. In ihren jeweiligen Gebieten erheben sie zudem Wegezölle.

Rockerbanden

Zum Schluss wären noch Rockerbanden zu nennen. Diese laufen zwar nicht offiziell unter dem Label Mafia, sind allerdings ähnlich strukturiert und haben nahezu deckungsgleiche Betätigungsfelder. Es handelt sich um streng patriarchale Männerbünde mit striktem Verhaltenskodex. Frauen sind wieder mal nur eine Ware und werden mal mehr, mal weniger freiwillig prostituiert. Schutzgelderpressung, Drogen- sowie Waffenhandel gehören ebenfalls zum Geschäft und ähnlich wie bei Mafia-Clans gibt es auch zwischen konkurrierenden Rockerbanden regelrechte Kriege.

Am bekanntesten sind wohl die Hells Angels und Bandidos, zwischen denen eine tiefe Feindschaft besteht. Die Hells Angels wurden 1948 in Kalifornien (USA) gegründet und sind aktuell in 32 Ländern aktiv, wo sie sich in so genannten „Charters“ organisieren. Sie haben u.a. Kontakte in die Pop-Okkultur und fungierten 1969 schon mal als Ordner bei einem Konzert der Rolling Stones. Dabei wurde ein 18-Jähriger Konzertbesucher von einem Hell Angel erstochen, doch der Täter wurde freigesprochen, da sein Opfer unter Drogeneinfluss eine Schusswaffe gezogen hatte.

In Deutschland sind die Hells Angels ebenfalls immer wieder negativ aufgefallen. Dies führte zum Verbot von inzwischen 11 Chartern. Besonders brutale Auseinandersetzungen gab hierzulande vor allem mit den Bandidos.

Dieser Konkurrenzclub wurde 1966 von Vietnamkriegsveteranen im texanischen Houston (ebenfalls USA) gegründet. Die Bandidos haben weltweit ca. 5.000 Mitglieder die in 22 Ländern mit insgesamt 210 Ortsgruppen vertreten sind. Wie die Hells Angels bevorzugen auch deren Konkurrenten Harley Davidson Maschinen und die Hierarchien ähneln sich bei beiden Clubs.

In Deutschland gab es weiterhin die 2015 von türkischen Einwanderern gegründeten Osmanen Germania. Diese waren gleichermaßen kriminell und politisch. Sie wurden nämlich von der AKP unterstützt und machten in deren Auftrag Jagd auf Kurden und linke Aktivisten in Deutschland. Außerdem traten die Osmanen Germania als oder bei Demonstrationen der rechtsextremen Grauen Wölfe (türkische Faschisten) in Erscheinung. Seit 2018 sind die Osmanen Germania verboten.

Mit diesen kriminellen Ausländern haben hatten die deutschen Nazis keine Probleme, immerhin liegen sie ja ideologisch auf einer Wellenlänge. Obendrein haben es ihnen einige deutsche Rechtsextremisten gleich getan und um das Jahr 2014 die Rockerbande der Torunen gegründet, welche zunächst unter den Namen „Bruderschaft Thüringen“ auftrat und auch als „Garde20“ bekannt ist.

Wenn die Torunen nicht gerade deutsche Kirmesgesellschaften krankenhausreif schlagen, wie 2014 in Ballstädt geschehen, sind sie vor allem mit der organisatorischen Unterstützung von Rechtsrockkonzernen beschäftigt. Diese sind in erster Linie eine einträgliche Einnahmequelle für die gesamte rechtsextreme Szene. Eine weitere Geldquelle ist der Vertrieb von „Panzerschokolade“. In Thüringen, wo sich die rechte Rockerbande gegründet hat, mehren sich die Berichte, dass die Torunen einen Meth-Ring aufbauen.

Abgesehen von der politischen Ausrichtung unterscheiden sie sich also nicht sonderlich von anderen Rockerbanden. Inwieweit sie auch in Prostitutionsgeschäfte verwickelt sind, ist allerdings noch nicht bekannt. Prinzipiell ist das Rotlichtmilieu in der rechten Szene jedoch besonders heikel, da insbesondere Kindesmissbrauch und Kinderpornografie in Nazikreisen weit verbreitet sind. Eine rechtsextreme Gruppe organisierter Kriminalität kann daher nichts Gutes bedeuten.

Yakuza-Mode – Nazis und die Mafia

von Anton Nymous

Yakuza ist nicht nur der Name der japanischen Mafia, sondern auch ein Klamottenlabel, welches sich vor allem in Naziläden zwischen Thor Steinar und Brachial finden lässt. Das kommt nicht von ungefähr, denn Markus Eisold und Bertram Krause, die das Label 2004 in Bautzen gegründet haben, sind bestens mit der Neonaziszene vernetzt. So soll Eisold laut Szene-Insidern Anfang der 2000er Mitglied der sächsischen Hammerskin-Sektion „East Saxon Hammerskins“ gewesen sein. Die extrem brutale Gruppierung wurde 1993 von Mirko Hesse ins Leben gerufen, gegen den daraufhin wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt wurde.

Auf dem PC von Hesse sollen Polizeiermittler weiterhin auf ein Foto von Eisold gestoßen sein und darüber hinaus hat er seinen Kumpel im Knast besucht, was definitiv über eine oberflächliche Geschäftsbeziehung hinaus geht. Die Tatsache, dass er Hesse das Hammerskin-Logo (zwei überkreuzte Hämmer) tättowiert hat, spricht ebenfalls dafür, dass er wusste, in welche Kreise er sich begibt.

Auffällig ist weiterhin, dass es immer wieder aktive Neonazis sind, die mit ihren Läden zur Verbreitung der Marke beitragen. Der offizielle Weiterverkäufer in Tschechien, Tomáš Marek aus Plzen, ist ebenfalls ein Rechtsextremist und Bassist der Rechtsrock-Band „Conflict 88“. Zwar werden Yakuza-Klamotten aufgrund ihrer martialischen Motive auch außerhalb der rechten Szene von geschmacksverirrten Vollpfosten getragen, aber ihre größte Verbreitung haben sie nicht zufällig unter Faschisten und Hooligans.

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Das Ganze ist schon reichlich befremdlich, denn immerhin fordern die extremen Rechten mit Nachdruck die Abschiebung von kriminellen Ausländern. Gleichzeitig tragen sie aber den Namen einer ausländischen Mafia-Organisation. Aber okay, sie fordern ja auch die Todesstrafe für Kinderschänder, während es in ihren Reihen von Päderasten nur so wimmelt. Die Faschisten waren in der Umsetzung ihrer Forderungen noch nie besonders konsequent, außer wenn es um Gewalt gegen Migranten, Linke, Juden, Homosexuelle usw. geht.

Die alles entscheidende Frage ist nun, wie die Rechtsextremisten ausgerechnet auf Yakuza kommen und warum selbige ihnen noch längst nicht die Finger abgeschnitten und sie davon gejagt hat? Dafür gibt es eigentlich nur eine Erklärung, wobei Verbindungen zum organisierten Verbrechen nun wirklich keine Überraschung wären.

Ein Zufall ist das alles wohl kaum, denn die Modemarke verwendet wissentlich die Codes der japanischen Mafia, darunter die Zahl 893. Diese Zahlenkombination stammt aus dem Kartenspiel Oicho-Kabu und gilt als wertlos, was dem Selbstverständnis der Mafiamitglieder entspricht. Ya-Ku-Za ist die japanische Aussprache dieser Zahlen.

Weiterhin fallen einige der Motive der Yakuza-Klamotten auf. Da wird u.a. offen Kokainkonsum propagiert, was geradezu aberwitzig ist, angesichts dessen, dass sich Rechtsextremisten permanent über Ausländer aufregen, die mit Gras dealen. Der Knaller schlechthin ist jedoch ein T-Shirt mit dem Motiv „Mexican Cartel“. Dieses wirbt ganz offen für die schlimmsten Drogenkartelle der Welt, die massenhaft Menschen entführen und töten. Was das mit der Yakuza zu tun hat? Solche Kartelle sind Zulieferer sämtlicher Mafias.

Auffällig an diesem T-Shirt ist weiterhin das „X“ zwischen „Mexican“ und „Cartel“ sowie der offensichtliche Totenkult. Gerade in Mexiko gehen Drogenhandel und Satanismus oft Hand in Hand, wie der Sektenführer und Drogenboss Adolfo Constanzo (1962-1989) unter Beweis stellte. Schädel und gekreuzte Knochen dominieren die Yakuza-Motive regelrecht.

Zuweilen finden sich die Schädel auch in Hexagonen wieder. Natürlich drei an der Zahl, was eine verschlüsselte 666 darstellt.

Es handelt sich mit Sicherheit um keinen Zufall, was weitere Motive belegen. Darunter ein Schädel mit der Schlange Luzifer.

Immer noch nicht offensichtlich genug? Der Teufel höchstpersönlich dürfte alle Zweifel ausräumen, dass es sich hier um Nazi-Mafia-Satanisten handelt. Da kommt so ziemlich alles Böse zusammen.

Baphomet ist ebenfalls nicht weit, wenn auch mit einer Schweinemaske getarnt. Schweinereien gehen dabei vor allem in Baphomets Schrittbereich ab, wo ein Typ dem Teufel an der Pflaume leckt.

Horrorclowns dürfen natürlich ebenfalls nicht fehlen.

Und zu guter Letzt verstößt die Marke auch noch gegen Urheberrechte, indem dreist „Howard the Duck“ aus Marvels Cinematic Universe abgedruckt wird. Wenn es schon keinen Ärger mit der Mafia gibt, dann vielleicht irgendwann mit Disney, denn dieses Studio hat bestimmt keinen Deal mit kleinkriminellen Naziganoven.

Jeffrey Epstein erhängt aufgefunden

von Anton Nymous

Am 10. August 2019 wurde der Milliardär Jeffrey Epstein erhängt in seiner Gefängniszelle aufgefunden. Als Investmentbanker war er Mitglied des Council of Foreign Relations und der Trilateralen Kommission. Er gehörte zu einem sehr einflussreichen Kreis von Weltenlenkern und war mit zwei US-Präsidenten befreundet.

Die Umstände seines Todes haben jedoch weniger mit seiner Rolle für die Neue Weltordnung zu tun, sondern viel mehr mit seinen pädophilen Neigungen. Wegen derer war er bereits vorbestraft und saß seit 6. Juli 2019 abermals in Haft. Der angebliche Suizid macht schon deshalb keinen Sinn, da sein Ruf spätestens seit der ersten Strafanzeige von 2005 ruiniert war. Zudem wäre er als Milliardär mit Sicherheit nicht für Jahrzehnte in ein Horrorgefängnis für die Unterschicht gewandert.

Hinzu kommen die seltsamen Autopsie-Ergebnisse. Diese ergaben mehrere Knochenbrüche im Halsbereich, die eher typisch für Mord durch Erwürgen als für Suizid durch Erhängen sind. Sollte Epstein etwa kaltgestellt werden, um einen Kinderschänderring zu decken, der bis in die höchsten gesellschaftlichen Kreise reicht? Vieles spricht dafür, denn Epstein hat nicht nur selbst hunderte minderjährige Mädchen missbraucht, sondern soll gemeinsam mit Ghislaine Maxwell einen Kinderprostitutionsring betrieben haben und in Menschenhandel verstrickt gewesen sein.

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Diese illegalen Einnahmen hatte er als Investmentbanker mit einem Milliardenvermögen sicherlich nicht nötig. Es war wohl eher ein Gefälligkeitsdienst innerhalb der Elite, was die Frage nach den Kunden für seine 14-Jährigen Zwangsprostituierten aufwirft. Das Ganze riecht nach Pizzagate und tatsächlich war Jeffrey Epstein ein enger Freund von Bill Clinton.

Jetzt werden viele einwenden, dass Pizzagate eine Kampagne von rechten Bloggern war, die Donald Trump unterstützt haben. Es stimmt zwar, dass die extreme Rechte sich auf den Skandal gestürzt hat und dies möglicherweise Hillary Clintons Kandidatur geschadet hat. Doch zum einen waren der Auslöser des Pizzagate-Skandals gehackte E-Mails von Clintons Wahlkampfleiter John Podesta, die auf Wikileaks veröffentlicht wurden. An der Echtheit der E-Mails besteht bislang kein Zweifel und Julian Assange steht nicht gerade im Verdacht, ein Rechtsextremist und Trump-Anhänger zu sein.

Zum anderen war der Wahlgewinner Donald Trump ebenfalls ein enger Freund von Epstein und verteidigte dessen perverse Neigung zu minderjährigen Mädchen sogar öffentlich. 2002 äußerte er gegenüber dem New York Magazine, dass Epstein ein „toller Kerl“ sei und „bekanntlich auf besonders junge Frauen“ stehe. Offenbar wusste Trump also sogar noch vor Epsteins erster Verurteilung von dessen Vorlieben und fand daran auch nichts anstößig.

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Trump stellt seine Tochter Ivanka einem Päderasten vor.

Hätte ein erneuter Gerichtsprozess gegen Epstein eventuell Trumps Präsidentschaft gefährden können, mehr als es dessen Verbindungen zu Russland je gekonnt hätten? Wäre am Ende vielleicht sogar das gesamte Pizzagatenetzwerk aufgeflogen? Und wie weit reichte der Kinderprostitutionsring? Epsteins Freundschaften reichten jedenfalls gleich zweimal ins Weiße Haus und bis ins britische Königshaus zu Prinz Andrew. Möglich, dass eine erneute Vernehmung Epsteins für einige seiner Freunde ziemlich hässlich hätte werden können.

Wenn man davon ausgeht, dass er ermordet wurde, wurde somit der mögliche Schaden begrenzt. Lediglich der Gefängnisdirektor wurde versetzt und zwei Wachleute suspendiert. Wie es scheint, allesamt Bauernopfer eines elitären Kinderschändernetzwerkes. Obgleich es wirklich nicht schade um den pädophilen Mistkerl Epstein ist, wird man den Eindruck nicht los, dass durch seinen Tod noch weitaus mehr solche Typen geschützt werden.

Pädonazis – Teil 2

von Anton Nymous

Wir hatten bereits einen Artikel über pädophile Nazis veröffentlicht, in dem wir die Wurzeln der faschistischen Kinderschänder bis in die Zeit des 3. Reichs zurückverfolgt haben. Kriegsverbrecher mit entsprechendem Hintergrund werden bis heute von Neonazis verehrt, wie die Rechtsrockband „Sonderkommando Dirlewanger“ belegt.

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Vor allem in der NPD sowie dem Neonazi-Netzwerk „Thüringer Heimatschutz“ wimmelt es von verurteilten Päderasten und Zuhältern. Das geht bis in die höchsten Ämter, wie der Fall des ehemaligen NPD-Landesvorsitzenden Tino Brandt zeigt, der gleichzeitig Gründer des staatlich alimentierten Thüringer Heimatschutzes sowie V-Mann des Verfassungsschutzes war. Die Verbindung zum Geheimdienst könnte dabei durchaus eine Rolle spielen, wenn man den teils elitären Kundenkreis von Kinderpornografie und -prostitution berücksichtigt.

NPD-Funktionäre wie Brandt bildeten darüber hinaus das Unterstützerumfeld des Terrornetzwerks NSU und diesem wird wiederum der Mordfall Peggy aus dem Jahr 2001 angelastet. Kein Einzelfall, denn wie sich inzwischen herausgestellt hat, war das Terrortrio samt seinen Unterstützern noch viel tiefer in die Kinderschänderszene verstrickt. So war ein Freund Uwe Böhnhardts bereits in den 1990ern des Öfteren wegen Missbrauchs von Kindern aufgefallen. Eben diesem Kameraden gehörte auch die Hütte, in dessen Nähe Peggys Leiche samt Böhnhardts DNA-Spuren gefunden wurde.

Im Falle eines 1993 missbrauchten und getöteten Jungen in Jena weisen die Spuren ebenfalls auf das Umfeld Böhnhardts hin. Neben der Leiche des neunjährigen Bernd wurde nämlich der Motor eines Bootes entdeckt, welches Enrico T., einem weiteren Freund Böhnhardts, gehörte und mit dem auch der spätere NSU-Terrorist selbst öfters gefahren sein soll. Insgesamt stehen neben dem bereits strafrechtlich verurteilten Tino Brandt drei weitere Rechtsextremisten aus dem Unterstützerumfeld des NSU im Verdacht des sexuellen Missbrauchs von Kindern. Es wurden in diesem Zusammenhang Kinderpornos mit teils abartigsten, sadistischen Inhalten gefunden.

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Das Terrortrio selbst war gleichermaßen involviert. So wurde auf dem Computer von Beate Zschäpe kinderpornografisches Material sichergestellt. Einiges davon könnte das Trio selbst erstellt haben, denn Zschäpe wurde immer wieder mit Kindern gesehen und im Wohnwagen der Terroristen wurden Spielzeug und Kinderkleidung sichergestellt.

Uwe Böhnhardt war derweil bis 1998 Mitglied einer Bande, die sich durch Prostitution finanzierte. Innerhalb des organisierten Verbrechens sind die Grenzen zwischen legaler Prostitution und Menschenhandel bis hin zu Kinderprostitution bekanntlich fließend. Das hat auch der Sachsen-Sumpf gezeigt, wo ebenfalls der Verfassungsschutz seine schmutzigen Finger im Falle des Jasmin-Bordells im Spiel hatte. Dort gingen u.a. Politiker, Richter und Staatsanwälte ein und aus.

Zwar bestand beim Sachsen-Sumpf kein direkter Zusammenhang zur Naziszene, aber er verdeutlicht, wie solche Strukturen funktionieren. Die verbindende Komponente in beiden Fällen war derweil der Verfassungsschutz, der in Sachsen das organisierte Verbrechen vor Polizeirazzien warnte und in Thüringen den NSU und dessen Unterstützerumfeld maßgeblich finanzierte. Zum einen hatte dies sicherlich politische Gründe, dahinter mögen sich allerdings noch weitaus widerwärtigere Abgründe verbergen.

Yavus Narin, einer der Opferanwälte im NSU-Prozess, hat einen Teil dieser Abgründe recherchiert und aufgedeckt. Er habe laut eigenen Aussagen eine „Häufung von Fällen rechtsextremer Gesinnung und pädophiler Neigung“ festgestellt, welche von Opfergruppen pädophiler Gewalt bestätigt wurde. Zitat: „Ich bekam mitgeteilt, dass sexueller Missbrauch von Kindern gerade in der rechten Szene sehr gängig sei und dass ich deshalb nicht überrascht sein sollte.“

Im NSU-Prozess zeichnete sich dieses Bild sogar direkt ab. Während einer Gerichtsverhandlung ist z.B. die beste Freundin von Beate Zschäpe in Tränen ausgebrochen, als sie berichtete, wie ihre eigene Tochter von deren Vater sexuell missbraucht wurde. Der Neonazis Hans S. soll seine Kinder ebenfalls vergewaltigt haben und bei dem Zeugen Henning H. wurden Zeichnungen entdeckt, welche sexuell bedrängte und zerstückelte Kinder zeigen.

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Die Frage, warum gerade Rechtsextremisten so häufig in Kindesmissbrauch bis hin zu Kindstötungen verstrickt sind, lässt sich leicht beantworten. Die menschenverachtende Ideologie des Faschismus zieht vor allem Psychopathen an wie Scheiße die Fliegen. Wer sich über ertrunkene Flüchtlinge im Mittelmeer freut, unbequeme Politiker wie Walter Lübcke kurzerhand erschießt und auf Rechtsrockkonzerten Genozide propagiert, kann geistig nicht gesund sein!

Nazis sind das personifizierte Böse! Das haben bereits der Holocaust und die zahlreichen Kriegsverbrechen gezeigt. Im Prinzip unterscheiden sich Faschisten kaum von Hardcore-Satanisten. Teilweise gibt es da sogar deutliche Überschneidungen. Die Frage ist nur, warum sie dennoch von scheinbar normalen Menschen gewählt werden? Warum erleben wir aktuell einen unfassbaren Rechtsruck, den vor allem in Ostdeutschland ein Drittel der Bevölkerung mitträgt?

Ist die Angst vor Flüchtlingen etwa so groß, dass die deutschen Wähler nicht nur ihre Freiheit, sondern sogar ihre eigenen Kinder opfern würden, nur um den Anblick von Menschen mit anderer Hautfarbe nicht länger ertragen zu müssen? Scheinbar ja, denn sie geben ihre Stimme immer wieder auch aktenkundigen Kinderschändern.

Ein Beispiel ist der ehemalige Siegburger NPD-Kreistagsabgeordnete Dominique Oster, der eine dreieinhalb-jährige Haftstrafe wegen Stalkings und sexuellen Missbrauchs von Kindern und Schutzbefohlenen absitzen musste. Auf seinem Blog empfiehlt Oster zwischen den links zum III. Weg, 1 Prozent und den Indentitären auch das pädophile Girllover-Froum. Außerdem suche er Kontakte zu „deutlich jüngeren Mädels“.

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Irrwitzigerweise fordert Oster für Asylbewerber die Todesstrafe bei Sexualdelikten. Wenn sich dagegen perverse Deutsche wie er an Kindern vergreifen, ist das offenbar okay für ihn und seinesgleichen. Da passt es dann auch, dass er Mädchen und Frauen sämtliche Rechte abspricht und meint, dass deutsche Männer ihre Frauen wieder züchtigen dürfen müssten. Es geht den Nazis also gar nicht darum, Frauen und Kinder vor sexuellen Übergriffen zu schützen, sondern nur vor der Schändung durch Nichtdeutsche.

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Bei ihren Opfern ist es umgekehrt egal, ob die Kinder einen Migrationshintergrund haben oder Deutsche sind. Hauptsache sie sind nackt. Der NPD-Kader Thorsten E. wurde dabei leider nur zu einer Bewährungsstrafe wegen der „Verbreitung kinderpornografischen Materials“ verurteilt. In Pirmasens wurde dagegen 2013 ein NPD-Sympathisant und Wahlkampfhelfer zu einer 32-monatigen Haftstrafe verurteilt, nachdem er ein 13-jähriges Mädchen missbraucht und geschwängert hatte.

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Das sind nur ein paar Beispiele. Weitere hatten wir bereits im ersten Artikel genannt. Darunter auch der ehemalige AfD-Politiker Holger Arppe, der inzwischen endlich aus der Partei ausgeschlossen wurde. Das hat allerdings rund ein Jahr gedauert und kaum ist ein Päderast vor die Tür gesetzt, schon hat die AfD den nächsten Pädoskandal an der Backe.

Im sachsen-anhaltischen Dorf Schmatzfeld wurden im Juni 2019 während einer Hausdurchsuchung bei einem 41-Jährigen kinderpornografische Fotos und Schriften gefunden. Es handelt sich um einen Lokalpolitiker, der erst kurz zuvor bei den Kommunalwahlen am 26. Mai 2019 für die AfD ein Mandat für den Nordharzer Gemeinderat errungen hatte. Einem Parteiausschluss kam er durch Austritt zuvor. Undenkbar, welche Karriere er noch hätte machen können, wenn die Kriminalpolizei und das LKA seine Wohnung nicht durchsucht hätten. Doch möglicherweise sind er und Arppe nur die Spitze des Scheißbergs.

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Zusammenfassend lässt sich einmal mehr sagen, dass Faschismus keine Alternative ist. Wer Rechtsextremisten wählt, bedroht damit die Zukunft seiner Kinder. Nicht nur, weil diese in einer menschenverachtenden, erbarmungslosen Welt leben müssen, sondern weil sie direkt durch pädophile Psychopathen bedroht werden. Diese haben umso leichteres Spiel, je mehr Macht sie besitzen.

Das Problem ist dabei ein gesamtdeutsches, wenn nicht sogar weltweites, obgleich die gesellschaftliche Akzeptanz für rechtsextreme Kinderschänder in Ostdeutschland höher zu sein scheint. Das ist seltsam, denn gerade dort hieß es 1972 im Falle des Sexualmörders Erwin Hagedorn noch: „Der Angeklagte hat sich durch permanentes verbrecherisches Verhalten außerhalb der sozialistischen Gesellschaft gestellt und das Recht verwirkt, in dieser unserer humanen Gesellschaft zu leben!“

Wir hoffen inständig, dass wir keinen dritten Teil dieser Artikelreihe schreiben müssen. Wir fürchten jedoch, dass dies bloß Wunschdenken ist. Wenn psychopathische Persönlichkeiten auf menschenverachtende Ideologie treffen, ist das ein fataler Giftcocktail, der geradezu zwangsläufig in abartigen Gewaltverbrechen mündet. Seien es nun grausame Morde an Migranten und Politikern, Terroranschläge auf Zivilisten oder eben sexuelle Übergriffe auf Kinder. Genau aus diesen Gründen bitten wir alle unsere Leser, den Rechtsextremisten keinen Vorschub zu leisten – weder auf der Straße noch an der Wahlurne!