Soll London zerstört werden?

von Joe Doe

Wenn in einem Film eine Stadt oder ein weltbekanntes Monument in Schutt und Asche gelegt wird, muss das nicht viel heißen. Wenn dieselbe Stadt in zwei oder drei Filmen zerstört wird, mag das vielleicht noch Zufall sein, zuweilen schreiben Drehbuchautoren auch untereinander ab. Wenn allerdings zehn oder mehr Beispiele gehäuft zusammenkommen, handelt es sich um ein wiederkehrendes Muster. Insbesondere, wenn die Umstände ähnlich sind und wiederholt auf ein bestimmtes Ereignis angespielt wird.

London als Hauptstadt des ehemaligen britischen Imperiums steht häufig im Zentrum filmischer Zerstörungsorgien, logischerweise vor allem, wenn es um britische Produktionen geht. Am bekanntesten dürfte dabei wohl die Zerstörung des Parlamentsgebäudes samt Big Ben in der 2005 erschienen Comicverfilmung „V wie Vendetta“ sein. Einerseits geht es in dieser Produktion um ein faschistisches Regime in der Zukunft, welches sich aktuell dank des Rechtsrucks zu bewahrheiten scheint. Andererseits spielen Comic und Film aber auf den Gunpowder Plot vom 5. November 1605 an. Es ist also eher unwahrscheinlich, dass hier etwas angekündigt wird.

Bei den folgenden Beispielen sieht es da schon etwas anders aus. Der Big Ben steht dabei als bekanntestes Wahrzeichen immer wieder im Mittelpunkt der Zerstörung und das schon beim jüngsten Kinderpublikum. So planen in Disney Pixars „Cars 2“ böse Autos einen Sprengstoffanschlag auf die Turmuhr.

Bereits im 1986 erschienenen Disney-Film „Basil, der Mäusedetektiv“ krachen die Mäuse in die Big Ben Uhr. Während des Showdowns wird die Uhr außerdem von einem Blitz getroffen.

Nun ist es selbstverständlich unwahrscheinlich, dass Autos oder Mäuse etwas mit der Zerstörung des Big Ben zu tun haben könnten. Sie stehen sinnbildlich für etwas anderes. Ein naheliegender Verdacht wären Terroristen. Doch das scheint angesichts der meisten anderen Beispiele eher unwahrscheinlich. Der Angriff auf London scheint eher von oben zu kommen. Davon kündet jedenfalls „Mars Attack“ aus dem Jahr 1996, wo der Big Ben abermals vom Blitz getroffen wird. Diesmal allerdings von einem Laserblitz der Aliens.

In der 2005 gestarteten Neuauflage der britische Serie „Doctor Who“ wird die Big Ben Uhr beim Crash mit einem UFO ebenfalls zerstört. Übrigens ist es in dieser Szene 2 Minuten vor 10, exakt dieselbe Zeit wie auch in „Basil, der Mäusedetektiv“. Zufall oder ein Hinweis?

Eigentlich finden in jeder Staffel dieser Serie gleich mehrere außerirdische Angriffe auf London statt. Nichts Außergewöhnliches für eine britische Fernsehserie, könnte man meinen. Doch auch Hollywood bringt London immer wieder mit Attacken aus dem All in Verbindung. So z.B. in „Fantastic Four – Rise of the Silver Surfer“ aus dem Jahr 2007.

In „Die 5. Welle“ von 2016 gibt es ebenfalls einen kurzen Schwenk nach London.

Im gleichen Jahr erschien „Independence Day – Wiederkehr“. In diesem überfliegen die Helden das untergehende London, wobei Jeff Goldblums Rolle sogar anmerkt, dass die Außerirdischen ein Faible für Wahrzeichen haben. Interessant daran ist, dass alle großen Städte eigentlich schon im ersten Teil ausgelöscht worden sind, aber London offenbar davon ausgenommen war.

Im 2019 erschienenen „Spider-Man – Far from Home“ findet sogar der Showdown in London statt. Allerdings handelt es sich bei der Alien-Invasion aus einer anderen Dimension tatsächlich um einen Fake, der mittels Drohnen und Hologrammen erzeugt wird. Wenn das kein konkreter Hinweis auf das Blue Beam Project ist…

Der Verantwortliche, ein vermeintlich extradimensionaler Superheld namens Mysterio, stellt sich dabei als geschasster Mitarbeiter von Stark Industries heraus. Mit anderen Worten steckt der militärisch-industrielle Komplex hinter der Inszenierung und die Pyramide mit dem allsehenden Auge ist auch nicht weit.

Neben der Filmindustrie haben es gleichermaßen in der Videospiele-Industrie die Aliens auf London abgesehen. Darunter in „Mass Effect 3“ aus dem Jahr 2012.

In „Hellgate: London“ von 2007 wird die britische Hauptstadt zwar nicht von Aliens, aber dafür von Dämonen heimgesucht. Das passt zu einer der Hauptstädte des Satanismus, wobei Aliens und Dämonen für solche Leute durchaus ein Synonym sind.

Eine solche Konzentration von Hinweisen ist definitiv ein wiederkehrendes Muster, zumal die deutliche Mehrheit der Beispiele auf das Blue Beam Project hindeutet. Ob wir es wirklich mit einer Ankündigung eines geplanten Rituals zu tun haben, werden wir natürlich erst wissen, wenn es tatsächlich eintrifft. Wenn es allerdings dazu kommt, möchte sich niemand in London aufhalten und auch nicht in New York. Diese beiden Städte scheinen in naher Zukunft die unsichersten Orte der Welt zu sein.

Kommt bald die nächste Inszenierung?

von Joe Doe

Für jeden Krieg braucht es einen Anlass und in der Regel wird dieser als Operation unter falscher Flagge inszeniert. Man denke an den Überfall auf den Sender Gleiwitz (Polen, 2. Weltkrieg), den Ton-Kin-Zwischenfall (Vietnam) oder die gefälschten Beweise für Saddams angebliche Massenvernichtungswaffen (Irak). Jeder Krieg beginnt mit einer Lüge, so viel ist schon mal Fakt.

Kennzeichnet der Beginn eines großen Krieges zugleich einen historischen Wendepunkt, wie beim „Krieg gegen den Terror“ geschehen, reicht eine einfache Inszenierung nicht aus. Der Startschuss für die Neue Weltordnung musste schon etwas Besonderes sein. Die 9/11-Anschläge hatten daher den Charakter eines okkulten Rituals, welches in zahlreichen Hollywoodfilmen und Musikalben angekündigt wurde.

Da der alles verändernde 3. Weltkrieg unmittelbar bevorzustehen scheint, stellt sich die Frage, ob wir schon bald erneut mit einem Megaritual ungekannten Ausmaßes konfrontiert werden? Wir sind den Spuren einmal nachgegangen und zahlreiche Hinweise deuten auf einen Anschlag während eines großen Sportereignisses hin. Ob dieses wirklich den 3. Weltkrieg oder etwas ganz anderes auslösen wird, ist allerdings nicht 100%ig klar.

Zudem handelt es sich im Folgenden nur um vage Indizien, die bereits teilweise auf die Olympischen Spiele 2012 hingedeutet haben. Damals war bekanntlich nichts geschehen, was aber nicht heißen muss, dass nichts geplant gewesen war. Vielleicht war das Ritual aufgrund der öffentlichen Aufmerksamkeit nicht wie vorgesehen durchführbar? Oder es war eine bewusst platzierte Nebelkerze, um aufmerksame Menschen der Lächerlichkeit preiszugeben?

Was bleibt, ist eine Brotkrumenspur. Zu dieser gehörte u.a. die Episode Blackout der Disney-Serie „Tron: Der Aufstand“. In der Zeichentrickserie ging es um sportliche Wettkämpfe in einer virtuellen Welt. In der fraglichen Folge gab es während eines Motorradrennens eine Atomexplosion in einem Stadion.

Die pyramidenförmigen Scheinwerferanlagen sahen denen des Olympiastadions in London zum verwechseln ähnlich.

Die ganzen Anspielungen auf die Zerstörung Londons lassen wir einmal außen vor, da diese sich seit 2012 weiter gehäuft haben. Bei einigen hätte zwar durchaus ein Zusammenhang mit den Olympischen Spielen hergestellt werden können, jedoch deuten die meisten auf ein anderes geplantes Ritual hin, welches Stoff für einen weiteren Artikel wäre.

Ob die Verbindung zu den Olympischen Spielen noch von Relevanz sein könnte, bleibt dagegen offen. Zumindest dürfte die Einhaltung des Zeitplans diesbezüglich unmöglich geworden sein, da die Olympischen Spiele 2020 wegen der Coronapandemie um ein Jahr verschoben werden mussten. Da einige Hinweise lediglich einen Anschlag auf ein undefiniertes Sportereignis andeuten, sind die Möglichkeiten zudem weit gefasst.

In der Science Fiction TV-Serie „Caprica“, die 2010 noch vor den Olympischen Spielen in London produziert wurde, wird ein Stadion während eines fiktiven „Pyramid“-Spiels von religiösen Fundamentalisten gesprengt.

Das Interessante an „Caprica“ ist, dass dort der Anschlag als Vorwand für den Einsatz von Killerrobotern mit künstlicher Intelligenz genommen wird.

Im folgenden Beispiel ist das Szenario ein Ähnliches. Im 2018 erschienenen Animationsfilm „Next Gen – Das Mädchen und ihr Roboter“ wird ebenfalls ein Anschlag auf ein Sportstadion verübt. Man beachte dabei die freimaurerische M-Handgeste.

Verübt wird der Anschlag von einem Kampfroboter namens Ares. Ares ist der griechische Kriegsgott, womit hier ziemlich unverhohlen auf den 3. Weltkrieg oder einen Krieg gegen eine höher entwickelte Intelligenz angespielt wird.

Die künstliche Intelligenz im Film hat längst von seinem Schöpfer Besitz ergriffen, der wie Horus ein Auge verliert.

Das allsehende Auge wird sogleich auf einen Monitor in Form einer umgedrehten Pyramide projiziert. Wenn solch offensichtliche Freimaurersymbolik auf ein angekündigtes Großereignis trifft, sollte die Warnung ernst genommen werden.

Welches Sportereignis gemeint sein könnte, offenbart derweil „Batman – The Dark Knight Rises“. Der erschien zwar im Jahr der Olympischen Spiele in London, zeigt jedoch einen Anschlag auf den Super Bowl. Geht man davon aus, dass das geplante Ritual wie bereits 9/11 in den USA stattfinden wird, gäbe es kein symbolträchtigeres Ziel.

In „The Dark Knight Rises“ geht es rein zufällig um den Aufstieg des falschen Propheten Bane und der Antichristin Miranda. Das dargestellte Ereignis wird also weit mehr in Gang setzen als nur den 3. Weltkrieg. Vielleicht findet es sogar erst nach dem Krieg statt und soll auf etwas ganz anderes vorbereiten. Zum Beispiel auf das Blue Beam Project?

Dies implizieren jedenfalls die Filme „Men in Black“ von 1997 sowie „Transformers“ von 2007. In beiden Filmen stürzen Außerirdische über einem bzw. direkt in ein Sportstadion ab.

Vergessen wir auch nicht das zerstörte Football-Stadion der New York Giants in den Invasionsfilmen „Der Tag an dem die Erde still stand“ von 2008 und „Oblivion“ von 2013. Die Hinweise häufen sich auf beunruhigende Weise. Übrigens sah Gotham in „The Dark Knight Rises“ wie Manhattan aus, also steht vielleicht sogar schon die Location fest.

Was auch in naher Zukunft geschehen mag, es wird mit einem Sportereignis zusammenhängen und viele Menschenleben kosten. Zumindest für die deutschen Fußballfans kann allerdings Entwarnung gegeben werden. Das Ritual wird mit hoher Wahrscheinlichkeit in den USA stattfinden. In der deutschen Filmgeschichte gibt es jedenfalls nur eine einzige Anspielung. In dem stumpfsinnigen RTL-Film „Undercover Love“ von 2010 nistet sich die Vril-Gesellschaft im Berliner Olympiastadion ein.

Reichsflugscheiben unter einem Olympiastadion könnten bestenfalls als weiterer Hinweis auf eine Fake Invasion im Rahmen der Olympischen Spiele gedeutet werden. Immerhin wird in diesem Fall sogar angedeutet, dass die Flugscheiben irdische Geheimprojekte sind. Für die entsprechende Inszenierung würden sich die Olympischen Spiele wiederum besser eignen als der Super Bowl, da die ganze Welt daran teilhat und es ein globales Ereignis wäre.

Tatsächlich fand bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles schon ein Probelauf des Blue Beam Project statt. Zur Abschlusszeremonie wurde damals eine UFO-Landung inszeniert. Laut derzeitiger Planung sollen die Olympischen Spiele im Jahr 2028 übrigens wieder in Los Angeles stattfinden. Schließt sich dort möglicherweise der Kreis?

Der nächste große Krieg

von Anton Nymous

Noch während die Coronakrise anhält und sich bereits eine Wirtschaftskrise ankündigt, bereiten die USA die nächste große Katastrophe vor. Nachdem schon gleich zu Beginn des Jahres gegen den Iran gezündelt wurde, steht nun auch Venezuela ganz oben auf der Abschussliste des Pentagons. Erst hat Trump ein Kopfgeld auf den gewählten Präsidenten Maduro ausgesetzt, was allein schon eine Dreistigkeit ohne gleichen ist. Man stelle sich vor, die chinesische Regierung würde ein Kopfgeld auf Trump aussetzen, wie groß das Geschrei der Massenmedien wäre.

Doch damit nicht genug. Inzwischen hat Washington noch einen drauf gesetzt und ein Kriegsschiff vor der Küste Venezuelas stationiert. Die Lage ist also absolut ernst und die USA können jederzeit zuschlagen. Es würde dabei gar nicht mal groß auffallen, da die Menschheit mit Corona abgelenkt ist und ein neuer Angriffskrieg höchstens als Randnotiz in den Massenmedien auftauchen würde. Das würde natürlich genauso für eine Invasion des Iran gelten.

Auffällig ist, dass sowohl der Iran als auch Venezuela Erdöl besitzen. Das ist der eigentliche Grund für das Säbelrasseln, denn würde es um Demokratie oder Menschenrechte gehen, dürften die USA keine freundschaftlichen Beziehungen zum Terrorregime in Saudi Arabien haben, mit dem Trump erst kürzlich den größten Waffendeal aller Zeiten abgeschlossen hat. Ignorieren wir also die verlogene Propaganda, auf die eigentlich niemand mehr hereinfallen sollte, der noch ein funktionierendes Gehirn hat.

Die Ressourcenkriege gegen den Iran und Venezuela sind völkerrechtswidrige Aggressionen und eigentlich müsste die USA wegen Vorbereitung von Angriffskriegen streng sanktioniert werden. Sanktionen werden aber ausschließlich auf Druck der USA verhängt und entwickeln sich gerade im Fall von Iran und Venezuela zu einer Form der wirtschaftlichen Kriegsführung.

Sogar im Angesicht von Corona werden die bereits verhängten Sanktionen aufrecht erhalten und die beiden Länder somit von humanitärer Hilfe ausgeschlossen. Das ist sowohl menschenverachtend als auch fahrlässig, da die gesamte Menschheit durch die Ausbreitung des Virus gefährdet wird. Im Prinzip kann hier schon von indirekter biologischer Kriegsführung gesprochen werden. Aber die USA dürfen ja alles, Kritik wird es von Seiten der westlichen Massenmedien keine geben, egal wie viele Millionen oder gar Milliarden Menschen durch die US-Aggression zu Tode kommen.

Mit dem Defender 2020 Manöver an der russischen Grenze übt das Imperium sogar schon den Überfall auf eine andere Großmacht. Obendrein wurde für dieses Manöver gezielt ein Zeitraum um den Tag der Befreiung Europas vom Faschismus gewählt. Welch abartiger Sinn für Ironie, den 75. Jahrestag des Endes des 2. Weltkriegs als möglichen Beginn des 3. Weltkrieges zu wählen. Zum Glück wird dieses Manöver wohl doch nicht ganz wie geplant stattfinden, aber aufgeschoben ist bekanntlich nicht aufgehoben.

Dass dieser Krieg kommen wird, scheint bereits beschlossene Sache. Zur Einstimmung kursieren gleich mehrere Spiele mit dem Titel „World War III“. Eins für den PC und Konsolen und eins als Onlinegame. Das grenzt schon an gezielte Kriegspropaganda. Die Gamer sollten die Finger von diesem Dreck lassen, denn diesen Krieg werden sie noch früh genug ganz real erleben. Der Countdown hat längst begonnen.

Corona – Auswirkungen einer Krise

von Anton Nymous

Das Coronavirus hat die gesamte Erde fest im Griff und offenbart dabei so einiges über die verschiedenen Gesellschaftsmodelle der einzelnen Länder. So ist es kein Zufall, dass in China auf über 1,4 Milliarden Einwohner nur etwas über 3.300 Tote kommen, während Italien mit gerade einmal rund 60 Millionen Einwohnern Rekordhalter mit über 15.000 Toten ist. (Stand 5. April 2020)

Zum einen liegt das natürlich an der Altersstruktur, denn Italien ist hoffnungslos überaltert, sodass ein Großteil der Bevölkerung zur Risikogruppe gehört. Ein weit wichtigerer Punkt ist jedoch, dass Italiens neoliberale Regierungen das dortige Gesundheitssystem systematisch kaputtgespart haben. Es gibt nicht genügend Betten, geschweige denn Beatmungsmaschinen.

China auf der anderen Seite hat binnen weniger Wochen neue Krankenhäuser aus dem Boden gestampft. Außerdem hat China einen funktionierenden Binnenmarkt und kann sich selbst mit ausreichend Medikamenten, medizinischen Geräten und Desinfektionsmitteln versorgen. So konnte die Lage im Land weitgehend unter Kontrolle gebracht werden, während Länder wie Italien inzwischen humanitäre Hilfe von China annehmen müssen.

Nun ist China natürlich auch längst im Kapitalismus angekommen, allerdings hat die Führung in Peking nicht den Fehler gemacht, die öffentliche Daseinsvorsorge verkommen zu lassen oder gar komplett zu privatisieren. Ganz anders sieht es in den USA aus, wo anfangs nicht einmal die Coronatests gratis waren. So konnte sich das Virus unbemerkt ausbreiten.

Da das Gesundheitswesen gleichermaßen exorbitant teuer ist und Millionen US-Amerikaner nicht krankenversichert sind, wird die Mortalitätsrate bald ähnlich ansteigen wie in Italien. (Nachtrag: Inzwischen sind es über 50.000) Wer kein Geld hat, muss halt verrecken, nur die Reichen haben Aussicht auf Heilung. Als Gipfel der Frechheit forderte der US-Machthaber Trump gar eine exklusive Lizenz für einen in Entwicklung befindlichen Impfstoff von einem deutschen Pharmaunternehmen. America first and only, der Rest der Welt kann krepieren!

Natürlich ist Deutschland nicht auf diesen abartigen Deal eingegangen. Allerdings trägt das Krisenmanagement hier ähnlich neoliberale Züge. Das fing schon 2018 damit an, dass der Gemeinsame Bundesausschuss 628 kleineren Kliniken die Notfallversorgung gestrichen hat. Ein Schritt, den Bundeskrankheitsminister Jens Spahn (CDU) ausdrücklich begrüßt hat. Dies rächt sich nun in der aktuellen Krise. Wir können schon fast von Glück reden, dass Spahn nicht auch noch auf die Forderung der Bertelsmann-Stiftung eingegangen ist, die Zahl der Krankenhäuser von rund 1.400 auf 600 zu reduzieren.

Wo wir schon mal beim neoliberalen Umbau sind, zeichnet sich dieser auch bei den Wirtschaftshilfen im Zuge der Coronakrise ab. Die Bundesregierung hat ein Hilfspaket geschnürt, welches wieder einmal nur den großen Konzernen nützt. Diese erhalten 600 Milliarden, obwohl sie eher weniger unter den Krise leiden und diese mit Sicherheit überleben werden. Für kleine und mittelständische Unternehmen, an denen insgesamt weit mehr Arbeitsplätze hängen, gibt es derweil nur 50 Milliarden.

Gänzlich leer gehen alle Arbeiter aus, die wegen Corona in Kurzarbeit geschickt oder gleich entlassen werden. Die vielen Ärzte, Pflegekräfte, Kassiererinnen und LKW-Fahrer, die gegen den Virus kämpfen und die Grundversorgung aufrecht erhalten, haben immerhin ein Dankeschön und einen Applaus vom Bundestag erhalten. Bessere Löhne und eine Entlastung des Pflegepersonals durch mehr Einstellungen gibt es aber nicht. Das ist in höchstem Maße zynisch!

Eigentlich wäre jetzt der geeignete Zeitpunkt für einen Testlauf eines bedingungslosen Grundeinkommens. Das könnte die Verdienstausfälle abfedern und verhindern, dass Menschen von der Arbeit direkt in die Obdachlosigkeit fallen. Eine Petition, die schon fast eine halbe Million Unterzeichner hat, kann hier unterstützt werden.

Leider sieht es momentan eher danach aus, als sollten wir einfachen Leute für das 600 Milliarden-Hilfspaket an die Großkonzerne aufkommen. Im Prinzip tun wir das sowieso über unsere Steuern, wie wir es auch schon beim Bankenrettungspaket 2008 getan haben. Einige Landesregierungen, darunter die CDU-geführte Koalition in Sachsen, haben jedoch zusätzlich exorbitante Bußgelder für Verstöße gegen Ausgangssperren verhängt. In Sachsen werden 150 € fällig, wenn jemand das Haus ohne triftigen Grund (z.B. Einkauf oder Arztbesuch) verlässt.

In anderen Ländern gilt dagegen nur ein Kontaktverbot, solange dieses eingehalten wird, darf man auch unbegrenzt das Haus verlassen. Das ist auch sinnvoll, denn Sonne, frische Luft und Bewegung sind gut für das Immunsystem. In Thüringen kein Problem, in Sachsen strengstens unter Strafe gestellt! Allerdings hat Thüringen ebenfalls einen Bußgeldkatalog aufgestellt, der jede Annäherung unter 1,5 m mit 100 € und Gruppenbildung ab 3 Personen mit 200 € Strafe belegt. Nur wie will man das umsetzen? Soll die Polizei mit Maßbändern peinlich genau darauf achten, dass sich Menschen nicht einen Zentimeter zu nahe kommen?

Die Bußgelder sind absolut überzogen und sozial ungerecht, zumal Eltern für ihre Kinder haften. Wenn die Kleinen mit Nachbarkindern spielen gehen, kann das schnell mal ein paar Hundert Euro kosten. Das wird vor allem junge Familien treffen, deren Eltern wegen Corona bereits in Kurzarbeit gehen mussten oder ihren Job ganz verloren haben. Für einmal Spielen gibt es dann den Rest des Monats kein Essen mehr. Berechtigte Bußgelder für gezielte Angriffe, wie z.B. das absichtliche Anhusten von Mitmenschen, gibt es dagegen keine.

Vollkommen unverständlich sind auch die aktuellen Umfragewerte zur Bundestagswahl. DIE LINKE rutscht im Bundestrend weiter ab, obwohl sie schon seit Jahren mehr Pflegepersonal und höhere Löhne für selbiges fordert. Scheinbar sind die physisch und psychisch ausgebrannten sowie finanziell abgebrannten Wähler mit etwas Applaus und Lob vollends zufrieden. Die Union hat derweil trotz ihres unsozialen Krisenmanagements im Bundestrend deutlich zugelegt. In den Sonntagsumfragen kann sie ein Plus von bis zu 10% verzeichnen. Die Umfragewerte von Bayerns Landesfürsten Söder schießen gar förmlich durch die Decke, weil er als einer der ersten rigorose Ausgangssperren verhängt hat. Die glücklichen Sklaven stehen wohl auf Käfighaltung.

Es könnte aber noch weitaus schlimmer kommen, wie ein Blick nach Ungarn zeigt. Dort hat der Autokrat Viktor Orbán die Coronakrise ausgenutzt, um jeden Rest von Demokratie auszumerzen und sich selbst zum Diktator zu erklären. Er regiert nunmehr per Dekret allein, das Parlament ist entmachtet, die Opposition kaltgestellt. Die Pressefreiheit hat Orbán gleich als erstes endgültig abgeschafft, denn Journalisten, die Kritik an seinem Regime üben, drohen ab sofort Haftstrafen von bis zu fünf Jahren.

Quelle
In Polen hat die ultrarechte PiS-Regierung derweil ein verfassungswidriges Corona-Krisengesetz verabschiedet. Einerseits gibt es in Polen weit strengere Auflagen als in Deutschland, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern, andererseits sollen am 4. Mai dennoch die Präsidentschaftswahlen abgehalten werden. Stellt Euch vor, es sind Wahlen und niemand geht hin, weil Ausgangssperre herrscht. Das Ergebnis dürfte unter diesen Bedingungen vorhersehbar sein.

Quelle

Die deutschen Rechtspopulisten von der AfD sind dagegen völlig von der Krise überfordert. Ihre wichtigste Hauptforderung nach dichten Grenzen ist nunmehr umgesetzt, dementsprechend schnell gehen ihr die Konzepte aus. Obendrein stellen einige AfD-Abgeordnete nunmehr fest, dass auf den Spargelfeldern die polnischen Gastarbeiter fehlen und auf einmal sind die geschlossenen Grenzen gar nicht mehr so toll. Von daher bemüht sich die AfD mit Anfragen zu längst umgesetzten Forderungen ihren Wählern einen Hauch von Aktionismus vorzugaukeln. Für die Pflegekräfte und Kassiererinnen haben die AfD-Bundestagsabgeordneten ausnahmsweise mit geklatscht, aber deren Löhne will sie ebenso wenig erhöhen wie Union und SPD.

Wir können von Glück reden, dass die AfD hierzulande nicht regiert, sonst hätten wir bald ungarische Verhältnisse. Den Rechtspopulisten geht es nämlich nicht darum, die Krise nach besten Kräften zu bewältigen, sonst würde sie z.B. das bedingungslose Grundeinkommen oder die Rekommunalisierung von Krankenhäusern unterstützen. Ihr geht es nur um dichte Grenzen, was sich nun dank der Coronakrise erübrigt hat – ganz ohne Zutun der AfD. Sie hat ihren vorgeschobenen Zweck verloren und für die Machtübernahme ist sie deutlich zu schwach.

Dennoch müssen wir vorsichtig sein, dass unsere Freiheitsrechte nicht dauerhaft beschnitten werden, denn auch den Unionsparteien ist es zuzutrauen, die Coronakrise für einen weitreichenden Demokratieabbau zu missbrauchen. Vielleicht nicht ganz so krass faschistisch wie in Ungarn, aber sollte Friedrich Merz tatsächlich Merkels Nachfolge antreten, bekommen wir dafür eins mit der neoliberalen Keule übergebraten. Wenn die CDU aus unerfindlichen Gründen gestärkt aus der Krise hervorgeht, wird Deutschland am Ende Eigentum von Black Rock.