Der Zodiak – Die 12 Sternbilder des Tierkreises

von Shinzon

Zodiak ist eine aus dem Griechischen stammende Bezeichnung für den Tierkreis. Dieser ist eine etwa 20 Grad breite Zone um die Ekliptik, innerhalb derer die scheinbaren Bahnen von Sonne, Mond und Planeten verlaufen. Der Tierkreis ergibt sich also nur aus Perspektive der Erde. Dabei liegen die 13 Tierkreissternbilder aufgrund der Präzession der Erdachse nicht einmal mehr in den gleichnamigen Tierkreiszeichen. Die beiden Begriffe müssen daher voneinander unterschieden werden.

Tierkreis Ekliptik

Bis ins 19. Jahrhundert wurde der Tierkreis in zwölf Abschnitte unterteilt. Zu den zwölf bekannten Sternzeichen gehören Widder (lat. Aries, 19. April bis 14. Mai), Stier (lat. Taurus, 14. Mai bis 21. Juni), Zwillinge (lat. Gemini, 21. Juni bis 20. Juli), Krebs (lat. Cancer, 20. Juli bis 11. Aug.), Löwe (lat. Leo, 11. Aug. bis 17. Sept.), Jungfrau (lat. Virgo, 17. Sept. bis 31. Okt.), Waage (lat. Libra, 31. Okt. bis 23. Nov.), Skorpion (lat. Scorpius, 23. Nov. bis 30. Nov.), Schütze (lat. Sagittarius, 18. Dez. bis 20. Jan.), Steinbock (lat. Capricornus, 20. Jan. bis 16. Feb.), Wassermann (lat. Aquarius, 16. Feb. bis 12. März) und Fische (lat. Pisces, 12. März bis 19. April).

Tierkreiszeichen

„Moment mal“, werden jetzt einige denken und sich wundern, warum ihr Geburtstag plötzlich in einem anderen Sternbild liegt und es zwischen Skorpion und Schütze eine Lücke gibt. Das liegt einerseits daran, dass die Sonne sich in den angegebenen Zeiträumen in den entsprechenden Sternbildern befindet, aber diese wie bereits erwähnt nicht mehr exakt in den Sternzeichen liegen. Hinzu kommt die Lücke, da die Sonne insgesamt 13 Sternbilder schneidet. Wir haben eingangs nicht ohne Grund von 13 Tierkreissternbildern geschrieben, denn zwischen Skorpion und Schütze liegt der Schlangenträger (lat. Ophiuchus). Zwar war das Sternbild schon in der Antike bekannt, doch damals schnitt es noch nicht den Tierkreis, da einige Sterne erst später dem Schlangenträger zugeordnet wurden. In anderen Kulturen, wie z.B. in China, gibt es seit jeher 13 Tierkreiszeichen, wenn auch unter anderen Namen.

Ophiuchus

Ophiuchus

So wenig bekannt wie der Schlangenträger ist auch die astrologische Herleitung biblischer Mythen. Angelehnt an den astrologischen Tierkreis ist z.B. der Mythos von den 12 Stämmen Israels, die auf die angeblichen 12 Söhne Abrahams zurückgehen. Wie aus einer Familie 12 Völker hervorgegangen sein sollen, ist dabei mehr als erklärungsbedürftig. Historisch belegbar ist lediglich, dass es sich bei den Israeliten, die von Pharao Ramses II. vertrieben wurden, um eine Glaubensgemeinschaft handelte und nicht um ein Volk. Die ersten Israeliten waren Ägypter.

Dennoch überlebte der Mythos von den 12 Stämmen Israels und ist heute vor allem bei den Mormonen populär, die glauben, dass es sich bei den amerikanischen Ureinwohnern um einen verlorenen Stamm Israel handelt. Auch das ist ein Mythos, der den historischen Fakten nicht gerecht wird. Amerika wurde von seinen Ureinwohnern lange vor dem Auszug der Israeliten besiedelt, ja sogar noch bevor Pharao Echnaton mit seinem monotheistischen Aton-Kult den Grundstein für das Judentum legte.

Wie sehr sich die mythologischen Stämme Israels auf den Tierkreis beziehen, versinnbildlichte der Mormone Glen A. Larson schließlich in seiner Science Fiction Serie „Kampfstern Galactica“. In der Serienmythologie hat die Menschheit ihren Ursprung auf dem Planeten Kobol. Als sie ihre Heimat verließen, gründeten sie 12 Kolonien, die nach den 12 bekannten Tierkreiszeichen benannt waren (z.B. Caprica, Tauron, Arilon, Geminon, Virgon usw.). Ein 13. Stamm ging verloren und besiedelte einen weit entfernten Planeten. Nur hat der verlorene Stamm vergessen, den Planeten folgerichtig Ophiuchon zu nennen. Stattdessen entschied man sich für den Namen Erde und obwohl es keinerlei Kontakt zu den anderen 12 Kolonien gab, wusste man auch dort von der Erde.

Auf den 12 Stämmen basieren auch die 12 Apostel, welche sich um Jesus geschart haben sollen. Jesus wäre demnach der 13. im Bunde. Manche sehen allerdings auch in Maria Magdalena den 13. Apostel. Bereits im 3. Jahrhundert verlieh Hippolyt von Rom (170-235) ihr die Bezeichnung Apostola apostolorum. Später soll die katholische Kirche sie wegen ihres weiblichen Geschlechts unterschlagen haben.

Um noch einmal auf „Battlestar Galactica“ zurück zu kommen, im Remake gibt es insgesamt 13 menschliche Cylonenmodelle, von denen die Nummer 7 jedoch nie zu sehen ist. Die anderen 12 dürften eine Anspielung auf die 12 Apostel sein. Um das Ganze abzurunden, gibt es zu Werbezwecken ein Foto, auf dem 12 Charaktere der Serie an einer Tafel sitzen. Dies ist offensichtlich eine Darstellung des letzten Abendmahls mit der teuflischen Nr. 6 als eine Art Anti-Jesus. Allerdings hat sie nur 11 Apostel.

battlestar_galactica_last_supper

Es kann davon ausgegangen werden, dass noch weitere Spielereien mit den Zahlen 12 und 13 einen Bezug zum Tierkreis haben. Es ist kein Geheimnis, dass Astrologie zu den Kernelementen sowohl der Religionen als auch okkulter Geheimgesellschaften zählt. Neben dem Zodiak stößt man dabei sehr häufig auf den Orion, den Stern Sirius sowie die Planeten, darunter insbesondere Venus und Saturn. Von noch zentralerer Bedeutung sind eigentlich nur der Mond und die Sonne, wobei der scheinbare Verlauf der Sonne durch die Tierkreiszeichen Beginn und Ende astrologischer Zeitalter markiert.

Die astrologischen Zeitalter sind allerdings nicht nur den Esoterikern heilig, sondern auch den monotheistischen Religionen. Die Entstehung des Judentums fällt z.B. in das Zeitalter des Widders, weshalb an jüdischen Feiertagen bis heute ein Widderhorn, das so genannte Schofar, geblasen wird. Jesus lebte zu Beginn des Fische-Zeitalters, was wohl der wahre Grund dafür ist, warum der Fisch das ursprüngliche Symbol des Christentums war. Heute befinden wir uns am Übergang vom Fische- zum Wassermann-Zeitalter, welches die Esoteriker als ihr Goldenes Zeitalter herbeisehnen.

Allerdings handelt es sich um rein astrologische Zeitalter, die nur aus der Perspektive der Erde Sinn ergeben. Faktisch wird sich rein gar nichts ändern. Die Erde wird in keine höhere Dimension aufsteigen, die Zeit wird keine andere Qualität haben, wir werden auch keine globale Erleuchtung erleben und es wird kein neuer Messias kommen. Die Natur wird einfach weiter ihren gewohnten Gang gehen und wenn sich unsere Gesellschaft verändert, dann nur, weil wir es zulassen, dass uns irgendwelche Esoterik-Quacksalber einen falschen Propheten vorsetzen. Wenn wir endlich diesen ganzen astrologischen Hokuspokus überwinden würden, kämen wir sehr schnell zu der Erkenntnis, dass wir selbst unser Schicksal in der Hand haben und unsere Zukunft unabhängig von irgendwelchen willkürlich gesetzten Zeitaltern gestalten können.

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Die Entschlüsselung des Universums

Im ersten Teil geht es um unser Sonnensystem und die gewaltigen Dimensionen des Universums. Eine sehr schöne Doku, sieht man einmal von dem kurzen Part über die offizielle Version der Mondlandung ab.

Der zweite Teil umfasst alles von der Entstehung bis zum möglichen Ende des Universums.

von zombiewoodproductions Veröffentlicht in Astronomie

Galaktische Giganten

Angesichts der gigantischen Dimensionen des Universums wirken unsere irdischen Konflikte absolut klein und unbedeutend. Zeit für etwas ehrfürchtiges Staunen.

von zombiewoodproductions Veröffentlicht in Astronomie

Die astrologischen Hintergründe von Christi Geburt

Bevor wir uns für die nächsten zwei Wochen in den Saturnalienurlaub verabschieden, wollen wir dieses Jahr noch einen kurzen Blick auf die astrologischen Hintergründe der angeblichen Geburt von Jesus werfen.

Jesus wurde schon mal nicht am 24. Dezember geboren, sondern soll irgendwann im Herbst das Licht der Welt erblickt haben. Das Jahr ist bis heute ungewiss, angenommen wird u.a. das Jahr 4 vor Christi Geburt, was irgendwie ironisch ist. Die heutige Weihnachtszeit hat jedenfalls mehr mit dem Zeitraum der römischen Saturnalien zu tun, welche zu Ehren des kinderfressenden Gottes Saturn gefeiert wurden. Ursprünglich begann das Saturnfest am 17. Dezember. 45 v.Z. wurde es bis zum 23. Dezember und später sogar bis zum 30. Dezember ausgedehnt.

Auch die Nähe zur Wintersonnenwende am 21./22. Dezember ist auffällig. Während der historische Jesus der Sohn von Maria und Josef war, ist der Jesus der Bibel der Sohn Gottes bzw. der Sohn der Sonne. Denn das Christentum basiert – ebenso wie das Judentum – auf dem Aton-Kult des Pharao Echnaton. Und diese erste historisch belegte monotheistische Religion war nichts anderes als ein Sonnenkult.

Echnaton_2

Die Geburt des historischen Jesus dürfte indes wesentlich unspektakulärer abgelaufen sein, als im Neuen Testament behauptet. Für die drei Könige, die angeblich zur Krippe des noch völlig unbekannten Säuglings geeilt sein sollen, um ihn mit Gold, Weihrauch und Myrre zu beschenken, gibt es keinerlei historische Belege. Die einzig sinnvolle Erklärung dieses Mythos ist astrologischer Natur.

Caspar, Melchior und Balthasar heißen in Wirklichkeit Alnitak, Alnilam und Mintaka. Dies sind die drei Sterne, die den Gürtel des Sternbildes Orion bilden. Orion bzw. Osiris war schon im antiken Ägypten von zentraler kultischer Bedeutung, was gleichermaßen für den hellsten Stern am Nachthimmel gilt. Sirius ist der wahre Stern von Betlehem und schaut man sich den winterlichen Nachthimmel an, scheinen die drei Gürtelsterne des Orion Sirius zu folgen.

Heilige 3 Könige

In diesem Sinne wünschen wir eine frohe Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins Jahr 2015.

Geheimnisvoller Mars – Gibt oder gab es Leben auf dem roten Planeten?

von Shinzon

Der Mars steht wie kaum ein anderer Planet für die Sehnsucht nach der Entdeckung außerirdischen Lebens. Zwar vermuteten die Menschen vergangener Jahrhunderte auch unter der Wolken der Venus eine üppige Dschungelvegetation, doch im Gegensatz zu unserem Schwesterplaneten, der sich als heiße Einöde herausstellte, besteht beim Mars bis heute die Hoffnung auf Leben.

Bereits im 18. Jahrhundert beobachteten Astronomen sich verändernde dunkle Flecken auf dem Mars, die sie für Vegetationszonen hielten, die sich mit den Jahreszeiten ändern. Jedoch handelt es sich lediglich um dunkleres Gestein, wobei die Veränderungen durch sich bewegende Sanddünen erklärt werden können.

Im 19. Jahrhundert entfachte schließlich die Entdeckung von vermeintlichen Marskanälen eine Diskussion über intelligentes Leben auf dem Mars. Allerdings beobachtete der italienische Astronom Giovanni Schiaparelli 1877 lediglich dunkle Linien. Die „Kanäle“ gehen auf eine Fehlübersetzung des italienischen Wortes „Canali“ zurück, welches lediglich „Rinnen“ bedeutet.

Marskarte Schiaparelli

Als in den 1960ern und 1970ern die ersten Bilder von Marssonden übermittelt wurden, begann die große Enttäuschung. Der Mars erwies sich als staubtrocken und von Anzeichen einer Zivilisation fehlte augenscheinlich jede Spur. Diese Erkenntnis war noch bitterer als der Verlust zahlreicher Sonden, offiziell aufgrund technischer Mängel.

Erst 1976 wurden erneut Diskussionen angefacht, nachdem der Orbiter 1 der Viking-Mission ein Foto der Cydonia-Region an die Erde übermittelte. Dieses zeigte eine Formation, die als „Marsgesicht“ berühmt wurde. Das Marsgesicht beflügelte die Phantasie der Science Fiction-Autoren und wurde u.a. im Remake des Klassikers „Invasion vom Mars“ sowie in „Mission to Mars“ aufgegriffen. Auf detailgenaueren Fotos späterer Missionen erwies sich das vermeintliche Gesicht jedoch als optische Täuschung.

Global Surveyor (2001)

Global Surveyor (2001)

Was die NASA dagegen bis heute noch nicht erklären konnte, sind die eindeutig symmetrischen Pyramiden in der Cydonia-Region.

Marspyramide

Gibt es also doch Hinweise auf eine untergegangene Marszivilisation, von der Remote Viewer behaupten, sie wäre vor 65 Millionen Jahren ausgelöscht worden? Im Übrigen zu einer Zeit, als auch auf der Erde die Dinosaurier durch einen Asteroideneinschlag ausstarben. Zumindest weist das Hellas-Becken auf eine gewaltige Kollision hin, welche tatsächlich dafür verantwortlich sein könnte, dass der Mars einen Großteil seiner Atmosphäre einbüßte und alles Wasser gefror. Allerdings soll der Impakt bereits 3,5 bis 3,9 Milliarden Jahre zurückliegen.

Wie lange der Mars schon tot ist, kann bisher noch nicht mit letzter Gewissheit beantwortet werden. Zumindest steht heute fest, dass es einst flüssiges Wasser auf ihm gegeben hat. Darauf weisen nicht nur zahlreiche Flusstäler hin, sondern auch Mineralien (u.a. Hämatitkügelchen), die nur durch die Einwirkung von flüssigem Wasser entstanden sein können. Nachdem die ersten Marsmissionen zu den größten Desastern der Raumfahrtgeschichte gehören, haben die Rover Spirit und Opportunity nicht nur in diesem Punkt alle Erwartungen übertroffen.

Hämatitkügelchen

Die Sonde Mars Express lieferte indessen ein Bild, welches einen möglichen Eissee zeigt, der von einer Staubschicht bedeckt ist.

Mars Express Eis

Neben diesem Hinweis, dass der Mars sein Wasser gar nicht verloren hat, sondern dieses nur gefroren ist, gibt es sogar noch spektakulärere Hinweise auf flüssiges Wasser. Nun ist der Mars eigentlich zu kalt für flüssiges Wasser, doch mit einer ausreichenden Versalzung sinkt der Gefrierpunkt von H2O.

Damit wäre zumindest mikroskopisches Leben noch heute auf dem Mars möglich. Darauf deuten auch Spuren des extrem flüchtigen Gases Methan hin, welches sonst nur durch vulkanische Aktivität entstehen kann.

Einige Forscher, die der Panspermietheorie anhängen, vermuten sogar, dass die Erde von Marsmeteoriten befruchtet worden sein könnte. Ein 1984 in der Antarktis gefundener Marsmeteorit sorgte 1996 in dieser Hinsicht für Aufsehen, da er unter dem Mikroskop mögliche Versteinerungen von Mikroben zeigte. Sind wir letztendlich die Marsianer, die wir die ganze Zeit gesucht haben?

Marsmikrobe

Unstrittig ist auf jeden Fall, dass der Mars entsprechende Bedingungen für Leben aufweist, auch wenn dieses aufgrund der kalten Temperaturen als extremophil zu bezeichnen wäre. Da derartiges Leben bereits auf der Erde gefunden wurde, gilt die Entdeckung von Mikroorganismen auf dem Mars inzwischen als sehr wahrscheinlich. Allein das würde unser geozentrisches Bild vom Universum komplett über den Haufen werfen, denn Leben wäre demnach nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel.

Doch wie steht es um höher entwickeltes oder gar intelligentes Leben auf dem Mars? Dieses könnte es vor einigen Millionen Jahren durchaus gegeben haben. Die Frage lautet nun, ob die NASA uns alles zeigt, was sie auf dem roten Planeten findet oder Aufnahmen retuschiert, wie dies bereits im Falle des Mondes geschehen ist.

Wobei einige der veröffentlichen Marsaufnahmen schon genügend Anlass für Spekulationen bieten. Z.B. gibt es einige künstlich wirkende Strukturen sowie eindeutige Spuren von Tagebau.

Neben diesen öffentlich zugänglichen Bildern behauptet der Whistleblower Robert Dean, dass es sogar unterirdische Städte auf dem Mars gibt. Allerdings sollten Deans Aussagen kritisch betrachtet werden, da er ein militärischer Desinformant zu sein scheint.

Was indes die öffentlich zugänglichen NASA-Aufnahmen angeht, so stellt sich die Frage, ob sie Hinweise auf eine untergegangen Marszivilisation darstellen oder auf die Aktivität außerirdischer Kolonisten hindeuten. In jedem Falle scheint auf dem Mars mehr vor sich zu gehen, als man von offizieller Seite zugibt.

Gleiches gilt für Phobos, einen der beiden Marsmonde, bei denen es sich um eingefangene Asteroiden handelt. 1998 entdeckte die NASA einen gewaltigen Monolithen auf der Oberfläche des Marsmondes und erstaunlicherweise ging sie damit später tatsächlich an die Öffentlichkeit. Der Apollo 11-Astronaut und Freimaurer Buzz Aldrin forderte sogar, eine bemannte Mission zum Phobos zu schicken, um den Monolithen genauer zu untersuchen.