Die Flat Earth Society – Kreationistische Hirnwäsche

von Joe Doe

Über das Internet breiten sich neben sinnvollen und wichtigen Informationen leider auch die gröbsten Dummheiten aus. Eine der krudesten Hirnlosigkeiten ist dabei mit Abstand die Behauptung, die Erde sei in Wahrheit flach. Dieser Irrglaube ist vor allem in den USA verbreitet, findet jedoch zunehmend Anhänger in Deutschland und Osteuropa. In der Regel sind diese christliche Kreationisten, aber auch nichtreligiöse Verschwörungstheoretiker fallen immer öfter auf solchen Unfug herein. Es wird also Zeit, diesem besorgniserregenden Trend mit Fakten entgegen zu wirken.

Fangen wir am besten beim Ursprung an. Interessanterweise stammt die Theorie der flachen Erde nicht etwa aus dem christlichen Mittelalter, wie oft behauptet wird. Im Gegenteil war die Kugelgestalt der Erde von der römisch-katholischen Kirche längst anerkannt und lediglich über ihren Platz im Universum wurde noch gestritten. Ebenso ging schon der griechische Astronom Ptolemäus, auf dessen geozentrisches Weltbild sich die Kirche berief, von der Kugelgestalt der Erde aus.

Die Vorstellung der flachen Erde ist weitaus älter und war in antiken Kulturen wie der Mesopotamiens verbreitet. Zuletzt wurde sie von frühen griechischen Philosophen wie Anaximander und Hekataios vertreten. In dieser grauen Vorzeit hatte die Menschheit noch nicht den Wissensstand, den wir heute haben. Von daher ist es eine schlechte Idee, sich auf die Irrtümer primitiver Kulturen zu berufen, die noch nicht einmal die gesamte Welt kannten.

Eine ebenso schlechte Idee ist es, sich auf die Bibel zu stützen, wie es die kreationistischen Flacherdler gerne tun. Diese beinhaltet nämlich sehr widersprüchliche Angaben über die Gestalt der Erde. So herrscht im Alten Testament zwar teilweise noch das mesopotamische Weltbild vor, doch bereits im Buch Hiob ist unmissverständlich vom „Erdenrund“ die Rede. Damit stellt sich die vermeintlich wichtigste Quelle der Flacherdler gegen selbige.

Nun sollte man meinen, das Thema hätte sich damit erledigt, denn welche Quellen bleiben noch, wenn die heilige Schrift die Kugelgestalt der Erde unterstützt? Tatsächlich gibt es da nur die Werke des Briten Samuel Rowbotham (1816-1884), beginnend mit einem 16-seitigen Pamphlet aus dem Jahre 1849, welches einige sehr frei interpretierte Bibelpassagen enthält.

1865 erweiterte Rowbotham, der unter dem Pseudonym Parallax veröffentlichte, seine kruden Behauptungen auf ein 221-seitiges Buch mit dem Titel „Zetetic Astronomy: Earth Not a Globe“, welches in einer späteren Auflage von 1881 auf 430 Seiten anwuchs. In diesem Werk wurden u.a. Behauptungen aufgestellt, dass die Erde eine Scheibe mit dem Nordpol im Zentrum sei und die Sonne sich weniger als 4.000 Meilen über London befände. Natürlich beruht nichts davon auf wissenschaftlicher Nachforschung. Samuel Rowbotham, der bereits mit 9 Jahren die Schule abgebrochen hatte, saugte sich schlichtweg alles aus den Fingern und hat seine Phantasien anschließend als Wahrheit verkauft.

Die unseriösen Ideen des Samuel Rowbotham wären sicherlich längst vergessen worden, wenn seine Anhänger nicht die Universal Zetetic Society gegründet hätten, die weiterhin die Zeitschrift „The Earth Not a Globe Review“ herausgab. 1956 ging aus diesem Verein die Flat Earth Society hervor, die seitdem eine maßgebliche Triebfeder für die Verbreitung von Rowbothams Wahnvorstellungen ist.

Darüber hinaus wurden Rowbothams Ideen auch von der 1895 gegründeten Christian Catholic Apostolic Church übernommen und fanden so schon frühzeitig ihren Weg in die USA. Dank dem Vormarsch des Kreationismus sind die USA heute das Zentrum der flachen Erde. Die Flat Earth Society ist indes rund um den Globus vertreten, was nicht einer gewissen Ironie entbehrt.

Überhaupt könnte man glauben, dass die Theorie der flachen Erde im Zeitalter des globalen Reiseverkehrs nur als Satire gemeint sein kann. Dem ist leider nicht so und Flacherdler lassen auch nicht mit sich diskutieren. Sie ignorieren konsequent alle Beweise für die Kugelgestalt der Erde und sind keinen logischen Schlussfolgerungen zugänglich.

Zeigt man ihnen Satellitenbilder oder Aufnahmen der bemannten Raumfahrt, welche die Erde in ihrer Gänze zeigen, lehnen sie diese als angebliche Fälschungen ab. Lässt man selbst einen Wetterballon mit einer Kamera aufsteigen, um die Wölbung der Erde zu fotografieren, begründen die Flacherdler diese mit dem Fischaugeneffekt. Dass man für diesen Effekt auch ein extra Fischaugenobjektiv benötigt, geschenkt! Ja selbst das Auftauchen von Schiffen am Horizont, von denen man immer erst den Mast sieht, tun die Anhänger der flachen Erde als optische Täuschung ab.

Ein weiterer Beweis für die Kugelgestalt der Erde ist der Sonnenstand. Dieser ändert sich sowohl mit den Jahreszeiten als auch mit dem Abstand vom Äquator. Ersteres hat mit der Achsneigung der Erde zu tun und schon dieser Fakt bestätigt die Kugelgestalt der Erde. Mit dem unterschiedlichen Einfallwinkel des Sonnenlichts in Abhängigkeit zum Äquatorabstand lässt sich indes sogar der Erdumfang sehr präzise berechnen.

Die erste Messung wurde bereits im 3. Jahrhundert v.Z. durch Eratosthenes vorgenommen. Er wies nach, dass die Sonne, während sie in Syene (Südägypten) zur Sommersonnenwende mittags im Zenit stand, gleichzeitig in Alexandria 7° vom Zenit abwich. Mit dem Wissen um die ungefähre Entfernung beider Städte (ca. 850 km) konnte er den Erdumfang erstaunlich präzise berechnen. Inwieweit sie abweicht, lässt sich nicht genau sagen, da Eratosthenes‘ genaue Maßeinheit leider nicht überliefert ist. In jedem Falle hat er aber schon mehr als 2000 Jahre vor dem ersten Weltraumbild der Erde den Beweis für ihre Kugelgestalt erbracht.

Die Weltumseglungen von Ferdinand Magellan (1480-1521) und Francis Drake (1540-1596) im 16 Jahrhundert räumten schließlich die letzten Zweifel aus. Heute kann sich inzwischen jeder in ein Flugzeug setzen, die Welt umrunden und sich so selbst von der Kugelgestalt der Erde überzeugen. Ein Blick aus dem Flugzeug reicht dabei schon aus, um eine leichte Wölbung am Horizont zu erkennen.

Selbstverständlich haben die Flachschädel aber auch dafür eine Erklärung. Ihnen zufolge fliegen die Flugzeuge nämlich im Kreis, also einmal rund um den Nordpol im Zentrum der flachen Erde. Das hätte freilich schon einigen Piloten auffallen müssen, weshalb folgerichtig sämtliche Geräte wie der Bordkompass manipuliert sein müssen.

Wie aber erklären sich die Flachpfeifen, die unterschiedlichen Zeitzonen? Wenn die Erde flach wäre, müsste die Sonne überall zu gleichen Zeit auf- und untergehen. Dem ist aber nicht so! Wenn in Europa und Afrika Tag ist, herrscht auf der gegenüberliegenden Seite im Pazifik Nacht. Da wir inzwischen Echtzeitverbindungen rund um den Globus haben, kann dies jeder leicht mit einer Skype-Verbindung nachprüfen.

Doch welch Überraschung, die Flachzangen akzeptieren diesen Beweis ebenfalls nicht! Stattdessen behaupten sie, die Sonne kreise im Abstand von rund 4000 Meilen über der Erde einmal rund um den Nordpol. Allerdings würde das voraussetzen, dass sich ihr Licht wie ein Scheinwerferspot verhält, was definitiv nicht so ist. Außerdem müsste man die Sonne, wenn dieses Modell zuträfe, immer noch in der Ferne mit einem Fernglas ausmachen können. Denn wenn die Erde flach wäre, könnte die Sonne ja nirgendwohin verschwinden, außer hinter die Scheibe und dann wäre wiederum überall gleichzeitig Tag und Nacht.

Außerdem ist die Sonne viel weiter als 4.000 km von der Erde entfernt und damit auch viel größer. Anders ließen sich die Mond- und Venusphasen nicht erklären und diese kann jeder selbst nachvollziehen. Der Mond ist ein gutes Stichwort, denn bei ihm lassen sich nicht nur die Phasen mit bloßem Auge beobachten. Bei einer Mondfinsternis zeichnet sich außerdem der runde Erdschatten deutlich auf dem Mond ab. Doch halt, auch dafür haben die Flachköpfe eine Ausrede. Der Mond ist nämlich ein Hologramm! Dummerweise gibt es die Hologrammtechnologie noch nicht sehr lange, während der Mond und seine Phasen schon aus der Antike überliefert sind.

Des Weiteren erzeugt die Gravitation des Mondes die Gezeiten, die exakt mit dem Mond rund um die Erde laufen und damit ihre Kugelgestalt beweisen. Ein Hologramm hätte sicherlich nicht solche Auswirkungen. Was sagen die Flachhirne also dazu? Natürlich sind das nur Propagandalügen und die Gezeiten entstehen irgendwie anders. Vielleicht durch die Hand Gottes? Denkt euch was aus!

Nicht ausgedacht sind derweil die knallharten Fakten, welche die Astronomie liefert. So steht der Polarstern immer im Norden, während alle anderen Sterne über den Nachthimmel zu wandern scheinen, was natürlich an der Erdrotation liegt. Wer schon einmal den Sternenhimmel mit einer Langzeitbelichtung fotografiert hat, kann dieses scheinbare Kreisen ferner Sonnen um den Polarstern eindrucksvoll nachweisen.

Wäre die Erde nun eine Scheibe, müssten auch an ihren Rändern, also im Süden, alle Sterne um den Polarstern kreisen. Dem ist jedoch nicht so! Auf der Südhalbkugel ist der Polarstern nicht einmal zu sehen und die restlichen Sterne kreisen stattdessen um Sigma Octantis. Zudem sind Sternbilder wie das Kreuz des Südens und die Magellanschen Wolken ausschließlich auf der Südhalbkugel zu sehen, während nördliche Sternbilder nur auf der Nordhalbkugel zu sehen sind. Abhängig von der jahreszeitlichen Achsneigung wandern einige Sternbilder obendrein und sind von einem Standpunkt aus betrachtet nur zu bestimmten Zeiten sichtbar.

All diese Beobachtungen lassen nur den Schluss zu, dass die Erde eine Kugel ist, wenn auch keine perfekte. Das schöne dabei ist, dass jeder die Beobachtungen mit bloßem Auge machen kann. Die Anhänger der flachen Erde verweigern jedoch strikt, das Offensichtliche anzuerkennen. Stattdessen behaupten sie einfach, dass das Weltall eine Erfindung der NASA sei und gar nicht existiere. Einfach die Augen schließen und schon ist es weg!

„Wanderer am Weltrand“ von Camille Flammarion (1888)

Es ist wirklich egal, welches Argument man aufführt, Menschen ohne logisches Denkvermögen sind schlichtweg unfähig, rationale Informationen zu verarbeiten. Für die Flacherdler ist alles Lüge und Täuschung und überhaupt würde die Mehrheit der Weltbevölkerung nur das glauben, was in Lehrbüchern steht. Das liegt vielleicht daran, dass nicht alles, was in Lehrbüchern steht, eine Propagandalüge ist.

Ja, die herrschende Elite belügt uns, vor allem wenn es um Kriege, das Geldsystem und die aktuelle Tagespolitik geht. Doch warum werden wir belogen? Weil sich die Herrschenden dadurch einen Vorteil versprechen, allen voran die Durchsetzung ihrer Machtinteressen. Nun stellt sich die Frage, inwiefern es dem Machterhalt der Elite förderlich sein könnte, wenn sie uns über die Gestalt der Erde belügen würde? Wo läge da der Nutzen? Das wäre in etwa so, als würde die Herrschaftselite uns belügen, wenn sie sagt, dass wir Sauerstoff zum Atmen brauchen. Wer glaubt, dass das nicht stimmt, kann ja gerne mal die Luft für eine Stunde anhalten, dann wäre die Welt um ein paar Schwachköpfe erleichtert.

Es macht absolut keinen Sinn, uns bezüglich des Erscheinungsbildes unserer Welt zu belügen. Jeder kann die Kugelgestalt der Erde mittels eigener Nachforschungen erfassen und logisch begründen. Mit einem Teleskop kann zudem jeder die Kugelgestalt der anderen Planeten unseres Sonnensystems deutlich erkennen. Warum sollte die Erde in eklatanter Weise davon abweichen? Wirklich jeder braucht nur die Augen aufzumachen, um die Wahrheit zu sehen. Die Anhänger der flachen Erde schließen ihre Augen jedoch und meinen, sie so viel besser und klarer sehen zu können.

Einstein sagte einst, dass es nur zwei Dinge gibt, die grenzenlos sind: Das Universum und die menschliche Dummheit. Beim Universum war sich Einstein allerdings nicht sicher, wohingegen für letzteres die Flacherdler den ultimativen Beweis darstellen. Denn wenn ihnen die Argumente ausgehen, wird aus einem Teleskop plötzlich eine Erfindung des Teufels, die uns Dinge sehen lässt, die gar nicht da sind. Und wer den Mars oder die Venus mit bloßen Augen erkennt, ist ebenfalls Opfer einer satanischen Sinnestäuschung.

Keine Behauptung ist zu blöde, um nicht von den Flachwichsern angeführt zu werden. Sie selbst bleiben der Welt dabei jeglichen Beweis für ihre Theorie der flachen Erde schuldig. Denn wenn die Erde wirklich flach wäre, hätte schon längst irgendwer ihren Rand entdeckt haben müssen. Im Prinzip müsste es sogar ausreichen, auf einen genügend hohen Berg zu klettern, dann müsste man den Rand mit einem ausreichend starken Teleskop sehen können. Dem ist aber nicht so!

Wie genau der Rand aussehen soll, darüber gibt es ebenfalls unterschiedliche Auffassungen. In der Antike glaubte man, die bekannte Welt sei von einem ringförmigen Ozean umgeben. Wäre dies der Fall, so wären die Weltmeere schon längst ins Nichts abgeflossen oder sie wären inzwischen „Wasser für die Elefanten“ aus den Scheibenwelt-Romanen von Tarry Pratchett.

Zumindest darüber hat sich die Flat Earth Society Gedanken gemacht und behauptet, dass die Antarktis einen Ring um die Erdscheibe bildet. Doch warum ist die Erde dann nicht nur am Rand, sondern auch im Mittelpunkt am kältesten? Bei den Polen einer runden Erde stellt sich diese Frage nicht. Gleiches gilt für die Entstehung der Erde. Wenn Materie sich zusammenklumpt, ist eine annähernde Kugelform nur logisch, da Gravitation in jede Richtung nach unten wirkt. Wie sollte jedoch eine Scheibe entstehen? Aber lassen wir das! Zum Glauben an die flache Erde gelangt man schließlich nicht durch Beweise oder logisches Denken, sondern einzig durch billige Youtube-Videos mit lächerlichen Animationen.

Bedauerlicherweise fühlen sich gerade Wahrheitssuchende zunehmend von solchen Beiträgen angesprochen. Das mag daran liegen, dass viele Protagonisten der Bewegung ihr Publikum mit völlig anderen Themen anlocken. Auf ein inhaltlich korrektes Video über den Zustand der Gesellschaft oder den Einfluss satanistischer Geheimbünde folgt immer öfter pure Desinformation, mit der die Wissenschaftsgemeinde pauschal diffamiert werden soll. Im Prinzip werden damit aber nur Wahrheitssuchende in die Irre geführt und der Lächerlichkeit preisgegeben.

Die Anhänger der flachen Erde stehen dabei wie keine andere Gruppe sinnbildlich für den geistigen Niedergang der Menschheit. Nicht einmal der Stuss, der rund um die Uhr auf RTL II läuft, kommt auch nur ansatzweise an die Blödheit der Flat Earth Society heran. Es stellt sich abschließend die Frage, ob es sich ebenso wie bei RTL II um einen gezielten Angriff auf die Gehirne handelt oder die Verfechter der flachen Erde selbst an den Bullshit glauben, den sie verbreiten?

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Der Zodiak – Die 12 Sternbilder des Tierkreises

von Joe Doe

Zodiak ist eine aus dem Griechischen stammende Bezeichnung für den Tierkreis. Dieser ist eine etwa 20 Grad breite Zone um die Ekliptik, innerhalb derer die scheinbaren Bahnen von Sonne, Mond und Planeten verlaufen. Der Tierkreis ergibt sich also nur aus Perspektive der Erde. Dabei liegen die 13 Tierkreissternbilder aufgrund der Präzession der Erdachse nicht einmal mehr in den gleichnamigen Tierkreiszeichen. Die beiden Begriffe müssen daher voneinander unterschieden werden.

Tierkreis Ekliptik

Bis ins 19. Jahrhundert wurde der Tierkreis in zwölf Abschnitte unterteilt. Zu den zwölf bekannten Sternzeichen gehören Widder (lat. Aries, 19. April bis 14. Mai), Stier (lat. Taurus, 14. Mai bis 21. Juni), Zwillinge (lat. Gemini, 21. Juni bis 20. Juli), Krebs (lat. Cancer, 20. Juli bis 11. Aug.), Löwe (lat. Leo, 11. Aug. bis 17. Sept.), Jungfrau (lat. Virgo, 17. Sept. bis 31. Okt.), Waage (lat. Libra, 31. Okt. bis 23. Nov.), Skorpion (lat. Scorpius, 23. Nov. bis 30. Nov.), Schütze (lat. Sagittarius, 18. Dez. bis 20. Jan.), Steinbock (lat. Capricornus, 20. Jan. bis 16. Feb.), Wassermann (lat. Aquarius, 16. Feb. bis 12. März) und Fische (lat. Pisces, 12. März bis 19. April).

Tierkreiszeichen

„Moment mal“, werden jetzt einige denken und sich wundern, warum ihr Geburtstag plötzlich in einem anderen Sternbild liegt und es zwischen Skorpion und Schütze eine Lücke gibt. Das liegt einerseits daran, dass die Sonne sich in den angegebenen Zeiträumen in den entsprechenden Sternbildern befindet, aber diese wie bereits erwähnt nicht mehr exakt in den Sternzeichen liegen. Hinzu kommt die Lücke, da die Sonne insgesamt 13 Sternbilder schneidet. Wir haben eingangs nicht ohne Grund von 13 Tierkreissternbildern geschrieben, denn zwischen Skorpion und Schütze liegt der Schlangenträger (lat. Ophiuchus). Zwar war das Sternbild schon in der Antike bekannt, doch damals schnitt es noch nicht den Tierkreis, da einige Sterne erst später dem Schlangenträger zugeordnet wurden. In anderen Kulturen, wie z.B. in China, gibt es seit jeher 13 Tierkreiszeichen, wenn auch unter anderen Namen.

Ophiuchus

Ophiuchus

So wenig bekannt wie der Schlangenträger ist auch die astrologische Herleitung biblischer Mythen. Angelehnt an den astrologischen Tierkreis ist z.B. der Mythos von den 12 Stämmen Israels, die auf die angeblichen 12 Söhne Abrahams zurückgehen. Wie aus einer Familie 12 Völker hervorgegangen sein sollen, ist dabei mehr als erklärungsbedürftig. Historisch belegbar ist lediglich, dass es sich bei den Israeliten, die von Pharao Ramses II. vertrieben wurden, um eine Glaubensgemeinschaft handelte und nicht um ein Volk. Die ersten Israeliten waren Ägypter.

Dennoch überlebte der Mythos von den 12 Stämmen Israels und ist heute vor allem bei den Mormonen populär, die glauben, dass es sich bei den amerikanischen Ureinwohnern um einen verlorenen Stamm Israel handelt. Auch das ist ein Mythos, der den historischen Fakten nicht gerecht wird. Amerika wurde von seinen Ureinwohnern lange vor dem Auszug der Israeliten besiedelt, ja sogar noch bevor Pharao Echnaton mit seinem monotheistischen Aton-Kult den Grundstein für das Judentum legte.

Wie sehr sich die mythologischen Stämme Israels auf den Tierkreis beziehen, versinnbildlichte der Mormone Glen A. Larson schließlich in seiner Science Fiction Serie „Kampfstern Galactica“. In der Serienmythologie hat die Menschheit ihren Ursprung auf dem Planeten Kobol. Als sie ihre Heimat verließen, gründeten sie 12 Kolonien, die nach den 12 bekannten Tierkreiszeichen benannt waren (z.B. Caprica, Tauron, Arilon, Geminon, Virgon usw.). Ein 13. Stamm ging verloren und besiedelte einen weit entfernten Planeten. Nur hat der verlorene Stamm vergessen, den Planeten folgerichtig Ophiuchon zu nennen. Stattdessen entschied man sich für den Namen Erde und obwohl es keinerlei Kontakt zu den anderen 12 Kolonien gab, wusste man auch dort von der Erde.

Auf den 12 Stämmen basieren auch die 12 Apostel, welche sich um Jesus geschart haben sollen. Jesus wäre demnach der 13. im Bunde. Manche sehen allerdings auch in Maria Magdalena den 13. Apostel. Bereits im 3. Jahrhundert verlieh Hippolyt von Rom (170-235) ihr die Bezeichnung Apostola apostolorum. Später soll die katholische Kirche sie wegen ihres weiblichen Geschlechts unterschlagen haben.

Um noch einmal auf „Battlestar Galactica“ zurück zu kommen, im Remake gibt es insgesamt 13 menschliche Cylonenmodelle, von denen die Nummer 7 jedoch nie zu sehen ist. Die anderen 12 dürften eine Anspielung auf die 12 Apostel sein. Um das Ganze abzurunden, gibt es zu Werbezwecken ein Foto, auf dem 12 Charaktere der Serie an einer Tafel sitzen. Dies ist offensichtlich eine Darstellung des letzten Abendmahls mit der teuflischen Nr. 6 als eine Art Anti-Jesus. Allerdings hat sie nur 11 Apostel.

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Es kann davon ausgegangen werden, dass noch weitere Spielereien mit den Zahlen 12 und 13 einen Bezug zum Tierkreis haben. Es ist kein Geheimnis, dass Astrologie zu den Kernelementen sowohl der Religionen als auch okkulter Geheimgesellschaften zählt. Neben dem Zodiak stößt man dabei sehr häufig auf den Orion, den Stern Sirius sowie die Planeten, darunter insbesondere Venus und Saturn. Von noch zentralerer Bedeutung sind eigentlich nur der Mond und die Sonne, wobei der scheinbare Verlauf der Sonne durch die Tierkreiszeichen Beginn und Ende astrologischer Zeitalter markiert.

Die astrologischen Zeitalter sind allerdings nicht nur den Esoterikern heilig, sondern auch den monotheistischen Religionen. Die Entstehung des Judentums fällt z.B. in das Zeitalter des Widders, weshalb an jüdischen Feiertagen bis heute ein Widderhorn, das so genannte Schofar, geblasen wird. Jesus lebte zu Beginn des Fische-Zeitalters, was wohl der wahre Grund dafür ist, warum der Fisch das ursprüngliche Symbol des Christentums war. Heute befinden wir uns am Übergang vom Fische- zum Wassermann-Zeitalter, welches die Esoteriker als ihr Goldenes Zeitalter herbeisehnen.

Allerdings handelt es sich um rein astrologische Zeitalter, die nur aus der Perspektive der Erde Sinn ergeben. Faktisch wird sich rein gar nichts ändern. Die Erde wird in keine höhere Dimension aufsteigen, die Zeit wird keine andere Qualität haben, wir werden auch keine globale Erleuchtung erleben und es wird kein neuer Messias kommen. Die Natur wird einfach weiter ihren gewohnten Gang gehen und wenn sich unsere Gesellschaft verändert, dann nur, weil wir es zulassen, dass uns irgendwelche Esoterik-Quacksalber einen falschen Propheten vorsetzen. Wenn wir endlich diesen ganzen astrologischen Hokuspokus überwinden würden, kämen wir sehr schnell zu der Erkenntnis, dass wir selbst unser Schicksal in der Hand haben und unsere Zukunft unabhängig von irgendwelchen willkürlich gesetzten Zeitaltern gestalten können.

Die Entschlüsselung des Universums

Im ersten Teil geht es um unser Sonnensystem und die gewaltigen Dimensionen des Universums. Eine sehr schöne Doku, sieht man einmal von dem kurzen Part über die offizielle Version der Mondlandung ab.

Der zweite Teil umfasst alles von der Entstehung bis zum möglichen Ende des Universums.

von zombiewoodproductions Veröffentlicht in Astronomie

Galaktische Giganten

Angesichts der gigantischen Dimensionen des Universums wirken unsere irdischen Konflikte absolut klein und unbedeutend. Zeit für etwas ehrfürchtiges Staunen.

von zombiewoodproductions Veröffentlicht in Astronomie

Die astrologischen Hintergründe von Christi Geburt

von Joe Doe

Bevor wir uns für die nächsten zwei Wochen in den Saturnalienurlaub verabschieden, wollen wir dieses Jahr noch einen kurzen Blick auf die astrologischen Hintergründe der angeblichen Geburt von Jesus werfen.

Jesus wurde schon mal nicht am 24. Dezember geboren, sondern soll irgendwann im Herbst das Licht der Welt erblickt haben. Das Jahr ist bis heute ungewiss, angenommen wird u.a. das Jahr 4 vor Christi Geburt, was irgendwie ironisch ist. Die heutige Weihnachtszeit hat jedenfalls mehr mit dem Zeitraum der römischen Saturnalien zu tun, welche zu Ehren des kinderfressenden Gottes Saturn gefeiert wurden. Ursprünglich begann das Saturnfest am 17. Dezember. 45 v.Z. wurde es bis zum 23. Dezember und später sogar bis zum 30. Dezember ausgedehnt.

Auch die Nähe zur Wintersonnenwende am 21./22. Dezember ist auffällig. Während der historische Jesus der Sohn von Maria und Josef war, ist der Jesus der Bibel der Sohn Gottes bzw. der Sohn der Sonne. Denn das Christentum basiert – ebenso wie das Judentum – auf dem Aton-Kult des Pharao Echnaton. Und diese erste historisch belegte monotheistische Religion war nichts anderes als ein Sonnenkult.

Echnaton_2

Die Geburt des historischen Jesus dürfte indes wesentlich unspektakulärer abgelaufen sein, als im Neuen Testament behauptet. Für die drei Könige, die angeblich zur Krippe des noch völlig unbekannten Säuglings geeilt sein sollen, um ihn mit Gold, Weihrauch und Myrre zu beschenken, gibt es keinerlei historische Belege. Die einzig sinnvolle Erklärung dieses Mythos ist astrologischer Natur.

Caspar, Melchior und Balthasar heißen in Wirklichkeit Alnitak, Alnilam und Mintaka. Dies sind die drei Sterne, die den Gürtel des Sternbildes Orion bilden. Orion bzw. Osiris war schon im antiken Ägypten von zentraler kultischer Bedeutung, was gleichermaßen für den hellsten Stern am Nachthimmel gilt. Sirius ist der wahre Stern von Betlehem und schaut man sich den winterlichen Nachthimmel an, scheinen die drei Gürtelsterne des Orion Sirius zu folgen.

Heilige 3 Könige

In diesem Sinne wünschen wir eine frohe Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins Jahr 2015.

Geheimnisvoller Mars – Gibt oder gab es Leben auf dem roten Planeten?

von Joe Doe

Der Mars steht wie kaum ein anderer Planet für die Sehnsucht nach der Entdeckung außerirdischen Lebens. Zwar vermuteten die Menschen vergangener Jahrhunderte auch unter der Wolken der Venus eine üppige Dschungelvegetation, doch im Gegensatz zu unserem Schwesterplaneten, der sich als heiße Einöde herausstellte, besteht beim Mars bis heute die Hoffnung auf Leben.

Bereits im 18. Jahrhundert beobachteten Astronomen sich verändernde dunkle Flecken auf dem Mars, die sie für Vegetationszonen hielten, die sich mit den Jahreszeiten ändern. Jedoch handelt es sich lediglich um dunkleres Gestein, wobei die Veränderungen durch sich bewegende Sanddünen erklärt werden können.

Im 19. Jahrhundert entfachte schließlich die Entdeckung von vermeintlichen Marskanälen eine Diskussion über intelligentes Leben auf dem Mars. Allerdings beobachtete der italienische Astronom Giovanni Schiaparelli 1877 lediglich dunkle Linien. Die „Kanäle“ gehen auf eine Fehlübersetzung des italienischen Wortes „Canali“ zurück, welches lediglich „Rinnen“ bedeutet.

Marskarte Schiaparelli

Als in den 1960ern und 1970ern die ersten Bilder von Marssonden übermittelt wurden, begann die große Enttäuschung. Der Mars erwies sich als staubtrocken und von Anzeichen einer Zivilisation fehlte augenscheinlich jede Spur. Diese Erkenntnis war noch bitterer als der Verlust zahlreicher Sonden, offiziell aufgrund technischer Mängel.

Erst 1976 wurden erneut Diskussionen angefacht, nachdem der Orbiter 1 der Viking-Mission ein Foto der Cydonia-Region an die Erde übermittelte. Dieses zeigte eine Formation, die als „Marsgesicht“ berühmt wurde. Das Marsgesicht beflügelte die Phantasie der Science Fiction-Autoren und wurde u.a. im Remake des Klassikers „Invasion vom Mars“ sowie in „Mission to Mars“ aufgegriffen. Auf detailgenaueren Fotos späterer Missionen erwies sich das vermeintliche Gesicht jedoch als optische Täuschung.

Global Surveyor (2001)

Global Surveyor (2001)

Was die NASA dagegen bis heute noch nicht erklären konnte, sind die eindeutig symmetrischen Pyramiden in der Cydonia-Region.

Marspyramide

Gibt es also doch Hinweise auf eine untergegangene Marszivilisation, von der Remote Viewer behaupten, sie wäre vor 65 Millionen Jahren ausgelöscht worden? Im Übrigen zu einer Zeit, als auch auf der Erde die Dinosaurier durch einen Asteroideneinschlag ausstarben. Zumindest weist das Hellas-Becken auf eine gewaltige Kollision hin, welche tatsächlich dafür verantwortlich sein könnte, dass der Mars einen Großteil seiner Atmosphäre einbüßte und alles Wasser gefror. Allerdings soll der Impakt bereits 3,5 bis 3,9 Milliarden Jahre zurückliegen.

Wie lange der Mars schon tot ist, kann bisher noch nicht mit letzter Gewissheit beantwortet werden. Zumindest steht heute fest, dass es einst flüssiges Wasser auf ihm gegeben hat. Darauf weisen nicht nur zahlreiche Flusstäler hin, sondern auch Mineralien (u.a. Hämatitkügelchen), die nur durch die Einwirkung von flüssigem Wasser entstanden sein können. Nachdem die ersten Marsmissionen zu den größten Desastern der Raumfahrtgeschichte gehören, haben die Rover Spirit und Opportunity nicht nur in diesem Punkt alle Erwartungen übertroffen.

Hämatitkügelchen

Die Sonde Mars Express lieferte indessen ein Bild, welches einen möglichen Eissee zeigt, der von einer Staubschicht bedeckt ist.

Mars Express Eis

Neben diesem Hinweis, dass der Mars sein Wasser gar nicht verloren hat, sondern dieses nur gefroren ist, gibt es sogar noch spektakulärere Hinweise auf flüssiges Wasser. Nun ist der Mars eigentlich zu kalt für flüssiges Wasser, doch mit einer ausreichenden Versalzung sinkt der Gefrierpunkt von H2O.

Damit wäre zumindest mikroskopisches Leben noch heute auf dem Mars möglich. Darauf deuten auch Spuren des extrem flüchtigen Gases Methan hin, welches sonst nur durch vulkanische Aktivität entstehen kann.

Einige Forscher, die der Panspermietheorie anhängen, vermuten sogar, dass die Erde von Marsmeteoriten befruchtet worden sein könnte. Ein 1984 in der Antarktis gefundener Marsmeteorit sorgte 1996 in dieser Hinsicht für Aufsehen, da er unter dem Mikroskop mögliche Versteinerungen von Mikroben zeigte. Sind wir letztendlich die Marsianer, die wir die ganze Zeit gesucht haben?

Marsmikrobe

Unstrittig ist auf jeden Fall, dass der Mars entsprechende Bedingungen für Leben aufweist, auch wenn dieses aufgrund der kalten Temperaturen als extremophil zu bezeichnen wäre. Da derartiges Leben bereits auf der Erde gefunden wurde, gilt die Entdeckung von Mikroorganismen auf dem Mars inzwischen als sehr wahrscheinlich. Allein das würde unser geozentrisches Bild vom Universum komplett über den Haufen werfen, denn Leben wäre demnach nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel.

Doch wie steht es um höher entwickeltes oder gar intelligentes Leben auf dem Mars? Dieses könnte es vor einigen Millionen Jahren durchaus gegeben haben. Die Frage lautet nun, ob die NASA uns alles zeigt, was sie auf dem roten Planeten findet oder Aufnahmen retuschiert, wie dies bereits im Falle des Mondes geschehen ist.

Wobei einige der veröffentlichen Marsaufnahmen schon genügend Anlass für Spekulationen bieten. Z.B. gibt es einige künstlich wirkende Strukturen sowie eindeutige Spuren von Tagebau.

Neben diesen öffentlich zugänglichen Bildern behauptet der Whistleblower Robert Dean, dass es sogar unterirdische Städte auf dem Mars gibt. Allerdings sollten Deans Aussagen kritisch betrachtet werden, da er ein militärischer Desinformant zu sein scheint.

Was indes die öffentlich zugänglichen NASA-Aufnahmen angeht, so stellt sich die Frage, ob sie Hinweise auf eine untergegangen Marszivilisation darstellen oder auf die Aktivität außerirdischer Kolonisten hindeuten. In jedem Falle scheint auf dem Mars mehr vor sich zu gehen, als man von offizieller Seite zugibt.

Gleiches gilt für Phobos, einen der beiden Marsmonde, bei denen es sich um eingefangene Asteroiden handelt. 1998 entdeckte die NASA einen gewaltigen Monolithen auf der Oberfläche des Marsmondes und erstaunlicherweise ging sie damit später tatsächlich an die Öffentlichkeit. Der Apollo 11-Astronaut und Freimaurer Buzz Aldrin forderte sogar, eine bemannte Mission zum Phobos zu schicken, um den Monolithen genauer zu untersuchen.